Forscher machen Noten & Architektur durchsuchbar

Wissenschaftlern der Universität Bonn und der Technischen Universität Darmstadt ist es gelungen, Werkzeuge für eine inhaltsbasierte Suche in Musikdokumenten und 3D-Objekten zu entwickeln. Damit ist es beispielsweise möglich, Partituren anhand von ... mehr... Suche, Grafik, Architektur Suche, Grafik, Architektur

Diese Nachricht vollständig anzeigen.

Jetzt einen Kommentar schreiben
 
Also das mit der Musik ist jetzt wirklich nicht neu... Shazam kann das schon lange... 10 sek. Ton aufzeichnen und schon findets das passende Lied.. vorausgesetzt es existiert in der Datenbank! Das mit den 3D-Objekten klingt recht interessant und habe ich auch so noch nirgends gesehen!
 
@SimpleAndEasy: Du kennst aber schon den Unterschied zwischen "Musik" und "Noten"? Ist ungefähr so wie mit "Gelaber" und "Buchstaben". Klingt komisch, ist aber so - eben nicht ganz so "simple and easy". Solltest einfach noch ein paar Folgen der "Bibliothek der Sachgeschichten" mit der Maus angucken, kann nix schaden.
 
@Hape: und du kannst lesen oder? Zitat aus dem Text: "Dabei entstand eine Musikanwendung, die Musikstücke unter anderem durch Eingabe einer Melodie über ein virtuelles Piano finden" anstatt virtuelles Piano nehme man ein Mikrofon! erst mal den Text lesen bevor man Nonsens von sich gibt! Ob die Zuordnung nun über Noten welche aus der Melodie erzeugt werden, oder eben über Tonhöhen und Tiefen ermittelt wird ist lediglich der weg zum Ziel aber des Ergebnis ist das selbe!
 
@SimpleAndEasy: Aber weiter oben steht dass man anhand eines Musikschnipsels die Partitur, also die niedergeschriebenen Noten für alle vorhandenen Instrumente finden kann und das ist schon etwas Anderes als den Songtitel angezeigt zu bekommen.
 
@jigsaw: Da hast du auch vollkommen recht und das streite ich ja auch nicht ab sondern beziehe mich auf die Funktion zum finden eines Liedes in einer Datenbank!
 
@SimpleAndEasy: Nicht ganz ;) Ein virtuelles Piano erlaubt die Ausgabe im Midi-Format. Dies enthällt keine Aufnahme des Klangs (wie z.B. bei mp3), sondern eine Repräsentation in Noten entsprechend der auf dem Piano angeschlagenen Tasten. Deren Abfolge wird dann, vermutlich auch unter einbeziehung ähnlicher Stücke, in der Datenbank der Musikstücke, welche ebenfalls in Notenform vorliegen, gesucht.
 
@SimpleAndEasy: Leider hast du selber nix kapiert, denn die Datenbank hinter Shazam enthält nicht die NOTEN der Musikstücke, sondern Audiodateien und der Abgleich erfolgt über die Waveform. Mit NOTEN hat das aber gar nix zu tun. In dem Projekt 'Probado' geht es aber um gescantes Notenmaterial, das zum Teil noch nie gespielt wurde, weil es in den Bibliotheken verschollen war. Wie sollte Shazam da etwas finden? Nochmal: der Unterschied liegt im Datenmaterial und ist deshalb NICHT vergleichbar.
 
@Hape: Lesen kannste immer noch nicht oder? und von kapieren habe ich kein Wort verloren! "Ob die Zuordnung nun über NOTEN welche aus der Melodie erzeugt werden "(wäre dann diese Tool was hier beschrieben wird)", oder eben über TONHÖHEN und TIEFEN "(Shazam)"ermittelt wird ist lediglich der weg zum Ziel aber des Ergebnis ist das selbe!" Es geht um das ERGEBNIS und nicht um den WEG! Wäre der WEG der selbe würde es wahrscheinlich wieder Patentklagen hageln!
 
@SimpleAndEasy: Ganz ehrlich, die beiden Programme (Shazam und das der Uni Bonn) haben soviel miteinander zu tun, wie Spracherkennung und Textsuche. Ich will nicht bestreiten, dass man die Technik von Shazam auch für das Problem der Noten einsetzen könnte, darauf ist es aber absolut nicht ausgelegt. Keines der beiden Programme würde im Einsatzgebiet des anderen brauchbare Ergebnisse liefern.
 
Ist es eben nicht: Weil in Shazam nur SCHON GESPIELTE und somit als Audiodatei vorhandene Musik gesucht werden kann.
In 'Probado' kann aber auch Musik gefunden werden, die NOCH NIE gespielt wurde. -> Wenn das kein Unterschied sein soll, dann weiß ich auch nicht.
 
@Hape: 1. Hast du da was verpasst mit dem Antwortbutton 2. Wird auch bei Probado nur vorhandene Musik durchsucht... wie soll man auch etwas finden was es nicht gibt? Der eigentliche Unterschied ist, dass die Probado Datenbank nicht nur die Musik selbst vergleicht, sondern die Musik auch auf die Melodie reduzieren kann und man theoretisch über eine gesummte Melodie ein Lied identifizieren könnte.
 
@paul1508: Nö, scheinbar verklickt.
"wie soll man etwas finden, das es nicht gibt?" -> Es geht um das Notenarchiv der bayerischen Staatsbibliothek, das eingescannt wurde. Dort (und in anderen großen Bibliotheken) lagern zigtausende Notenmanuskripte, die zum Teil veröffentlicht und daher relativ uninteressant sind. Der andere, unveröffentlichte Teil ist der interessantere: Noten von unbekannten Komponisten, von denen bisher noch nie jemand etwas gehört hat, geschweige denn aufgezeichnet. Oder auch verschollen geglaubte Werke bekannter Komponisten. Aber alles wirr durcheinander. Es gibt Musikforscher, die ihr halbes Leben mit dem Stöbern in solchen Archiven verbringen. Und die Software hilft weniger, das Bekannte zu finden (wozu auch?), sondern das Bekannte auszusondern und das unbekannte herauszufiltern, worum es eigentlich geht.
"über eine gesummte Melodie identifizieren"- > das ist ja gerade Shazam und nicht das neue. 'Probado' findet eben genau das, "was es nicht gibt" (besser gesagt, von dem man nicht wußte, DASS es es gibt). Und schon gar keine "Lieder": In der klassischen Musik sagt man nicht "Lieder", sondern "Werke" oder "Stücke". Es gibt zwar auch wirkliche Lieder, aber die sind nur eine winzige Teilmenge der klassischen Musik.
Und jetzt habe ich keine Lust mehr, euch die Welt zu erklären.
 
Shazam erkennt die Melodie nicht, wenn du die Melodie eines Liedes nur mit einer Akustikgitarre usw. Spielst wirst du da nie ein Ergebnis bekommen. "und erlaubt das Abspielen von Audio mit der synchronisierten Hervorhebung von Noten und Liedtext" auf das beziehe ich mich... Shazam springt nur auf wirklich ähnliche Musik an... wenn da das Schlagzeug fehlt wirds manchmal schon haarig...
 
Das erlaubt die Suche nach Plagiaten und Urheberrechtsverletzungen bei Entwürfen von Gebäuden. Einerseits positiv, dass man sein geistiges Eigentum (den Entwurf) damit besser schützen kann, ich sehe nun eine Abmahnwelle auf die Architekten zurollen, die angeblich bei anderen Kollegen Ideen abgekupfert haben (sollen, könnten...). Dem einzigen Berufsstand, dem das zu Nutzen sein wird, sind die windigen Abmahnanwälte.
Andererseits kann der Architekt seinen ungebauten Entwurf vorher prüfen, ob nicht jemand schon mal etwas ähnliches gebaut hat. Schwer wird das allerdings beim klassischen Einfamilienhaus, das bei den heutigen Bebauungsplänen eher aussieht als vom Fließband.
Kommentar abgeben Netiquette beachten!

Video-Empfehlungen