Homeless Hotspot: Obdachlose bieten WLAN an

Das US-Marketingunternehmen BBH Labs führt derzeit eine etwas fragwürdige Aktion durch, bei der Obdachlose zu mobilen WLAN-Hotspots umfunktioniert werden. Nutzer, die unterwegs einen Internet-Zugang benötigen, sollen gegen eine Spende an die ... mehr... Wlan, WiFi, Hotspot Bildquelle: Nicolas Nova / Flickr Wlan, WiFi, Hotspot Wlan, WiFi, Hotspot Nicolas Nova / Flickr

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Verrückter gehts nicht, oder? Mal im Ernst, die sollten lieber was für die Obdachlosen tun, anstatt sie zu lebende Funkzellen für die Reichen um zu "programmieren". Ich glaube, in Zeiten von UMTS und Co braucht keiner mehr einen Hotspot. Und auch wenn etwas Geld zusammen kommt, frage ich zu bezweifeln, ob es beim Obdachlosen ankommt.

Verrückte Welt.
 
@Cyberschlumpf: Wirklich unglaublich, wie verrückt unsere Welt geworden ist. Ich glaube das Weltende naht
 
@Banko93: Das unsere Welt immer verrückter wird, kann man ja täglich beobachten, aber deswegen naht nicht das Ende der Welt. Wie Albert Einstein schon sagte: Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.
 
@Cyberschlumpf: der mensch ist leicht überlastbar - vor allem, wenn er nicht wie ich ist.
 
@Banko93:
Nach der Maya Kalender "Der 21. Dezember 2012 -Weltuntergang"
also noch 283 Tage und 02:42.00 min. :-))
 
@Cyberschlumpf: Ich kann dir zum Teil zustimmen. Es wäre allerdings nur richtig, wenn automatisch mit der SMS eine Spende getätigt wird. Sprich der Obdachlose die Hälfte des Betrages automatisch erhält. Denn der Rest von der Idee, zb. das man diese Menschen wieder etwas mehr in die Wahrnehmung der Gesellschaft rückt ist durchaus etwas gutes. Aber sie als kostenlose Werbe - Lichterkette mit Strahlenfunktion durch die Straßen zu schicken, und sich daran ohne zugeschichtere Gegenleistung zu bereichern ist abartig.
 
@Cyberschlumpf: "Ich glaube, in Zeiten von UMTS und Co braucht keiner mehr einen Hotspot." ... Das gilt vielleicht für Europa, aber das marode Mobilfunktnetz in den USA hat längst keine flächendeckende UMTS-Verbreitung. Daher sind Smartphone-User in vielen Städten auf solche Wireless-Meshes angewiesen. Nicht umsonst gibt's in Cafés in den USA so oft "free WiFi". Die Leute sind einfach darauf angewiesen. Hinzukommt dass durch das marode Netz UMTS-Verträge verhältnismäßig teuer sind. Was u.A. ein Grund ist dass Blackberrys mit ihrer Datenkompression dort noch immer so beliebt sind und das obwohl mittlerweile (anders als noch vor einigen Jahren) auch jedes andere Smartphone Push-Mail beherrscht.
 
@skaven: vor ein paar jahren hat auch praktisch jedes smartphone push mail beherscht, bis android/ios kam die es dann nicht mehr konnten...sofern man eas als push bezeichnen will.
 
@Cyberschlumpf: In Zukunft heisst es nicht mehr: "Haste mal nen Euro"? In Zukunft heisst es: "Hier haste zwei Euro und jetzt lass mich surfen!".
 
@Cyberschlumpf: Die übliche Instrumentalisierung von Personen, um eigenen Profit daraus zu schlagen - und mag es vorerst nur ein Ansehensprofit sein, den man in der Zukunft vergoldet, indem man auf die vorherigen Leistungen verweist (sprich: "Humanität" aus Berechnung).
 
Eine solch pervertierte Idee kann ja nur aus den USA kommen. In meinen Augen absolut menschenunwürdig.
 
@leviathan11: ich konnte im text nicht erlesen, dass die Obdachlosen eingefangen, versklavt und dann als HotSpot verwendet werden.
 
@iPeople: Das nicht, aber die Vorstellung "Scheiße, ich hab kein Internet, ich geh mir mal nen Obdachlosen suchen" hat für mich irgendwie einen ganz schalen Beigeschmack. Da spende ich lieber auf dem normalen Weg.
 
@jigsaw: Meinst du vllt. nicht, dass du das nur so siehst? Evtl. freut sich einfach der Obdachlose auf mehr Geld und Kontakt ;)
 
@bluewater: hier scheint sich wirklich jemand mal in diese Menschen hineinzuversetzen...
@topic:...wenn ich in Frankfurt über die Zeil laufe möchte niemand auch nur ansatzweise mit Obdachlosen in Berührung kommen, da stellt sich für mich eher die Frage ob es nicht schon allein daran scheitert - wobei das auch ein grosses Problem seitens Deutschland ist
 
@Joeffm: Naja es gibt "Obdachtlose" und Obdachtlose ;) Obdachtlose ansich sind ja "ok", denen kann man sicher mal was zum Essen besorgen.... Aber "Obdachtlose" die in der U-Bahn auf einer Fremdsprache den ganzen Tag dasselbe Lied singen und dann mit einem Mäcci-Becher durch die U-Bahn spazieren (weiblich) bzw jene die eine Ziehharmonika spielen (IN der U-Bahn) und dann ein Kind mit dem Mäcci-Becher durch den Zug schicken (männlich) - oder jene die den ganzen Tag mit nur einem Bein wo sitzen mit ihrer Krücke und dann am Abend ihr zweites Bein zum Vorschein bringen und dann ohne Krücke normal gehen können (männlich) ... find ich ehrlich gesagt nicht so wirklich ok ... Ausserdem wird man von Seiten der Öffis und der Polizei immer wieder darauf hingewiesen dass das einfach nur Ostbanden sind, die man ignorieren sollte (und halt nebenbei auf Taschendiebstahl achten).
 
@jigsaw: Sieh es doch einfach so, der Obdachlose hat einen Job und bietet eine Dienstleistung an.
 
@iPeople: absolut überflüssige Aussage. Hinter jeder Obdachlosigkeit stecken immer Schicksale. Mit wohl wenigen Ausnahmen begibt sich niemand freiwillig in eine solche Situation.
Und es ist einfach beschämend die soziale Situation solcher Menschen auszunutzen um selbst Profit daraus zu schlagen.
 
@leviathan11: Ja, hinter jedem Menschen steckt ein Schicksal. In D ist niemand gezwungen, obdachlos zu sein, dass kannst Du nicht bestreiten. In diesem Fall hier werden die Obdachlosen doch nciht gezwungen. Es ist ein Job, genau wie zeitungen verkaufen oder Kisten schleppen, oder ist das dann auch beschämend?
 
@iPeople: Ja,weil sie es aufgrund ihrer Lage zum Bruchteil des Lohnes machen. Wichtiger währe solche Menschen die Chance zu bieten sich wieder in die "normale" Gesellschaft zu integrieren. Du musst einen Unterscheid machen. Obdachlos in den USA ist mehrfach härter als in Deutschland.
 
@leviathan11: Und das ist keine Chance?
 
@leviathan11: Also sie lieber gar nicht beschäftigen und verhungern lassen, weil sie kein Geld kriegen? Nur damit bei dir nicht der Eindruck entsteht, sie könnten als Werbemittel dienen? Mit so einer Einstellung förderst du, dass sie weiterhin ausgegrenzt und von ihren Mitmenschen ignoriert werden. Jegliche Form der Integration, eines Jobs, auch wenn sie nur T-Shirts mit FastFood-Werbung gegen Bezahlung verpasst kriegen, ist besser als ein Dahinvegitieren ohne jede Aufgabe. Und wenn sie ein paar Euros mehr kriegen, die sie sehr gut gebrauchen können, weil die Menschen für einen WLAN-Zugang eher bereit sind zu spenden, dann ist das eine gute Tat! Wäre ich ein Obdachloser würde ich mich wohl einen Dreck darum scheren, ob der Betreiber dabei Hintergedanken hat oder nicht, da es für mich nur positiv sein würde.
 
@leviathan11: Also findest du es auch pervers wenn dir jemand auf der Strasse ein Snickers oder ein Magnum verkauft? Nach deiner Theorie werden diese Menschen auch instrumentalisiert! Ich finde es eine absolut gute Aktion. Kein Obdachloser wird dazu gezwungen und die Firma schlägt daraus vermutlich noch nicht mal Profit (jedenfalls nicht direkt). Und selbst wenn zählt für mich mehr, dass der Obdachlose einen nicht unwesentlichen Teil abbekommt. Hast du dir mal überlegt, dass dieses Program den Menschen helfen kann überhaupt erst aus dieser menschenunwürdigen Situation, nicht zu wissen wie man an Essen kommt oder wo man im Winter schlafen soll, zu entkommen? Der Vorteil dieser Aktion ist zumal dass der Obdachlose wesentlich mehr Geld bekommt, als wenn die Firma das Geld, dass sie die Aktion kostet, spenden würde, da die Kosten naturgemäß geringer sind als die Einnahmen. Außerdem ist es ein Prinzip, was selbst langfristig funktionieren kann.
 
@leviathan11: Schau mal über die BILD-Niveau-Überschrift hinweg. Sind Obdachlose für dich keine Menschen ? "Hotspot: Studenten bieten WLAN an" wäre deine Reaktion hier anders gewesen ? Ich hab schon öfter Obdachlose getroffen und mich auch mit ihnen beschäftigt, mit ihnen geredet. Viele freuen sich sehr über Kontakt mit Menschen und erzählen gern ihre Geschichte. Obdachlose eine Dienstleistung anbieten zu lassen, die dazu Interaktion mit anderen Menschen bedarf ist für ihre Bedürfnisse und ihr soziales Wohl eine gute Idee. Viele fühlen sich auch besser wenn sie etwas nützliches tun als nur zu betteln. Man kann es auch als eine Art soziale Wiedereingliederung betrachten auf der beide Parteien gewinnen.
 
das ist schon hart. aber USA halt .. so wie man se kennt .. :D
 
Die Frage ist doch, ob sich jeder bereit erklärt zu spenden. Die Leute spenden nicht mal so, warum sollen die das jetzt auf ein mal tun?....Einfach nur traurig, wie Menschen für irgendwelchen lächerlichen Aktionen missbraucht werden....Und was ist, wenn die "Spendenaktion" hervorragend läuft ? Animiert es nicht weitere Menschen, die sich bald nicht mehr übers Wasser halten können, dazu, obdachlos zu werden, anstatt weiter zu kämpfen ?
 
@algo: Obdachlosigkeit als Kariereziel? Sorry, aber das ist doch wohl albern, oder?
 
@iPeople: Wenn man arm ist, tut man die verrücktesten Dinge, leider
 
@algo: Glaube ich nicht, ich würde mich lieber grad so über wasser halen können, und ein Dach übern Kopf haben, als den Sprung in die Obdachlosigkeit zu machen.
 
@iPeople: Das schreibst du, weil du in Deutschland lebst. Wir reden hier aber von Amis. Die ham ja net mal ein gescheites Gesundheitssystem, also wollen wir von "Armut" erst gar nicht anfangen
 
@algo: Darum gehts nicht. Du hast behauptet, jemand, der nicht obdachlos ist und sich gerade so über wasser halten kann, würde in die Obdachlosigkeit gehen und sich als HotSpot verdingen. Sorry, aber dass ist total unlogisch. Auch in Amiland würde ich lieber mit Dach übern Kopf wenig haben, also ohne Dach übern Kopf ein HotSpot sein.
 
@iPeople: Das Zitat "sich gerade so über wasser halten" kann man interpretieren wie man will. Ich bin vom schlimmsten ausgegangen. Denkst du die meisten sind von Geburt an Obdachlos ? Die meisten waren sehr Arm und haben sich für diesen Schritt entschieden, statt weiter zu kämpfen. Durch diese Aktion werden sie nur ein wenig (vorsichtig gesagt) dazu ermutigt. Und ich rede hier von Leuten, die überschuldet sind, kein Job haben, bei der Polizei vorbestraft sind usw....
 
@algo: Gerade über wasser halten und danach den Schrittt in die Obdachlosigkeit gehen - diese Aussage beleuchtet eindeutig, derjenige ist nicht obdachlos und kann seine Bude, auch wenn gerade so, halten. meinste nicht, dass die meisten "HotSpots" mit denen tauschen würden wollen? Du haszt nicht von überschuldet geredet, denn genau diese Leute halten sich nicht über Wasser, sie stecken bis zum hals drin. Wenn sich einer "!über Wasser hält", dann hält er sich über Wasser. merkste den Unterschied? Und merkst Du, was Du damit für eine unlogische Aussage gemacht hast?
 
@iPeople: Dann habe ich wohl "sich übers Wasser halten" falsch verwendet. Ich war vor ein paar Jahren in Indien. Und ich habe Leute getroffen, die überschuldet waren, kein Job hatten und in kriminelle Aktionen verwickelt waren, weil sie Geld verdienen wollten. Als ich sie nach ihrer Situation fragte, haben sie gelächelt und gesagt, dass sie sich noch übers Wasser halten können. Tja für jeden Menschen hat es eine andere Bedeutung, aber du hast recht, ich mein Indien ist ja auch nicht Amerika :)
 
@algo: DAs "Wie" beim "über Wasser halten" ist doch egal, sie halten sich über Wasser, Punkt.
 
Erinnert mich an die Simpsons-Folge mit Scorpio in der aus einem Obdachlosen ein Briefkasten wird... . Man kann doch Obdachlosen auch so was spenden ohne sie als "Ding" zu benutzen. Als nächstes lassen wir uns dann wie bei ALFs Idee von Arbeitslosen huckepack tragen.
 
in Amiland wurde mit "Bunfights" ein Vermögen gemacht... und wenn der Wall-Street-Yuppie ZWEI Dollar pro 15min.... -.- ich mag das gar nicht weiterdenken...
 
Wie laden die denn die MiFi Hotspots auf oO!?
 
@LoD14: An Obdachlosen die Solarzellen auf den Buckel geschnallt bekommen.
 
@LoD14: vllt kommt ja einmal am Tag der Zuhälter und tauscht die leeren gegen volle auf..
 
in Deutschland springt ab 15.04.2012 die Telekom auf diesen Zug. Shirts mit T-Aufdruck sind bereit zur Ausgabe, Kobil Systems liefert letzte Geräte bis 02.04.2012. Anders als in den USA bekommt hier der Obdachlose eine kleine wöchentliche Fixsumme in den entsprechenden T-Kundencentern, von ca. 10.50€, Spenden dürfen und sollen natürlich auch hier angenommen werden. Das Projekt startet in 3 deutschen Städten, München. Hannover und Berlin.
 
@gregori: Mit dem Unterschied, wer in D obdachlos ist, der ist es freiwillig. In Amiland sieht das anders aus.
 
@iPeople: Wie gut, dass du ein vorurteilsfreier Mensch bist, der nicht zu platten Verallgemeinerungen neigt. Sehr sympathisch!
 
@gregori: Besser als die Gestalten mit ihren ollen Zeitungen.
 
Wo ist das Problem? Ich finde die Idee gut, ein Teil des Geldes welches ich spare bekommt der Obdachlose. Eine Win Win Situation.

Der Obdachlose bleibt obdachlos, kann sich nur ein bier mehr kaufen. Er lungert ja eh auf der Straße rum, wenn er WIFI anbietet hat er gleich einen nutzen.
 
@herba: Besser kann man die Abwertung von Obdachlosen nicht demonstrieren, als du mit deinem klischeebelastetem Kommentar. Grade in der USA wo jeder auf der Straße landen kann ist dies eine würdelose Ausnutzung. Die Leute sollten lieber Obdachlosen eine Chance geben, aber ohne Wohnung bekommt ja keiner einen Job. Hierzulande ist das aber schon etwas anderes und prinzipiell nicht würdeloser als in Mülltonnen nach Pfandflaschen zu suchen oder in der S-Bahn mit traurigen Geschichten die Motz zu verkaufen...
 
@lutschboy: Was ist an so einem Job abwertend? Wenn ich dafür ein paar Euros bekäme, würde auch ich mir in meiner Freizeit sofort das entsprechende Shirt anziehen und als WLAN-Hotspot durch die Gegend laufen. Was daran würdelos sein soll, versteh ich nicht. Es ist doch gut, diesen Menschen etwas zu tun zu geben. Die meisten Obdachlosen hier würden sich über diesen Job freuen. Das ist 100mal würdevoller als nach Pfandflaschen zu suchen. Ich würde das sogar schon in die Kategorie Neben-/Studentenjob einsortieren.
 
@mh0001: "Was zu tun zu geben" - was tun sie denn? Das würdelose daran ist, dass ein Zustand, der eigentlich beendet werden sollte, grade in Ländern in denen er nicht mit Freiwilligkeit verbunden ist, ausgenutzt wird, statt bekämpft. Ich hab es weiter unten ja schon genauer erklärt. Und Pfandflaschensammeln ist insofern "würdevoller", falls man das so sagen kann, da man damit selbst Geld verdient, und keine "Spenden" zugesteckt bekommt. Für einen festen Tarif für Obdachlose die ihr Schicksal frei wählen ist das sicher vergleichbar wie Werbung auf nem Auto oder so, also ok, aber ich beziehe mich halt auf den Artikel, also in erster Linie auf Obdachlose in der USA. Ich persönlich würd mich schon schämen, wenn ich arbeitslos werd, auf der Straße land, und dann die Funktion eines schnorrenden Funkmastes übernehmen würde anstatt wieder produktiv arbeiten zu können.
 
Da rendiert sich ja ein MiFi Modul auch an jeder Döner Hotdog Würstchen Bude, klar ist es schön dass sie Geld dafür bekommen aber die Situation so auszunutzen ist dumm. Solche Shirts kann sich jeder im Web auch kaufen. Aber anscheinend gehen denen wohl die guten Ideen aus.
 
Ich gehe mal davon aus, dass KEINER der hier klug Schreibenden ein Obdachloiser ist oder einen näher kennt. Fragt doch erst mal eine/n, ob er/sie das machen möchte. Evtl. bringt man so manche/n von der Flasche/Droge weg und gibt ihnen Verantwortung und einen Sinn im Leben. Immer reden über Dinge die man selbst nur aus der Blöd-zeitung kennt ist schwach.
 
@mäkgeifer: So ist es.
 
@mäkgeifer: Ich kenne Obdachlose und war's mit 20 eine Zeit lang auch selbst. Entscheidend ist dass es im Artikel um die USA geht. Hierzulande hat prinzipiell jeder die Möglichkeit von der Straße zu kommen, auch ohne als Hotspot zu fungieren, soziales Wohnamt, Gesundheitsamt und nichtzuletzt das Jobcenter oder Sozialamt helfen da jedem weiter. In der USA ist das anders. Dort wären viele genötigt als Hotspot zu leben - was wiederum so demütigend sein kann, dass man erstrecht bei der Flasche landet. Wo soll es einem einen "Sinn im Leben" geben ein komisches T-Shirt anzuziehen dass einem zum Funkmast degradiert? Richtige Arbeit, dass baut das Selbstwertgefühl auf, aber garantiert nicht sich ne Antenne auf den Kopf zu setzen für Mitleidsgaben während man in der Gosse liegt.
 
@lutschboy: "**..oder Sozialamt helfen da jedem weiter" Stell mal vor, man ist EU- Mitbürger - arbeitet in ein S. Deutsche Großstadt als Tagelohner auf dem Bau. Bezahlt täglich ins Pension. Nachtsüber ohne Provokation von uniformierten Polizisten Fri. abend zusammengeschlagen und ausgeraubt. Geld/Reisepass Bankarte alles weg. Zum Polizei kann man damit nicht. (Allein Blau Augen machen jeder Behördengang fast unmöglich.) Übernachtet geht man am Montag zum Botschafft. Prompt von Sicherheitsleute auf der Strasse geworfen! "... hilft jeden!" Baaah! Irgendwann soll ich das Buch wirklich schreiben...!
 
@FlyBye88: Ich hab nicht gesagt das Bullen weiterhelfen. Ich war schon öfter in Wohnheimen (zum Besuch) und dort gab es viele auch nicht EU-Ausländer. Die Kosten wurden dabei vom sozialen Wohnamt übernommen. Ich würde natürlich nie so weit gehen dass unser Sozialsystem perfekt ist und trallala, im Gegenteil, ich finde den Umgang grade mit Ausländern und Obdachlosen ziemlich schlecht - aber vergleichsweise gut. Aber es gibt immer Leute die nur auf die Fresse bekommen.
 
@mäkgeifer: es ist unwahrscheinlich schwer, als obdachloser wieder fuss zu fassen. so eine aktion fördert den drogen/ alkoholkonsum und bekämpft ihn nicht. stattdessen macht man sie zu lebenden funk zombies. da du dich ja so gut auskennst, pack die blöd zeitung weg und mach die augen auf im leben. sorry, das ich so genervt wirke, aber bei so einem kommentar fällt mir nichts besseres ein.
 
@mäkgeifer: also ich arbeite in einer diakonie, und die jungs & mädels da haben sich sowas von aufgeregt über diese nachricht ;-) da war keiner bei der das machen wollte, so mal zur info.
 
@Sir @ndy: Weil es im ersten Moment schön klingt im zweiten aber verherende Auswirkungen auf die betroffenen haben könnten. Klar das Geld ist ne schöne sache aber sie werden es nicht für was nützliches ausgeben sondern ihrer Sucht weiter und tiefer verfallen, damit ruiniert man im schlimmsten Fall noch das Leben desjenigen. Klar wird es ein paar geben die es machen um Fusel zu bezahlen aber das ist ein kleiner Teil. Dann könnte man auch gleich alten Menschen das anhängen denn die sind ja im Sommer auch in Parks sind gerne Busfahren, in Supermärkten etc. Da würden wir wohin kommen wo das Leben an Qualität verliert.
 
@Tiger_Icecold: HÄ?
 
und dann muss ik immer in zuje*issten ecken surfen oder wie? und bei rudelpennern steigert sich die leistung pro penner und man kann dann auch zocken?.. ne aber mal ehrlich, wenn es nicht zu große körperschäden verursacht auf die dauer, und es für alle menschen wäre, vlt sogar eine gute idee
 
...ich würde mich selbst als obdachloser verarscht vorkommen...
 
halte ich jetzt für nich so doof...sie machen ja was und lieber geb ich so jemandem geld (oder z.B. dass se trottwar verticken) anstatt dass da nur irgendwo rumlungert und bettelt. Ist im prinzip ja nichts anderes als so jugendjobs zum flyerverteilen oder werbung laufen (maskottchen werbung was es in anderen ländern durchaus noch gibt)
 
Also ich finde die "Draußen" die hier von den Obdachlosen überall verkauft wird ist dasselbe Prinzip. Glaubt ihr die Leute wollen unbedingt diese Zeitung lesen? Ich find die Idee soooooo schlecht nicht, und wenn das irgendwie angenommen wird und hilft, dann ist es bestimmt nicht schlechter als nichts zu tun...
Verteufelt mal nicht immer so die USA, hier ist auch nicht alles Gold....
 
Da kennen einige die USA nicht, wer als Obdachloser Marken haben will muss das machen.
 
Wie wärs wenn man stattdessen mal auf eine Idee kommt, wie man die Obdachlosen von der Straße holt? Warum stellt man stattdessen nicht nen Automaten irgendwo hin und nen Stuhl, dann wirft man Geld ein und die Hälfte bekommt ein Obdachlosenheim. Da gibts Essen und einen Schlafplatz. Von 2 Dollar kaufen die sich ein Bier oder Tabak und gut is. Ob das wirklich hilft?
 
@borizb: Sorry, aber was sticht dagegen, für das Geld etwas zu leisten?
 
@iPeople: leisten, leisten, leisten. was leistest du denn? es gibt so viele "jobs", die zu nichts anderem führen, als anderen das leben schwer zu machen. und wenn sie das nicht tun, dann verschwenden sie zumindest ressourcen. leisten. komm mir du damit - und ich denke dann darüber nach, wie man deine "leistungskraft" durch automatisierung ersetzen, kostengünstiger werden lassen und auch beschleunigen kann.
 
@quarksoderco: wo eine nachfrage ist, existieren jobs. Auch alles durch automatisierung ersetzen bringt den firmen nichts, denn wo keine kaufkraft dort keine käufer.
 
@quarksoderco: Achso, du bist also einer von denen, die gerne geld verschenken. So denn, Dir steht es frei, zu spenden, bis zum geht nicht mehr. Und was ich leiste? Ich habe einen Job, ich arbeite, ich bekomme dafür mein Gehalt.
 
Ich kann mir gut vorstellen, dass sich die meisten Obdachlosen furchtbar darüber ärgern würden, was einige der selbsternannten "Gutmenschen" hier von sich geben. Die freuen sich über jeden Job, der ihnen ein paar Euros einbringt, zudem ist einen WLAN-Hotspot bereitzustellen alles andere als eine würdelose Tätigkeit, und einige hier wollen ihnen das verwehren. Mir fallen da deutlich würdelosere Tätigkeiten ein, die für Obdachlose zum alltäglichen Geschäft gehören, damit sie überleben. So wie das hier einige darstellen, wird ihnen erst durch so einen "Job" die Würde genommen, als ob es ihnen ohne diese Arbeit besser ginge. Ich würde das als Beleidigung und Verharmlosung ansehen, wäre ich obdachlos. "WLAN-Hotspot ist zu würdelos, also geht lieber wieder im Müll wühlen und bettelt um eure Euros" oder wie!?
 
Man sollte mal erkennen, das sich das um ein "Experiment" handelt, an dem die Obdachlosen nicht unbedingt gezwungen werden, auch nicht wie übertrieben dargestellt "instrumentualisiert" werden. Auch wenn ich die Amis nicht sonderlich mag, ich halte das aber nicht gerade für eine blöde Idee. Zwar schon mit einem gewissen Beigeschmack, dennoch nicht blöd. Den Obdachlosen wird dadurch die Möglichkeit geboten ihrem Dasein etwas Sinn zu geben, sich zumindest ansatzweise wieder zu integrieren, eventuell nützliche Kontakte zu knüpfen und letztenendes vieleicht das als "Sprungbrett in ein normaleres Leben" nutzen könnten. Das aber kommt auf jedem selbst an - sofern er denn will. Und da es sich eben um ein "Experiment" handelt wird man sehen, wie das ganze ankommt, wie es auszubauen wäre für die Obdachlosen, damit diese an ihr Geld kommen und wie ihnen vielleicht bessere Möglichkeiten geboten werden könnte. Also das ganze gleich von vornherein so abzutun als wäre das total verrückt und unmenschlich ist zu gewagt. ;-)
 
Im ersten Moment dachte ich, unwürdiger geht es kaum. Im zweiten muss ich an die Obdachlosen denken, die den ganzen Tag vor dem REWE Markt herumstehen um 3-5 ihrer Obdachlosenzeitungen loszuwerden, aber von 99,8% alelr Passanten schlicht ignoriert werden - DAS ist entwürdigend.
Gut, sie tragen ein Werbeshirt, dafür müssen sie nicht diese Zeitungen die ganze Zeit herumschleppen und dürften auch mehr Gewinn dadurch haben.
Ich finde die Idee also gar nicht mal so schlecht - auf jeden Fall einen Versuch wert, selbstverständlich auf freiwilliger Basis.
 
Widerlich, geschmacklos, ekelhaft. Die Leute, die diese Aktion ins Leben gerufen haben sollte man direkt mal selbst ein paar Wochen auf der Straße wohnen lassen, mal schauen ob sie danach noch immer solche tollen Ideen haben
 
Noch demütigender gehts wohl echt nicht...
 
Also manche ^^ denken aber auch nur von 3 vor 12 bis 12....
 
Die Idee stammt von Flatlandern. Sie versuchen damit, nur Ansehen für sich rauszuschlagen. Noch übler sind natürlich diejenigen, die spenden, da sie damit zeigen wollen, daß sie die Möglichkeit haben, während die anderen vollkommen von ihnen abhängig sind. Diesen Obdachlosen, die durch innere körperliche Zustände (im Prinzip sind offensichtlicher behinderte Personen ebenfalls obdachlos - nur daß deren Behinderung eben offensichtlich ist, während die heutige Medizin, die immer noch so tut, als sei alles erforscht, viel zu grob ist) oder durch äußere Situationen in ihre Position kamen, sollten erstmal eine Bleibe bekommen (keine, in der sie mit anderen Obdachlosen zusammen sein müssen), in der sie zumindest schlafen und sich waschen können - aber nicht als Spende, sondern als Entschädigung. Die Bürger bezahlen ja auch Richter und sonstige Personen, die den Bürgern sogar schaden. Sie aber halten sich bewußt Obdachlose, da sie derartiger Personen bedürfen, um sich selbst besser zu fühlen, indem sie sich mit den Obdachlosen vergleichen und besser abschneiden - da sie ja nur der recht oberflächlichen Bewertung fähig sind (zumindest haben sie ja mal aufgehört, Leute zu verbrennen oder sonstig zu entsorgen, wie das z.B. im WWII geschah).
 
Schade, dass die Telekom nicht schon früher diese Idee hatte. So hätte sie sich nicht länger mit kaputten Telefonzellen herum ärgern müssen. Statt dessen hätten Obdachlose, ausgestattet mit Handy, als Telefonzellen dienen können. ;-)
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