Vertrauensfrage: Neue digitale Spaltung droht

Ein gemeinsames Projekt des Bundesverbraucherministeriums und des IT-Branchenverbandes BITKOM soll das Vertrauensverhältnis zwischen Nutzern und Unternehmen, die Produkte und Dienstleistungen über das Internet anbieten, stärken. mehr... IT-Branche, Statue, Kopf Bildquelle: W&V IT-Branche, Statue, Kopf IT-Branche, Statue, Kopf W&V

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Das ist doch schon ein Widerspruch in sich! Bei dieser Aktion arbeiten zwei Institutionen die "nur" den/die Bürger/in ausspressen wollen, wie eine Zitrone (beide wollen die Daten, die einen, um den Bürger zu kriminalisieren (ACTA (vielleicht könnte der/die Kunden/kundin ja unberechtigt das Urheberrecht brechen)) (BITKOM und Verbraucherministerium), die anderen um mit den persönlichen Daten Geld zu machen (die Wirtschaft). Ein tatsächlicher Nutzen für den/die Bürger/in ist mir nicht ersichtlich (jedenfalls nicht ohne Kristallkugel(leider bin Ich kein Hellseher)).
 
Da wächst zusammen was zusammengehört. Ausgerechnet die Bitkom will das Vertrauen der Nutzer stärken. Schauen wir doch mal mit wem die sonst so Kooperationen vereinbart haben:

-- http://www.bitkom.org/de/presse/70864_70195.aspx --

Auszug: <Der Hightech-Verband BITKOM und das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen (LKA NRW) schlossen gestern (07.11.) eine Kooperationsvereinbarung zur Förderung der Sicherheit bei der Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologie sowie zur präventiven und repressiven Bekämpfung der Computerkriminalität.>

Na das verschafft doch gleich enorm Vertrauen, wenn Horch und Guck gleich mit dabei sind. Aber wir wissen ja, wer nichts zu verbergen hat...
 
@wunidso: Die BITKOM als Branchenverband (IT-Lobby) will, dass sich jeder User im Web nackig macht, damit die zur Bitkom gehörenden Unternehmen maximalen Profit mit minimalem Aufwand daraus schlagen können.
 
@wunidso: Mag ja sein dass es so ist wie Du es zu sehen glaubst. Aber andersrum gefragt: Wer, wenn nicht die Polizei (hier in Form des LKA NRW), sollte Kriminalität im Internet verfolgen/bekämpfen? Und wer, wenn nicht IT-Unternehmen, sollte sie dabei mit Handwerkszeug unterstützen? Nehmen wir mal die normale Polizeistreife - wie sieht es da mit dem Verdacht aus, es ginge lediglich um Unterdrückung der Bevölkerung, wenn ein Streifenwagen durch die Stadt fährt? Und mit wem, wenn nicht mit einem Hersteller von Schusswaffen, sollte die Polizei sich hinsichtlich der Dienstpistolen zusammentun? D.h. sind nicht diejenigen, die quasi die "natürlichen Partner" für eine tatsächliche Bekämpfung von Internetkriminalität sind (vor der sich ja auch nicht wenige Leute fürchten, "nein ich gebe meine Kreditkarte keinem Händler, überall Verbrecher im bösen bösen Internet"), auch zugleich diejenigen, die sich überzogener Bespitzelungswünsche verdächtig machen? Kann es jemand geben, der gegen Kriminalität im Internet vorgeht, ohne dabei automatisch auch unter dem Verdacht zu stehen und vermutlich auch in Versuchung zu geraten, dabei in seinen Kontrollwünschen zu weit zu gehen?
 
@FenFire: Das sind die üblichen ständig wiederholten und dadurch doch nicht richtiger werdenden Phrasen und Totschlagargumente, die bösen Terroristen, wir werden alle sterben! Ich will keine Totalüberwachung, und gerade das LKA NRW bzw. deren oberster Dienstherr Ralf Jäger steht genau dafür ein. Beispiel gefällig? -- http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/0,1518,761038,00.html -- Vorratsdatenspeicherung will der Hr. Jäger. Handy-Ortung? LKA NRW ganz vor dabei -- http://wirimlka.blogspot.com/2011/11/handy-ortung-polizei-in-nrw-uberwachte.html -- Und dabei scheint der Hr. Jäger selbst nicht so ganz sauber zu sein mit seiner Spendenaffäre. Sorry, aber das ist für mich kein "im Verdacht auf ... Kontrollwünsche zu weit zu gehen" mehr, das ist z.T. ja schon umgesetzt. Offensichtlich scheint weder die Polizei noch die Politik zu begreifen, dass mit so einem Generalverdacht des Bürgers dieser irgendwann den Staatsorganen nicht mehr vertraut oder besser vertrauen kann. Meine Schmerzgrenze ist dabei jedenfalls bereits klar überschritten, und wenn ausgerechnet so ein Schnüffelverein für Vertrauen werben möchte kann ich das bestenfalls als schlechten Witz sehen.
 
@wunidso: Die Frage ist, was ist die Lösung? Die Strafverfolgungsinstitutionen schiessen bei ihrem Wunsch nach Kontrolle über das Ziel hinaus. Allerdings sind sie auch diejenigen, die per definitionem für das legitime Verfolgen von Verbrechen zuständig sind. Können sie überhaupt noch etwas auch im legitimen Rahmen tun, ohne sich gleich dem Verdacht auszusetzen, auch diesmal wieder über das Ziel hinausschiessen zu wollen ([o2] und [o2:re1] zeigen sehr gut, dass der Verdacht sofort da ist, und der Gedanke "vielleicht ist's diesmal ja legitim" im Hintergrund steht)? Falls nicht, wie sähe der Weg zu einer tragbaren Situation aus? Bitte nicht falsch verstehen, ich behaupte nicht dass man ihnen nicht genau auf die Finger sehen müsste, und vielleicht ist der reflexhafte "sie sind die Bösen"-Gedanke auch richtig. Was mich irritiert ist eben die Reflexhaftigkeit dieses Gedankens die gar nicht mehr zuzulassen scheint, dass es (diesmal) um legitime Interessen gehen könnte.
 
@FenFire: <Die Frage ist, was ist die Lösung?> Wie wäre es zum Beispiel, wenn sich die Politik im Rahmen des Grundgesetzes und die Polizei im Rahmen der geltenden Gesetze bewegen würde? Das BVerfG hat für eine Voratsdatenspeicherung in seinem Urteil sehr enge Grenzen gesetzt, und die ursprüngliche Gesetzesvorlage gekippt. Es ist nicht die Aufgabe der Politik, auszutesten wie weit man mit einem Gesetz gehen kann, um gerade noch haarscharf am BVerfG vorbeizuschrammen. Genau das versucht aber der Hr. Jäger mit seiner Vorlage. Und wenn man sich die Anzahl der vom BVerfG in letzter Zeit kassierten Gesetze anschaut, kommen da speziell die Innenministerien sehr schlecht weg. Wenn man dann noch berücksichtig, dass diese Überwachungsmassnahmen keine nennenswerten Erfolge bringen, wird es mit der Rechtfertigung schon sehr schwierig, da bleibt nicht mehr viel Raum für die Argumentation die armen Polizisten haben nicht die notwendigen Mittel für Ermittlungen. -- http://www.heise.de/newsticker/meldung/Studie-Vorratsdatenspeicherung-verbessert-die-Aufklaerungsquote-nicht-1423035.html -- Genausowenig ist es akzeptabel, dass die Polizei Sonderregelungen zur Überwachung von Schwerstkriminalität als Regelmassnahme bei Bagatellfällen einsetzt so wie in NRW geschehen. Mit was für einem Gedankengut bei der Polizei allgemein an dieses Problem herangegangen wird, kann man schön an diesem Artikel sehen: -- http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,817428,00.html -- Das Verfassungsgericht schränkt die Verwendung von TKG-Daten explizit ein, der Chef der Polizeigewerkschaft meint dazu: "Die Ermittler sollten jetzt spähen, so viel es geht, sonst werden der Polizei später fehlende Ermittlungserkenntnisse vorgeworfen." Solange so ein ranghoher Beamter ungestraft zur Missachtung eines Urteils des BVergG aufrufen darf, sind das für mich die Bösen, vor so einer Polizei habe ich mehr Angst wie vor jedem Terroristen oder Kriminellen. Insofern nehme ich mir bei einer Meldung, bei der für Vertrauen geworben werden soll das Recht heraus, reflexartig auf die dahinter liegenden Zusammenhänge hinzuweisen.
 
@wunidso: Das Sich-mal-selbst-an-die-Gesetze halten ist sicher eine notwendige Voraussetzung, aber ob es schon die Lösung des Vertrauensproblems ist? Denn zunächst mal ist das Vertrauen verspielt (wobei dies möglicherweise in weiten Kreisen der Bevölkerung nicht so ist, Meinungen hier in den Diskussionen dürften nur einen sehr kleinen Ausschnitt widerspiegeln), wie aber zurückgewinnen? Auch wenn sie sich in Zukunft strikt an alle Vorgaben hielten, niemals über die Stränge schlügen (womit sich Menschen allgemein schwer tun), wie den Generalverdacht loswerden? Und tatsächlich verhält sich auch der Bürger im Spannungsfeld zwischen Freiheit und Sicherheit widersprüchlich - denn zum einen fordert er von den Sicherheitskräften möglichst viel Fingerspitzengefühl, Wahrung der Privatsphäre etc, aber wenn mal irgendwas passiert heisst es nicht "Ja, blöd gelaufen, das ist dumm und für die Betroffenen schlimm, aber in Anbetracht des höheren Guts der Bürgerrechte kann man halt nicht überall alles wissen und sehen und verhindern", sondern dann wird so laut wie möglich geschrien "Warum habt ihr das nicht verhindert? Ihr habt versagt!". Das züchtet natürlich geradezu solche Gedanken wie oben von Dir zitiert ("... sonst werden der Polizei später fehlende Ermittlungserkenntnisse vorgeworfen" - genau dieser Vorwurf kommt nämlich, und kaum einer derjenigen, die ihn äußern, berücksichtigt dabei dass die fehlenden Ermittlungsergebnisse sich vielleicht auch daraus ergeben, dass ein höheres Gut durch das Nicht-Stattfinden von Bespitzelung geschützt worden ist. Heutzutage wird immer zu gern irgendwo die Schuld gesucht, wenn ich im Winter ausrutsche bin natürlich nicht ich unvorsichtig gewesen oder vielleicht war es einfach glatt und es war ein Unfall, nein, Schuld ist der Hauseigentümer, vor dessen Einfahrt nicht gestreut war... und so wird hier auch gleich mit Fingern auf die blinde und taube Polizei, die "zu laschen" Gesetze etc. gezeigt und nach mehr Härte geschrien... um dann kurz darauf zu jammern, wie invasiv der Staat geworden sei).
 
@FenFire: Vertrauen zurückgewinnen kann nur über Einhaltung der Gesetze, der Achtung unseres Grundgesetzes und der Entscheidungen des BVerfG gelingen. Um dieses Ziel zu erreichen muss eine Verantwortlichkeit herbeigeführt werden. Welche Konsequenzen muss ein Innenminister befürchten, wenn er zum 10. Mal ein Gesetz einreicht, welches offensichtlich grundgesetzwidrig ist und vom BVerfG kassiert wird? Richtig, keine. Welche Konsequenzen hat ein Polizeibeamter zu befürchten, wenn er illegal Daten sammelt? Keine. Welche Konsequenzen hat Hr. Wendt zu befürchten für seinen Aufruf die Entscheidung des BVerfG zu missachten? Keine. Warum wird von den Polizeibeamten die Kennzeichnung per Nummer so vehement bekämpft? Weil sie sich durchaus bewusst sein, dass sie dann ab und zu für ihre Verfehlungen zur Rechenschaft gezogen werden. Jeder Autofahrer muss über ein Kennzeichen identifzierbar sein, warum das bei einem Polizeibeamten die Persönlichkeitsrechte einschränkt ist mir nicht erklärbar. Wenn ein Ermittlungsergebnis innerhalb des gesetzlichen Rahmens nicht möglich ist, muss eine Gesellschaft das aushalten können, der Zweck heiligt eben nicht die Mittel. Und es zeigt sich ja auch, dass sich auch mit intrusiven Verfahren keine Verbesserung der Ermittlungsergebnisse einstellen, die Vorratsdatenspeicherung habe ich oben schon belegt.
Die Diskussion ist jedoch müßig, es ist auch nicht die allergeringste Bereitschaft da, diese Zustände in der Zukunft zu verbessern, wie uns gerade Hr. Jäger und Hr. Wendt erst in den letzten Wochen wieder eindrucksvoll gezeigt haben. So wie es jetzt läuft wird es auf jeden Fall nichts mit dem Vertrauen, das ist mal sicher.
 
"Im Internet öffnet sich derzeit ein neuer digitaler Graben - zwischen Web-2.0-Profis, die sich gekonnt und sicher im Netz bewegen und einer großen Gruppe, die aus mangelndem Know-how oder Angst um Daten lediglich E-Mails verschickt und wenige ausgewählte Webangebote nutzt" ... Da frag ich mich allerdings wer da das Problem ist. Die Web 2.0-Profis oder die skeptischen User. Mich dünkt mit dieser Aussage möchte Herr Kempf bewirken, dass alle zu "Web 2.0 Profis" werden. Für mich der grundfalsche Weg, denn dadurch passt dich der User den bedürfnissen des Webs und deren Akteuren an die dort das Sagen haben (Facebook, Google, etc.). Es sollte aber genau umgekehrt sein. Genauso wie der Mensch nicht dem Geld dienen sollte, sollte der Mensch nicht dem Web dienen, sondern beides sollte umgekehrt laufen. PS: Wie wird man eigentlich Web 2.0 Profi? Auf zum Glaser und sich transparent machen lassen?
 
@DennisMoore: Jeder "profi" den ich kenne, versucht sich mehr und mehr vom Internet zu distanzieren. Es ist keien VErabscheuung sondern eine Form von Respekt. Man bezieht das nötogste und gut ist. Ich bemerke bei mir etwas ganz ähnliches, das Internet fängt an eine immer kleinere Rolle für mich zu spielen (ich bin siet 14 Jahren dabei).
 
@eilteult: Eben. Ich könnte mich auch "gekonnt und sicher im Netz bewegen", so wie es im Artikel steht. Aber das bißchen Restverstand das ich noch habe rät mir davon Abstand zu nehmen. Und noch höre ich darauf ;)
 
@DennisMoore: Ich bewege mich mehr als genug durchs Netz. Nur mich irgendwo anmelden? Google, Windows Live und co. Account? nope!
 
@DennisMoore: Du bist schon mal hier angemeldet (und hast dafür "private Daten" wie z.B. eine E-Mail-Adresse hergegeben, auch wenn es sich ggf. um eine eigens für Winfuture angelegte handeln sollte, auch hinterlässt Du Deine IP in den Logs von Winfuture) und schreibst Kommentare. Vielleicht reicht das ja, um Dich um "Web 2.0 Profi" zu machen?
 
@FenFire: Wenn ich hier an dieser Stelle Wert drauf legen würde, würde ich meine IP verschleiern. Die Mailadresse ist eine von 10 die ich habe. Natürlich jeweils ohne echte Daten dahinter. Ich weiß jetzt nicht einen das Wissen um die Möglichkeiten der Verschleierung der eigenen Person zum Web 2.0 Profi machen würde, oder der vollkommene Verzicht darauf und Desinteresse an dem Thema. Wird das Web 2.0 eigentlich zum Web 3.0 wenn sich Cloud-Computing durchsetzt? Web 2.0 hat sich ja auch nur durch die AJAX-Technologie definiert, die es ermöglicht Seiteninhalte ohne vollständigen Neuaufbau durchzuführen.
 
@DennisMoore: Hm, ich hatte gedacht, das Web 2.0 sei kein über technische Aspekte wie AJAX definierter Begriff, sondern es sei das "Mitmachnetz", also geprägt durch Websites, auf denen die Anwender an der Inhaltsgestaltung mitwirken (Blogs, Social Networks, ...), also quasi "Mitredakteure" sind. Soviel zu Buzzwords. Muss wohl nochmal googlen (yay! :)), was der Begriff so in sich birgt...
 
@FenFire: Wer weiß das schon so genau. Kernelement für dieses Mitmachweb ist halt Ajax. Erinner dich mal wie Webseiten vorher funktioniert haebn. Bei jedem Klick neu aufbauen... bäh.
 
@DennisMoore: AJAX mag aus technischer Sicht einer der "Enabler" sein. Im gegebenen Kontext mit dem Anwender als "Web 2.0 Profi" ist wohl vermutlich eher die Anwendersicht gemeint. Das "wer weiss das schon so genau" finde ich schön, es trifft meiner persönlichen Ansicht nach auf viele Buzzwords zu ;)
 
@DennisMoore: Am Besten gefällt mir der Teil über "aus mangelndem Know-how oder Angst um Daten". Viele User haben gerade deswegen Angst um ihre Daten, weil sie über das Know-How verfügen, was mit den Daten passieren kann. Datenschutzbedenken als "mangelndes Know-How" hinzustellen, wie es diese BITKOM-Heini tut, ist wohl sehr verlogen.
 
@moribund: Oft erwächst aber auch die Angst aus mangelndem Know-How... mit entsprechendem Know-How ist eher möglich das Netz "sicher" (oder relativ sicher, soweit halt möglich) zu nutzen. Wenn jemand sich hingegen gar nicht auskennt und nur Medienberichte der Sorte "Im Netz lauert hinter jeder Ecke ein Verbrecher auf Opfer!" mitbekommt, dann traut er sich nicht mal bei Amazon einzukaufen.
 
@FenFire: Tja, stellt sich eben immer die Frage, ob die Angst (um seine Daten) begründet oder unbegründet ist. Wenn Leute mit Know How Angst um ihre Daten haben - was sehr wohl der Fall ist - kann man davon ausgehen, dass die Angst begründet ist. Und wenn man weiß dass der BITKOM-Typ gerade die Datenkraken vertritt, die hinter unsere Daten her sind wie der Teufel hinter arme Seelen, dann kann man sich denken wo seine Motivation liegt.
 
@moribund: Es gibt sehr wohl begründete Angst (und zu den BITKOMs im konkret oben angesprochenen Fall sage ich jetzt mal nichts, ich persönlich denke es ist übertrieben ihnen grundsätzlich Böses zu unterstellen, aber es wäre auch naiv anzunehmen, sie führten stets nur Gutes im Schilde - reflexhafte Annahmen in beide Richtungen dürften falsch sein). Neben der berechtigten Kritik herrscht aber auch viel Paranoia. Ein Beispiel: Android App Market (neu: "Google Play"), eine App, die QR-Codes erzeugt. Diese gibt es mit verschiedenen Inhalten, u.a. QR-Codes, die eine Adresse beinhalten. Um nun Codes zu Adressen aus dem Telefon-Adressbuch zu erzeugen, braucht die App das Leserecht für das Telefonbuch. Und der Hintergrund wird für Leselustige oder Denkfaule sogar in der App-Beschreibung erläutert! Dennoch finden sich zig Kommentare der Art "Wozu Adressbuchzugriff? Spyware! Spioniert meine privaten Daten aus! Zu viele Rechte! So nicht!" mit schlechtmöglichster Bewertung. Hirn aus, Paranoia an.
 
Schonmal daran gedacht das ich nicht alle Webdienste nutze, gerade WEIL ich ein Web 2.0 Profi bin und ich weiss was mit meinen Daten passieren kann?
 
@tc2k: ich glaube bei dem, was die unter "Web 2.0 Profi" verstehen, ist das Wort Profi etwas irreführend. Gemeint ist eher ein "Web 2.0 DAU", der jeden neuen Scheiß mitmacht und sein komplettes Privatleben online veröffentlicht.
 
@tc2k: Ich denke das wichtigste Wort hier ist "glaube" - in dem Artikel steht die Definition nicht drin. Also ist jeder hier frei, nach seinem oder ihrem Gutdünken irgendwas in diesen idiotischen buzzwordreichen Begriff "Web 2.0 Profi" hineinzuprojizieren und von dieser Mutmaßung ausgehend wilde Spekulationen anzustellen ;)
 
Wer wie wo Vertrauen? Wo gibts denn sowas? (ernsthaft)... Das erste, was ich meinen Kindern beibringe, wenn die Zeit fürs Web etc. reif ist, ist dass sie keiner Institution und keinem Unternehmen und auch nicht dem Staat vertrauen können/dürfen! In Zeiten, in denen man an jeder Ecke abgezockt, verar$cht, ausgebeutet und ausgelotet wird davon zu reden, dass das Vertrauen gestärkt werden muss, ist geradezu grotesk! Sämtliche Unternehmen versuchen immer detailliertere Käuferprofile zu erstellen um einem immer mehr Geld aus der Tasche zu ziehen. Überall lauern Abofallen. Rentner werden von JEDEM Unternehmen mit allen Mitteln(Abos, Investment, Spenden) übers Ohr gehauen - und geschenkt wird einem sowieso nichts mehr. Facebook ist doch auch ein schönes Beispiel: Meldest dich nicht an und machst dich danach über den Tracker dauernackig, darfst auch nicht bei "uns" reinschnuppern. HAHA, Vertrauen - ich lach micht tot! - nicht! >:-/
 
@bLu3t0oth: Ich stimme dir zu 100% zu. Als Beispiel am Rande, wie du auch schreibst, nehme ich mal den Shop Conrad. Ich bin fast aus den Wolken gefallen, als ich bemerkte, dass man beim Onlinshoppen mehr als 10 Scribten (Tracker, Pixelzähler) ausgeliefert ist, die im Hintergrund schön still und heimlich Daten über mich erfassen, auswerten und weitergeben. Das nennen die Vertrauen.
 
Ich warte jetzt auf diverse Cracker die die Sicherheitskopien stehlen und schaden anrichten. Selbst schuld.
 
........Vertrauensverhältnis zwischen Nutzern und Unternehmen, die Produkte und Dienstleistungen über das Internet anbieten, stärken. Transparenz und Offenheit von Seiten der Unternehmen seien dabei Kernelemente, teilten die Partner mit. ...........
Das ich nicht lache, die lügen ohne rot zu werden. Begründung :
Auf http://www.bitkom.org/ laufen mehrere versteckte Scribte sog. (Tracker, Zählpixel) im Hintergrund um den Seitenbesucher auszuspionieren.
Welche Scheinheiligkeit.
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