Gratis geht nicht: Abmahnung stoppt eBook-Projekt

Der 'Berlin Story Verlag' hat vor kurzem ein Projekt gestartet, in dem man sehen wollte, wie viele Leute bereit sind, für ein kostenlos angebotenes E-Book einen freiwilligen und frei gewählten Betrag zu zahlen. Nun hat eine Abmahnung das "fair-pay ... mehr... Amazon, Kindle, E-Book, E-Books, Bücher, Buch Bildquelle: Amazon Amazon, Kindle, E-Book, E-Books, Bücher, Buch Amazon, Kindle, E-Book, E-Books, Bücher, Buch Amazon

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Und wieder ein Steinzeit-Modell, was auf Teufel komm raus in die Neuzeit übertragen wird; egal wie obsolet und unsinnig das ganze auch ist.
 
@Slurp: Ich las hier kürzlich das Zitat: "Man geht mit der Zeit oder wird mit der Zeit gehen..!" Von daher lehn ich mich entspannt zurück. Dinosaurier haben sich auch lange gehalten und sind schon lange weg ;)
 
@7emper5i: Dinosaurier haben sich immerhin viele Millionen Jahre lang gehalten, ich sehe du planst also langfristig :D
 
@Slurp: Besonders traurig finde ich, dass hier ein !Projekt! gestoppt wurde. Das war ja nicht mal ein darauf ausgelegtes Unternehmen. Sehr schade, hier hätten die Verläge doch auch draus lernen können?!
 
@andryyy: Content-Industrie soll lernen? Nicht auf diesem Planeten...
 
@Slurp: Ein Steinzeit-Modell, welches bisher tausenden Buchhändlern die Existenz ermöglicht hat. Ich finde es positiv, dass nicht alle kleinen Händler von Thalia / Amazon verdrängt wurden.
 
@dorian.grey: Ein Steinzeitmodell, dass den Verlagen gut die Taschen gefüllt hat und tausende Schriftsteller-Talente verhindert hat. Die kleinen Buchhändler müssen ihre Geschäftsmodelle umstellen...
 
@alastor2001: Meiner Meinung nach ist das Versuchsmodell aus der Steinzeit und erstmal zu begrüßen. Immerhin hat die Menschheit länger mit dem alten Modell, ohne Goldmuscheln, überlebt. Nicht falsch verstehen. ;) Das Angebot bestimmt die Nachfrage. Wer arbeitet, ist der Arbeitgeber. Wer die Arbeit des Arbeitgebers in Anspruch nimmt, ist der Arbeitnehmer - aber bekomm das mal in die Köpfe der 'Leute'... Andererseits hat jede Zeit ihre Vorzüge und Nachteile. So ist das eben bei Selbstläufern. Das aktuelle Modell ist imo nur ein kleiner Abschnitt in der Geschichte, denn es widerspricht sich theoretisch und praktisch. :)
 
Hab den Schwachsinn mit den Buch-Preisen eh nie verstanden. Der Mist führt ja auch dazu, dass ein eBook genauso teuer sein muss wie ein gedrucktes Buch.
 
@sushilange2: was ja auch dazu führt, dass die E-Books meistens gemieden werden... hat ja keine Vorteile... auch wenn es zeitgemäßer ist... (ironie und sarkasmus sind hier selbstverständlich)
 
@sushilange2: Das ist nicht richtig. Auch für eBooks bestimmt der Verlag einen Preis, der dann überall gleich sein muss - dieser kann aber durchaus vom Preis der Printvariante abweichen. Die meisten eBooks sind ja auch günstiger... halt oft nur lächerliche fünfzig Cent. Aber mit der Buchpreisbindung hat das wie gesagt nix zu tun.
 
@Wurst75: die verlage begründen aber ihre überhöhten ebookpreise im deutschsprachigem raum immer mit der ach so bösen buchpreisbindung, und tun dabei noch so, als wenn sie dafür nix können...
 
@Wurst75: letztendlich hats doch mit der Buchpreisbindung zu tun, ohne dieser hätte der Verkäufer den Preis für beides selbst bestimmen können.
 
@Wurst75: Ich muss dir widersprechen. Es ist schon richtig, dass die E-Books zumeist (geringfügig) billiger als die Print-Ausgaben sind. Aber(!): Die Frage ist, welche Print-Ausgabe wir zum Vergleich hernehmen. Was die gebundene Ausgaben betrifft, ist das richtig, aber nicht zwangsläufig für Taschenbücher. Hier ist es nämlich alles eine andere als eine Ausnahme, dass ein E-Book (oft genug sogar deutlich!)teurer ist als das Taschenbuch (Völlig wahlloser Check auf Amazon, beim zweiten Versuch: Ken Follett "Sturz der Titanen: Die Jahrhundert-Saga". TB: 12,99; Kindle: 19,99). Es ist mir völlig schleierhaft, wie man diesen Preis rechtfertigen kann. Und dann kommt man mit so einer Geschichte und geht mit Anwälten gegen einen Kleinverlag vor, der 200 Bücher auf dieses Weise "verkauft" und dabei den Gegenwert von vier Fahrkarten für die U-Bahn einnimmt. Offenbar war man im gleichen "Wie mache ich mich beliebt"-Seminar wie die Führungskräfte der Musikindustrie...
 
@witek: Bei deinem Beispiel muss es sich aber um einen Fehler oder so handeln. Alle anderen Bücher von Ken Follett kosten 8,99 Euro. Und sind damit zwar nur wenig billiger aber halt doch billiger als die TB-Ausgabe. Aber interessant ist es in dem Sinne, wenn es jetzt kein Fehler ist, dann ist die Preisfindung doch eher Willkürlich. Zweite Möglichkeit währe noch... Ich könnte mir schon vorstellen das Sturz der Titanen eines der erstan Bücher war die als eBook von dem Verlag zur Verfügung gestellt wurde. Wahrscheinlich dachte der Verlag da noch dass sich alle nur noch auf eBooks stürzen und das was man am Regalbau spart kann man ja auch einsacken.
 
@witek: Die Verlage sind einfach in der DRM Falle. Die e-Books haben einfach von der Grundidee in Deutschland zu hohe Kosten. Einerseits unterliegen sie nicht der 7% sondern der 19% Mehrwertsteuer. Zudem wollen die Verlage die Kontrolle über Ihre Bücher behalten. Das heißt Lizenzkosten für DRM und die passenden Plattformen dahinter. Diese Rechenzentren kosten irrsinnig Geld und bei den wenigsten Titeln kommt ein interressanter Umsatz bei rum. Viele Bücher sollen sich wohl höchstens 2-stellig Verkaufen. In Absoluten Zahlen. Bisher verliert man eher bei den Ebooks. Gerade auch weil man sich nicht sein Papier Geschäft kaputtmachen lassen will (Datenträgernostalgie). Aber für den Kunden haben Bücher noch einen weiteren Vorteil, der kaum bedacht wird. Sie lassen sich einfacher Verschenken und Verkaufen. Kauft man sich nen populäres aktuelles Buch mag es 20 Euro kosten, man kann es aber nach lesen mit Gewissen Abschlag wieder loswerden. Nur diese Differenz waren dann die Kosten für den Leser, beim E-Book ist es immer der Kaufpreis.
 
@sushilange2: Hm komisch, von allen Büchern die ich jetzt mal bei Amazon hintereinander angeklickt habe waren in allen Fällen in denen sie auch als Ebooks angeboten wurden die Ebooks günstiger.
 
@sushilange2: Die Buchpreisbindung gehört auf jeden Fall abgeschafft.
 
@sushilange2: Diesen Schwachsinn nennt man auch legale Wettbewerbsverzerrung.
 
@sushilange2: Die kosten die durchs nicht drucken gespart werden, werden in Deutschland durch die höhere Steuer wieder weg gemacht. Das ist mit ein Grund warum eBooks in anderen Ländern gefragter sind.
 
versteh ich nicht...der preis war doch eindeutig festgelegt...unzwar auf 0.00€+ dem was es dem käufer wert ist...die buchpreisbindung ist und bleibt ne altverlagssubvention...
 
@Rulf: Dann hätten die das als Spende deklarieren müssen. Das wäre kein Problem. Ein Buchpreis darf auch Null Euro betragen. Aber ihn nicht zu definieren ist anscheinend nicht rechtens.
 
@dorian.grey: Nein das Problem ist das der Verkäufer/Käufer den Preis auf 0EUR gesetzt hat. Durch die Buchpreisbindung (wo der VERLAG den Preis bestimmt) ist dies NICHT rechtens.
Leider.
 
Was ist das denn für eine dämliche Bestimmung? Wenn ich etwas verschenken WILL, dann tue ich das auch! Auch wenn ich als Firma wirtschafte, ist das mein Bier! Wird auch bald gesetzlich geregelt, was dies und das und jenes kosten MUSS? Hallo DDR, wir kommen zurück!
 
@Joebot: laut buchpreisbindung ist das verschenken oder nach meinung der großen verlage zu billig verkaufen von büchern im deutschsprachigem raum(d/a/s) verboten...wenn du als kleiner verlag ein zu billiges taschenbuch rausbringen willst, wirst du fast automatisch von den anwälten der großen verklagt/abgemahnt...wie in diesem fall hier...
 
@Rulf: Falls du mit dem s in den Klammern hinter "deutschsprachigem raum" die Schweiz meinst, ist das falsch.
 
@Rulf: "A cartel is a formal (explicit) agreement among competing firms. It is a formal organization of producers and manufacturers that agree to fix prices, marketing, and production."
http://en.wikipedia.org/wiki/Cartel
Da sieht man nur wieder, dass die Verleger schon immer ne Machtstarke Lobby waren. Sieht ja im Moment nicht anders aus.
 
@Rulf: Ja, und ist Buchpreisbindung ein zeitgemäßes Modell? Sicher nicht...
 
@Joebot: Wenn ich das richtig verstanden habe, wäre reines Verschenken auch erlaubt gewesen. Das Anwaltsschreiben bemängelte, dass dem Downloader die Höhe des Entgelts überlassen war. Ob das vor Gericht Bestand hätte, ist unklar - evtl. hätte sich argumentieren lassen, das Buch sei zum Preis von 0 € gehandelt worden, etwaige Zahlungen von Beschenkten seien rein freiwillige Spenden. Nur hat der Berlin Story Verlag eben nicht die Mittel, um es auf eine gerichtliche Klärung ankommen zu lassen.
 
Ich wundere mich, dass einem "Verlag" das Buchpreisbindungsgesetz, welches im übrigen mehr als überschaubar ist, nicht bekannt ist. http://www.gesetze-im-internet.de/buchprg/index.html
 
@Lastwebpage: Ich finde es viel erschreckender das es überhaupt ein Gesetz für Preise von Büchern gibt. Ich habe deinen Link mal überflogen, sogar Preisnachlässe und alles ist geregelt. Unglaubich, das Teil ist mit den paar Paragrphen fast Lückenloser als das Strafgestz.
 
Wie klein doch der Horizont der alten Wächter ist... Meine Güte, können die nicht mal den Stock aus dem Arsch ziehn?
 
@ThreeM: Nun ja, sie wenden nur das bestehende Gesetz an - zunächst mal müsste dieses geändert werden. Ich bin mir nicht sicher, welche Überlegungen hinter der Buchpreisbindung standen (Verhinderung eines ruinösen Preiskampfes beim Kulturgut "Buch"?).
 
Schon ineressant, wie schnell hier auf die Buchpreisbindung eingedroschen wird. Diese gehört zwar, gerade im Bereich der "neuen" eBooks auf den Prüfstand gestellt, aber gerade ím Bereich der "klassischen" Buchhändler ist die Bindung nicht ganz ohne Sinn - *insbesondere* nach dem Siegeszug der Onlinehändler. Die Buchpreisbindung ist gerade für kleine(re) Händler der einzige effektive Schutz gegenüber großen Ketten und Onlinebuchhändlern. Durch große Abnahmemengen etc. könnten diese bei freier Preisgestaltung nämlich kleinere Anbieter jederzeit preislich unterbieten und so dauerhaft vom Markt verdrängen. Die Folge wäre nicht nur ein stark konsolidierter Markt, sondern auch gleichzeitig die Gefahr gegeben, dass auf diese Art und Weise gegenüber Verlagen, aber auch ggü. Autoren, ein stärkerer Druck ausgeübt würde - durch Androhung der Nicht- oder Auslistung der entsprechenden Bücher, wenn man sich nicht an bestimmte Bedingungen (nur Vertrieb bei dieser Kette; bestimmte Preise; ...) halten würde. Beispiele dazu gibt es auch heute schon, wenngleich noch in geringerem Umfang (daher listen diverse Ketten einige Verlage nicht). Aber klar, pauschal und unreflektiert auf die Buchpreisbindung einzudreschen ist natürlich einfacher.
 
@LostSoul: Völlig richtig, unterschreibe ich im Printbereich sofort. Ich glaube aber, dass man hier, also auch in den Kommentaren, das Thema in Beziehung mit dem digitalen Vertriebsweg sehen muss. Hier hat man noch enormen Nachholbedarf. Es ist ja durchaus umstritten, ob das, was man sich auf die Schnelle zum Thema E-Books zusammengezimmert hat, tatsächlich der Weisheit letzter Schluss ist.
 
@LostSoul: Dem stimme ich nur zum Teil zu. Es mag sein das es ein Vorteil für kleine Händler ist wenn die Preise überall gleich sind. Dennoch, wenn ich, etwas übertrieben, in einen Laden gehe wo 5 Bücher zur Auswahl stehen, ist es doch wahrscheinlicher das ich in einen großen Laden gehe, oder halt online, weil ich dann da doch eher das Buch finde das ich haben will. Mit einer Ausnahme, ich selber interessiere mich auch für Antike bücher. Hier gilt zwar das auch ein kleiner Laden eine Perle beherbergt, aber die Wahrscheinlichkeit ist im großen Laden schon größer. Von daher hebt sich der Vorteil der Preisbindung fast auf. Kleine Läden haben da eh weniger Chancen.
 
@LostSoul: Jetzt wird das auch noch als Schutz verkauft ja ne is klar. Und dann stellt man sich noch als angeblich ach so schlau hin das kann ich leiden.
 
@Zero-11: Mit ein wenig Nachdenken lässt sich die von LostSoul geschilderte sinnvolle Motivation hinter der Buchpreisbindung durchaus verstehen. Natürlich ist jene für gebundene Bücher erfunden worden, und es wurde auch nicht behauptet, dass sie der Weisheit letzter Schluss sei. Letztendlich gälte es zu prüfen, ob diese Regelung für eBooks (keine Lagerhaltung, digitale Vervielfältigung, ...) so auch Sinn macht - hier hat man halt auf die Schnelle gesagt "ist nur eine weitere Edition, wie gebundenes Buch, Taschenbuch, Neuausgabe Taschenbuch, ...". Dass die erforderliche Infrastruktur eine andere ist und damit so einige der Faktoren, die große von kleinen Händlern unterscheiden (Bestellmenge, Verkaufsfläche, Lagerfläche, ...) entfallen, blieb dabei unbeachtet. Bei Druckausgaben sind die von LostSoul aufgezeigten Aspekte jedenfalls nicht einfach gedankenlos vom Tisch zu wischen.
 
@FenFire: "Mit ein wenig nachdenken" Ich denke schon automatisch zu viel und bin bereits ein paar Ecken weiter, deswegen hab ich das auch so einfach in den Raum geschmissen. Es ist naiv anzunehmen das die Buchpreisbindung als der Ultimative Schutzfaktor agiert, als gäbe es keine anderen Möglichkeiten.
 
@Zero-11: Wie schon gesagt, es wurde auch nicht gesagt, dass die Buchpreisbindung für heutige Vertriebswege/Geschäftsmodelle der Weisheit letzter Schluss ist. Jene haben sich verändert, daher sollte auch die Buchpreisbindung auf den Prüfstand gestellt werden - und die Regelungen an die durch den technologischen Fortschritt veränderten Bedingungen angepasst werden (das kann im Extremfall auch ihre Abschaffung bedeuten). Der Grundgedanke, die Vielfalt und Verfügbarkeit des Kulturguts "Buch" nicht auf dem Altar des Kommerzes zu opfern (was eben bei einem freien Markt ein mögliches Ergebnis ist, siehe die Argumentation von LostSoul), sollte jedoch nicht ignoriert werden, sondern mit in die neuerlichen Überlegungen einfliessen - denn eine gewisse Schutzfunktion ist durchaus vorhanden. Dein Beitrag schien mir das etwas zu undifferenziert vom Tisch zu fegen, so nach dem Motto "die Schutzfunktion ist Mumpitz, sowas braucht es überhaupt nicht bzw. gibt es gar nicht, das ist nur ein vorgeschobenes, frei erfundenes Argument!" statt "ja, es gibt da eine gewisse Schutzwirkung, aber sie zementiert Marktstrukturen. Hier müsste neu abgewogen werden".
 
@LostSoul: Wenn das Geschäftsmodell der klassischen Buchhändler heutzutage ohne eine Preisbindung nicht mehr zieht, dann müssen sie halt pleite gehen, kann man nix dran ändern, ist eben so. Der Gesetzgeber kann nicht JEDES hunderte Jahre alte Geschäftsmodell, was dem heutigen Markt eigtl. nicht angepasst ist, durch Gesetze mit aller Macht am Leben halten. Man sollte ihnen lieber raten, sich nach einem anderen Geschäftsmodell umzusehen, statt sich völlig auf den Staat und seine marktverzerrenden Preisbindungsgesetze zu verlassen.
 
@mh0001: Ich würde mal vermuten, dass auch die klassischen Buchhändler eine gute Startposition bei neuen Geschäftsmodellen hätten, wenn sie sich auf die Veränderung einlassen würden. Sie haben ja bereits ein ganzes "Netzwerk", auf das sie sich stützen können. Hier ist ihnen wohl eher ihre eigene Trägheit ("haben wir immer schon so gemacht") im Weg, der Aufbruch ins Neue, Unbekannte ist selten einfach. Merkt man ja schon an sich selbst und seinen liebgewonnenen (eingeschliffenen) Gewohnheiten.
 
@FenFire: Das ist klar und immer so, aber es gibt bestimmt Möglichkeiten, wie man auch das Angebot des stationären Buchhandels ein wenig aufpeppen könnte, um Vorteile gegenüber dem Onlinehandel zu bieten. Es müsste halt einen wirklichen Mehrwert geben, wenn ich ein Buch im Buchladen kaufe anstatt mir zuschicken lasse (und das auch noch versandkostenfrei).
 
@mh0001: Das ist es halt - was ist der Mehrwert beim *Kauf* im Buchladen, ausser dass ich das Buch dann sofort in der Hand halte statt in ein paar Tagen? Ansonsten kann ich ja im Buchladen stöbern, mir eine der Leseecken suchen und ein wenig lesen, mich noch beraten lassen... und dann nach Hause gehen und (ohne Buchpreisbindung günstiger, da der Verandhändler deutlich weniger Kosten zu decken hat als der Ladeninhaber) online kaufen. Schwierig. Mir fällt so spontan nichts ein, das an den Kauf gebunden wäre und den Käufer hinreichend locken könnte, ausser dem bereits jetzt gegebenen Vorteil "sofort in der Hand" sowie dem ebenfalls bereits jetzt gegebenen Gedanken "wenn niemand mehr im Laden kauft geht dieser pleite, und dann kann ich hier nicht mehr stöbern und lesen und mich beraten lassen, das ist mir den (dann etwas höheren) Preis wert". Der Kauf einer eBook-Edition (i.d.R. günstiger als die Druckausgaben) ist in einigen Läden übrigens ebenfalls möglich (hugendubel fällt mir ein - oder geht das dort auch lediglich online? ist allerdings kein kleiner Händler, sondern einer der großen).
 
Schade, dass mal wieder nur Radiohead als Beispiel genannt wurde, obwohl sie nicht die ersten waren. Trent Reznor war da schneller und arbeitet auch heute noch nach ähnlichen Schemata.
 
Was hier alle zu vergessen scheinen: Der Preis eines Buches wird nicht durch die Art des Vertriebs (Druck, Digital etc) bestimmt! Dieser nimmt nur einen geringen Teil ein. Vielmehr ist das der Lohn für Autoren und Lektoren und alle anderen beteiligten. Deswegen sind ebooks nur geingfügig günstiger, da dort der Druck gespart wird aber die anderen Kosten bleiben - und ein Autor möchte von seiner Arbeit ja auch leben können! Soviel dazu...
 
Die meisten der Bücher können ohnehin nicht mit Feynman´s Vorlsungen über Physik mithalten. Und wenn man es ernst meint, dann "liest" (inklusive der Analyse des Textes - ganz zu schweigen von der eigenen experimentellen Überprüfung zumindest der leichter zugägnlichen Teile dieser dreiteiligen Buchreihe) man daran schonmal ein paar Jahre.
 
aha, die abzocker haben abgemahnt, da sie nix verdienen. diese preisbindung gehört gesetzlich verboten, da sie einen freien markt behindert/ausschliesst.
 
@MS1889: Bücher sind ein Kulturgut - und daher hatte man beschlossen, es nicht einfach dem "freien Markt" zu überlassen. Das mag man nun als sinnvoll erachten oder nicht, aber der Grundgedanke ist schon nachvollziehbar. Siehe einige Aspekte hierzu in [o7].
 
Mit welcher Rechtfertigung gibt es eigentlich den Buchbindungspreis? Warum führt man diesen Schwachsinn nicht auch gleich auch für Lebensmittel ein? Konkurrenzkampf über den Preis zu führen. Wo kommen wir den da hin?

Btw: Warum versucht der kleine Verlag nicht Spenden zu sammeln um genau dieses Gesetz auf den Prüfstand zu stellen?
 
@Memfis: Vielleicht wäre ihnen das Spendensammeln und Kämpfen zu aufwändig? Schreib ihnen doch einen Brief/eine E-Mail und frage sie, biete ggf. deine Unterstützung an.
 
Nun - dann laden wir mal die nächsten 500 Books ins Net;-)
 
@LastFrontier: Wenn Du sie vorher alle schreibst, kein Problem :)
 
@FenFire: Wieso voll schreiben? Gibts doch alles schon. Wäre halt wieder nicht legal.
 
Also, die Idee und den Mut, Bewegung in ein eingerostetes Verkaufsmodell zu bringen, finde ich richtig und wichtig. Allerdings so ganz für lau geht das ja auch nicht. Das viele freiwillig bezahlen werden kann man sich denken, und was ist wenn doch nicht. Wie soll der Autor zu seinem Geld kommen? Ein Mindestbetrag von etwa 3-5€, und wer bereit ist mehr zu zahlen, kann dies gerne tun. Eine gewisse Sicherheit muss bestehen bleiben. Warum pfeifen die Autoren nicht einfach auf diese Abzocker, und übernehmen selbst ihre Vermarktung? In Zeiten von Social Media, wäre dies möglich. So ganz ohne Investitionen wird das nicht gehen, und ich meine nicht nur die finanzielle Seite, wäre aber ein konsequenter Schritt. Man kann im Netz schnell Unterstützer finden die auch bereit wären für ein Autor zu spenden, oder auf eine andere Weise zu unterstützen. Einen Autor der für seine Leser und nicht für den Verleger schreibt, würde ich gerne unterstützen. Wenn diese Vorgehensweise Schule macht, können wir irgendwann diesen ganzen Rechteverkäufern so richtig in den Allerwertesten treten, aber mit Anlauf. Aus "Geiz ist Geil" wird "Helfen ist richtig!"
 
betrifft nn nicht direkt ebooks: musikalben per ivave.com scheint legal zu sein. http://www.whois.net/whois/ivave.com die firma ist in australien gemeldet und schon seit einigen monaten in betrieb (obglich die copyright-regeln in australien sehr streng sind). daher ist anzunehmen, daß diese firma legal ist (und aktuell noch alben zum reduzierten neueröffnungspreis anbietet). zahlen kann man per paypal, indem man z.b. 200 coins für ca. 7 euro ersteht - was für ca. 16 alben (aktuelle, z.b. fest - metals - und ältere, z.b. pink floyd dark side of the moon) reicht.
 
@souvenir: Das ganze hier hat aber nichts mit dem Copyright zu tun. Hier geht es um einen festen Preis. Hätte der Verlag gesagt das Buch ist kostenlos, also 0 Euro währe das auch ok gewesen. Hier geht es den Anwälten nur darum das hier auf freiwilliger Basis auch noch andere Preise gezahlt werden könnten, und das geht denen gegen den Strich weil es kein fester Preis ist. Und das ist auch die Stelle wo ich sage dass die ne Macke haben. Weil das ist wieder eine Gesetzesauslegung wo ein Massenmörder im StGB mit Freispruch aus kommen würde. Das Buchpreisgesetz regelt zwar so ziehmlich alles in ein paar Paragraphen, aber ich glaube nicht das es für diese Auslegung geschaffen wurde.
 
@Tomarr: viele gesetze wurden geschaffen, damit sich anwälte, die justiz und ihre freunde in den jeweiligen industrien an individuen und kleinen gruppierungen bereichern. daher sind gesetze eher arbiträre grenzsetzungen derer, die diese grenzen noch verfeinern und ausweiten, wenn sie mal wieder mißwirtschafteten oder sich luxus auf kosten anderer leisten wollen. die tatsache, daß die bürger nicht mehr soviel von "gesetzen" halten, wie es ihre vorgänger aus einschüchterung und verzweiflung noch taten, ist der grund, daß deutschland sich langsam zur demokratie entwickelt.
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