Ende einer Ära: NASA schaltet letzten Mainframe ab

Bei der US-Raumfahrtorganisation NASA geht eine Ära im Bereich des Computings zu Ende. Wie die IT-Chefin der Organisation, Linda Cureton, in ihrem Blog mitteilte, habe man am Wochenende den letzten Mainframe in einem NASA-Datenzentrum abgeschaltet. mehr... Ibm, Mainframe, z-Serie Bildquelle: IBM Ibm, Mainframe, z-Serie Ibm, Mainframe, z-Serie IBM

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Für die Nasa darf eigentlich nur ein System in Frage kommen: http://is.gd/LB2tSo Plan9, nur echt mit Space Glenda!
 
Tja jede Technologie findet mal ein Ende und wird von einer besseren ersetzt.

Schade finde ich an dieser Entwicklung nur, dass die Grundlagen, welche zu der heutigen Technik geführt haben immer mehr in Vergessenheit geraten.

Welcher ITler unterhalb eines Alters von 30 weiß denn heute noch wie man mit Assembler ein Register eines Prozessors programmiert.

Ja ich weiß..."wer brauch das schon noch?!" fragen sich da viele.

Aber es gibt schon noch Bereiche, die das noch brauchen... und die Spezialisten, die das dann schreiben sind alle jenseits der 40 Jahre Marke.
 
@Tyantreides: Auch wenn das jetzt traurig klingen mag, ich kann das bestätigen. Ich bin bisher nur während der Ausbildung und da auch nur ganz am Rande mit Assembler konfrontiert worden und ich bin gerade unter deiner magischen 30er Grenze. Ich wüsste jetzt auch nicht wo man das noch gebrauchen könnte, außer vielleicht bei großen Industrieanlagen.
 
@EmKa262: Gerade beim Informatik-Studium (Uni) kommt man an den Grundlagen auch heute noch nicht vorbei. Natürlich stehen höhere Programmiersprachen im Fokus aber Kurse zu Rechnerarchitektur (inkl. CPU etc.) bis hin zum letzten Register und Assembler muss man zumindest bestanden haben. Richtige Assembler-Profis entstehen dabei aber auch nicht, wenn muss man sich damit schon selber beschäftigen oder dort Schwerpunkte setzen.
Gerade dort wo es aber wirklich auf Hardware ankommt (z.B. 3D-Engines), bleibt Assembler auch heute unverzichtbar bzw. gibt es zumindest Leute die den Code darauf optimieren müssen. Gleiches gilt natürlich auch für Geräte- und Chiphersteller.
 
@2-HOT-4-TV: Endlich mal einer, bei dem man auch sofort merkt, er kennt sich damit aus, wovon er redet :) Denn genau das, was du sagst, steht ja in keinem Wiki geschrieben. Es ist einfach die Erfahrung. Die ganzen (guten) Informatiker haben kein Problem sich mit Registern eines Prozessors auseinander zu setzen auch wenn sie noch nie ein Prozessor programmieren mussten. Assembler ist sogar noch wirklich primitiv. Es ist einfacher Assembler zu lernen, als eine höhere Sprache. Natürlich ist dann ein Programm leichter mit einer höheren Sprache zu schreiben als mit Assembler. Ein guter Programmierer ist keiner, der alle Sprachen auswendig kennt, sondern jmd. der einfach x-beliebige ihm noch unbekannte Sprachkonstrukte schnell begreift und die restliche Sprache daraus extrapolieren kann (bis auf die Syntax, die man sich aus dem Internet oder dem (historischen) Buch besorgt ^^). In diesem Sinne möchte ich noch hinzufügen: Leute, HTML und CSS sind KEINE Programmiersprachen!
 
@NewsLeser: naja wer html und css überhaupt mit programmierung in verbindung bringt hat das thema nicht verstanden :) nicht mal javascript ist in dem sinne eine programmiersprache
 
@Tyantreides: ich kann dir da nur zustimmen, auch ich habe dieses erlebt und "junge Programmierer" wissen oft garnicht was sie mit ihrem Coding anrichten. Es ist ja genug Power da!
 
@timetwin: Wir hatten Rechnerarchitektur (ein bischen x86, aber hauptsächlich ARM) und Mikroprozessortechnik (8051). Gerade die RA hat mir viel Spaß gemacht, da ich meine Hobby-ARMs besser verstehen konnte. Seitdem schau ich mir immer den output vom gcc an. Ist irgendwie auch viel interesannter in der Hochsprache zu schreiben wenn man abschätzen kann wie der Compiler die Konstrukte letzlich umsetzt.
 
@Tyantreides: An der ETH Zürich werden die Elektroingenieure in Assembler-Grundlagen, Rechnerarchitekturen und Ähnlichem geschult, um ein fundiertes Grundlagenwissen zu bekommen. Meines Wissens gilt dies auch für die Informatiker. @NewsLeser: Genau. Ob Assembler geschult wird oder nicht, macht ja grundsätzlich keinen Unterschied. Algorithmisches Denken und das Verständnis von Computerarchitekturen ist viel wichtiger.
 
@Tyantreides: Man muss gar nicht soweit in Richtung Programmierung schauen. Es reichen schon einfache Konsolenbefehle aus DOS-Zeiten. Wer hat denn da noch welche drauf? Für die System- und Fehleranalyse oder tiefgreifende Systeminfos sind diese nach wie vor unerlässlich. Bei den meisten reicht es gerade mal bis zum Einschalten und der rechten oder linken Maustaste, dann ist Schluss. Denen braucht man mit autoexec.bat und config.sys nicht anzukommen. Das ist ja völlig untrendy und besteht ja nur aus Buchstaben und Zahlen.
 
@tommy1977: ein aw braucht das nicht wissen, aber als supporter kommt man um die dos-befehle schon fast nicht rum (schon allein wegen der vielen guten tools (oder hilfreichen scripts die man sich bauen kann) die man über die kommandozeile nutzt, stichwort sysinternals. aber das kaum einer noch assembler kann ist, finde ich, nicht tragisch (bin unter 30, informatiker und progge auch hin und wieder). wichtiger ist es wie 3-R4Z0R schrieb die grundlagen zu kennen und daraus abzuleiten/aufzubauen. die aussage von Tyantreide trifft nicht ganz zu ("dass die Grundlagen,...immer mehr in Vergessenheit geraten"). das ist dass erste in der berufsschule und war, zumindest zu meiner zeit, bei allen informatikklassen gleich, egal ob systemintegrator, anwendungsentwickler oder kaufmann. das man da (so war es bei uns) nicht wirklich auf assembler eingegangen ist bzw auch mal selbst geschriebn hat ist wohl ehr zu vernachlässigen. und wenn man mal ehrlich ist so oft kommt damit auch nicht in berührung als zb wie ich systemintegrator, bei anderen richtungen mag das anderst sein und die werden es sicher auch intensiver lernen
 
Passt nicht wirklich zur News aber ich finde es echt schade, wie es momentan mit der NASA "bergab geht", gerade im Bezug auf das Shuttle-Programm.
Schon als Kind wollte ich zumindest ein Mal unbedingt ein Shuttle-Start live sehen und jetzt wo ich es nach Florida geschafft habe wird das Programm eingestellt.
Trotzdem kann ich jedem der mal in Florida ist das Kennedy Space Center in Cape Canaveral (nähe Orlando) wärmstens empfehlen. Die Startrampen und Shuttle-"Werkstatt" kann man noch heute besichtigen und dazu gibt es viel interessantes und wissenswertes rund um das Weltall.
 
@2-HOT-4-TV: Da wird sicher irgendwann wieder was neues kommen.
 
Letzte Ostern im Space Center standen wir vvor der Mondrakete und fragten einen pensionierten NASA-Mitarbeietr (die machen das wohl als Hobby, Fragen beantworten, ob sie Geld kriegen weiß ich nicht), wann er denn mit der nächsten Mondlandung rechnet. Seine Antwort: Vielleicht 2010, genau weiß ich es nicht - aber ich bin ziemlich sicher: Es werden Chinesen sein ...

PS: Ich habe 1966 mit einer IBM /360 angefangen zu programmieren (als Werkstudent) - die hatte 16 KiloByte Hauptspeicher ...
 
@Dieter666: War der schon leicht verwirrt? Letztes Ostern - 2011 - " Vielleicht 2010 ..." Also in -1 Jahr (von damals aus gesehen)
 
@klaus4040: Sorry, wollte natürlich schreiben 2020 ...
Das Alter lässt einen auch noch schlechter tippen ...
 
Geil, meine PS1 von 1995 hat warscheinlich mehr Rechenleistung als der alte Kasten. Nur knapp besser als der Androide Commander Data, der mit seiner 1Bit-Speicherkapazität jede einstellige Addition innerhalb von drei Stunden garantiert falsch lösen kann. (SiW)
http://www.youtube.com/watch?v=GSGejPXabj8
 
@borizb: Ich glaub kaum das deine PS1 an die Leistung eines Z9 ran kommt :) Da benötigst schon ein paar hundert x86 Server dafür.
 
@santon: "paar hundert x86 Server" das ist wohl reines wunschdenken bzw die werbeblätter von ibm auswendig gelernt? :D
 
@borizb: die z9 muss nicht wirklich alt sein aber von dem ab, da überschätzt du deine ps1 und unterschätzt du n z9 system aber gewaltig.
 
@borizb: Schau mal hier, die Z9 model Z196 konntest Du mit 96 cores und 3TB Hauptspeicher bekommen (Link für pdf mit Datenblatt ist auch dabei): http://www-03.ibm.com/systems/z/hardware/zenterprise/z196.html - um sowas zu ersetzen benötigst Du schon einen nicht ganz kleinen Linux-Cluster und vor allem richtig schnellen Interconnect wie Inifiniband und ein Clusterdateisystem. Glaub mir, so ganz trivial ist das nicht so ein Eisen zu ersetzen. Davon ab, bei Banken und Versicherungen gibt es immer noch einen Markt für die Dinger, da sich auf diesen Kisten auch komplexe Rollen- und Sicherheitskonzepte abbilden lassen. Der grosse Vorteil liegt nicht in der Rechenleistung, Sicherheit ist das Stichwort.
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