4.000 Jobs weg: Smartphone-Outsourcing bei Nokia

Der finnische Handy-Hersteller Nokia wird nun auch den übrigen Teil seiner Produktion nach Asien verlagern. Im Zuge dessen sollen drei Werke geschlossen und tausende Mitarbeiter entlassen werden, teilte das Unternehme in einer Stellungnahme mit. mehr... Nokia, Stephen Elop, Elop Bildquelle: Nokia Nokia, Stephen Elop, Elop Nokia, Stephen Elop, Elop Nokia

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Symbian hätte mit iOS und Android locker mithalten können... Nokia hätte da einfach mehr investieren müssen und bessere Arbeit leisten müssen.
 
@Der kleine Llort: Hätte, wenn und könnte steht hier nicht (mehr) zur Frage! Tatsache ist, sie konnten es nicht und der Kunde wollte es nicht.
 
@Der kleine Llort: Wenn sie nicht inoffiziell von MS übernommen geworden wären, dann hätten sie vielleicht an Symbian und/oder MeeGo festgehalten. Gerade gegen MeeGo hätte Android kein Land sehen können. Eine offizielle Übernahme von Nokia durch MS ist nur noch eine Frage der Zeit.
 
@seaman: die Entscheidung hätte man vor vier bis fünf Jahren treffen müssen. Der Zug ist lange abgefahren und um wenigstens noch etwas zu retten, muss man jetzt halt unangenehme Kahlschläge veranstalten. Wenn die Komponenten eh alle aus Asien kommen und ein großer Teil der Geräte dort auch verkauft wird, ist ein Zusammenbau woanders auf der Welt halt unsinnig. Komponentenfertigung ist in Europa ja quasi ausgestorben, mit einigen Ausnahmen. Aber wenn der Zulieferer die Displays aus Korea schickt, sie in Ungarn in Handys eingebaut werden, die dann wieder in Japan auf den Markt kommen sollen, sind das Wege, die Geld und Zeit kosten. Und dann kommt noch das unterschiedliche Lohnniveau dazu.
 
@Der kleine Llort: Könnte, schönnte, wönnte. Kennst du folgendes Zitat: "Du kannst ja mal in die eine Hand wünschen und in die andere scheißen, mein Lieber, dann wirst Du schon sehn, welche zuerst voll ist."
 
@Der kleine Llort: hast du schonmal ein Symbian-Gerät in der Hand gehabt? Die Userbility ist aus heutiger Sicht für ein Touchscreen-Gerät unterirdisch.
 
@fazeless: Hattest du Nokia (Symbian) Belle in der Hand? Ist ziemlich performant und äußerst intuitiv. Viele gute Elemente von Symbian mit Features aus Android kombiniert. Aber wie viele hier schon geschrieben haben, kommen solche Schritte leider zu spät.
 
@Der kleine Llort: Nokia hätte dazu Symbian doch quasi neu erfinden müssen. Dazu war aber keine Zeit, weil sich iOS und Android Geräte massiv verkauft haben. Somt hatte Nokia die Wahl auf den Android-Zug aufzuspringen oder sich durch WP7 von der Massenwarenkonkurrenz abzusetzen. Ich finde die getroffene Entscheidung richtig.
 
@Der kleine Llort: Symbian Belle kann locker mit Android und iOS mithalten. Viele Dinge für die es bei Android und iOS apps gibts sind bei Belle integriert. Es ist leicht zu bedienen und hat praktische Funktionen, die die anderen grossen WP, Androind und iOS niemals bieten werden/wollen. Gerade deswegen wird von vielen Firmen boykottiert, weil fairer Wettbewerb gegen ein deutlich besseres System ist ja nicht mehr in Mode. Unfaire Zerstörung des Rufs eines TOP-Produkts dagegen schon. Elop kann meinet wegen mit WP machen was er will, solange er nicht Nokia zwingt es zu benutzen. Nokia's Zukunft lieft in der Weiterentwicklung von MeeGo sowie Symbian^3 (aktuelles Update Belle).
 
Des einen Leid ist des anderen Freud! Für uns in der EU sicherlich eine schlechte Nachricht, aber für China eine gute.
 
@Rumulus: Ja, gerade jetzt, wo es die Fertiger in Richtung Brasilien zieht ;-).
 
@markox: Aber nur, weil Brasilien (anders als die EU) hohe Zölle erhebt. Aus diesen Grund fertigen auch alle großen Autofirmen in dem Land.
 
Um 10:00 hab ich es beim anderen Nokia Tread erst gepostet: "....und vielleicht über ihre sozialen Sünden nachdenken...." Oh man wie berechenbar sinnse doch...
 
@Antiheld: Lese mal 02.
 
@Antiheld: Ach, deswegen lassen alle anderen Hersteller auch NUR und AUSSCHLIESSLICH in ihrem Heimatland produzieren... Siehs ein, das is der Preis des Kapitalismus.. traurig aber wahr..
 
Das wird Nokia auch nicht mehr retten.
 
@Michael96: jop, sind ja schon übern berg...
 
Eine Rettung einer Firma immer mit Entlassungen zu realisieren wird hoffentlich irgendwann nach hinten losgehen. Der "kleine Mann" hat die Firmen mit groß gemacht und als Dank wird er in schweren Zeiten entlassen. Warum Verzichtet her Elop nicht auf die Hälfte seines Gehalts, und der Rest der Manager und Vorstandsetage auch? Damit könnten doch alle MA die in der Produktion arbeiten auch bezahlt werden.
Keiner will China als Industriegroßmacht, aber das ist es schon längst.Qualitativ hochwertige Arbeit hat seinen Preis. Das bekommt man nicht unbedingt in den Werken von Foxconn und co. Da ist einfach nur Masse und billig die Devise. Und kein Staat traut sich gegen die Schließungen der Werke vorzugehen... weil Lücken im Gesetz genutzt werden und / oder Korruption eine große Rolle spielen.
Manchmal wünschte ich, ich wäre 50 Jahre früher gebohren... dann wäre ich nicht mehr zu lange in dieser Welt
 
@flatsch: wenn man sich die iPhones mal anschaut, dann scheint zumindest Apple es zu schaffen, von Foxconn vernünftige Qualität zu bekommen, was die Verarbeitung der Komponenten angeht. Warum sollte das anderen Firmen nicht auch gelingen? Und wenn die ganze Vorstandsetage kostenlos arbeitet, dann bringt das den Laden vielleicht ein paar Wochen länger über die Runden. Das löst aber doch nicht das Problem.
 
@flatsch: Das Managergehalt zu kürzen ändert aber nichts daran, dass in den betroffenen Abteilungen die Personalkosten nicht mit dem Umsatz bzw. dem Gewinn vereinbar sind. Ein Wirtschaftsunternehmen ist kein Samariterverein. Wenn eine Abteilung zu wenig Gewinn macht, dann wird auch genau in dieser Abteilung der Rotstift angesetzt und nicht in einer anderen.
 
@zwutz: Du hast ja recht.. Aber die Produktion arbeitet so,wie der BWL Manager es entscheidet... Nur werden die Entscheidungsträger zu hoch bezahlt. Warum muss sojemand Millionen verdienen?
Windows Phone ist sehr gut, hängt mit den Funktionen aber 2 Jahre hinterher... So wie Nokia auch. Ich arbeite lange genug im Mobilfunkbereich um dir sagen zu koennen, das von 10 verkauften Iphones im Schnitt 5 mit Mangel zurückkommen,der qualitätsbedingt ist. Also nicht besser oder schlechter als andere Hersteller
 
@flatsch: wenn man weniger produziert muss man ausdünnen, das hat primär nicht was mit rettung durch entlassung zu tun sondern damit "unnötige" überkapazitäten abzubauen...in wirtschaftlich schweren zeiten ist dieser schritt nur sinnvoll, so traurig er für den einzelnen sein mag. Dazu kommen die fallenden stückpreise bei nokia, featurephones kosten immer weniger und sind schon heute öfter auf dem kramtisch als aufgeräumt an der wand zu finden...selbst wenn die kosten für die produktion beim personal von 5 auf 2% gesenkt werden können kann sich das in diesem gewinnschwachen bereich stark auswirken.
 
Foxconn wandert wegen der Kosten von Asien nach Südamerika ab - und Nokia wandert jetzt nach Asien? Hm, wieder verschläft NOKIA einen Trend, doch seit ein paar Jahren hält sich mein Mitleid für NOKIA in Grenzen...
 
@Tyndal: Die Asiaten haben wenigstens schon die Erfahrung, die müssen die Brasilianer erst noch sammeln. Gleich zur untersten (Erfahrungstechnisch) Schublade zu greifen wäre sicherlich nicht das Optimum.
 
@Tyndal: Nokia produziert schon lange in Manaus (Brasilien), genauso wie andere Elektronikhersteller auch.
Grund: Brasilien schützt die einheimische Industrie durch hohe Zölle. Weil internationale Konzerne ungern Zölle und Steuern zahlen, hat die Brasilianische Regierung irgendwann eine Freihandelszone (wenig Steuern) in der strukturschwachen Gegend (billige Arbeitskräfte) um Manaus (mitten im Amazonasgebiet) eröffnet, wo sich die großen Elektronikhersteller angesiedelt haben und Waren Zollfrei in Brasilien verkaufen können.
 
KORREKTUR: Mit den 4000 sind es nun 14500. Und es wird nur ein Teil der Produktion ausgelagert.
 
der newstext ist falsch, die werke werden nicht komplett geschlossen sondern "nur" ausgedünnt
 
@0711: ja und die High-End Produktion soll teils weiter in Finnland bleiben.
 
Tja, so ist das nun mal in der Wirtschaft. Erst schreit halb Deutschland inklusive Politik "Boykott!!! Kauft kein Nokia mehr." und die andere Hälfte denen die Lumias gefallen meckern wie überteuert die doch sind im Gegensatz zur teils besser ausgestatteten Konkurrenz. Die Leidtragenden sind nun die Finnen, Mexikaner und vor allem die ungarischen Arbeiter.
Es lässt sich nun mal nicht alles unter einen Hut bringen und damit muss man sich abfinden. Nicht Nokia allein ist Schuld!
 
@markox: Selbstverständlich ist allein Nokia, deren mangelhafte Managemantentscheidungen, für den Abstieg von Nokia verantwortlich. Der Boykott, den ich persönlich seit der Schließung des Bochumer Werks, persönlich unterstütze und auch in der Öffentlichkeit vertrete, ist mehr als berechtigt, wie diese neuerliche Entscheidung zeigt. NO kia ist tot und das ist auch gut so!
 
@Bengurion: Ausgehend von deiner Argumentationsbasis müsstest du viele andere Unternehmen ebenfalls Boykottieren. Klingt eher danach, als hättest du eine negative emotionale Beziehung zu Nokia. Aber sei es drum, Unternehmen handeln nicht emotional.
 
Ich finde es Komisch das Nokia sogar das Werk in Finnland Schliesst...die übrigen Standorte sind eines aber sogar der Finische :/
 
Ich bin so froh, dass ich vor 2 Jahren den Job bei Nokia nicht bekommen habe.
 
In Bochum stand NOkia am Abgrund, jetzt sind sie einen Schritt weiter. Diese rein auf Gewinnmaximierung ausgerichtete Firmenpolitik, wo gesellschaftliche Verantwortung und geringste Anstandsformen keine Rolle mehr spielen, wird NOkia wie alle anderen Unternehmen konsequent untergehen lassen.
Wenn der Satz:"Eigentum verpflichtet" keine Rolle mehr spielt, dann ist der gesellschaftliche Konsens, in dem der Kapitalismus seine positive Rolle spielen mag, aufgebraucht und dann wird der Kapitalismus sich selbst ad absurdum führen und zugrunde richten.
 
Nachtrag: Das soll mir mal ein Vertreter des Manchester-Kapitalismus erklären: Bochum zu teuer - Rumänien zu teuer - China (bald) zu teuer - Brasilien (irgendwann auch) zu teuer - wer zum Teufel (!) soll eigentlich das Geld haben, um die Produkte, die - dann irgendwann konsequenterweise - von Sklaven oder Zwangsarbeitern hergestellt werden, zu kaufen, wenn keiner mehr etwas verdient? Ach, übertrieben? Nö, nur konsequent zuende gedacht!
 
@Bengurion: Nokia denkt genauso konsequent. Wozu soll ich hier so und so viele Mirarbeiter mit dem Bau normaler Handys beschäftigen, wenn diese Handys keiner mehr kaufen will? Hier im Forum war doch auch das Geschrei zu hören als Nokia Bochum dicht gemacht hat. Ich erinnere mich noch an die Beschwörungen bloß nichts mehr von Nokia zu kaufen. Also für wen produziert Nokia eigentlich? Fürs Lager? Das sie mit ihrer Produktion nach Asien gehen ist ebenfalls konsequent. Dort sitzt die Erfahrung, die fertigen Produktionsstätten, die erfahrenen Arbeiter die Smartphones im Schlaf zusammenschrauben und im Akkord. Dort sitzen Firmen die in ein paar Stunden ihre Fertigung erhöhen können und 80.000 Mitarbeiter an der Hand haben. Dort ist man mit der Produktion des Auftrag schon fertig während hier noch Tarifverhandlungen für die 80.000 Mitarbeiter laufen. So kann man in einem so schnelllebigen Gebiet nichts reißen.
 
Die Gesetze gehören hier eindeutig verändert. DU produzierst nur mehr in Asien? dann verkauf dein Zeug auch dort! Einfuhrverbot nach Europa!! so müsste das laufen
 
@WinTux: mal was von welthandel gehört? Solls bei VW also genauso laufen?
 
@Bobbie25: wenn sie ihre autos komplett in asien produzieren dann ja!
 
@WinTux: Aber nochmal, wirtschaftlich orientierte Unternehmen handeln nicht emotional, genauso wenig wie die Politik. Was also sollte das bringen? Würde Deutschland respektive die EU so emotional handeln und denken, wäre dies ein Einschnitt in die eigene Wirtschaft (steigende Produktionskosten / Produktkosten, geringerer Absatz, weniger Einnahmen) - das passt denen doch auf kurze Sicht.
 
Tja, Nokia, ein echter Job Killer, was die Manager letztlich da beschliessen. Alles unfähige Leute. Stadt auf den Standort in der EU zu setzen und mit Android Handies mitzuziehen, verschandelt sie den letzten guten Ruf der einst tollsten Marke durch extremen Jobabbau.
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