Microsoft lässt Linux auf seine Windows Azure-Server

Der Software-Konzern Microsoft wird es den Nutzern seines Cloud-Dienstes Windows Azure zukünftig unter anderem auch ermöglichen, Linux-Umgebungen zu hosten. Das berichtet das US-Magazin 'ZDNet' unter Berufung auf nicht namentlich genannte Kontakte ... mehr... Windows, Logo, Azure Bildquelle: Microsoft Windows, Logo, Azure Windows, Logo, Azure Microsoft

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Das ist schlichtweg eine wirtschaftliche Entscheidung, bevor die Kunden ganz wegrennen, bietet Microsoft eben auch Virtualisierung für Linux Guests an. Auch wenn das Microsoft Produkt technisch da noch völlig unzulänglich ist.
 
@Feuerpferd: Microsoft bemüht sich schon länger darum Unix und Linuxe zu unterstützen. Sowohl in virtualisierter Form als auch physisch vorhandene Rechner. Dass sie das nun auch in der Cloud tun, ist nur logisch und konsequent. Eine strategische Entscheidung um auch Kunden zu gewinnen, die einige ihrer Programm auf Linux laufen lassen.
 
@DennisMoore: Was soll Redmond da auch sonst machen? Bei der Konkurrenz Amazon etwa gibt es Amazon Elastic Compute Cloud (EC2) und zum speichern Amazon Elastic Block Store (EBS), da gehen anders als bei Microsoft nicht mal die Datenbanken verloren.
 
@Feuerpferd: Und? Beides sind Bausteine, die man auf Wunsch zusammenwerfen kann oder auch nicht. Natürlich bietet MS sowas auch irgendwann an, denn das gehört zu einer ganzheitlichen Lösung dazu, und die strebt MS (wie immer) an. Es stellt sich also nicht die Frage ob Redmond das machen soll oder nicht, sondern die Frage wann sie es machen.
 
@DennisMoore: Es stellt sich eher die Frage warum Microsoft es noch nicht gemacht hat, denn wenn die Datenbank wegen MS Azure versinkt, ist Microsoft Azure als Cloud Dienst wegen seiner Nachteile für die Kunden schlichtweg sinnlos.
 
@Feuerpferd: Der ursprüngliche Sinn von Azure war ja auch nicht das Hosten der Datenbanken, die hat man (wie im Text beschrieben) auf eigene MS SQL-Server geladen, die ihre Daten bei einem Reset nicht zurücksetzen. Für Dokumente waren die SharePoint-Server gedacht.
 
@DennisMoore: Aber nur eben da wo man selbst nicht weiter kommt, da wo Kunden sich bewusst gegen MS enschieden haben und MS kein Lock in erfeckt erzeugen kann. Anderersrum auf
dem Desktopmarkrt würde MS nie eine neue Technologie
auch für Linux entwickeln ( siehe .Net: Mono, es hängt immer
hinterher) denn die sind längst mehr oder weniger an ihr Produkt gebunden bzw. sie haben längst mehr Anteile.
 
@Thaodan: Die Kunden die sich bewusst gegen MS entscheiden können MS ja eh egal sein. Und einen beabsichtigten Lock-in Effekt kann ich bei MS schon seit einigen Jahren nicht mehr erkennen. Egal wo. Das .NET von Microsoft für Windows entwickelt wird und nicht für andere Systeme liegt zum einen daran, dass es eine offene Spezifikation ist und jeder der möchte sie implementieren kann. Somit sieht MS zu Recht keine Notwendigkeit dies selbst zu tun. Zum anderen liegt es daran, dass es für MS hauptsächlich ein Werkzeug ist um die eigenen Systeme unter einer gemeinsamen Technologie zusammenfassen zu können. Fast jedes Produkt von MS hat mittlerweile eine groß angelegte .NET-Funktionalität. Das zeigt sich hauptsächlich in diversen PowerShell-Variationen, aber auch in der Integration von .NET in Produkte. Zum Beispiel in den SQL Server, wo man in .NET-Sprachen Geschäftslogiken abbilden kann (Business Intelligence Development Studio). Das microsoftsche .NET wird so zu einem roten Faden der sich vom Client über die Server, die Serveranwendungen bis in die Cloud erstreckt. Also ähnlich wie Java, ein gemeinsamer Nenner für jeden möglichen Anwendungsfall.
 
@DennisMoore: Wie viel von .NET läuft denn auch nicht Windows Systemen?
 
@Thaodan: Man muss da zwischen .NET nach der Common Language Specification und dem was Microsoft daraus gemacht hat unterscheiden. .NET an und für sich ist das was die CLS definiert. Was nun auf welchem System läuft entscheidet der Ersteller der Zusatzassemblies, indem er sich entweder auf die Nutzung der Klassen beschränkt die auf allen Systemen verfügbar sind, oder eben auch nicht. Viele Programme laufen unter .NET auf Linux, Mac und Windows, andere nicht. Bei manchen macht es auch schlicht keinen Sinn, dass sie auf anderen Systemen laufen. Unterm Strich lautet die Antwort also: Alles was ausschließlich nach der CLS programmiert wurde läuft auf allen Systemen die eine CLS-konforme Laufzeit bereitstellen.
 
@DennisMoore: Ja das meine ich es ist der Witz das MS ein Standart einführ und sich selbst nicht dranhält.

&
 
@Thaodan: MS hat den Standard nicht eingeführt, sondern nur .NET entwickelt. .NET ist eine standardkonforme Umsetzung der Common Language Specification wie sie im ISO und ECMA Standard festgehalten ist. Allerdings hat MS ihr .NET noch um eigene Funktionen ergänzt die teilweise plattformabhängig sind. Entweder weil damit bestimmte Windowstechnologien in .NET verfügbar gemacht werden oder weil diese Funktionen auf Software basieren, die es auf anderen Plattformen nicht gibt. Die Hauptassemblies (Sytem, System.Data, usw.) sind aber auch auf anderen Plattformen verfügbar. Ist alles nachzulesen in Wikipedia unter "Common Language Specification" und "Common Language Specification" und bezüglich Kompatibilität auf verschiedenen Plattformen beim Mono Projekt unter http://www.mono-project.com/Compatibility
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