Bäckerin durch Groupon-"Erfolg" nah an der Pleite

Nicht nur die Nutzer von Schnäppchen-Plattformen sollten genau überlegen, ob sie die teilweise nur scheinbar günstigen Angebote nutzen. Auch Firmen können hier durchaus unerwünschte Überraschungen erleben - wie etwa eine englische Bäckerin, die vom ... mehr... Kuchen, cupcake, Cake Kuchen, cupcake, Cake

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Verkalkuliert, würde ich sagen. Wenn man Angebote macht, sollte man sich überlegen, ob man es sich leisten kann.
 
@CoF-666: sowas kann man im Voraus nicht wissen
 
@zwutz: Wenn ich als Verkäufer sowas vorher nicht weiss, dann hab ich bei der Kalkulation etwas falsch gemacht. Ich habe bei meinem kaufmännische Rechnen gelernt, das ich alle Rabatte erst abziehen kann, wenn sich die Einnahmen mit den Ausgaben decken würden. Soll heissen, wenn ich etwas billiger verkaufe, als ich für Material bezahle, dann mache ich etwas falsch. Ich kann in diesem Fall mit der Bäckerin kein Mitleid haben, denn sie hat damit rechnen müssen. Sowas nennt sich "imputed risk" - das kalkulatorische Risiko.
 
@CoF-666: Absolut, Mitleid wäre da nicht angebracht. Aber hoffentlich werden andere Unternehmer wenigstens animiert mal durchzurechnen, ob ein bestimmtes Geschäftsmodell überhaupt durchführbar ist.
 
@CoF-666: Solche ehrlichen und scheinbar sehr aufrichtigen Unternehmer sind nicht unbedingt so vertraut mit der "Reichweite" einer Plattform wie Groupon, um die Folgen abschätzen zu können. Ich finde es sehr löblich, dass in diesem Fall die Kröte geschluckt worden ist, dass soviele Bestellungen abgearbeitet werden und wünsche der Bäckerei, dass sie die Verluste wieder wettmacht. Toi toi toi.
 
@CoF-666: "Ich habe bei meinem kaufmännische Rechnen gelernt" hast du dir währen du das gelernt hast auch mal darüber nachgedacht das da viel Schrott beigebracht wird.
Sieht man an unserer Gesellschaft.
 
@CoF-666: deswegen sind die Gewinnspannen im kapitalistischen System "normalerweise" so dermaßen hoch, daß die Rabattaktionen "30% günstiger" oder "sparen Sie die Mehrwertsteuer" von vornherein einkalkuliert wurden. "30% günstiger" ist der normale Verkaufspreise inkl. ordentlichem Profit und den gibt es dreimal im Jahr für eine Woche. 49 Wochen im Jahr ist es der normale Profit + nochmal 30%, was den Endkunden abkassiert wird.
 
@Druidialkonsulvenz: Das ist genau das, was ich in [re:2] schon geschrieben habe, nur anders verpackt.
 
@zwutz: Wieso kann man das nicht im Voraus wissen? Zumindest auf der deutschen Groupon.de Seite steht doch genau wie viele Leute das Angebot in Anspruch genommen haben. Ich bin da nicht angemeldet, deshalb habe ich vielleicht keine Suchfunktion gefunden, aber es sollte doch möglich sein nach vergleichbaren Angeboten zu suchen.
 
@zwutz: Eigentlich schon... sie kennt ihre Selbstkosten pro Stück, zumindest sollte man das nach 25 Jahren annehmen dürfen. 15.000 Euro Verlust bei 8.500 Bestellungen sind 1,76 Euro Verlust pro Bestellung, also Selbstkostenpreis 7,50 Euro + 1,76 Euro = 9,26 Euro. Das gleiche Angebot für 10 Euro (immerhin 66,66% Rabatt!) hätte ihr 6.300 Euro Gewinn eingebracht. Angebote unter den Selbstkosten mag bei einer Insolvenz oder Lagerräumung in Ordnung sein, aber im laufenden Geschäft ist das immer Selbstmord...
 
@Tyndal: In deiner Rechnung fehlt dann aber noch die Provision bzw. Gebühren von Groupon
 
@niko86: Selbst wenn sie die Dinger für 15,-€ vertickt hätte, wäre etwas bei rum gekommen. Für jeden Beteiligten.
 
@niko86: Hm... 15k Verlust bei 8,5k Bestellungen - da ist die Groupon-Gebühr schon enthalten. Also die Selbstkosten inkl. der Groupon-Gebühr liegen bei 9,26 Euro.
 
@zwutz: doch kann man.. das ist simpelstes BWL
 
@Ludacris: Hmm... ich halte die Zahlen, auf denen die Selbstkostenberechnungen in obenstehenden Kommentaren beruhen, für unvollständig oder falsch. Betrügen die Selbstkosten lediglich unter 10 EUR, bei einem Verkaufspreis von normalerweise 30 EUR, so würden die Törtchen normalerweise mit einer Gewinnspanne von über 200% verkauft. Das halte ich nun doch für sehr unwahrscheinlich. Ich vermute dass die laufenden Personalkosten, Mietpreise etc. alle in den zugrundeliegenden Zahlen nicht richtig repräsentiert sind, vielleicht gerade mal das Material und ggf. die zusätzlich angeheuerten Arbeitskräfte? Wer weiss... jedenfalls kommen mir die Selbstkostenrechnungen (auf deren Basis es dann auch gleich Meinungen hagelt) nicht stimmig vor.
 
@FenFire: Es sei dazu auch gesagt das Groupon sich bis zu 50%-Provision von den Coupons einbehält. Sprich für ihre Törtchen hat sie nur rund 4€ bekommen. Ich denke schon das die Dame rechnen und auch kalkulieren kann. Nur das sie offenbar das Internet unterschätzt hat sondern von einem Kundenkreis aus ihrer "Nachbarschaft" ausgegangen ist. So eine Aktion in einer lokalen Zeitung hätte vielleicht 100-200 Gutscheine gekostet. Eine vertretbare Werbeaktion. Tja nur das das Web eben doch größer ist und das Angebot dank Onlinebestellung auch leicht einzulösen und quasi für jeden Interessant ist. So und Schwupps sind 8500 Gutscheine vergriffen.
 
@zwutz: Man geht auch für Sonderangebote nur soweit mit dem Preis runter, dass man immer noch Gewinn macht! Alles andere ist purer Leichtsinn, da es immer sein kann, dass die Leute darauf massenhaft anspringen.
Sonderangebot heißt nicht, dass man pro verkaufter Einheit Verlust macht, sondern dass man pro verkaufter Einheit weniger Gewinn macht als normalerweise. Wer sowas wagt ist selber schuld, wenn das schiefgeht, und verdient dann auch kein Mitleid dafür.
Das kann ein Branchenriese vielleicht wagen, aber doch kein mittelständisches Unternehmen oder gar eine kleine Bäckerei. Amazon kann sich leisten, Hunderttausende Kindle-Tablets mit Verlust zu verkaufen, eine Bäckerei geht jedoch schnell daran zugrunde, wenn sie pro Brötchen oder Törtchen Verlust macht.
 
@CoF-666: Solange der Vorrat reicht, oder begrenzte Stückzahlen z.B.
Wenn ich eine Ware billiger als gewöhnlich anbiete, dann nur begrenzt, ansonsten wird man immer überrannt!
 
@asgard: Dann muss ich den Verlust aber mit anderen Artikeln wieder ausgleichen. Wen man einen Artikel unter Wert verkauft, dann sicher nur, weil man an etwas anderen einen Gewinn machen würde. Konsolen und Spiele, Drucker und Tinte zB. ist so etwas. Die werden teilweise unter dem Herstellungspreis also billig vertickt und an dem Zubehör holt man es wieder rein.
 
@CoF-666: Habgier ist geil ;-)
 
@C3Po: Was hat das mit Habgier zu tun? Würdest Du Deine Arbeitskraft für 5,-€ zur Verfügung stellen, wenn Du 25,-€ für Deine Lebenshaltung brauchst?
 
@CoF-666: Blödsinn. Groupon hat ein Geschäftsmodell, das nicht nachhaltig ist, weder für Groupon selbst (siehe Aktienkurs seit Börsengang), noch für die teilnehmenden Betriebe, da damit ein Kundenstamm angelockt wird, den man eigentlich nicht haben will: Schnäppchenjäger. Diese vergraulen womöglich noch die wirkliche zahlende Kundschaft.
 
@Corleone: Ich meine auch eher Kunden und Verkäufer. Wer mit Groupon dealt ist eh nicht mehr zu retten.
 
@CoF-666: wow, was für eine krasse hochnäsigkeit. wer mit groupon,daily deal oder oder ein geschäft macht hat das auch meist nötig. entweder man hat neu eröffnet oder es läuft nicht so wie man sich das vorstellt. das ist der trick, die meisten die es nutzen haben in dem moment eh nicht mehr viel zu verlieren oder sind risikobereiter weil sie durchstarten wollen. das groupon nix dolles ist da sind wir einer meinung. aber ich denke wenn jemand selbst schuld an einem umstand ist wie in diesem fall die bäckerin wäre mitleid kein widerspruch. aber hier wird stattdessen kluggeschissen mit schulwissen :D
 
@Matico: Das hat rein gar nichts mit Hochnäsigkeit zu tun. Ich habe noch kein Geschäft in den Sand gesetzt (weder als Selbständiger, noch als Angestellter), weil ich falsch kalkuliert habe. Das so Geschäftsmodelle wie Groupon, DailyDeal und und und überhaupt eine Daseinsberechtigung haben, liegt an der Mentalität der "Geiz-ist-Geil"-Kundschaft, welche immer alles so billig wie möglich haben wollen, auch wenn sie es sich normalerweise gar nicht leisten könnten.
 
@CoF-666: gib bloß der Kundschaft nicht die alleinige Schuld an dieser Mentalität! Auf wessen Werbekampagne-Mist ist das denn gewachsen? Schröder und Merkel haben AUCH ihren Teil dazu beigetragen, die nicht gewählten EU-Kommissare und die vermaledeite auf-Teufel-komm-raus-Globalisierung ebenso.
 
@CoF-666: Ich denke man kann die Umkosten mit Werbungskosten gleichsetzten. Wenn sie niedrigere Umkosten gehabt hätte wäre sie nicht ind die Zeitung gekommen und würde damit auch kaum Werbung machen ;)
 
7,50 € statt 30 € ist auch ein bisschen zuuu günstig. Sowas hätte man vorher durchaus mal durchrechnen können. 20 €, das wär vielleicht ein angemessener Rabattpreis gewesen.
 
@exocortex: der entfallene gewinn kann in dem fall aber als werbungskosten betrachtet werden, daher wärs auch nicht verkehrt törtchen zu verschenken. man muss nur eben eine grenze setzen für sein werbebudget, sonst kommt eben sowas bei raus.
 
@DataLohr: Darauf kann ein so kleines Unternehmen auch nicht vertrauen. Die Regel ist eigtl., immer mindestens und auf jeden Fall den Herstellungspreis zu decken. Normalerweise sollte da ja auch bei einer Bäckerei immer Gewinn rausspringen, und für so ein Angebot kann man dann den Gewinn kurzzeitig mal herunterfahren und die Ware knapp zum oder leicht über Herstellungspreis verkaufen. Auch das würde sich schon nur dann lohnen, wenn man dadurch wirklich starken Werbungserfolg hat, sonst sollte man auch am Sonderangebot immer noch wenigstens ein bisschen verdienen, sonst leidet man mehr unter denen, die ein einziges Mal nur wegen dem Angebot bestellen, als man durch die gewinnt, die danach Kunde bleiben. Aber als Bäckerei richtig Verlust hinzunehmen, ist einfach nur bescheuert. Das wagt sogar kaum ein Großkonzern.
 
wenn man es schon so günstiug macht dann aber mit begrenzung! 8500 bestellungen sind schon hart... wenn es den kunden geschmeckt hat dann kommen sie bestimmt wieder ;)
 
@Bratwurstdealer: glaub ich kaum, die haben nur zugegriffen, weil es ein schnäppchen war, für die normalen 30 taler wird wohl nur ein kleiner bruchteil der leute bestellen, auch wenns ihnen geschmeckt hat.
 
@DataLohr: naja, manchmal klppts wie bei meinem bruder in der cafeteria ;)
 
@Bratwurstdealer: Aber nur wenn der Preis bleibt und auch nur wenn dann nicht der Laden zu ist und ein Schild "Out of Business" an der Tür hängt.
 
Es gab mal nen Bericht im Tv über solche Auswirkungen. Da wurde angekündigt das diese Gutscheinverkäufer mit dem Geschäften besser besprechen wollen, welche Kapazitäten sie haben und immer eine Gutscheinmenge vereinbahren. So das es nicht passieren kann das ein Laden pleite geht. Scheint aber nicht im interessen vin Dailydeal, Groupon usw zu sein und nicht weiter so Praktiziert zu werden.
 
@solitsnake: Es wurde in einem Bericht aber auch gesagt das der "Verbreiter" der Gutscheine auch einen Gewinnanteil bekommen. Ich glaub der lag bei 50%. Also wird das Angebot hier 15Euro gekostet haben. De Bäckerin bekommt 50%, also die 7,50Euro und Groupon auch. Also hat sie einen Verlust von 22,50Euro / Bestellung.
 
@Blubbsert: Nein, die Muffins wurde für 7,50 Euro rausgehaufen, d.h. Groupon und Bäckerin bekommen jeweils 3,75 Euro. Somit hat sie einen Verlust von 26,25 Euro pro Bestellung.
 
@solitsnake: das hängt leider vom vertreter ab -- manche informieren allerdings die geschäfte nicht wirklich gut und ziehen die eher übern tisch...
 
@solitsnake: Wir Deutschen sind doch auch schon gut zu "Gutscheinmenschen" erzogen worden. Alle 2 Monate die "Gutscheinaktionen" bei Mekkes, wo die sich immernoch DUMM und DÄMLICH verdienen. Die Amis zum Beispiel, gehen doch gar nicht mehr OHNE Gutscheine einkaufen...
 
Ich denke, wer sein Geschäft seit 25 Jahren führt, hat, was sowohl das Geschäftliche als auch das Handwerk betrifft, auf jeden Fall genug Erfahrung und daraus resultierenden Erfolg. Ich wünsche ihr alles Gute und hoffe, dass sie den erlittenen Verlust so schnell wie möglich kompensieren kann.
 
Ich dachte bei Groupon kann der Verkäufer angeben wie viele Gutscheine er Herausgeben will!
 
Sehr lustig, wie plötzlich die ganzen Kommentare von Top-Managern, Spekulanten und Kaufmännern verfasst werden. Mit Divisionskalkulationen und Kostenvergleichsrechnungen scheinen sie sich ja bestens auszukennen. Aber mal darüber nachdenken, was die Frau letztlich dazu geführt hat? Nee. In unserer strikt-kompetenten Kaufmannsgilde können wir solcherlei sentimentalen Firlefanz nicht gebrauchen!
 
@Pedobear: Was kann eine Kauffrau mit 25 Jahren Erfahrung denn dazu bringen, unter den Selbstkosten anzubieten? Du gibst darauf leider auch keine Antwort, auch keinen Vorschlag. Die Selbstkosten pro 12er-Pack liegen bei unter 10 Euro (siehe Kommentare zu o1), wenn sie bisher mit 200% Gewinnaufschlag ihre Kunden vergrault hat und jetzt über eine Selbstmordaktion zurückgewinnen möchte... naja...
 
@Tyndal: Man kann die Zahlen und Rechnungen einfach nicht loslassen, was?
 
@Pedobear: Nein, aber da du keinen alternativen Grund nennen kannst oder willst wird es dir ähnlich gehen, oder?
 
@Pedobear: Man muss kein Top-Manager sein um zu wissen, dass der VK nicht unter dem Einstandspreis liegen sollte.
 
@ouzo: Aber klar kann der VK unter dem Einstandspreis liegen ... wenn man nämlich diese Kosten als Marketingausgeben einplant. Aber man sollte eben dann die Größe des Projektes begrenzen.
 
@JoePhi: Zwischen "sollte" und "kann" gibt es einen Unterschied. Und ja sicher, durch Umverteilung ist das natürlich machbar, aber wieviel Marketingbudget wird eine Bäckerei schon haben und wie schnell wäre das wohl aufgebraucht?
 
@ouzo: Eben. Wenn Z.B. GPB 5000,- zur Verfügung standen, dann hätte man das durchaus so machen können. Der Fehler war eben eine nicht vorhandene Begrenzung. Das kann aber auch an Groupon direkt liegen. Sympathischer macht mir diese Geschichte diese Leute nicht wirklich ...
 
Jo Winfuture....der Beitrag hat ja viel mit Windows zu tun ^^
 
@SemTex: Da hast du recht. Ich steig hier nicht so richtig durch, was solche News hier zu suchen haben!? Sowas such ich eher im "Handelsblatt"
 
@SemTex: ein Blick über den Tellerrand schadet ja nicht..
 
@fazeless: Ueber den Tellerand schauen? Meinste nicht das der IT Teller schon gross genug ist? -.-
 
@SemTex: siehe rubrik - WinFuture»News»Wirtschaft»Handel & E-Commerce .... allerdings finde ich die news ziemlich belanglos bzgl. des allgemeinen themenschwerpunktes, zumal hier wohl die problematik an die unternehmerin und nicht groupon geht. man könnte natürlich jetzt sagen, dass groupon die pflicht hat, die unternehmerischen möglichkeiten beim einkauf von angeboten zu beachten und unternehmern diesbezüglich zur seite zu stehen ...
 
@SemTex: Der Beitrag hat genau soviel mit IT zu tun wie jeder andere Artikel über amazon etc., du Held. Oder handelt jede andere News hier von Windows?
 
@Turk_Turkleton: Naja, du Held. News über Amazons Kindle find ich schon mal näher an Windows als eine Bäckerei aus Woodley
 
@mb080574: Ich habe nicht über den Kindle gesprochen, sondern über amazon generell. Und Groupon ist eben auch im E-Commerce tätig. Es ging ja nicht nur im die Bäckerei, sondern über die Vermarktung über Groupon.
 
@Turk_Turkleton: Ne, aber von Apple^^...
 
"einerseits wollte sie natürlich keine potenziellen Neukunden verprellen" das sind doch geizige Menschen die ich behaupte mal zum regulären Preis nie ein Törtchen bestellt hätten. Ich wäre konsequent geblieben.
 
@sersay: genau so ist es. Mit solchen Aktionen bedient man Kundschaft die man normal nie hätte und so auch nicht haben will..
 
Selbst schuld.
 
Naja, also warum man die Auktion nicht schneller beendet ist mir ein Rätsel. Zum anderen hätte man die Bestellung auch stornieren können, denn ein Kaufvertrag kann auch seitens eines Händlers storniert werden. Ich bin mir auch sicer, dass da niemand wegen 22,50 Euro Ersparnis geklagt hätte. Also irgendwie einfach nur saudämlich.....
 
@bowflow: 1. ist das keine auktion, 2. kann seitens eines verkäufers eben nicht so einfach irgendwas storniert werden / vom kaufvertrag zurückgetreten werden (zumindest im deutschen gesetz) 3. wenn hunderte/tausende leute ihre ware für die sie bereits bezahlt haben nicht bekommen, wird es sehr wohl massiv ärger geben.
 
@McNoise: Naja, ein Kaufvertrag kommt nicht durch Bestellung zustande sondern durch Annahme der Bestellung bzw. durch Lieferung. Der Zustand bis zur Auslieferung is faktisch schwebend, selbst wenn einer schon Vorkasse geleistet hat. Es gibt ja auch Fälle, wenn zb. Rohstoffe nich mehr beschafft werden können, dann müsste ja auch storniert werden.
 
@Rikibu: Wir sprechen hier aber über UK. ggf. schaut es da anders aus ...
 
Da gab´s schon einmal nen Bericht mit versteckter Kamera über nen Groupon-Außendienstler. Der hat dem Lockvogel alles mögliche positiv vorgerechnet um ihn als Dealpartner zu gewinnen...so geschickt, dass man die Nachteile hätte überhören können. Grund für die Aktion war ein deutscher Cafebetreiber mit Sonntagsbrunch. Kalkulation war, bei nicht genug Regulärzahlern den Laden mit Gutscheinnutzern etwas voller zu machen. Die Aktion ist so gelaufen, dass der 6 Monate lang nur Gutscheinbrunsher im Laden hatte und keinen Platz für Regulärzahler, weil alles mit Reservierung lief. Der wäre auch fast platt gegangen, weil nur Gutscheinnutzer nicht kostendeckend war.
 
@Addicted2mame: Wenn dann würde ich die Gutscheinplätze beschränken. bei 50 Plätzen vielleicht 15 Gutscheinplätze. Die Kunden haben für sowas aber leider kein moralisches Verständnis, die wollen immer nur sparen, billig und bloß keinen Preis zahlen der für eine Leistung angeboten wird. Klar, Gastronomie, Bäckerei usw. ist alles teuer geworden, aber man sollte als Kunde auch nicht zu gierig sein.
 
Inwieweit lässt groupon denn zu, dass man Angebote begrenzt? ist das da möglich? falls ja, ist die Frage, wieso die Frau nicht einfach ihre handgemachten Produkte auf eine Anzahl x begrenzt hat...bleibt nur zu hoffen, dass sie trotzdem neue Kunden gewinnen konnte, andererseits wäre es ne bittere Pille...
 
Sorry, aber wie kalkuliert die Tante ihre Preise? Pi mal Daumen? Wirft Sie Knochen? Würfel? Die gesamte Produktion ist doch überschaubar, Selbstkosten centgenau berechenbar, bei größerer Abnahme von Rohstoffen sogar noch fallend. Wenn die Resonaz so weit über den Erwartungen ausfällt, dann bekommt man ein reines Zeit- und Logistikproblem, das Zeugs zu produzieren und zum Kunden zu schaffen. Das war's dann aber auch. Wer auf diese Art so hohe Verluste macht, hat einfach seine Hausaufgaben nicht gemacht...
 
@Vollbluthonk: oder hat sich von den Groupon-Spitzeln "überzeugen" lassen, die ja kräftig mitverdienen..
 
@Vollbluthonk: Es geht bei vielen Deals dem Händler/Produzenten gar nicht darum, direkten Gewinn mit dem Deal zu machen. Wenn die Bäckerin 1 Angestellten auf 40 Std hat, aber nur Arbeit für 30 Std, dann kann so ein Deal schon mal für durchgehend Arbeit sorgen und im Nachhinein neue Normalbezahler bei Wiederbestellung. Manche kalkulieren sicher auch einen kleinen Verlust ein. Wenn ich nen Laden habe und will Werbung machen, kann ich mich entscheiden. Printanzeige für 5.000€ (die sind schnell ausgegeben), oder nen Deal mit 5000€ Drafzahlen bei den Produkten. Wenn mit 500 Dealern rechne und 5000€ kommen...schlecht. Ich habe mal bei nem Milchproduzenten gearbeitet...da lief 3/4 der Schicht die Markenmilch vom Band...den Rest der Schicht die gleiche Milch in die Discounterpackung...zum Selbstkostenpreis. Hauptsache Maschine läuft und durch gr. Milchabnahme sinkt der Einkaufspreis
 
Los, alle nen weiteren Kuchen bestellen xD
 
@citrix: wenn ich dir den dann ins Gesicht werfen darf, gerne
 
@BartVCD: Die arme Frau mit weiteren Bestellungen ins Armenhaus bringen ist ja schon fies. Aber die Törtchen dann nicht mal essen, sondern anderen ins Gesicht werden ist wohl Fies zum Quadrat.
 
Groupon steht schon lange in der Kritik, da solche Verkaufsaktionen ohne jegliche Rücksicht auf die Betreiber der Shops/Restaurants o.ä. durchgeführt werden. Groupon verkauft die Gutscheine, die nur eine begrenzte Gültigkeit haben und schert sich im Anschluß einen Dreck darum, ob das Restaurant überhaupt die Kapazitäten hat, alle Besitzer eines solchen Gutscheins innerhalb der Frist zu bedienen. War bei uns in München schon 2 x bei kleinen Sushi-Restaurants so. Groupon hat kräftig abkassiert, und die Sushi-Läden wurden danach überrannt und konnten dem Ansturm nicht mehr gerecht werden. Und die Kunden sind natürlich nie wieder gekommen, weil in deren Augen die Betreiber des Lokals unfähig waren. Ich sehe hier eindeutig die Portale wie Groupon in der Pflicht, die Partner entsprechend aufzuklären und auch nur realistische Mengen an Gutscheinen zu verkaufen.
 
bzw. eine Maximalmenge definieren. So eine ähnliche Geschichte hatte ich im TV auch schon gesehen.
 
Ähnliches Szenario: http://goo.gl/940TD . Groupon-Angebot für ein individuelles Wandtatoo für 9€ statt 21€ und schon 6200x verkauft. Ich bin sicher der Laden wird sich auch "freuen".
 
@Mudder: wenn man bedenkt, dass davon nur 4,50€ für den Händler bleibt..
 
Für 1/4 des Normalpreises wird ÜBERALL die Bude abgerissen.....
 
"eine von ihnen kam sogar morgens um 3 Uhr in die Firma" Woooow... Das ist ja auch so unüblich. Im Weihnachtsgeschäft muss ich auch oft von 2 Uhr Nachts bis 18 Uhr arbeiten.
 
@JacksBauer: Das hab ich mir auch gedacht. Ist doch bei Bäckern in Deutschland Gang und Gäbe. Die armen Briten, opfern ihre wertvolle Schlafzeit um zu arbeiten :D
 
@bliblablubb: Das sollte vielleicht hervorheben, dass es sich um einen kleinen Familienbetrieb handelt, bei dem man sich noch gut mit dem Chef versteht und sich auch in solchen Fällen gegenseitig hilft.
 
Dachte Dumping sei illegal?!
 
normalerweise läuft das coupon prinzip folgendermaßen ab: man stellt einen gutschein ein, der ein angebot enthält, welches mindestens um 50% im preis reduziert ist, anderenfalls wird das angebot von der plattform abgelehnt (mehr als 50% rabatt (muss nachgewiesen werden) sind immer erlaubt, weniger jedoch nicht) - dann kaufen die leute die gutscheine und bezahlen beim gutscheinanbieter - wiederum 50% des gutscheinpreises werden dann von der plattform an den eigentlichen gutscheinanbieter ausgezahlt - kleines rechenbeispiel: normalerweise verkaufe ich ein produkt für 1000 euro (brutto), welches mich im einkauf 200 euro (netto) bei einem lieferanten kostet, an diesem produkt würde ich nach steuern (brutto-einkaufspreis zu netto-verkaufspreis, differenzsteuerabzüge mal außen vor) exakt 602,34 euro verdienen - ich will jetzt unbedingt !!! bei einem gutscheinportal mitmachen, reduziere daher den preis und biete das produkt für 500 euro als gutschein mit dem slogan "50% rabatt" an, die kassiert der gutscheinanbieter und reicht die üblichen 250 euro an mich weiter, die 250 euro sind also mein neuer brutto-verkaufspreis, von 200 euro netto-einkaufspreis zu 250 euro brutto-verkaufspreis habe ich dann mal schnell einen verlust von 27,92 euro eingefahren - das ergibt also fast 28 euro marketingkosten (für die bekanntheitswerbung über ein gutscheinportal), verärgerte stammkunden die das angebot für das gleiche produkt sehen und sich nachträglich bei mir beschweren und keinen ertragsanteil - prima, da muss ich als händler unbedingt mitmachen !!! - gruss yergling
 
Um einen weiteren Sinnvollen bzw. wie manche hier wirtschaftlich-wissenschaftlichen Kommentar abzugeben: ICH MAG KUCHEN! ;-)
 
@Schwaus: und ich mag Züge
 
@Schwaus: Dann mal anders:
Ich mag keine Engländer!
 
Ich habe da eher den Eindruck das da in England Drückerkolonnen von Groupon gezielt solche Kleinunternehmer ins Visier nehmen und diesen, in diesem Fall war es sogar eine ältere Dame, dann das Marketing Modell von Groupon so schön vor rechnen und somit überrumpeln. So wie man es von diesen skupellosen Haustürverkäufern auch hier in D kennt.
 
Nun ich denke, dass auch auf der Insel nicht nur einmal über Groupon berichtet wurde. Das groupon ein Geschäft machen will und der kunde denen ziemlich egal ist, sei mal dahingestellt. Insoweit sollten es erfahrene Unternehmer erkennen und genau hinschauen. Groupon ist wie eine gute Versicherung: der Kunde gewinnt eher selten :-))
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