Oracle-Klage: HP hält Itanium künstlich am Leben

Der IT-Konzern Oracle hat dem Konkurrenten Hewlett-Packard vor Gericht vorgeworfen, die von Intel entwickelte Itanium-Plattform künstlich am Leben zu halten. So sollen Gelder an den Chiphersteller fließen, deren einziger Zweck es ist, die ... mehr... Intel, Prozessor, Cpu, Itanium Bildquelle: Intel Intel, Prozessor, Cpu, Itanium Intel, Prozessor, Cpu, Itanium Intel

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Man, haben die viel Langeweile bei Oracle :D
 
Oracle... Opera... klingt nicht nur ähnlich...
 
Erst steigt Oracle aus dem Itanium-Support aus, dann beschuldigen sie HP, dass sie die Plattform am Leben erhalten, weil sie die einzigen Überbliebenen sind?
Was ist das denn für eine Logik... Sind sie doch selbst Schuld.
 
@Virtuoso: Darum geht es nicht. Itanium ist tot, und HP hat im Vorfeld Oracle verklagt weil diese ausgestiegen sind was aufgrund der technischen Eigenschaften und der ungewissen Zukunft von Itanium der absolut richtige Schritt gewesen ist. Oracle klagt nun gegen HP da diese die Itaniumplattform als zukunftssicher darstellen was sie aber nicht ist. HP versucht mit allen mitteln Itanium attraktiv zu halten, dazu gehört auch Oracle dazu zu bewegen ihre DB wieder für Itanium anzubieten, notfalls mit Gerichtsbeschluss. Von daher ist die Klage seitens Oracle durchaus legitim. Du kannst als Hersteller nicht dick Kohle mit Support an einer veralteten Plattfrom verdienen, und wenn u merkst das die Software immer weniger wird, aalte Itaniumsoftware Anbieter verklagen sie mögen doch bitte ihre Software weiterhin für diese alte Plattform anbieten damit man selbst attraktiv bleibt.
 
@ThreeM: Okay, danke für die Aufklärung. Die Frage ist, ob HP mit der ersten Klage durchkommt. Denn nur dann ist ja die zweite Klage (von Oracle) sinnvoll. Ansonsten kann denen doch egal sein, wo sich HP reinreitet.
 
@Virtuoso: "Die Oracle Corporation hat im März 2011 angekündigt, dass sie Itanium Chips nicht mehr unterstützen wird. Von diesem Schritt war auch HP überrascht. HP hat deswegen Oracle verklagt, da HP meint, es bestehen Verträge mit Oracle, in dem eine langfristige Unterstützung der Itanium-Plattform geregelt sei." Ansonsten ist der Rest nachzulesen bei http://de.wikipedia.org/wiki/Intel_Itanium
 
@Antimon: Das habe ich schon verstanden. Worauf willst du hinaus?
 
@Virtuoso: er möchte sagen, dass Oracle möglicherweise Verträge gebrochen hat, mit denen die Klage von HP dann wieder legitim wäre.
 
Komisch.. ich dachte immer es gibt sowas wie freie Marktwirtschaft und jeder könne für sich entscheiden, welches Produkt bz von welchem Hersteller er einsetzt... Selbst schuld, wenn Oracle Itanium nicht mehr supportet
 
@Slurp: Ich glaub du hast nicht richitg verstanden worum es geht. Oracle will kein Itanium mehr, HP hat dagegen geklagt und stellt den Itanium nach außen hin als solide, zukunftssichere Plattform dar. Da auf Itanium Systemen Oracle quasi die Standard DB ist/war stöst das HP natürlich auf und sie haben gegen Oracle geklagt. Die Klage von Oracle soll nur beweisen das die Itanium Plattform eigentlich tot ist was auch durchaus der Fall ist. REdHat, Microsoft diverse andere Distries haben bereits die unterstützung für Itanium eingestellt. HP ist mit HP-UX so ziemlich der letzte der noch an Itanium festhält. Naja Debian supportet Itanium auch noch, wie da der aktuelle Stand ist, weiß ich allerdings nicht.
 
@ThreeM: Danke für die Aufklärung.. Damit ziehe ich meinen Beitrag oben zurück.
 
@ThreeM: z.B: 80 Jährige Frau schließen einen Vertrag mit einer Firma über die Renovierung Ihres Hauses ab.
Firma möchte sich nicht mehr an der Vertrag halten weil mit den Konditionen nicht mehr zufrieden.
= Alte Frau geht vor Gericht aber! Firma wehrt sich mit der Begründung
"Die ist ja schon mit 2.5 Beinen in der Kiste/Urne".
 
@BadMax: Sinnfreier vergleich. Da Frau ein Auftragnehmer ist und entsprechende Verträge vorhanden sind. Bei HP und Oracle ist dies nicht der Fall, Oracle und HP haben durch Synergieeffekte gute Gewinne gemacht die allerdings seit Jahren rückläufig sind. Deshalb hat Oracle ITanium aufgegeben.
 
@ThreeM: "Hewlett-Packard hatte bereits im Juni eine Vertragsverletzungs-Klage gegen Oracle eingereicht. Dessen Ausstieg aus der Itanium-Plattform widerspräche den früheren Zusicherungen zur Software-Entwicklung für Hewlett-Packard und die rund 140.000 gemeinsamen Kunden, so der Kern der Auseinandersetzung." und gegen diese Klage wehrt sich Oracle.
 
@BadMax: Eben. Da dieser Vertag neu bewertet werden muss. Wieso sollte Oracle weiterhin zugunsten von HP ein Verlustgeschäft betreiben? Soweit ich informiert bin waren diese Zusagen nur mündlicher Natur und wurden NICHT Vertraglich festgehalten. Selbst wenn, so bin ich sicher das der Vertrag eine Klausel enthält die Oracle den ausstieg ermöglicht sollte Itanium nicht erfolgreich sein. Kein Unternehmen, gerade in der IT, bindet sich Zeitlich unbefristet an ein anderes Unternehmen ohne entsprechende Gegenleistungen/Benefits zu erhalten. Ich glaube nicht das Oracle einen Vertrag abgeschlossen hat der sagt: Wir machen ewig und 3 Tage Itaniumsoftware auch wenn es weltweit nur noch einen server geben sollte.
 
@ThreeM: 1) Bei einer Mündlichen Zusage hätte HP wohl kaum eine Grundlage zum Klagen. Sicher hat sich Oracle nur Befristet auf diesen Deal eingelassen
aber wie es aussieht sind die wohl früher raus. 2) "Wir machen ewig und 3 Tage Itaniumsoftware auch wenn es weltweit nur noch einen server geben sollte."
also falls es irgend welche Klauseln in diesem Vertrag gibt dann doch wohl schon eher diese die solch einen Fall abdecken aber nicht nach Lust und Laune aussteigen
oder eher doch weil man seit der SUN Übernahme eigene Hardware ( CPU ) hat die man an den Mann bringen kann.
 
@BadMax: Nicht nach Lust und Laune. Sondern gemessen als Erfolgsindikatoren. Und die sehen bei Itanium nunmal bescheiden aus.
 
@ThreeM: Sicher gebe ich dir recht aber es gibt so etwas wie Verträge! Und sind wir mal ehrlich HP hätte sich nicht auf so ein Abenteuer eingelassen wenn
sie sich nicht vertraglich abgesichert hätten. HP kann sich aus seinen Support Verträgen auch nicht zurückziehen weil die langfristigen "Erfolgsindikatoren"
nicht dafür sprechen ( nach dem Ende der Itanium Support Verträgen hauen vielleicht alle ab und HP möchte dem jetzt ein Ende setzen um sich auf was anderes zu konzentrieren ).
 
@BadMax: Die Verträge mit Kunden sehen solche Indikatoren auch nciht vor. Bei Verträgen mit Oracle bin ich mir sicher das Oracle solch Erfolgsindikatoren für die Plattform in den Vertrag aufgenommen haben. Das würde auch erklären wieso HP immernoch versucht Itanum schön zu reden. Aber genaueres werden wir wohl erst bei dem Urteil erfahren.
 
@ThreeM: "Da dieser Vertag neu bewertet werden muss." Vertrag ist Vertrag, wenn es eine _Zusicherung_ auf x Jahre gibt, dann muss sich Oracle daran halten! "Wieso sollte Oracle weiterhin zugunsten von HP ein Verlustgeschäft betreiben?" Weil ein Vertrag besteht! "Soweit ich informiert bin waren diese Zusagen nur mündlicher Natur und wurden NICHT Vertraglich festgehalten." Mündliche Zusagen sind so gut wie schriftliche, da kommst du nicht dran vorbei... Und wenn Oracle dem aktuellen Besitzer der Commodore-Rechte zusagt, die DB auf den C64 zu portieren, dann müssen sie dies auch tun, egal ob die Hardware tot ist oder nicht. Über so etwas sollte man sich _vor_ Vertragsabschluss Gedanken machen...
 
Naja, wenn man sich die Itanium CPUs mal ansieht, ist diese Vermutung gar nicht so weit hergeholt. Sie verbrauchen mehr Strom bei Weniger leistung als z.B. aktuelle Opteron oder auch Xeon CPUs. Ebenfalls ist das parallele Konzept der Itaniums nicht mehr so vorteilhaft wie bei der Einführung. Als Entscheider würde ich bei neuen Systemen jedenfalls nicht in Itanium investieren. Es sei denn ich bin abhängig von bestimmter Software (bei Itanium ja durchaus möglich).
 
HP bezahlt Intel für Leistung und Intel liefert. Was für ein Skandal. Intel würde das sicher nicht machen, wenn kein zahlender Kunde da wäre. An sich war Itanium ja eher ein Flop als Top.
 
So mal an alle die gegen Oracle hier wettern. Es geht um die von HP initiierte Vorabklage in der Oracle dazu bewegt werden sollte ihre Datenbank weiterhin für Itanium anzubieten, da HP Oracle unterstellt frühere Zusagen nicht einzuhalten. Dazu muss man wissen das ORacle der Quasistandard im bezug auf Datenbanken auf dem Itanium war. Itanium ist aber eine tote Plattfrom mit fragwürdiger Zukunft. Oracle und diverse andere Softwarehersteller haben dies erkannt und haben Itanium den rücken gekehrt. Zum einen waren die Absatzzahlen vom Itanium seit Jahren rückläufig zum anderen ist ungewiss wie sich die Plattform entwickelt. HP hält aber diverse Supportverträge für Itanium an denen sie recht gut verdienen. Das ORacle nun als Killerapplikation für den Itanium ausgestiegen ist, bewegt viele Firmen auf x86_64 zu wechseln und Opteron oder Xeon zu bevorzugen oder gleich zu migrieren. Da sieht HP nun ihr Geld wegfallen und versucht nun die Itaniumplattform als attraktiv zu verkaufen. Unter anderen damit das sie für die nächsten 15 Jahre "Support und Entwicklung" ankündigen. Wie die Entwicklung aussehen soll, bleibt HP/Intel schuldig. Und um sich rechtlich gegen HP abzusichern wurde nun diese Klage erhoben. Völlig zu recht. HP kann doch nicht ernsthaft erwarten das Thirdparty Hersteller weiterhin Software für eine am sterbende Plattform anbieten damit man selbst weiterhin die Supportverträge halten kann.
 
@ThreeM: Interessant, dass Oracle bestimmen kann, welche Plattform tot ist und welche nicht. Wer kennt schon die Zukunft bestimmter Produkte? Wie oft wurde Apple als tot erklärt und wird auch heute als sterbend bezeichnet. So wie ich das lese, hat hier Oracle eine Vertragsverletzung begangen. In diesem Krieg wird es so oder so keinen Gewinner geben.
 
@mschatz: Ohm, nicht Oracle bestimmt welche Plattform tot ist. Sondern der Markt. Wieso glaubst du das sich jeder von Itanium zurück zieht? Die Entwicklung von software ist teurer, die Hardware ist teurer, die Leistung unterhalb normaler x86 Plattformen, Intel hat seit ewigkeiten (IT Ewigkeiten) kein neuen Itanioum angekündigt oder auch nur die Richtung vorgegeben wohin die Reise geht. Oracle ist DIESMAL nicht der böse Bube sondern Handelt hier rein rational unter betriebswirtschaftlichen Aspekten.
 
@ThreeM: "Dazu muss man wissen das ORacle der Quasistandard im bezug auf Datenbanken auf dem Itanium war. Itanium ist aber eine tote Plattfrom mit fragwürdiger Zukunft." Nein, dass muss man dazu überhaupt nicht wissen, da es völlig irrelevant ist! Auch wenn seit 10 Jahren keine einziges solches System verkauft wurde oder womöglich gar nicht mehr im Einsatz wäre - es gibt (wohl) einen Support-Vertrag! Und dieser kann nicht so einfach einseitig gekündigt werden. "nicht Oracle bestimmt welche Plattform tot ist. Sondern der Markt." Und IBM hat immer noch seinen Itanium-Markt, also ist da auch noch nix tot. Wenn Oracle seine Support-Verträge so aushandelt, dass sie daran Verlust statt Gewinn machen, dann ist das ihr höchst persönliches Pech.
 
@Whistler2010: Oracle stellt die Entwicklung für Itanium ein. Der Support für Oracle Produkte wird allerdings Vertragskonform weitergeführt. Es ist ja nicht so als ob Oracle von heute auf Morgen den Kunden im Regen stehen lässt.Es geht um HP rein um die Verfügbarkeit der Software. Wie dort die Verträge genau aussehen weiß man halt nicht. BTW: IBM ist neben HP der letzte Hersteller von Itaniumsystemen. Und dort sieht es genauso aus wie bei allen anderen die auf Itanium gesetzt haben. Die absatzzahlen sinken. Diejenigen die heute noch Itanium in ihre IT Infrastruktur aufnehmen, tun dies aus Softwareabhängigkeit. Es ist leider nicht sehr trivial Itaniumsoftware auf x86 zu portieren. Hier macht Itanium noch Sinn.
 
Falls es auf dieser Welt ein Paar Dinge gibt die Krampfhaft am Leben gehalten werden dann sind das schon: Religion, Banken, x86 Architektur, ..^^
 
Na, Oracle scheint sich ja um die gemeinsamen 140.000 Kunden einen Dreck zu scheren, indem sie einfach mal so die Softwareentwicklung für Itanium einstellen. Sagt ja schon viel über die Firma aus.
 
Albern was Oracle da betreibt.
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