Callcenter: Bedrohliche Entwicklung für Beschäftigte

Der Soziologe Hajo Holst von der Universität Jena hat in einer neuen Veröffentlichung hinsichtlich der Entwicklung der Arbeitsbedingungen in der Callcenter-Branche Alarm geschlagen. In dieser fehlen überbetriebliche Mindeststandards, so sein Fazit. mehr... Callcenter, Call Center Callcenter, Call Center

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Diese Entwicklung haben wir einizig und allein den Managern zu verdanken. Sparen Sparen Sparen... und am besten noch mehr Outsourcen.
 
@Xiu: Und natürlich auch den Kunden, die lieber zu Drillisch wechseln, weil sie da gegenüber der Telekom viel Geld sparen können. Wie soll das Unternehmen denn die Personen die mit dem Telefonsupport beauftragt sind ordentlich entlohnen, wenn die Kunden nicht bereit sind für guten Support extra/mehr zu zahlen?
 
@BastiB: Oder weil der Konzern lieber seinen Aktionären ne fette Rendite auszahlen will, statt die Arbeiter, welche sich dafür krumm buckeln, gerecht zu entlohnen.
 
@Antimon: Ich finde das eh ne schweinerei an seinen eigenen Fehlern noch mitzuverdienen indem man die Kunden nochmals zahlen lässt obwohl sie schon für ihre Flat oder Sonstiges Zahlen. Da besteht doch für das Unternehmen keinerlei Motivation etwas zu verbessern oder die Störung zu beheben solange die Kunden dann bei einer Störung die Kasse doppelt klingeln lassen. Service-Hotlines sollten/müssten immer umsonst sein. Nur so kann ich dem Unternehmen abnehmen dass sie wirklich bestrebt sind was zu verbessern und mir zu helfen.
 
@Traumklang: Hotlines sind manchmal auch kostenlos, oft aber auch umsonst;)
 
@Antimon: Warum sind nun wieder nur die Aktionäre Schuld an allem? :S Warum nicht der Staat der einen Mindestlohn festsetzt oder die Personen die nach dem Motto "Geiz ist Geil" Leben?
 
@BastiB: Guter Support?
 
@BastiB: Naja, "guter Support" und "Telekom" in einen Zusammenhang zu setzen, ist auch nicht gerade überzeugend.
 
@Remotiv: Na, dann braucht sich aber auch keiner wundern, warum niemand zur Tcom geht. Denn schlechter Support und noch teuer, so was kann man nur dem Staat andrehen.
 
@Remotiv: Ich habe erst mal nur gesagt, dass man durch einen Wechsel zu einem "Discounter" viel Geld sparen kann. Dass der Support bei der Telekom gut ist, habe ich weder gesagt, noch gemeint. Der Zusammenhang ist hier eher, dass der Support bei der Telekom besser ist als bei vielen Billiganbietern. Besser heißt aber nicht gut.
 
@BastiB: Das war auch mehr eine persönliche "Richtigstellung bezüglich Telekom" und nicht gegen dich gerichtet. Dein Argument sehe ich im Ansatz ähnlich. Nur fragen sich auch manche, warum soll ich überhaupt mehr bezahlen, wenn man sich den Support eh schenken kann.
 
@Remotiv: wie oft rufst du denn bei der Telekom an, das du solch schlechte Erfahrung hast?
 
@Dexter31: Ich habe beruflich mit Menschen zu tun, die mit der Resozialisierung beschäftigt sind. Dazu gehört z. B. auch ein Telefonanschluss. Meine Erfahrung ist, dass der Support der Telekom häufig Probleme bereitet. Sei es durch das nicht Einhalten von Terminen, Probleme mit der Kontaktaufnahme oder vertragsrechtliche sowie rechnungsrelevante Dinge. Ich habe bzgl. Kabel Deutschland heute auch schon mal einen Kommentar geschrieben. Hier sieht es ähnlich aus. Ich sammle Spampost ein, dass kann sich gar keiner vorstellen. Wenn man Menschen bei ihrer Resozialisierung unterstützt, sieht man erst, was bzgl. Telefonanschluss oder auch Post so los ist.
 
@Remotiv: Liegt aber vielleicht auch daran das die Telekom viel ausgelagert hat, das du also Leute erwischt die in solchen CC sitzen die von noneofthem beschrieben wurde.
 
@Remotiv: Doch man kann das in einen Zusammenhang setzen... eher wie bei 1und1 oder ehemals Arcor.
 
Minusklicker unterwegs? Habe 2007 selbst mal in einem SC "für" Arcor gearbeitet, Stundenlohn 6,11 und die Schulung bestand meist in einem Zettel den man während des Telefonierens schnell unterschreiben sollte. Dieses Unternehmen das zu einem riesigen Konzern gehört hat 2007/2008 mehrere Telekom CC übernommen und die werden ja wohl kaum zu den alten Telekomkonditionen weitergearbeitet haben. Allgemeine und Technische Hotline sind aber 2 paar Schuhe und mit letzterer hatte ich die wenige male wo ich da anrufen musste keine Probleme.
 
@BastiB: Hier geht es ja nicht um Telefonsupport speziell- Viele dieser Callcenter sind doch nichts anderes als digitale Klinkenputzer die den "Kunden" versuchen am Telefon irgendwelche Gewinnspiele, Abos oder sonstige Dinge anzudrehen. Telefonischen Support gibts eh fast nur noch auf gebührenpflichtige Hotlines. Und ob diese qualifizierten Mitarbeiter für einen Hungelohn arbeiten weiss ich zwar nicht aber kann ich mir fast nicht vorstellen. Und mal ehrlich..... für jemand der Werbeanrufe durchführt kann man halt auch keine Facharbeiterlöhne bezahlen- dafür ist die Erfolgsquote und somit die Rendite zu niedrig.
 
@Xiu: Eher am Verbraucher, der immer mehr verlangt und immer weniger zahlen will....die manager reagieren nur drauf...
 
@Xiu: Du sagst die Manager sind Schuld. Ich sag die Buerger sind Schuld. Callcenter sind nicht nur Opt in sondern auch Opt out. Die Verbraucher wehren sich doch permanent gegen Callcenter. Und wenn es lauter restriktionen gibt muss eben irgendwo eingespart werden wenn man dort keinen Gewinn mehr machen kann. Aber Hey - die Manager sinds
 
Wer mit Bananen bezahlt braucht sich nicht wundern, wenn Affen arbeiten!
 
Ich hab ein paar Monate bei einem der größten Callcenter in Deutschland gearbeitet. Zu den Kunden des Unternehmens gehören Unity Media, T-Mobile und o2. Die Konditionen waren wie folgt: 1000 Euro Brutto plus Provisionen, wobei die Regeln für die Provisionen willkürlich und von heute auf morgen immer mal wieder geändert wurden, wie es dem Unternehmen am besten passte. Arbeitszeiten: 7 - 23 Uhr von Mo bis So. Die direkten Vorgesetzten führten sich dabei auf wie bessere Zuhälter und waren an Überheblichkeit und Frechheit kaum zu übertreffen. Wer dann auch noch zu den vielen gehört, die bei diesem Unternehmen über eine Zeitarbeitsfirma angestellt zu sein, der muss teilweise sein Gehalt beim Amt aufstocken, weil der 40-Stunden-Job nicht genug einbrachte, besonders wenn nicht genug Verträge an Land gezogen wurden. Soetwas ist in dieser Branche leider immer öfter der Fall und man muss sich nicht wundern, wenn die Qualität in manchen Hotlines nachzulassen scheint. Wer unter solchen Bedingungen arbeiten muss, kann einfach keine tolle Leistung bringen. Ich habe mir den Mist drei Monate angeschaut und mich dann kündigen lassen. Länger konnte man das dort nicht aushalten.
 
@noneofthem: solchen Firmen gehört das Handwerk gelegt! Diese sogenannten Chefs gehören in den Knast!
 
@bigprice: Ähm, warum arbeiten Menschen dann da? Sie werden doch nicht gezwungen. Ohne willige Arbeitnehmer wären solche Firmen längst auf dem Müllhaufen.
 
@iPeople: Es arbeiten hauptsächlich Menschen dort, die sonst nirgendwo eine Chance bekommen. Langzeitarbeitslose, Menschen, die vorgestraft sind und viele junge Leute ohne Ausbildung. Die sind sogar teilweise noch "dankbar" für die Chance und haben das Unternehmen sogar in Schutz genommen, als ver.di dem Laden Stress gemacht hat! Ver.di hat übrigens sogar eine Website, die vor dem Laden warnt.
 
@noneofthem: Diese Leute sind geblendet. Auch sie haben Rechte, das wissen nur die wenigsten.
 
@bigprice: Da hier eine ganze Branche betroffen ist, sehe ich auch die Politik in der Pflicht diesem kriminellen Treiben mit gesetzlichen Regelungen einen Riegel vorzuschieben.
 
@noneofthem: Typisch. Da die meisten Callcenter im Osten der Republik liegen, interessiert sich weder die Politik, noch Presse noch Gewerkschaften für das Problem. Nur wo laut geträllert wird und das Fernsehen berichtet wie damals bei Nokia in Bochum, wird überhaupt ein Problem wahr genommen. Das ist seit Jahren ein Skandal, weil diese Mitarbeiter oft gezwungen werden, (Nicht)Kunden mit unlauteren u. betrügerischen Methoden Verträge anzudrehen.
 
@Metropoli: Das von mir genannte Callcenter befindet sich im Ruhrgebiet. Namen will ich jetzt mal nicht nennen.
 
@noneofthem: Jo, Ruhrgebiet ist auch bestens bekannt.
 
@noneofthem: Inhaltlich gebe ich Dir zwar prinzipiell Recht bei der Kritik an den zumeist miesen Arbeitsbedingungen und schlechter Bezahlung, aber man sollte schon bei der Wahrheit bleiben.
Ich wage es zu bezweifeln, dass Du an sieben Tagen jeweils 16 Stunden gearbeitet hast - das wären 114 Stunden in der Woche. Das Gewerbeaufsichtsamt hätte die Klitsche - äh, sorry, eines der größten Callcenter in Deuschland - schneller dicht gemacht, als man Piep sagen kann. Es gibt klare gesetzliche Regelungen - Arbeitszeitgesetz - da kann sich eine Firma nicht auf Dauer in so erheblichem Maße drüber hinwegsetzen.
 
@Bengurion: Eben, das geht nur, wenn die Mitarbeiter freiwillig mitspielen. Wo kein Kläger, da kein Richter.
 
@iPeople: Du irrst dich leider. Viele werden von der ARGE gezwungen die Jobs anzunehmen, sonst werden die Bezüge gekürzt oder gestrichen. Denen bleibt oft nix anderes übrig als den Shit 'ne Weile mitzumachen und sich dann rauswerfen zu lassen. Armes Deutschland.
 
@Metropoli: Falsch, keiner wird gezwungen, entgegen Arbeitszeitgesetz und andere Sachen zu verstoßen. Die Leute müssen nur den Arsch in der Hose haben, sich zu wehren.
 
@Metropoli: ja, dass ist wahr, die menschen haben teilweise gar keine andere möglichkeit als sich zu versklaven lassen. es ist eine schande das man als arbeitsfaul gilt, nur weil man nicht in einer bestimmten branche arbeiten möchte. früher nannte man das zwangsarbeit. die haben ja viel aus dem dritten reich mitgenommen.
 
@iPeople und den rest: ihr scheint euch ja gut auszukennen...mit gesetzen , bestimmungen und regelungen kann mittlerweile fast jeder qualifizierte mitbürger um sich werfen...ich kann euch noch einige mehrere branchen nennen, in denen gesetzliche bestimmungen nur bedingt anerkennung finden (bsp. gastronomie)...mal ganz abgesehen davon, dass es eine frechheit ist die arbeitnehmer dafür verantwortlich zu machen. ich denke viele sind dankbar überhaupt erst einmal einen job zu haben. aber klar, mitgefühl und eine soziale denkweise wird in deutschland immer seltener. btw: mich betrifft es nicht bin student..gn8
 
@Joeffm: Richtig, Gastronomie, Bahn, Gesundheitswesen stehen explizit im Arbeitszeitengesetz als Ausnahmen drin. Callcenter nicht. Nein, ich mache die Arbeitnehmer nicht verantwortlich für die Zustände, sondern dafür, nichts dagegen unternommen zu haben. Wie haben die 3 Berliner Philosophen "Farin, Bela und Rod" treffend angemerkt: "Es ist nicht Deine Schuld, dass die Welt ist, wie sie ist. Es wär nur Deine Schuld, wenn sie so bleibt". Die Leute müssen sich halt wehren.
 
@noneofthem: Warum bist Du nicht von alleine gegangen?
 
@iPeople: Warum ich nicht von alleine gegangen bin? Wenn man selbst kündigt, tritt eine Sperrfrist beim Arbeitsamt ein. Das muss ja nicht auch noch sein, wenn man eh schon für lau arbeiten musste!
 
@noneofthem: Nein, die Sperrfrist kann vom Fallmanager ausgesetzt werden, wenn man den Fall darlegt. Hier liegen eindeutig gravierende Verstöße gegen deutsche Gesetze vor.
 
@iPeople: was du aber auch irgendiwe beweisen musst.
 
@Dexter31: Callcenter haben meistens Stechuhren.
 
@iPeople: Wenn du der einzige von X Hundert Mitarbeitern bist der deswegen kündigt, interessiert das auf dem Amt glaube niemanden.
 
@Dexter31: Falsch. Du musst ja auch vorher zum Amt gehen, den Fall schildern und Dir schriftlich zusagen lassen, dass Du nicht gesperrt wirst. Woher ich das weißt? Weil ich Leute kenne, die sowas gemacht haben. Desweiteren ist es auch ratsam, eine Klage vor dem Arbeitsgericht anzustrengen, wenn das Arbeitszeitengesetz so massiv verletzt wird. Das fängt ja schon beim vorenthaltenen "Ersatzruhetag für am Sonntag geleistete Arbeit" an, wenn dort, wie vom OP berichtet von Mo-So durchgearbeitet wird. Meist wird man dann eh gefeuert, was das Problem mit der Sperrfrist erledigt. Was ich sagen will, alles meckert, keiner handelt. Und genau deswegen werden solche Typen, wie Anonymous glorifiziert, weil man selber nicht den Arsch in der Hose hat.
 
@iPeople: das ist wohl eher das Zeitfenster wo das CC besetzt ist/war. Sollten es die "normalen" Arbeitszeiten sein, hättest du auch keine Chance aufs Amt zu kommen.
 
@Dexter31: Lies Dir doch den ersten Post durch, er schrieb "Arbeitszeiten: 7 - 23 Uhr von Mo bis So. " und das ist definitiv nicht legal. Kein Wort, dass es nur die Öffnungszeit des CC war. Ansonsten wäre der ganze Thread obsolet.
 
@iPeople: Ich meinte nicht, dass man die ganze Zeit arbeitet, nur innerhalb dieser Öffnungszeiten und dann halt die üblichen 40 Stunden zu einem Hungerlohn mit Chefs, die einen schikanieren...
 
@noneofthem: Dann sag das doch gleich. Dann hätten wir uns das alles hier sparen können.
 
@iPeople: Auf deine Re:16 zur Sperrfristaussetzung kann ich dir nur folgendes Berichten. Ich wurde mal von meinem Fallmanager (blödes Wort) zu so einer Sklavenfirma geschickt um genau solch einen Callcenter Job zu machen. Der Arbeitsvermittler der noch dazwischen hing wollte von mir einen Vermittlungsschein haben der 2000 Euronen we ist. Als ich ihm dann sagte ich nehme den Job an wenn ich die Hälfte der 2000 euro bekomme hat er mich geschockt angeschaut und mir gesagt dass er den schon durch Drei teilen muss. Sprich Fallmanager, Er Selbst und dann noch die Zeitarbeitsfirma teilen sich die Kohle und ich gehe für 5,20 Brutto die Stunde Leute am Telefon betrügen. Ich denke wenn du jetzt den Job nach ein paar Monaten abbrichtst weil du es nicht mehr aushälst und die Provisionsfrist von ich glaube das waren 6 Monate nicht eingehalten hast, verfällt die auszahlung des Vermittlungsscheins. Der Fallmanager der ansonsten dran mitverdient hätte geht dann leer aus und wird dich bestimmt nicht noch damit belohnen dass er dir die drei monatige Sperre erspart. So läuft das in Deutschland.
 
@iPeople: Erstmal bist du aber der Willkür vom Mitarbeiter des Arbeitsamtes ausgesetzt. Und wenn der morgens schlecht geschissen hat, drückt er dir ne Sperre mit irgendeiner fadenscheinigen Ausrede rein und dann fängt für dich die Rennerei an wieder an das Geld zu kommen. Hab ich damals schon selbst erlebt. Zum Glück hab ich damit nix mehr zu tun.
 
@noneofthem: Nachzulassen scheint... hehe du bist echt optimist oder? ich arbeite in einer IT-Abteilung und muss mich deshalb häufiger mit Hotlines der verschiedensten Hersteller rumplagen. Und es kommt nicht selten vor das ich nach einem Mitarbeiter fragen muss der wenigstens so viel deutsch kann damit ich ihm wenigstens die Problematik schildern kann, wohlgemerkt bei der deutschen Hotline.
 
@Xiu: Ich wollte nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen. ^^
 
@Xiu: Die deutsche Hotline muss nicht zwangsläufig in Deutschland sitzen ;)
 
@iPeople: Das hab ich auch nicht behauptet, aber wenn die deutsche "Hotline" auch deutsch sprechen würde wäre ich ja schon dankbar. Ich hab ja nicht mal den Anspruch das ich dort wirklich die Hilfe bekomme die ich möchte weil ich weiß was für einen Bildungsstand diese Mitarbeiter haben. Das soll jetzt nicht heißen das Hotlinemitarbeiter dumm sind, sie haben nur viel zu oft keine Ahnung was sie eigentlich supporten. Und Mittlerweile hab ich mir angewöhnt, dass wenn ich merke ich hab ne Pfeife dran, einfach nochmal anzurufen und das beste zu hoffen.
 
@Xiu: Ahso, oki is klar ;)
 
@iPeople: richtig....bei jedem 2-3 Anruf in der Vodafone-Hotline kommt die Ansage "da kein Mitarbeiter in unserer deutschen Niederlassung derzeit frei ist, verbinden wir sie kostenfrei zu unserem Support-Team in Kairo"
 
@noneofthem: Ich kann deine Berichte nur gestätigen. Um zu verstehen wie das in manchen Callcenter abläuft, mit welchen hinterfotzigen und subtilen Mitteln Mitarbeiter erniedrigt werden, muss man dort mal gearbeitet haben. Dieses Thema wird einfach tot geschwiegen, dabei sind es mittlerweile so viele Menschen die dort arbeiten. Krankenquoten von 7-10 Prozent sind keine Seltenheit. Druck Druck Druck, anders kann man das nicht sagen.
 
@noneofthem: Mit der Arbeitszeit willst du uns aber nicht sagen dass du 7x die Woche von 7 - 23 uhr gearbeitet hast, oder?
 
@-adrian-: Steht doch in [re:27]. Man muss alles lesen, auch wenn es noch so unsinnig ist, um kommentieren zu können.
 
@CoF-666: War mir irgendwie zu bloed dieses ganze geflame zu lesen :)
 
@-adrian-: Mir auch, aber ich arbeite in einem CallCenter, da habe ich Zeit. Erkenne die Ironie ;).
 
@CoF-666: Ich arbeite fuer einen Dienstleister im Callcenter Bereich. top:)
 
@-adrian-: Und dennoch (be)trifft mich der Artikel nicht.
 
Naja... sind wir doch mal ehrlich, hat auf WF schonmal jemand eine kostenpflichte Support Hotline anrufen, wie z.b. die von MS? Oder wie war das mit der Wartenschlangen Musik die umsonst sein muss? Und und und... Das mag zwar alles nicht kundenfreundlich sein, dass stimmt schon, nur Geiz ist geil und am besten alles umsonst, da darf man sich dann natürlich auch nicht wundern, irgendwie.
 
...und ständig steht da der Entlassungsdruck dahinter. Meine Schwester wurde, wie für das Faber-Callcenter üblich, nach einem halben Jahr an die Luft gesetzt. Unglaublich, was da für eine Fluktuation herrscht. Und: verkaufe, verkaufe, verkaufe!!!
 
@felix48: Faber ist dafür leider bekannt. Die sind auf der Schwarzen Liste ganz weit oben.
 
So lange es keinen einheitlichen Mindestlohn für ALLE Agents gibt, wird dieses schonungslose Ausbeuter- und Erpressersyndikat weiter seine "Mitarbeiter" antreiben. Man kann es sich kaum vorstellen wie es dort abläuft. Selbst das Kacken-gehen wird auf die Sekunde genau mitgeloggt. Von den Gesprächen und umschaltzeiten am Monitor oder Telefon ganz zu schweigen. Immer wieder werden Agents dazu gezwungen noch effektiver, schneller und gewinnbringender zu arbeiten. Streß pur am Headset.
 
Gibt's denn sonst nix Neues? Die FDP (die z.Zt. noch mitregiert) hat gerade beschlossen, daß sie weiterhin für die Sklaverei ohne Mindestlöhne ist. Wer hat bei den letzten Wahlen eigentlich für die knapp 15% dieses asozialen Drecksgesindels gesorgt?
 
Niedriglohnland Deutschland. Exportiert heute ihre Mitarbeiter dort hin wo man früher Hilfskräfte rekrutierte. Und dann loben eure Politiker noch die gehobene Wettbewerbsfähigkeit die man in der Euro Zone gewonnen habe. Ein Hohn! Und nun färbt es auf den Rest der EU ab. Eigentlich wird es Zeit die reichen Säcke und ihre korrupten Kollegen in der Politik an Bäume zu hängen und ein richtigen Aufstand anzuzetteln. Denn je länger das ganze geht, je weniger hat das Volk zu verlieren. Wohlstand ist nicht ein billiger 55" Flachbild TV aus Taiwan um Hartz IV TV zu schauen. Aber Brot und Spiele scheinen als Masche immer noch zu funktionierend und das dumme Volk jubelt noch. Und dann erzählen dieselben Leute dass das mit Dölf nicht mehr passieren könnte. Schaut euch an, welchen leeren Versprechen und blödsinnigen Dingen ihr heute schon hinterher rennt. Und schön immer Schulden machen, damit man auch keine Möglichkeit hat laut zu werden. Leibeigene der Finanzindustrie.
 
@JTR: Ein seht treffend verfasster Beitrag. Aber ich stelle jetzt die Feststellung in den Raum: DEN DEUTSCHEN GEHT ES EINDEUTIG NOCH NICHT SCHLECHT GENUG !
Warum gehen die Deutschen nicht auf die Strasse und demonstrieren gegen dieses Unrecht ? Haben die Deutschen keinen Allerwertesten mehr in der Hose? NEIN; lieber machen sie 2, 3 Jobs um sich über Wasser halten zu können und sind auch noch Stolz darauf. Aber unterm Strich haben sie genau nicht mehr als ein Hartz IV- Empfänger. Desweiteren ist es bedrückend mit ansehen zumüssen daß sich die heutige Jugend und auch die älteren Semester nciht mehr aso für die Politik interessieren. Wenn sie das nämlich tun würde, würde Ihr auffallen das der Regierung der europäische Raum wichtiger ist als der Innerdeutsche. Das beste Beispiel ist hierbei ganz Aktuell der Mindestlohn. Richtig wäre es hier in Flächendeckend einzuführen, aber was macht die Regierung: Sie unterscheidet schon wieder in Regional- und Ost/ West Tarife. Wo gibts den Sowas? Das ist EINMALIG auf der Welt. Und darauf ist die Regierung nocht Stolz!? Es gab vor 22 Jahren mal den Slogan: "Wir sind das Volk" Ich frage mich aber in anbetracht der Sachlage nun wo sind die deutschen den geblieben? Sie jammern, sie fluchen, sie schimpfen auf Gott und die Welt, aber ÄNDERN wollen Sie nichts- sollen DAS mal die ANDERN machen. Doch WER sind die ANDEREN wenn nicht WIR.
Solange die Einen noch Reisen machen können und die Anderen durch legele Druckmittel des Staates zu Maßnahmern gezwungen werden können damit sie ihr Geld zum Leben haben, funktioniert doch die Masche des sozialen Feudalismus. Auch damls wurden die leibeigenen und bediensteten so knapp mit finanziellen Mitteln gehalten das sie nicht an Hunger sterben mussten, aber auch keine weiteren Ansprüche sich selbst gegenüber erfüllen konnten. Also kein Unterschied zur heutigen Zeit- nur die Jahreszahl hat sich geändert.
Vor ca. Einem Jahr gab es mal eine Werbung: "Wir sind Deutschland; Du bist Deutschland; Du hast es in der Hand etwas zu Verändern". Unter anderem haben diese Werbung die Klitschko Brüder gesprochen. Aber; Wer nichts macht um diesbezüglich an dieser Situation etwas zu verändern der sollte dann auch die Klappe halten und sich nicht über andere aufregen sondern an der eigenen Nase ziehenn warum nur die anderen etwas ändern sollen; nur ER nicht.
 
@rubberduck: Ich glaube das liegt an den Deutschen an sich. Da gibt es nen schönes Zitat von Lenin (angeblich von ihm) ''Revolution in Deutschland? Das wird nie etwas, wenn diese Deutschen einen Bahnhof stürmen wollen, kaufen die sich noch eine Bahnsteigkarte!'' Die Deutschen sind einfach nicht so locker wie Südeuropäer. Liegt vielleicht an der deutschen Geschichte, wo es von Anfang an viele Regulierungen und Gesetze gab und man die Deutschen zu solchen Menschen erzogen hat. Muss nicht schlimm sein, aber man sieht das es auch nicht besonders gut ist - weil man sich vieles einfach gefallen lässt. Die Medien spielen dabei auch eine große Rolle. Unterhaltungsfernsehen wie RTL und angeblich neutrale und unabhängige Sender wie ARD, ZDF bzw. die Öffentlich-rechtlichen. Die manipulieren ständig und wiederholen mehrmals am Tag das selbe Thema - sogar mit gleichem Inhalt (siehe den Fall über Rechtsterrorismus). Dann berichten die mehrmals, dass die Wirtschaft brummt und man den Menschen so einredet, als ob alles schön sei und die Reallöhne irgendwann doch angepasst werden.
 
@rubberduck: Ja so haben wirs sich über die Obrigkeit beschweren und dann auf die Straße gehen und bei genau denselben die den Dreck eingeführt haben eine Lösung präsentiert bekommen zu wollen. Passiver Wiederstand gegen das System mit Selbstversorgung und Co. ist die einzig effektive Methode.
 
@rubberduck: die regierung ist rassistisch. in den usa durften vor ein paar jahren keine farbigen mit den weißen in den bussen fahren und sie durften nicht in die gleichen schulen gehen. hier dürfen die leute im osten genauso schuften wie im westen und bekommen doch einen niedrigeren lohn. fazit: die im westen sind mehr wert, die im osten sind nur eine last. nichts anderes will uns die politik damit sagen. eine schande das wir da immer noch so ruhig sind und das nicht in frage stellen. ein arbeitgeberparadis mit immer höheren gewinnen womit man im ausland prahlen kann. wie es hier tatsächlich aussieht, dass ein großteil der bevölkerung arm und arme menschen in diesem land keine möglichkeit auf anständige bildung haben, sondern wieder arme kinder bekommen, will man nicht sehen. selbst emnesty international prangert diese menschenverachtende zustände in deutschland an. ein land was eigentlich in reichtum schwimmt, dass geld aber nie ganz unten ankommt.
 
@JTR: gut geschrieben, mir direkt aus der Seele!
 
Bei Vodafone werden gerade 600 Kundenbetreuer in Essen und Eschborn outgesourced - zu Call Centern ohne Tarifbindung. Wir erleben live, was der Artikel beschreibt und wir wehren uns:
http://www.facebook.com/pages/Wutkollege/179214465488642
Informiert Euch über unsere Aktionen!
 
Ups, der Link muss heißen:
http://de-de.facebook.com/pages/Wutkollege/179214465488642
- da kann jeder drauf!
 
Unabhängig des Themas an sich aber passend zu CallCentern fällt mir nur auf, dass Viele die Kompetenz des Mitarbeiters mit den funktionalen Rechten eines Mitarbeiters durcheinanderbringen. Ein Mitarbeiter im 1st Level-Support kann nicht eben quer durch D um irgendwo aufs Knöpfchen zu drücken. Ein 1st Level-Support darf nun mal auch nicht alles (Handlungskonsequenz) und trotzdem hat er seine Berechtigung. Für 5 Euro im Monat kaufe ich eben auch keine SLA < 1 Stunde ein. Selbst bei DSL Produkten zwischen 20 und 60 Euro kaufe ich keine SLA < 1 Stunde ein. Die Selbstverständlichkeit in der Erwartungshaltung beim Kunden, dass mit einem Anruf das ganze Leben kompetent, ehrlich, herzlich und mit Begeisterung wieder in die richtigen Bahnen gelenkt wird geht an der Realität eben 100 km vorbei. Oder eben auch ganz konkret die Erwartungshaltung, dass der Support für Produkt A natürlich auch weiß wie man Produkt B (was von einer ganz anderen Firma ist) so einrichtet das es mit Produkt A problemlos funktioniert. Wo bleibt denn da die Eigenverantwortung? Ich kann nicht daran vorbei, dass sich die Gesellschaft sehr stark davon entfernt hat überhaupt Eigenleistung bringen zu wollen. Vielleicht brauchen wir keine Produktbezogenen Hotlines, sondern eine staatliche Lebensnutzungshotline die durch Steuern finanziert wird. Natürlich dann auch Leistungsgerecht und Menschenwürdig.
 
@PowerPyx: ...der reale höchste preis für jegliches dsl produkt beläuft sich auf 3,95 €URO.
 
gleich allen nachfolgern der katholischen kirche, muß auch winfuture zu apokalyptischen äusserungen greifen. hier eine weltumspannende gefahr, dort ein problem, "das alle betrifft"...fiktionen, genauso wie die angebliche krise, terroristen, epidemien und global übergreifende naturkatastrophen.
 
die machen uns alle fertig. erniedrigen, mobben und wenn du psychisch am ende bist, streichen sie dir den rest der kohle weil du dann unter die arbeitscheuen fällst. ein drecksstaat für den ich keinen finger mehr zu viel krumm mache, denn der staat läßt die armen, die schwachen, die kranken und die obdachlosen im stich. kürzungen bei den kranken, ständig höhere nebenkosten und von den löhnen müssen wir erst gar nicht reden. dieser staat züchtet radikale die er dann mit noch radikaleren mitteln versucht zu bekämpfen versucht.
 
@PCLinuxOS: Viva la revolution. Schau dir mal andere Laender an. Dann kannst du nochmals ueber deinen jetzigen Staat klagen:)
 
@-adrian-: Sehr tolles Argument. Solange es woanders schlechter ist als hier, darf man sich also nicht beschweren?
 
@zing: Doch darfst dich ruhig beschweren. nur solltest du dir mal ueberlegen wieso es hier schlecht ist und woanders noch viel schlechter
 
Ich bin entsetzt, was hier für schlechte Erfahrungen mit Call Centern gemacht wurde - ob nun als Beschäftigter oder als Kunde. Da kann ich ja wirklich froh sein, dass ich schon seit 1,5 Jahren offensichtlich in einem CC-Unternehmen beschäftigt bin, das eine positive Ausnahme ist.
 
@zing: Ich denke, das hängt eher vom Auftraggeber ab. Wenn der die Preise schlecht diktiert, geht das an die Mitarbeiter weiter.
 
Mich persönlich ärgert die zum Teil einseitige Argumentation nach dem Motto "Geiz ist Geil" oder der Kunde ist schuld. Wir wollen mal festhalten, daß im Zuge der realen Teuerungsrate viele Menschen nunmal leider gezwungen sind irgendwo in ihrem Leben einzusparen. Gerade aus diesen Gründen sind ja auch irgendwann die Discounter entstanden, wo es zumindest auch eine entsprechend gesetzlich geregelte Qualität an Nahrungsmitteln gibt. Und genauso ist auch hier wieder Politik und Staat gefragt, die klare Regeln setzen und schwerst bestrafen müssen. Wohin es ohne Regeln geht zeigt gerade eine andere Zunft, die mit ihrer gnadenlosen Gier sicherlich auch nicht unschuldig an der ganzen Misere ist.
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