Nutzer nehmen Internet als Demokratie-Tool wahr

Die Vielzahl von Kommunikations-Diensten, die das Internet ermöglicht, führt dazu, dass die Infrastruktur als Instrument zur Förderung der Demokratie wahrgenommen wird. Dies geht aus einer repräsentativen Studie des IT-Branchenverbandes BITKOM ... mehr... Demokratie, Menschen, Leute Bildquelle: Javi S&M / Flickr Demokratie, Menschen, Leute Demokratie, Menschen, Leute Javi S&M / Flickr

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Oha, also für mich ist das Internet viel mehr eine Anarchie. Der stärkere gewinnt. Wer nicht im Mainstream schwimmt wird ausgebuht oder weg geklickt durch Bewertungssysteme. Das Internet ist weit weg von Demokratie.
 
@Anns: auch in der Demokratie gewinnt stets der stärkere (wenn auch eher dadurch, dass er die meisten Stimmen aufbringen kann). Und ist das wegklicken durch Bewertungssysteme nicht auch Bestandteil der Demokratie? Gerade in einer Demokratie haben radikale Meinungen (was du so halb beschönigend als "gegen den Mainstream" bezeichnest) ja keine Chance, da sie nie eine Mehrheit aufbringen könnten. Wenn sie das könnten, wären sie selbst schon wieder Mainstream
 
@zwutz: Ich sehe Bewertungssysteme als Mittel jemanden für Vogelfrei erklären zu können, das hat gewiss nichts mit Demokratie zu tun. Wo sind wir hingekommen das wir im Internet mit Steine auf Leute werfen, dessen Meinung uns nicht gefällt? Bewertungssysteme führen zum Verkommen der Kommunikation, weil man nur noch auf +/- klickt, ohne wirklich über eine Antwort nachgedacht zu haben.
 
@Anns: Und was daran steht im Widerspruch zu einer Demokratie? Ich will ja deine Aussage nicht widerlegen, ich sehe daran nur keinen Grund, das Internet nicht als demokratisch zu sehen. Anarchie klappt im Internet nicht, weil niemand aus eigener Kraft seine eigene Stimme gewichtiger machen kann als die der anderen. Was ist den demokratischer als dass das Minus des Kaisers von Japan genauso viel gilt wie das von Jacqueline Schmidt aus Berlin Neu-Cölln?
 
@zwutz: Naja... Der Kaiser von Japan kann die Seite löschen lassen, wenns ihm nicht gefällt. Vorbei ist die Demokratie.
 
@Anns: Nein, kann er nicht. Und wenn er aus bestimmten Gründen es doch kann, dann hat jeder andere aus den gleichen Gründen das gleiche Recht
 
@zwutz: Aha. Dann war Vogelfreiheit auch demokratisch? Wenn einer den anderen mit Steinen bewerfen durfte, durften das die anderen ja auch. Recht?
 
@Anns: es widerspricht zumindest nicht der Demokratie
 
@zwutz: Dann ist Demokratie ja etwas, was man ablehnen sollte.
 
@Anns: herrje, du verstehst es einfach nicht. Demokratie heißt im Prinzip, die Mehrheit entscheidet. Wenn die Mehrheit dir ein Minus gibt ist das genauso demokratisch wie wenn die Mehrheit der Meinung ist, dich steinigen zu müssen. Dann ist aber nicht die Demokratie daran schuld, sondern die Gesetze bzw. Ansichten der Mehrheit, die diesen Schritt zulassen. Demokratie ist nicht perfekt, aber die Alternativen sind noch schlimmer
 
@Anns: Der Bundestagswahlstimmzettel ist auch nicht wirklich was anderes als ein großer Like Button für Politiker und Parteien!
 
@SimpleAndEasy: öhm, ja, und? Ein Like Button ist nicht wirklich ein Bewertungssystem.
 
@zwutz, zu re:1 Hallo! Dein Gleichsetzen von radikalen Meinungen mit Meinungen, die gegen den Mainstream sind, ist mit Verlaub nun wirklich unqualifiziert. Wenn ich z.B. hier öfters meine negative Ansicht zu Ego-Shootern bzw. sogenannten "Strategie-Spielen" kund tue, bekomme ich stets jede Menge Minus, ich schwimme damit de facto gegen den Mainstream hier auf Winfuture. Aber deswegen ist meine Ansicht noch längst NICHT radikal oder gar undemokratisch! Es ist einfach nur eine andere bzw. eine Minderheiten-Meinung.
 
@Uechel: jetzt streiten wir uns um Begrifflichkeiten. Wenn deine Meinung derart gegen die hier vorherrschende Meinung ist, kann man das in dem Zusammenhang durchaus als "radikal" bezeichnen.
 
@Anns: gleich mal auf Minus klicken :P Demokratie<=>Staat<=>Politiker<=>Internet, ich sehe nicht wirklich den Punkt wo man da einen Ausbuhen kann.
 
@Lastwebpage: Betreibe mal Meinungsfreiheit auf Wikipedia... Gute Nacht. Wenn man irgendwo Kritik erwähnt, wo keine gewünscht ist, biste schnell Mitglied dort gewesen.
 
@Anns: ooochhh nöööö, der Morgen hätte so schön werden können, jetzt kommst du mit der deutschen Wikipedia. ;) Nein, ich denke das bezieht sich auf "Staats-Demokratie" und nicht Demokratie in bezug auf allegemeine Meinungsfreiheit usw.
 
@Anns: anarchie ist besser als hierarchie. anarchie heisst herrschaftslos, das heisst niemand herrscht über dich und du herrscht nicht über andere. daran kann nichts schlimmes sein. und eine demokratie gibts eh nicht. das volk hat noch nie geherrscht, kann nicht herrschen, wird nicht herrschen.
 
@Anns: in einer echten Anarchie - nicht die Definitionsdoktrin - gibt es keine "schwächeren" und "stärkeren". Die gibt es nur in Hierarchien wie die als Demokratie aufgefasste Parteienoligarchie. Edit: bzgl. Wikipedia: in gewisser Hinsicht hast Du recht, aber es liegt nicht an Wikipedia insgesamt, sondern am Faktor Psychopathologie. Wenn irgendwo Psychopathen ihre Finger drin haben, ist das System kompromittiert; es bedeutet aber nicht, daß das System an sich schlecht ist. Beispiel Sowjetunion. Der Begriff "Kommunismus" war nur ein Deckmantel für die Wirklichkeit: ein despotisches System von Psychopathenherrschaft.
 
Dem gibts nicht weiter hinzuzufügen, ich seh das genau gleich :) Auch wenn das Internet überfüllt mit Müll ist, ist es eine sehr wichtige Anlaufstelle in vielerlei hinsicht.
 
tja ... die wahrnehmung trügt also nicht nur im realen/normalen leben ... als hätten wir das nicht schon vorher gewusst! ;)
 
Kommt drauf an, was man als "Demokratie" bezeichnet. Wenn es um Demokratie=Staat=Politiker geht, sehe ich das nicht wirklich. Mir fällt da eher das Wort "Außerparlamentarische Demokratie" ein.
 
Ich vermisse wohl den Hinweis das diese Aussagen / Erkentnisse regional auf DE bezogen sind. Vermutlich wäre eine solche Erhebung in CHINA garnicht möglich, respektive gänzlich anders ausgefallen ( worden ).
 
@hasimen: Wieso? Die BITKOM ist *der* deutsche IT-Branchenverband. Aussagen/Erkenntnisse/Statistiken/Umfragen der BITKOM sind *immer* nur auf Deutschland bezogen (eventuell auch auf den deutschsprachigen Raum, aber da bin ich mir jetzt nicht so ganz sicher).
 
@hasimen falsch: eine korrekte statistische erhebung bedarf keiner großen zahl an personen. sie arbeitet mit den methoden des randomizing, stratifying und weighting. Im Gegenteil: der Literary Digest machte 1936 eine Erhebung (1936, Franklin Delano Roosevelt gegen Alf Landon), die 2,4 Millionen Menschen enthielt. Die Erhebung war befangen (es wurden z.B. Personen befragt, die damals ein Telephon hatten, was damals sehr oft auf konservative Wähler zutraf) und ergab, daß Landon Roosevelt 57% zu 43% besiegen würde. Aber Roosevelt gewann 60.8% zu 36.5%. Mit nur tausend Befragten hätte man eine weitaus präzisere Vorhersage treffen können. Die "Erhebung" des Literary Digest diente der Manipulation, um noch unschlüssige Bürger in eine Richtung zu bugsieren.
 
"Nur wenige Politiker haben bisher verstanden, dass sie in sozialen Netzen nur erfolgreich agieren können, wenn sie auf Augenhöhe mit den anderen Nutzern diskutieren." Darauf wird nicht mehr hereingefallen, denn Politiker und der gesamte Staat stehen vor der Abschaffung. Politiker, die "auf Augenhöhe" diskutieren sind Trojaner.

"Außerparlamentarische Demokratie" ... die parlamentarische "Demokratie" ist reiner Lobbyismus, der von einer Parallelgesellschaft betrieben wird, die sich mal als "Repräsentant" aller Bürger aufspielt, sprich: in deren Namen Verbrechen begeht ("die Bürger wollten das so") und ein anderes Mal die Entscheidungen der Bürger als eigene ausgibt (siehe die CDU im Atomzersetzungsprogramm).

Die Bürger lassen sich einreden, dieser kriminell organisierten Organisationen zu bedürfen, wie sie sich einreden liessen, daß sie der katholischen Kirche und ihrer Mittelscheitelstreichler bedürfen. Sie lassen sich apokalyptische Gefahren (globale Krise, globale Umweltkatastrophe, globale Terroristen) einreden, wie sie sich das von der Kirche und den Nationalsozialisten einreden liessen.
 
Man sollte auch daran denken, dass durch das Internet in den Ländern, wo fanatische Diktatoren regieren (z.B. Iran usw.), der Einfluß dieser Herrschenden auf die Bevölkerung zurückgedrängt wird. Die Menschen, besonders die Jungen, werden sich über das Leben in demokratisch gesinnten Ländern informieren. Am liebsten würden z.B. die Machthaber im Iran sehen, dass sich alle Frauen in der Öffentlichkeit verschleiert bewegen. Das Internet zeigt, dass es auch anders geht. Locker und modern gekleidet. Die Jungend, in den noch von Fanatikern beherrschten Ländern, wird immer mehr ihren eigenen modernen Weg gehen. Und dazu trägt das Internet wesentlich mit dazu bei. Wobei mir klar ist, dass die Herrschenden den weltweiten Internetverkehr für ihr Volk, so weit es geht, behindern. Doch letztlich finden die Menschen Mittel und Wege, um sich mit dem Weltgeschehen vertraut zu machen. Sie wachsen aus der Engstirnigkeit, die ihnen von "Oben" eingetrichtert wird, heraus.
 
"44 Prozent der Internetnutzer sagen darüber hinaus, das Netz ermögliche ihnen persönlich, Politik mitzugestalten.": jaja Illegale Downloads haben die Politik verändert^^
 
Wann kommt endlich die Demokratie-App? Wozu habe ich mir das verdammte iPhone gekauft. Ich möchte alles online regeln können, mit einem Wisch. Darf "Demokratie" Ihnen Push-Mitteilungen senden?
Sie haben eine neue Nachricht von "Demokratie" > Demokratie-Server sind leider offline, bitte versuchen Sie später nochmal sich mit "Demokratie" zu verbinden. > "Demokratie" wird nun beendet.
 
Demokratie? Internet? Erinnert euch an Uhl (CSU) "Es wird regiert von Sicherheitsbeamten..." http://goo.gl/g2PJg Freiheitsrechte sind nur eine Modeerscheinung, wenn es nach CDU/CSU geht. http://is.gd/t4xe4M Es wird Zensur und Vorratsdatenspeicherung gefordert. Es wird auf biegen und brechen bespitzelt und Trojanisiert, das Bundesverfassungsgericht wird mit Füßen getreten. Das Internet als Demokratie Werkzeug passt der Bande ganz und gar nicht. Mit hoher krimineller Energie wird immer weiter daran gearbeitet die Freiheit den Bürgern zu rauben und das Internet zu zensieren.
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