Presseverlage verabschieden sich von Paid Content

Die deutschen Presseverlage verabschieden sich endgültig von der Vorstellung, ihre Inhalte im Netz erfolgreich als bezahlten Content vermarkten zu können. Die Onlinestrategien werden derzeit kräftig überarbeitet. Das ist das Fazit der diesjährigen ... mehr... Presse, Zeitung, Papier Bildquelle: Nicholas Boos / Flickr Presse, Zeitung, Papier Presse, Zeitung, Papier Nicholas Boos / Flickr

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Es mangelt an praxisgerechten und bekannten Technologien für Micropayments. Würde sich ein System hierfür etablieren, könnten auch Artikel im Centbereich angeboten werden. Die Verlage machen zudem (wie Bild) den Fehler, nur begrenzte Nutzerkreise, siehe iPad, für Ihre Dienste zur Kasse zu bitten anstatt Ihr Angebot in einen reduzierten kostenfreien (und mit Werbung finanzierten) sowie einen weitergehenden Premiumbereich zu splitten. Interessierten sollte ein gut geschriebener Artikel ein paar Cent wert sein, während den meisten die Basisinformationen, häufig direkt abgeleitet von den großen Pressediensten wie Reuters und dergleichen, ausreichen.
 
Das Vertreiben von "realen" Magazinen wird schon seit Jahren nicht mehr über die Verkaufseinnahmen generiert sondern über die Werbung, die in den Magazinen eingefügt wurde. Der Preis einer Zeitung z. B. dient lediglich dem subjektiven Empfinden, dass die Zeitung auch "was Wert" ist. Dies wird auch im Internet nicht anders laufen. Alle großen Internetportale arbeiten schon seit Jahren mit diesem System. ... und auch nur diese Portale fahren Gewinne ein.
 
Viel schlimmer ist, dass man den Content nur vorrangig auf Apple Produkte in Form von Apps usw. verteilt und dabei andere Plattformen sträflich vernachlässigt. Auch andere Formen der Distribution wird nicht genutzt. in der Fußgängerzone steht immer einer der einem Zeitungsabos vertickern will... ich hochgradig sehbehindert... frage den immer obs das auch als Hörbuch gibt. Wäre doch genial ne Tageszeitung als tägliches Hörbuch auf m Telefon... das wäre der Kracher, dann würde auch ich Tageszeitung "lesen"... aber so? diese 3 meter teppiche oder sonstige Darreichungsformen sind für mich nich wirklich brauchbar. Bezahlsysteme gibts doch genug, paypal, flattr, click and buy... usw. usw.
 
Die Inhalte, die diese Verlage vermarkten, sind nonsens. Man zahlt und trägt somit zur Reduktion des gesamtgesellschaftlichen Mehrwertes bei.
 
Ich werde niemals, ich wiederhole, niemals für Zeitungsartikel im Internet zahlen. Dafür sind die Websites der Verlage doch so zugemüllt mit Werbung !
 
@sandrodadon: Und wenn die Seite nach dem Einloggen als zahlender User eher aussieht wie eine klassische Zeitung?
 
Was wollen die! eine Zwangsabgabe!!! Keine Ahnung vom Geschäft, grottenschlechte journalistische Arbeit, reiserische Aufmacher, und die trauen sich so etwas Laut zu äusern? Selbst DIE ZEIT ist nicht mehr das, was sie vor 4-5 Jahren war. Der Rest ist zu über 90% Makulatur.
 
Im Web wird nur für bestimmte Sachen gezahlt. Zeitungsartikel gehören aber bestimmt nicht dazu. Meine regionale Zeitung hier, in die ich täglich online reingeschaut habe, hat den gleichen Mist veranstaltet. Sie dachten wohl, dass sie Leute zum Bezahlen anregen könnten, wenn sie einen Bruchteil des Artikels veröffentlichen und den Rest dann verkaufen. Immer mehr Artikel wurden so zu Bezahlartikeln. Aber hat nicht funktioniert. Selbst die Leute, die anfangs gehofft hatten, unter dem einen oder anderen Link einen kostenlosen Bericht zu finden, waren davon genervt, dass fast alles kostenpflichtig war und haben zunehmend den Besuch der Seite unterlassen.
 
Schön, dass es endlich Verlage gibt, die es einsehen und sogar Selbstkritik üben. Die ganzen Irren beim Axel-S.-Verlag haben den Schuß wohl allerdings immer noch nicht gehört.
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