Miramax: Kontrollverlust schlimmer als Piraterie

Das eigentliche Problem, das die Filmfirmen mit dem Internet haben, liegt weniger bei der illegalen Verbreitung ihrer Produktionen. Eine deutlich größere Gefahr ist der Verlust der Kontrolle über die Distributionswege. Das erklärte Mike Lang, Chef ... mehr... Kino, Bilder, Filmrolle Bildquelle: Faras y los fundamentalistas del dulce de leche / Flickr Kino, Bilder, Filmrolle Kino, Bilder, Filmrolle Faras y los fundamentalistas del dulce de leche / Flickr

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weise Worte ...
 
@marwin68: Dann sollen sie mal anfangen auch Angebote nach Kundenwunsch zu liefern. Meldungen wie "Dieser Content ist in Deinem Land nicht verfügbar" lässt die Kunden eben "Alternativen" suchen.
 
@marwin68: Korrekt, da hat es mal wirklich jemand erkannt und auch laut ausgesprochen. Er hat natürlich auch damit Recht, dass eine bestimmte Gruppe von Leuten weiterhin ihre Filme schwarz beziehen, aber über bessere und günstigere Vermarktung würden sie einen viel höheren Absatz erzielen.
 
@marwin68: ... ja, aber das hätte man schon vor 5 Jahren erkennen sollen und dementsprechend handeln anstatt auf Anwälte, Analysten und Statistiker zu beharren um den Profit so hoch wie möglich zu halten nur um die Aktionäre zu befriedigen...
 
@marwin68: Weise Worte oder hat er nur Angst um sein Popöchen? Er will mehr Wettbewerb, um Preise wieder selbst bestimmen zu können.
 
@Not-Aus: Bei mehr Wettbewerb tut man sich allerdings eher schwerer, die Preise selbst zu bestimmen, denn man muss sich, um Käufer zu finden, auch an den Preisen der Konkurrenz orientieren. Dein letzter Satz erscheint mir daher unschlüssig.
 
@FenFire: In dieser Situation nicht ganz. Denn wenn es keinen Riesen mehr gibt, der IHM die Preise vorgibt, weil er sonst nicht oder nur wenig verkaufen kann, liegt ihm viel daran, von keinem Riesen geleitet zu werden, sondern selbst als Riese viele Kleine Verkäufer zu leiten. In anderen Situationen hast du Recht.
 
ich lese da heraus, dass er angst hat, weil apple halt die preise sehr kundenfreundlich und günstig "diktiert" hat. Nur auf massiven druck der musikindustrie gibt es bei apple jetzt titel, die mehr als 99 cent kosten...
 
Endlich mal ein vernünftiger Kommentar von einem dieser Leute.
 
@moribund: Genau so sehe ich das auch. Die technischen Lösungen sind schon seit längerem vorhanden aber werden nicht sinnvoll genutzt. Apple hat das ja mal wieder beispielhaft vorgemacht wie ein wirtschaflich erfolgreicher AppStore und iTunes-Marketplace funktionieren kann. Leider sind Hulu und andere Dienste nicht in Deutschland erhältlich. Also sucht der Konsument notgedrungen nach Alternativen die dann auch meistens illegal sind. Ich würde mir einen Online Content-Shop wünschen der zu vernünftigen Preisen Filme und Musik in brauchbaren mit normaler Software abspielbaren Formaten anbietet. Diesen könnte man dann durch eine monatliche Flat oder von mir aus mit "Pay per view" benutzen und dafür Paypal oder ähnliches nutzen. Auch würde ich es gut finden wenn man eine Art Reedem Cars auf den Markt bringt mit denen man das Guthabenkonto für seinen Account beim Contentanbieter auflädt. dies würde auch den Jugendlichen die in Sachen Musik und Film die grösste Käuferklientel ausmachen die Möglichkeit geben legal Filme und Musik aus dem Internet zu holen. Das dieses Konzept sehr gut ankommt und funktioniert beweist der iTunes Content-Shop jeden Tag aufs neue. Aber solange sich die Filmkonzerne mit utopisch hohen Lizenzforderungen selbst ins Abseits manövrieren wird sich die Lage zumindest hier in Deutschland nicht ändern. Und da Deutschland weltweit der zweitgrösste Markt für die Contentindustrie ist, verwundert es mich schon sehr dass es nicht schon lange vor alternativen zu iTunes wimmelt. Entweder sind diese Alternativen zu teuer, haben ein zu schlechtes Angebot oder können die Fime nur streamen und benutzen Formate die kein Player ausser die dafür vorgesehene Marketsoftware abspielen kann. Da steckt der Fail schon im System und deshalb werden diese Alternativen auch nicht erfolgreich werden können.
 
In der großen weiten Welt der Konzerne wird mit enormem Aufwand fair payed in die Welt hinausposaunt. Die meinen zwar originär was anderes, letztendlich läuft es doch genau darauf raus.
 
Auch schlimm sind Organisationen. Deren angebliches Ziel es ist, sich für die Rechte der Produzenten einzusetzen. Aber deren wahres Ziel es ist, sich das Geld in die eignen Taschen zu schaufeln. Oder kurz gesagt: GEMA
 
@lordfritte: Die Gema hat rein gar nichts davon, "Geld in die eigene Tasche zu stecken". Die Gema steht im rechtlichen Status einer Stiftung, Anstalt oder Körperschaft des öffentlichen Rechts, mithin also so etwas wie eine Behörde. Der eigene Finanzbedarf der Gema muß zwar gedeckt werden (Personal, Gebäude, Liegenschaften, Technik und sonstige Fixkosten), ansonsten gehen die eingenommenen Gelder an die angemeldeten Musiker und Komponisten. Was Du schreibst, ist völlig blitzblanker Unsinn. Und von allen Gema-Hassern hier bei Winfuture hat mir noch keiner schlüssig erklären können, wie die Musiker, Künstler und Komponisten sonst ihre Urheberrechte wahrnehmen und schützen lassen sollen. Die Gema hat die Strukturen dazu. Ein einzelner Künstler würde niemals bemerken, ob jemand mit seiner Musik Kohle macht, ohne daß der Künstler seinen Anteil erhält. Die Gema merkt es aber. Es geht dabei nicht um Verkäufe von Tonträgern und Downloads sowie Konzerteinnahmen, sondern um schlichtweg alles, was mit den Werken passiert, NACHDEM sie in der Welt sind. Wenn jemand mit meiner Musik Gewinn macht, will ich davon meinen Anteil, nicht mehr und nicht weniger, das ist alles.
 
@departure: Ich habe folgende Kritikpunkte an der GEMA: Es muss bewiesen werden, daß die abgespielte Musik >nicht< gemapflichtig ist (widerspricht dem Rechtssatz "Unschuldig bis die Schuld bewiesen ist"). Ist ein Künstler einmal drin, kann er sich nur schwer wieder von der GEMA lösen, zumal automatisch alle weiteren Werke über die GEMA abgewickelt werden. Die teilweise übertriebene Handhabe der Geldeintreibung (Radio in Geschäften). Ich würde ja behaupten, daß über die GEZ schon GEMA-Gebühren eingefahren wurden, was also einer doppelten Abkassierung gleichkommen würde. Die GEMA hat also diverse Gechäftspraktiken, die sie dadurch schlecht dastehen lassen. Ich verstehe und respektiere das System der GEMA, es ist in gewissem Rahmen sogar notwendig, doch momentan ist diese Gesellschaft mit antiquierten und fragwürdigen Methoden unterwegs. Wenn ich mir zum Beispiel anschaue, daß Kinderchöre für Auftritte GEMA-Gebühren blechen müssen, obwohl das unentgeltlich ist und daraus keine Einnahmen für den Chor oder sonstwen außer der GEMA generiert werden, so bekomm ich das Kotzen auf diesen Verein. Und wer die Höhe der Gebühren kennt, der weiß, daß dies einem Untergang unserer Gesangskultur gleichkommt. Ich bin auch der vollen Überzeugung, daß in Bereichen, in denen jemand mit meinen Werken Profit macht, ich entsprechend (prozentual am liebsten) beteiligt werde. Sobald es jedoch unentgeltlich ist würde sich der prozentuale Anteil eben auf null reduzieren. Die GEMA sollte dringend reformiert und modernen Gegebenheiten angepasst werden, schließlich haben die Verwertungsgesellschaften in anderen Ländern es auch geschafft sich mit Youtube zu einigen. Das alles zusammen ergibt nunmal ein lächerliches Bild, was aus meiner Sicht auch völlig gerechtfertigt ist.
 
@bgmnt: Vieles davon, insbesondere Dinge im gemeinnützigen Bereich, z.B. bei Benefizveranstaltungen, ist Verhandlungssache. Wir haben mit der Gema in Nürnberg schon häufiger Vereinbarungen getroffen, aus denen sich ergab, daß keine Gebühren gezahlt werden müssen, bspw. für ein Weihnachtskonzert, dessen Einnahmen direkt an einen guten Zweck gingen. Wir haben die Gema bereits in der Planungsphase miteinbezogen, Ihnen nachgewiesen, daß das Konzert wirklich für einen guten Benefizzweck ist/war, und die Gema hat daraufhin auf jegliche Gebühr verzichtet. Man kann mit denen reden, daß sind Menschen! Die Gema wird gern und oft mit der GEZ verwechselt, doch die beiden agieren aufgrund völlig verschiedener gesetzlicher Grundlagen. Die GEZ-Gebühren gehen komplett an den Staat, der damit die öffentlich-rechtlichen Fernseh- und Radiosender finanziert. Wieviel Geld da nutzlos versenkt wird, wäre tatsächlich mal interessant, hat aber rein gar nichts mit der Gema zu tun. Aber die Gema kann nun echt nichts dafür, was die Ministerpräsidenten der Bundesländer sich so an GEZ-Gebührenmodellen ausdenken. Frag' mal die Sportfreunde Stiller (nur ein mögliches Beispiel), wie sie finanziell ohne die Gema dastehen würden. Sie wären Pleite, weil die Sportfreunde Stiller keine 100,- EUR pro Konzertkarte verlangen können, das können nur Gruppen wie U2 oder Sänger wie Robbie Williams, internationale Stars also. Durch die Gema kriegen die Sportfreunde jedesmal ihren Anteil, wenn ihre Musik irgendwo gespielt wird. Das Theater mit Youtube ist allerdings langsam echt lächerlich, da könnte die Gema endlich mal nachgeben, da hast Du Recht.
 
@departure: Meist wird das Problem mit den Chören über eine Musikschule oder andere Dachverbände geregelt, aber das Problem besteht trotzdem. Und auch, wenn es sich im Einzelfall regeln lässt, so steht dahinter doch auch ein erheblicher bürokratischer Aufwand, den ein Amateur-/Laienchor selten bieten kann und möchte. Aus meiner Sicht ist es eben ein Unding was nicht sein darf. Schließlich kann man doch nicht ernsthaft verlangen, daß für einen kleinen Auftritt des Kindergartenchors zur elterlichen Bespaßung sich jemand durch die GEMA-Bürokratie wühlt, oder? Es redet ja auch keiner von Abschaffung, aber diese Organisation muss dringend reformiert und modernisiert werden, daran führt kein Weg vorbei.
 
@bgmnt: Dein geschilderter Fall ist in der Tat schwierig. Das Problem liegt darin, daß diejenigen Komponisten, die die paar Lieder, die der Kindergarten-Kinderchor singt, sich bei der Gema angemeldet haben und die Gema somit beauftragt haben, zu kassieren, wenn jemand ihre Komposition irgendwo singt oder spielt. Ich denke, daß Rolf Zuckowski (ein Kinderliedermacher, als Beispiel) Gema-Mitglied ist. Wollte er keine Knete sehen, wenn jemand seine Lieder spielt, hätte er sich sicherlich nicht bei der Gema angemeldet, sondern sein Urheberrecht an seiner Musik aufgegeben und diese gänzlich frei zur Verfügung gestellt. Dann könnte die Kindergärtnerin auf den Gebührenbescheid antworten (und das hat nichts mit übertriebener Bürokratie zu tun, das ist ein einfacher Brief bzw. E-Mail), daß nur Lieder von Rolf Zuckowski gespielt werden/wurden un diese Gema-frei sind. Problem, wie ich schon sagte: Rolf Z. IST höchstwahrscheinlich bei der Gema und will Kohle sehen (zumindest muß er sich bei seiner Anmeldung darüber klar gewesen sein, daß die Gema versuchen wird, für die öffentl. Aufführung seiner Werke Geld einzutreiben)! Und nochmal zur Bürokratie: Die haben auch Telefon, und es gibt regionalisierte, feste Ansprechpartner. Man kann mit der Gema reden, und daß muß nicht kompliziert sein.
 
@departure: Das Urheberrecht kann nicht aufgegeben werden. Und außerdem gibt es ja diverse Rechte bei Liedern: Am Text, an der Komposition, am Satz. So kann es eben auch vorkommen, daß eigentlich lizenzfreie Lieder wie Volkslieder plötzliche eine Abgabe erfordern, weil man mit Noten singt. Dieses ganze System ist da schon sehr komplex will ich meinen. Natürlich kann man im Einzelfall immer eine Lösung finden, die vielleicht auch zufriedenstellend ist, aber dennoch erfordert es eben einen gewissen Aufwand, was bestimmt einige abschreckt. Und diese Angst vor dem Verklagt-Werden hemmt das Interesse an Kultur, speziell am Musik-Machen. Und dennoch steht man ja immer in der Pflicht der GEMA zu beweisen, daß man keine gebührenpflichtige Musik verwendet. Andersherum würde die Situation schon wesentlich entschärft werden. Schließlich müsste man ja auch erstmal recherchieren, ob der Künstler von der GEMA vertreten wird etc. Es ist ja auch leichter zu beweisen, daß etwas ist, als das es nicht ist. Und wenn man das Prozedere kennt, so fällt die Kommunikation mit der GEMA vielleicht leichter aus, doch das funktioniert nur, wenn man das auch öfter macht. Bei Laienchören mit vielleicht zwei oder drei kleinen unentgeltlichen Auftritten im Jahr muss man ja sich ja erstmal mühselig einarbeiten, und dann sollte einem da auch kein Fehler passieren. Dazu gibt es noch genügend Einzelfälle, die alle für sich besprochen werden wollen. Schlussendlich ist das System mit seinem jetzigen Stand nicht zeitgemäß und der Allgemeinheit gegenüber unangebracht.
 
@bgmnt: Du bist ja genauso hartnäckig wie ich ;-). Du hast wenigstens verstanden, WOZU und WARUM es die Gema gibt. Können wir uns darauf einigen, daß es für Musiker unendlich schwerer wäre, ohne Gema an ihre Ihnen zustehenden Tantiemen zu kommen, aber die Gema ansich dringend eine Modernisierung/Reform braucht? Damit wäre ich völlig konform.
 
@departure: Sag ich doch. ^^ Der Zweck der GEMA ist unumstritten, die Arbeitsweise jedoch nicht. ;-)
 
@lordfritte: Mit der Gema verkauft man seine eigene Seele.
 
@Menschenhasser: Wenn Du meinst. Wer sich den ihm zustehenden Anteil dafür, daß ein anderer mit seiner Musik Kohle macht, durch die Lappen gehen lassen will, wird eben kein Gema-Mitglied.
 
@departure: Ich würde es nicht machen weil die Gema alle Bürger der Bundesrepublik Deutschland der Urheberrechtsverletzung beschuldigt.
 
@Menschenhasser: Ist Deine Entscheidung. Wenn Dein Song aber ein Hit wird, und jeder Discothekenbetreiber, jede andere Band/Sänger, jeder Radiosender usw. usf. mit Deinem Song Geld verdient (Du würdest ohne Gema ja gar nicht merken, wer dann alles mit Deiner Musik an Dir vorbei Kohle macht), kommt in Deinem Fall kein Scheck/Überweisung von der Gema, denn ohne Mitgliedschaft haben sie ja keinen Auftrag von Dir, das Geld für Dich mitzukassieren. Wie gesagt, bitteschön, Deine freie Entscheidung. Es gibt für Künstler/Musiker/Komponisten keinen gesetzlichen Zwang, Gema-Mitglied zu werden. Das ist dann, trotz eventuellem musikalischem Erfolg, eine veritable Möglichkeit, durch die eigene Urheberschaft KEIN Geld zu verdienen. Mach ruhig, und verschenk' Deine Arbeit, bitte.
 
Keine Ahnung, ob es da wirklich einen Zusammenhang gibt, aber falls ja, beginnen die Breitseiten gegen Apple wirklich schon sehr, sehr früh nach Jobs' Ableben. (Das soll jetzt ganz ehrlich keine Pietätlosigkeit meinerseits darstellen, sondern bezieht sich rein auf die wirtschaftlichen Vorgänge, die sich da meiner Meinung nach beginnen abzuzeichnen!)
 
@DON666: Warum sollte man Apple nach Jobs ableben nicht auch mal loben dürfen? Wenn überhaupt war das eine gewaltige Breitseite gegen alle die eben keinen entsprechenden Dienst wie iTunes auf die Beine stellen können, was auch wirklich eine Schande ist.
 
@Johnny Cache: Das habe ich aber völlig anders verstanden. Mr. Lang ist doch ganz klar angetreten, Apples Marktmacht im Content-Bereich anzugreifen und mehr Mitbewerber auf den Plan zu rufen.
 
@DON666: so hab ichs auch verstanden, es ging ganz klar gegen fremde Content Monopole, zu denen Apple genauso zählt wie Napster und co...
 
@DON666: Wahrscheinlich liegt es einfach daran daß ich ein hoffnungsloser Optimist bin und im Zweifelsfall immer nur das Positive sehe. Oder was hab ich zu der Frau gesagt die mich einen eingebildeten Lackaffen genannt hat? "Sie betonen das nicht richtig. Das heißt ein gebildeter Lackaffe." Manche tun sich selbst bei Komplimenten schwer. ;)
 
An sich klug geredet, allerdings ist es doch eher fragwürdig, wieso sich die Musikwirtschaft auf den Kuhhandel mit Apple einließ. Immerhin wären die Ipods ohne Content nen Dreck wert und Apple hätte kein lukratives Geschäftsmodell generiert. Ist es nicht eher so, dass die Musikindustrie Angst hatte gar keinen Fuß mehr in die digitale Welt zu kriegen und genau deshalb auf den Kuhhandel mit Apple eingegangen ist? Apple kann ohne den eigenen Content Kosmos nur schwer existieren - aber die Content Lieferanten können sehr wohl ohne Apples itunes oder andere herstellerspezifische Distributionssysteme existieren, sie könnten nämlich ihr Zeug direkt vermarkten ohne einen dritten der die Hand aufhält. Ich habe selber an mir gemerkt, dass der illegale Konsum tatsächlich zurückgegangen ist. Damals habe ich runtergeladen wie die Sau, alles was ging, alles was man irgendwie brauchen könnte. Heute habe ich eine andere Einstellung zur Kunst, zur Musik, zum Film, dass ich mir lieber das Original ins Regal stelle und meine Internetbandbreite schone. Geladen wird lediglich um ein Produkt quasi vorzuhören - gefällts nich wirds gelöscht, gefällt es wirds gelöscht und anschließend gekauft. Was die Ausrichtung auf die Kunden angeht, so sollte man tatsächlich dazu übergehen die letzten verbleibenden ehrlichen Kunden wirklich ernst zu nehmen. Wenn ich mir aber so manches Major Label angucke, könnte man den Verdacht haben dass die ihre zahlende Kundschaft nur als dummes Melkvieh sehen. Warum wurde Herr der Ringe auf Blu-ray nich sofort als Special Extended Edition veröffentlicht? Warum lassen sich Musikverlage dazu nieder, Alben zu releasen die nur halb bespielt sind um 5 Monate später daraus ene Special Edition mit mehr Musik, ner Bonus DVD zu stricken um den zahlenden Kunden der Erstauflage erstmal zu verprellen, auf dem aber der eigentliche Erfolg eines neuen Tonträgers vorrangig beruht... ich finde diese Haltung ignorant und oft auch ein Grund für viele eigentlich zahlungswillige Konsumenten, sich dann doch in Verzicht zu üben. Diese Re-Release Politik ist für ehrliche Kunden der letzte Dreck weil die Loyalität und der Idealismus den man als Käufer und Supporter an den Tag legt, oft nicht gewürdigt wird. Da man sich diese Späße aber noch erlauben kann in Film und Musik - verdienen die also noch ordentlich.
 
@Rikibu: genauso ist es. Wahr gesprochen.
 
@Rikibu: Genau! Ich hab mir die Herr der Ringe Box auch gekauft, und 2 Monate später dann feststellen müssen, dass es nochmals eine Special-Edition gibt. Noch ein Beispiel; Als ich mir seit langem wieder mal eine CD gekauft habe (Linkin Park a thousand Suns) musste ich nach dem ersten hören feststellen, das auf der CD gerade mal 6 Songs sind, der Rest ist nur Platzfüller. Auch hier habe ich mich echt aufgeregt und seitdem nur noch von meinen absoluten Lieblingskünstlern CDs gekauft.
 
@Rikibu: +++ Besser kann man es wirklich nicht ausdrücken! +++
 
@Rikibu: Naja, was Du beschreibst ist ja nur die Mehrfachverwertung eines Filmes bzw. Musikstückes. Niemand wird ja gezwungen, sich sofort beim Erscheinen der DVD mit der Kinofassung jene zu kaufen, er kann sich ja leicht ausrechnen dass in einem halben Jahr a) der Preis für die DVD gesunken sein wird und b) möglicherweise eine Extended Special Edition erscheinen wird. Die Medienindustrie hat - wie alle anderen Wirtschaftsunternehmen auch - das Ziel, Produkte und Preise so zu gestalten, dass sich möglichst viel Gewinn erzielen lässt. Wenn nun eine Käuferschicht A sich sofort die "einfache" DVD kauft, und später - mit entsprechend geringem Zusammenstellungsaufwand - sich eine "extended" DVD an eine Käuferschicht B (optimalerweise noch mit Überlappung zu Käuferschicht A) verkaufen lässt, warum also nicht? Um diese Produktpolitik zu verändern müssten sich die Kunden anders verhalten. z.B. dem Trieb "will haben und zwar sofort" beim Kauf der DVDs nicht nachgeben (ggf. in der Videothek leihen oder in Geduld üben) und erst später die Extended Version kaufen. Dann merken die Unternehmen "hm, diese Produktpolitik ist für unsere Kunden nicht attraktiv genug" und werden etwas ändern. Aber solange sich die breite Masse der Käufer so verhält wie sie es offenbar derzeit tut gibt es für die Unternehmen keinen Änderungsbedarf. Dass dabei die Bedürfnisse einer insgesamt offenbar nicht ins Gewicht fallenden Käuferschicht nicht erfüllt werden "ist halt so", auch wenn es natürlich für jeden der Betroffenen (so wie Dich) unbefriedigend ist.
 
@FenFire: Genau das wird doch von mir praktiziert. meinste ich hab die krüppel HDR Filme gekauft? Es regt nur auf das der Markt so künstlich überschwämmt wird mit Produkten die eigentlich keiner will und wenn Warner zu doof ist sogar ordentliche Master anzulegen und es ständig zu Austauschaktionen kommt mit fadenscheinigen Argumenten (sucker punch) dann will man dafür nich ma mehr Geld ausgeben. Man muss natürlich differenzieren, Musik ist als reines Geldverdien Objekt einfach ungeeignet, es gibt durchaus lukrativere Jobs, Medien sind Mittel zum Zweck, nämlich Künstlerbindung generieren...Es gibt aber nichts schlimmeres als ein Konsumentengefühl das einfach ein schlechtes Gefühl ist, wenn man denkt das man nicht das komplette Produkt bekommt, aber das komplette Produkt bezahlt, den die Re-Edition ist gleich teuer... Und ohne die Erstkäufer würde man sich gar nicht dazu herablassen eine Re-Edition zu bringen...
 
Interessant wie Apple hier wieder eingebaut wurde... Ich bin auch gegen dieses Quasimonopol. Da will man im Internet einen Song kaufen und den Künstler unterstützen und alles was dort möglich ist ist Bezahlung über iTunes wo ich mir um eine Songdatei zu erwerben vorher extra ein Programm herunterladen muss. Nein danke dann eben nicht...
 
Hat eigentlich schon jemand Erfahrungen mit dem Erwerb von Musik über 7digital.de?
super preise, aber is das vertrauenswürdig?
 
@Rikibu: Ich denke 7digital ist einer der größeren Anbieter legaler Musikdownloads - was genau verstehst Du in diesem Zusammenhang unter "vertrauenswürdig"? Ich habe vor längerer Zeit mal ein, zwei Alben bei ihnen erworben, bin aber inzwischen bei Amazon gelandet (und kaufe mir nach wie vor mindestens doppelt so viel Alben auf physischer CD wie im Online Store, den Online Store nutze ich eher für Impulskäufe "will das jetzt"...)
 
@FenFire: naja ich meinte, ob man da gefahrlos kaufen kann
 
Also wenn es irgendwo z.b. Mp3 angebote gibt (beispiel-> Amazon 5000 Alben für je 5 Euro) dann schlag ich auch zu. 5 Euro sind vom Preis leistungsverhältniss super. kosten mp3´s mehr als 5 Euro (z.b. 10 Euro) finde ich das schon fast unverschämt. Richtige CD´s gibt es schon für 12-15 Euro inkl. Versand. Wenn der Preis stimmt, wird auch mehr gekauft!
 
@Hexo: Das Problem solcher Angebote ist, dass es vorrangig der Mainstream Krempel is der verramscht wird oder olle Kamelle. Wenn du ausgefallene Sachen hörst hast du Glück wenn es bei amazon überhaupt angeboten wird, aber in Preisaktionen landet das nie... daher kauf ich lieber CDs
 
@Rikibu: Ich höre überwiegend nur Metal. Bei der Aktion 5000 Alben für je 5 Euro waren auch super viele Alben von unbekannten (oder sehr wenig bekannten) Gruppen für je 5 Euro erhältlich. Weil Gruppen wie "Mandatory" oder "SuidAkrA" würde ich niemals als Mainstream bezeichnen... und von diesen Gruppen konnte ich mir die Alben für 5 Euro ziehen.... und das war kein einzelfall. Hab in der Aktion viele Alben gefunden. Auch bei mp3.saturn.de bekommt man auch viele unbekannte gruppen für schmales geld (bei Aktionen). Dann schlag ich immer zu.
 
@Hexo: Die Grenzen des Mainstream sind heutzutage aber auch nicht mehr so eng gesetzt. Im Vergleich zu z.B. Sunn O))) könnte man auch Bands wie SuidAkrA als Mainstream im weiteren Sinne betrachten.
 
@jigsaw: Aaaaah, bitte keine Diskussion über Mainstream im Metal beginnen! Das ist ein Fass ohne Boden! ;-) P.S.: ROCK ON! :-)
 
@Dr. Alcome: Jo, wo du Recht hast hast du Recht, ich schweige auch schon stille ;-) KEEP ON BANGIN!
 
Wenn Du mit legalem Content auf Dauer Erfolg haben willst, bist Du gezwungen sehr günstig und schnell zu sein. Wenn man einen Film bereits am 1.1. laden und gucken kann, wieso sollte man dann noch Wochen später die DVD oder BR kaufen? Dann hat man den Film lange gesehen. Ok, vielleicht ist es nicht legal, aber dadurch ist der Film auch nicht anders.
 
@tim-lgb: kommt halt drauf an, diese kino rips, selbst die qualitativ besseren, sind mit den Studiomastern meinem Qualitätsempfinden nach nicht wirklich gleichzusetzen. Teils asynchron, irgendwelche gedubbte oder gemuxte zusammengepanschte Ware, reicht vielleicht um auf nem Fernseher in Stereo den Film kennenzulernen, die tatsächliche gute Filmerfahrung findet meiner Meinung nach nur in entsprechend hoher Qualität statt. Alleine wie die Szene immer total krumme Auflösungen anbietet und das dann HD oder Full HD nennt... da ist oft mehr Schein als Sein...
 
@tim-lgb: ich denke ähnlich, was mich aber auch stört, ist der Service bei gekaufter Musik oder bei Filmen. Ich kaufe mir einen Film und MUSS mir erstmal angucken "Raubkopierer sind Verbrecher" - schön <.<
Dazu habe ich meistens weder irgendwelche interessanten Bonusinhalte oder ähnliches, weswegen sich der Kauf sich lohnen würde.
Letzte Woche habe ich mir einen Film gekauft und konnte den Film auf keine meiner Konsolen oder DVD-Player abspielen. Letztendlich war ich gezwungen, den Film auf dem PC zu schauen. Kopierschutz, tolle sache. Als ob der Kopierschutz jemals was gebracht hätte, vertraut doch mal den fairen Endnutzern und kommt ihnen mal entgegen, die Allgemeinheit wird es euch danken!
 
@msh1n0: Mittlerweile is man aber auch dazu übergegangen Spots vorzuschalten, die einen Dank bekunden, dass man sich für den Kauf des Films entschieden hat.
 
@Rikibu: Ok Ok, für leute die sich mit der Materie auskennen... da kann man wirklich unendlich drüber diskutieren was Main ist und das nicht. Im Endeffekt aber egal. Hauptsache es rockt und man bekommt im Nacken ein zucken :-). In meinem Beispiel ging es darum zu zeigen, dass "außerhalb" der Szene nicht so bekannte Bands auch mal kostengünstig vertreten sind.
 
Absolut richtig, das ist doch mal ein Schritt in die richtige Richtung. Miramax war mir schon immer sehr sympathisch!
 
@Turk_Turkleton: die kernaussage ist "wenn wir den content breit fächern können wir die preise höher ansetzen" wenn du das richtig findest... ich weiss ja nicht...
 
Absolut richtig, für mich als Konsument und Liebhaber von Filmen finde ich den legalen Weg auch auf jeden Fall besser, aber das ganze hin und her mit Kopierschutz Blu-rays dessen Abspielgeräte teuer sind und nicht kompatibel, dann klappt das nicht oder diese Blu-ray nicht. Da fühle ich mich verarscht, wenn ich eine mkv nehmen läuft die einfach, sie läuft, sie hat besten Ton und Bild und ist dann noch um 75% kleiner, warum? Und es gibt keine wirklichen Alternativen, entweder haben die Onlinevideotheken nicht alles, sind unverschämt teuer und binden einen für mehrere Jahre oder haben miese Qualität, für sowas zahle ich nicht! Das Gleiche gilt überings fürs Kino mit dieser 3d Scheisse, miese SD Qualität hochgesampelt eckelhaft und das dreiste noch der Zuschlag, auch hier nein danke!
 
Das ist eine Aussage, die Gold wert ist. - Wer seinen Computer unter Kontrolle hat und genau weiß, was er macht, der wird auch keine Probleme bekommen. Ich habe alle Passwörter usw. fein säuberlich aufs Papier und auf einen Stick gebracht, damit nichts verloren geht. - Es ist kaum zu glauben, aber doch wahr. Ich kenne einen Kollegen, der hat Passwörter usw. mal so nebenbei auf einen Zettel geschrieben, den er nun nicht mehr findet. Er weiß z.Z nicht, wie er an seine E-Mail-Konten herankommen kann. Von den Programmen, die er installiert hat, sind die Passwörter auch verschwunden. Als ich ihm meine (unsanfte) Meinung sagte, nachdem er mir sein Leid geklagt hat, gab er zu, dass er schlampig ist. Mir sind mehrere solcher Spezies bekannt. Doch einen "Führerschein" für PCs einführen?
 
passwörter aufschreiben ist sau gefährlich...

merken ist angesagt!
 
Ich hoffe es wird einmal soweit kommen, dass man eine Art Flatrate hat für ca. 10-20€ im Monat kaufen kann. Damit kann man dann so viele Filme wie man will streamen. Natürlich in HD-Qualität. Die Filme sollten ein paar Wochen nach Kino-Ende online kommen. Die Filme/Serien sollten mehrere Tonspuren enthalten (damit man natürlich auch die original Tonspur hören kann). Am besten wäre wenn man es direkt vom Fernseher streamen kann, denn es will sich (denke ich) keiner noch eine Box ins Wohnzimmer stellen... (Die neuen Fernseher sind sowieso schon alle Netzwerkfähig).

So ein Konzept mit bezahlbaren Preisen (wie 10-20 euro im Monat) und ohne Wartezeiten auf einen Stream, und einem riesigen Angebot an Filmen wird wahrscheinlich sehr schwer umzusetzen sein, jedoch wäre es ein perfektes "Produkt".

mfg
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