Kindle Fire kostet in der Herstellung 210 US-Dollar

Der in dieser Woche vom US-amerikanischen Online-Einzelhändler Amazon vorgestellte Tablet-PC namens Kindle Fire soll in der Herstellung rund 210 US-Dollar kosten. Amazon verkauft das Gerät für 199 US-Dollar. mehr... Tablet, Amazon, Kindle, Kindle Fire Tablet, Amazon, Kindle, Kindle Fire amazon

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Das ist doch keine Überraschung. Oft zahlen Firmen für Hardware drauf, wenn sie darauf setzen, dass die Software den Gewinn einbringt. Ist doch bei Spielekonsolen nicht anders. Dort gibt man dann im Laufe der Jahre ein Vermögen für Zubehör und Spiele aus. Wir beim Kindle Fire nicht anders laufen...
 
@MrChaos: Eine 0er Rechnung wäre mir lieber, so könnte man auf alle Fälle ein (-) in der Buchhaltung vermeiden. Wenn man aber schon ein (-) ausweist, bevor man überhaupt eines verkauft hat und somit HOFFT, dass es durch den Content wieder reingespielt wird... Na ja, für mich bleibt hier ein bitterer Nachgeschmack hängen (aus der Sicht eines Verkäufers).
 
@AlexKeller: Ich verstehe zwar was du meinst. Aber bei einem Unternehmen wie Amazon ist genug Grundlage da Gewinn zu erwirtschaften. Das ist ja nun kein Startup was versucht mit einem Nischenprodukt Kunden zu gewinnen. Das wird in den USA ganz gut laufen das Teil. Denke ich mal.
 
@AlexKeller: Ganz abgesehen davon, glaube ich auch, dass der Preis von 199 US-Dollar eine enorme psychische Wirkung auf potenzielle Kunden hat. Für ein Tablet-PC ist das enorm günstig. Und gerade der Fakt, dass vorne eine 1 steht und keine 2 oder 3, lässt das Ganze noch deutlich günstiger erscheinen. Zwischen 199 und 200 US-Dollar mag nur 1 US-Dollar Differenz liegen, aber trotzdem erscheint vielen Menschen mindestens auf den ersten Blick die 199 deutlich günstiger. Ich denke schon, dass die Strategie aufgeht.
 
@eN-t: lernst du grad medienpsychologie? ;)
 
Also mich wundert es kein bißchen.
Zuerst dachte ich darüber nach ob ich mir eines kaufe, aber wenn man genauer hinschaut ist es nur ein elektronisches Einkaufskatalog.

Und das ist auch der Grund warum es unter dem Herstellerpreis verkauft wird. Das Tablet ist nur zum einkaufen da. Wenn jeder der so ein Ding hat einmal was bestellt hat sich das teil amotisiert. Jede Bestellung darüber hinaus ist Gewinn.

Amazon schafft durch das Kindl den PC zum einkaufen ab. Für Leute die gerne was einkaufen wird das Ding zur Gefahr, weil die Plattform immer online ist.
 
@grinzekatze:
Es ist halt ein Gerät zum konsumieren - nicht mehr und nicht weniger. Genau richtig für die große Klientel die sich nicht mit irgendwelchen Technischen Daten oder Einstellungen beschäftigen möchten. Letztendlich ist es ein Angriff auf Apples Eco System. Amazon ist einer der wenigen die in den USA ausreichend Content zur Verfügung haben um dieses zu leisten.
Sie bombardieren den Kunden nicht mit irgendwelchen technischen Eigenschaften oder bewerben Details wie NFC und versuchen dem Kunden nahezulegen was damit in einigen Jahren möglich sein könnte.
Der Begriff "Kindle" ist dort schon in aller Munde und nun kommen sie mit einem netten 7" Kindle dass sie dem Kunden als Gerät präsentieren um Amazon Content zu konsumieren. Musik, Filme & Serien, Spiele, Bücher und gemütlich vom Sofa im Internet surfen - dies ist doch alles was der durchschnittliche Käufer will. Hinzu kommt dass eine große Auswahl an Filmen für Prime Kunden gratis ist und Amazon Kunden ebenfalls noch täglich gratis ein Android Spiel bekommen. Was will der Kunde mehr?

Aus meiner Sicht wird es in den USA unheimlich einschlagen - zumal der Zeitpunkt nicht besser sein könnte. Für Android selbst kann es ebenfalls nur gut sein, denn mit einem wahrscheinlich derart populären Modell werden wir zum Weihnachtsgeschäft hoffentlich deutlich mehr auf Tablets optimierte Apps im Market vorfinden. Lediglich für die anderen Tablet Hersteller wird es, zumindest in den USA, nun schwer. 7 Zoll sind schon ein sexy Format und mit den 200$ können sie nur schwer konkurrieren. Bleibt fraglich ob viele bereit sind für selten genutzte Extras wie einer integrierten Cam oder einem Honeycomb deutlich mehr zu zahlen. Der Geek ganz bestimmt, aber die Masse?
 
@leif1981: Man hat vom Kindle Fire aus keinen Zugriff auf den App Store von Android. Nur am Rande ;) Also wird es keinen Einfluss darauf haben wieviele Tools dort auf 7 Zoll optimiert sind oder sein werden. Und demnach fällt auch die Menge an Apps mager aus. Hier kann nur gekauft werden was im Amazon Shop vorhanden ist.
 
@hempelchen: Die Entwickler werden sich das Geschäft nicht entgehen lassen da der Fire wohl das erste weit verbreitete Android Tablet sein dürfte. Insofern wird es sicher einige neue für Tablets optimierte Apps und Games im Amazon Market geben. Diese Entwickler werden sie dann gewiss auch im normalen Android Market anbieten wovon dann die anderen Tablet Nutzer profitieren.
 
Bin gespannt, ob die Zukunft uns nen paar schöne ROMs für des Teil beschert. Für den Preis gibt's echt nix besseres :)
 
@TamCore: Doch, das Hannspad oder das Archos Tablet. Beide unter 200 Euro. Zudem keine Dongelung und Kamera dabei. Und wer die ganz billige Nummer will der findet das Point of View mobii Playtab2 für 89 Euro.
 
@Kammy: Die Alternativen haben kein IPS-Display oder 2 * 1,2 GHz. Die Dongelung wäre durch alternative ROMs aufgehoben, dass Custom-ROMs wahrscheinlich sind kann mit dem Interesse an WebOS erklärt werden. Auf einem WebOS Gerät Android-ROMs zum laufen zu bekommen ist vermutlich schwerer als auf einem Gerät mit Vanilla Android-Basis.
 
@floerido: Das stimmt. So gesehen ist es technisch für den Preis eine gute Basis zum modden. Kamera fehlt halt. Und damit m.E. auch die üblichen Skype-Szenarien. Wer das nicht braucht kann sicherlich ein richtiges Schnäppchen machen. Und ich bin mir ziemlich sicher das Custom-ROMs schneller kommen werden als Amazon das lieb ist :)

Edith sagt: Typo
 
es schaut dem iPad zum verwechseln ähnlich! [/ironie]
 
Niemals kostet das 210$ ... Vielleicht wenn man alle Teile in einer Stückzahl kauft. Dann ja...ich vermute in der Produktion kostet das Ding höchstens 80$ ... Der Rest ist Entwicklungskosten.
 
@JuanPabloIssa: Ne, die Entwicklungskosten sind in diesen Berechnungen normalerweise nicht drin.
 
@Big_Berny: Und wo sind Deiner Meinung nach die Entwicklungskosten?
 
@CoF-666: Hä? Was meinst du? Natürlich gibt es noch Entwicklungskosten! Aber in den Berechnungen von iSupply werden diese nie berücksichtigt. Iat auch viel schwieriger zu schätzen.
 
Ist doch bei Konsolen genauso. Rechnet man das (nunmal nötige) Anzeigegerät bei den Konsolen mit, hätten sie ansonsten alle Probleme, mit einem PC preislich zu konkurrieren. Allerdings schlägt sich dieses Verramschen dann derbe bei den Preisen der Inhalte nieder.
 
KLARES GESCHÄFTSMODEL !

ich sage nur nitendo , Playtatione tc , die zahlen alle für die hardware drauf, die software bringt das geld
 
vielleicht fällt es ja mal irgendwann auf das diverse namhaften firmen ihre produkte auf pump und subventioniert herstellen um es billig verkaufen zu können. diese ganze kranke, geistesgestörte wirtschaft funktioniert mittlerweile so.
 
@PCLinuxOS: Vielleicht fällt es auch mal das dies Schätzungen von fremden Firmen sind und die hier beschriebenen "Verluste" vielleicht in der Praxis so gar nicht existieren?

Was ist eigentlich so schlimm an der freien Marktwirtschaft das du sie als "krank" bezeichnest?
 
Auch von den Fahrzeugherstellern bekannt: das Fahrzeug selbst ist günstig - doch braucht man ein Ersatzteil klärt sich der Mythos von selbst auf. Man nennt das auch phishing: man lockt den Kunden mittels des Köders eines scheinbar günstigen Produkts. Und - wie beim Fisch - erkennt man den Haken erst, wenn man daran hängt.
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