EU-Kommission setzt "blind" auf Microsoft-Produkte

Die EU-Kommission verwendet seit 1993 Microsoft-Produkte. Pikant dabei ist allerdings, dass es eine öffentliche Ausschreibung nie gegeben hat. Die EU bestreitet die Vorwürfe. mehr... Eu, Europa, Europäische Union, Flagge Bildquelle: Nicolas Raymond / Flickr Eu, Europa, Europäische Union, Flagge Eu, Europa, Europäische Union, Flagge Nicolas Raymond / Flickr

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Und was hätte eine Aussschreibung gebracht, wenn man nicht in Erwägung gezogen hat, das System zu ändern? Wenn Windows als Plattform gewünscht wird, wendet man sich an MS, an wen auch sonst.
 
@iPeople: Würde mich irgendwie auch interessieren. Vor allem macht eine Ausschreibung ohnehin keinen Sinn, wenn man sich selber am Markt umgucken kann.
 
@iPeople: Ach Menno, da hätten sie doch nun wirklich mal ReactOS 0.3.13 Alpha eine Chance geben können!
 
@DON666: LOL;)
 
@DON666: genau - musste bei deinem post erstmal loslachen^^
 
@iPeople: Naja wenn man schon solche Gesetze schon für europäische Staaten vorschreibt, sollte man sich dann wenigstens auch selbst daran halten, egal wie das Ergebnis am Ende aussieht.
 
@eisbär: genau, egal wie unsinnig das ist. Und wenn dann auf WF die news erscheint, um wieviel teurer die ganze Ausschreiberitis wird, wird wieder gemeckert. Das seit 20 Jahren drauf verzichtet wurde, ist mit Sicherheit nicht gesetzeswidrig, denn sonst hätte schon einer was gesagt. Ich kenne die Gesetze oder was auch immer dazu nicht im Detail, aber nen Schlupfloch wirds geben. ist wie im ÖPNV, es muss nämlich nicht zwingend ausgeschrieben werden, aber Politker in D machen das gerne mal.
 
Ach.. und wem war das nicht klar?
 
@clickme: Apple!
 
Warum sollte man auch eine komplette Infrastruktur mit 36.000 Clients unbedingt umstellen? Ich habe lange unter Linux als Client-OS gearbeitet, bequemer und einfacher zu bedienen für die Nutzer ist mit Sicherheit Windows. Bevor ich jetzt die ganze Linux-Brigade gegen mich aufbringe: Das soll nicht heißen, dass Linux schlecht ist. Im Serverbereich oder bei Privatanwendern, die etwas davon verstehen, ist es definitiv eine gute Alternative zu Windows. Für den Durchschnitts-DAU sind die grafischen Oberflächen imho aber momentan noch nicht so ausgereift und einfach zu bedienen wie eben ein Windows.
 
@Turk_Turkleton: kannst Du nachweisen, daß Windows nicht nur von userseite, sondern auch von seiten der Netzwerkadministratoren wirklich effizienter genutzt wird? Für die EUs (daher auch EULA) ist Ubuntu leichter zu bedienen als Windows. Es ist ein reiner Mythos, der eben von Traditionalisten behauptet wird - daher gibt es die Idioten der katholischen Religion ja auch noch - es ist bequemer, alles - nachhaltig gesehen - umständlicher zu machen, wenn es im Moment bequemer wirkt. Manche Menschen versuchen eine Mutter lieber mit einer Zange zu lösen, statt einen Ringschlüssel dazu zu verwenden...
 
@winning: Von Netzwerkadministratoren ist es auch sehr gut und effizient zu nutzen (verwalten). Hauptsächlich wegen Registry und Gruppenrichtlinien. Man bekommt für fast jede Software die per GPO verteilt werden und zur Konfigurationsspeicherung die Registry nutzt schöne vorgefertigte Administrationstemplates. Und das Schöne ist an einer Windows-Infrastruktur auch, dass sie sich sehr gut, schnell und einfach erweitern lässt (wenn man MS-Software einsetzt)
 
@Turk_Turkleton: was leider meist verschwiegen wird, das schulungen sowie installation und wartung im linux bereich meist teurer ausfällt als wenn man bei microsoft bleibt. un wenn ich mir die größere dieser infrastruktur anschaue wird es wohl auch hier genau so zutreffen...
 
@blgblade: Ja, das vergessen die Meisten. Sie sehen nur, Ubuntu kostenlos runterladen und sich im Forum durchfragen - kost ja nix.
 
@blgblade: Liegt meist daran, dass es wenige Dienstleister gibt die auch Linux schulen. Darum sind mangels Konkurrenz die Preise so hoch. Wenn man hingegen Schulungen zu Windows sucht, findet man gut ausgestattete Dienstleister die Schulungen mittlerweile für ein paar Euro machen. Inkl. Frühstück ;)
 
@Turk_Turkleton: Warum ist Linux denn angeblich schwieriger zu bedienen? Dafür hätte ich gerne mal ein paar handfeste Argumente, außer angeblich nicht ausgereifter grafischer Oberflächen und deiner subjektiven Meinung.
 
Ist doch lächerlich. Was sollen die sonst nehmen? Linux etwa oder wie?
 
@joe200575: Macs! :F
 
@joe200575: http://tinyurl.com/69wpkfg
 
@joe200575: Viele Web oder Mailserver laufen schon seit Jahren zuverlässig mit Linux.
 
@chrisrohde: Und?
 
Der Grund ist eigentlich klar! 36 000 Rechner + Server usw. von einem Tag auf den anderen von Windows auf Mac/Linux umzustellen ist unmöglich und nicht Logisch! Man hat es schon bei einigen Verwaltungen gesehen das Linux nicht immer die bessere Entscheidung ist nur weil es "Kostenlos" ist. Und: Ob man 1 PC durch ein anderes OS ersetzt oder 36 000 ist wohl ein kleiner aber feiner Unterschied^^
 
@Edelasos: Eben, die Umstellung würde wahrscheinlich mehr Geld kosten als die Microsoft-Lizenzen zusammen.
 
Für die komplette Infrastruktur jedesmal eine Ausschreibung zu machen, ist Irrsinn, aber genau das müssten sie ja dann alle 4 Jahre, wenn sie einmal damit anfangen würden. Würden sie jetzt auf Linux wechseln, dürfte das ja dann auch nicht für immer sein, dann hätte man ja wieder die gleiche Situation wie die mit MS, die jetzt kritisiert wird. D.h. man müsste nach 4 Jahren Linux wieder allen Optionen offen gegenüber stehen. Im Endeffekt hat man dann alle 4 Jahre extreme Kosten, weil man laufend auf andere Plattformen umstellt. Außerdem ist es sehr wohl nachvollziehbar, dass die Umstellung auf eine andere Plattform (selbst wenn diese kostenlos sein sollte), verbunden mit dann notwendiger Anpassung oder Neuschreibung aller eingesetzten Software sowie Umschulung der Mitarbeiter, im Endeffekt um ein Vielfaches teurer ist als einfach die Lizenzen der derzeit genutzten Software bei dem jeweiligen Hersteller zu verlängern.
 
@mh0001: Die Lizenskosten werden aber immer wieder fällig. Die Kosten für die Umstellung fallen nur einmal an.
 
@chrisrohde: Wieso, wenn laut Ausschreibung näxtes Mal MS gewinnt, oder Apple? Kommt wieder ne Umstellung.
 
@iPeople: Ich glaub spätestens nach 8 Jahren dort in der IT würd ich mir nen Strick holen und mich am Serverschrank erhängen... Ne mal im ernst, soetwas sollte induviduell und zeitunabhängig entschieden werden. d.h. wenn ich als verantwortlicher Systemadmin sage: Hey wir brauchen ein neues System lasst uns mal eine Ausschreibung machen. Erst dann kann man soetwas in betracht ziehen, denn dann wird es wohl auch einen wichtigen Grund geben.
 
@Peacekeeper7891: Entweder das, oder aber - es gibt nunmal Gebiete, da sind Ausschreibungen absoluter Blödsinn.
 
@mh0001: Die meisten Programme bei Behörden laufen doch über Browser (meist den IE), insofern dürfte eine Umstellung doch nicht so kompliziert sein. Und nachdem die ganzen MS-Office-Dokumente in ODF konvertiert sind, können auch problemlos alternative Büroprogramme verwendet werden. Es stimmt schon, ein ständiger Wechsel wäre furchtbar. Aber auf der anderen Seite ist diese einseitige Finanzierung eines Unternehmens politisch nicht haltbar. Daher müssten die Nutzersysteme so nachhaltig wie möglich gestaltet werden (PHP-Applikationen die auf einem Server laufen und mit einer HTML-Oberfläche nach W3C-Standard auf dem Client-Rechner angezeigt werden; ausschließliche Verwendung offener Standards wie ODF) und schon könnte man das Betriebssystem wechseln, wie man lustig ist. In den Ausschreibungen müsste dann nur eine "Umschulung" miteinkalkuliert werden (wenn es nun auch nicht so kompliziert sein kann ein anderes Browser-Symbol anzuklicken und dann dasselbe zu machen wie immer). Aber ja, so manche Beamte stellen sich da extra dämlich an und kriegen nicht mal das hin, wenn es nicht in einer Schulung gelehrt wurde. :roll:
 
@bgmnt: Zitat: "...ist diese einseitige Finanzierung eines Unternehmens politisch nicht haltbar..."
Im bezug auf "politisch nicht haltbar" sehen wir hier in Deutschland ein bestimmtes Phänoment leider viel zu oft: Politik wird viel zu oft über den Nutzen bzw. die Funktionalität gestellt, egal ob es jetzt hier um die IT geht oder um nen Euro-Rettungsschirm.

ps: @iPeoble: Ja aber für die politische Korrektheit tun wir das doch gerne^^ :)
 
@Peacekeeper7891: Die Politik muss sich aber ihren Regeln treu bleiben. Und diese besagen, daß ab einem gewissen Investitionsbetrag eine Ausschreibung stattzufinden hat. Entweder werden diese Regeln geändert oder eingehalten, alles andere ist schlichtweg unglaubwürdig. Egal wie funktional das sein mag, wenn das System fehlerhaft ist, dann muss es geändert werden. Alles andere ist schlichtweg Betrug am Volk.
 
Die EU fördert somit seit Jahrzehnten, die Monopolstellung von MS. Und wir wundern uns heute, dass 90% der User selbst blind MS vertrauen. Die EU ist nicht besser als das, wo die Fliegen kreisen...
 
@wingrill: Jetzt schon am Stammtisch sitzend?
 
Ich denke ein wichtiger Aspekt dürfte auch sein, dass div. extra für die EU geschriebene Programme Windows-basiert sind. Neben der Migration der Clients etc. müsste man also auch die eigens in Auftrag gegebene Software portieren lassen, was höchstwahrscheinlich noch einmal ne ganze Menge Geld kosten würde. Naja, ich seh da eig. kein Problem. Wenn es alle vier Jahre eine neue Ausschreibung geben würde, würden die ja auch nie fertig werden ihre Systeme zu wechseln bzw. anzupassen.
 
Eigentlich geht es doch gar nicht darum wer da nun was verwendet, sondern darum das die uns bevormunden EU 1993 keine Ausschreibung gemacht hat. Die EU mischt sich überall ein und denn passiert sowas bzw. kommt sowas raus. Das es nun auch noch MS betrifft, ist ja nun mal eine ganz andere Baustelle
 
@kieler: Das sich aber erst 18 Jahre später drüber aufgeregt wird, das finde ich schon lustig. Ich meine, man wusste doch auch damals schon, das die irgend ein System einsetzen müssen. Ist da keiner auf die Idee gekommen, da mal nachzufragen, welches System und wie es dazu kam?
 
@CoF-666: Nun mal ganz ehrlich und von persönlichen Systemvorlieben mal ab: Welches System war denn vor 18 Jahren im professionellen Umfeld ernstzunehmen? Ich meine jetzt den Desktop samt Office-Anwendungen. Realistsisch gesehen konnte man sich die Ausschreibung durchaus ersparen. Von Interesse wäre lediglich das ausführende Systemhaus gewesen, da in dem Bereich natürlich schon unterschiedliche Preise existierten. Als Netzwerkunterbau hätte es natürlich auch durchaus z. B. NetWare sein können, keine Frage.
 
@DON666: Eine gute Alternative wäre OS/2 gewesen ;) War damals ein super System! Server NetWare und Client OS/2.
 
@475: Aber das Softwareangebot war dann doch überschaubarer... Das war wohl auch der Grund, warum es sich letztendlich irgendwie ausschließlich in der Bankbranche durchgesetzt hat.
 
@DON666: Es war kompatibel zu Windows. Auch OS/2 Warp4 war noch zu Windows 95a Anwendungen kompatibel. Es war das Marketing was maßgeblich am Untergang schuld war. Softwarealternativen zum "Office" gabs nativ z.B. mit Lotus. OS/2 wurde nicht so "agressiv" an den Kunden gebracht, was auch der Fehler von IBM war. - Nachtrag: Was brauchte die Regierung damals mehr als Banken an Software? Da war das ganze ja noch relativ im kommen.
 
@475: Oops, das mit der Windows-Kompatibilität hatte ich irgendwie vollkommen verdrängt... Naja, wir haben das System damals in dem PC-Laden, in dem ich gearbeitet habe, auch nur an sage und schreibe 2 Kunden verkauft, daher verzeih mir die mangelnde Erfahrung damit. ;)
 
@DON666: Kein Problem. Wenige Leute kennen das System noch ;)
 
wenn ich einen bmw oder mercedes will, geh ich zum bmw oder mercedeshändler. wenn ich einen mitshubishi oder toyota will, dann geh ich halt zu denen ...
 
@RisingSun: Es ist aber ein Unterschied ob du ein neues Auto möchtest oder ob der Staat, der durch Steuergelder (z.T. auch Unternehmenssteuer) finanziert wird, eine komplette Fahrzeug-Flotte kauft.
 
"Nun stellt sich aber offenbar heraus, dass die EU-Kommission dieses Monopol selbst seit fast 20 Jahren unterstützt." Microsoft hatte es nicht schwer, die über 90 % Marktanteil zu bekommen, wenn ihr OS überall zwangsweise vorinstalliert wurde und die Behörden zwei Augen zumachten. Immerhin tut sich heute langsam etwas, aber halt sehr sehr langsam. Man muss dazusagen, dass Linux erst in den letzten Jahren eine ernsthafte Alternative für Privatnutzer geworden ist. Als Microsoft anfing, gab es da nur Apple und vielleicht zwischendurch dann mal OS/2. Viel mehr kam die meist Zeit nicht. Linux hat in den letzten Jahren aber stark an Usability gewonnen und wird immer stärker.
 
Bei dieser News-Meldung denke ich mir wieder mal: "Aha. Danke für die Info! Und weiter?" ... Vor 20 Jahren war Windows der Quasi-Standard der Betriebssysteme. Und auch in der Zwischenzeit hat sich an Konkurenzprodukten nicht so wahnsinnig viel etabliert. Und die wenigen, die EVENTUELL VIELLEICHT eine Alternative darstellen KÖNNTEN, sind jetzt zu spät dran, da eine Umstellung des gesamten Konstruktes viel teurer wäre als die paar Einsparungen, die man ggf. durch geringere Lizenzkosten erzielen würde.
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