Piraten Berlin: Steile Lernkurve statt Protesthaltung

Rickard Falkvinge fiel das Reden schwer. Immer wieder standen ihm Freudentränen in den Augen und der Hals wirkte zugeschnürt. "You Guys are so fucking great", gelang es ihm dann tatsächlich, sich Luft zu machen. Ihm, der am 1. mehr... Piratenpartei, Piraten, Baum, Andreas Baum Piratenpartei, Piraten, Baum, Andreas Baum Piratenpartei

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Eine Lernkurve nach einer Wahl ist ungewöhnlich, bisher kennt man da nur die ebbinghaussche Vergessenskurve in Sachen Wahlversprechen.
 
@LoD14: Hauptsache sie lernen nicht das Vergessen.
 
@boon: endlich mal transparente Politik - mit richtig gebildeten Menschen... Was ihnen an Erfahrung fehlt, machen sie wieder mit dynamik und ideenreichtum weg... Kanns kaum erwarten dessen Blogs zu lesen...
 
Anstatt zu jubeln werde ich jetzt erstmal abwarten und mir das ganze ansehen... die PP wäre nicht die erste Partei, die nach ersten Wahlerfolgen ganz schnell vergisst für was sie in ihren Anfängen mal einstanden. Trotzdem freue ich mich riesig über den Erfolg, alleine schon deswegen weil einfach mal ein junger, frischer Wind in die Politik Einzug hält und dort endlich mal Leute sitzen, die Ahnung von moderner Technologie und modernem Leben haben. Liebe Piratenpartei, bleibt euch treu & bleibt jung, dann können wir hier in Deutschland vielleicht echt mal etwas verändern und die Leute zum umdenken bewegen.
 
@Turk_Turkleton: Die Lernkurve wird wohl definitiv kommen und ob man dann noch an der Legalisierung von Haschisch festhalten wird bezweifle ich doch stark. Ich denke Sie haben zwar Themen aufgegriffen die viele Bürger interessieren aber bei den meisten Sachen haben Sie nicht weit genug gedacht. Ich will nur hoffen das Sie es dann nicht irgend wann den anderen Parteien nachmachen und nur noch Politik für die Wirtschaftslobbys machen.
 
@Eistee: die Lobbyisten haben da keine Chance, bei den Piraten kann jedes Mitglied am Bundesparteitag mitmachen und nicht wie bei anderen über Vertreter von Landesverbänden. Wenn da einer von Lobbyisten beeinflusst ist hat der doch alleine keine Chance oder würde abgewählt! Und bestechen müsste man auch schon einige viele!
 
@Desperados: Den Weg der Grünen vergessen?
 
@iPeople: Scheint so. Ohne wirtschaftliche Verbindungen läuft nun mal nix... oder zumindest nicht so viel (auch wenn mir das persönlich nicht so ganz gefällt).
 
@pandamir: Logisch nicht. Was passiert, wenn keine nennenswerte Wirtschaft mehr da ist, weil die Firmen abwandern, ist kein Geheimnis.
 
@Eistee: ich hab mich mit dem Programm der PP nicht beschäftigt, aber legalisierung von Drogen finde ich persönlich sinnvoll. Bei uns ist Alkohol auch legal und vergleich mal mit Ländern in denen es verboten ist/war. Dort kommt es zu mehr Alkoholexcessen als bei uns und nebenbei finanziert man damit nur Kriminelle. Ich glaube daher kriegen auch die Terrororganisationen ihre Haupteinnahmen. Das es legal ist bedeutet noch lange nicht, dass es gesellschaftlich akzeptiert ist. Komm mal mit 3 Promille Alkohol morgens zur Arbeit und erzähl deinem Chef Alkoholkonsum sei legal. Mal sehen was der dazu sagt.
 
Die Piraten sind doch nur die Grünen V.21 (21. Jahrhundert). Dazu auch noch viel angepasster und braver, als es die Grünen einmal waren. Aber letzteres mache ich ihnen nicht zum Vorwurf, denn wer auf Bäume steigt, um eine Startbahn zu verhindern, ist lächerlich. Besonders, wenn er dann einige Jahrzehnte später Castor-Transporte durchwinkt. Mal schauen, was die Piraten bewegen. Bin gespannt. Endlich eine Partei von Leuten, die mit Smartphone und Laptop umgehen können.
 
Ehrlich gesagt wähle ich eine Partei nicht, damit sie nach der Wahl mit dem Lernprozess beginnen kann. Volksvertreter sollten sich schon davor umfangreich informieren und dann mit einem durchdachten, finanzierbaren und sinnvollen Wahlprogramm antreten.
Abgesehen davon, nervt mich hier die zunehmende "Werbung" für die Piratenpartei. Wenn politische News, dann bitte neutral und parteiübergreifend, auch wenn andere Parteien das Internet nicht in diesem Umfang für sich entdeckt haben!
 
@BastiB: und wo willst du diese superausgebildeten nicht-wirtschaftsgeier herbekommen? Das ist wie der 25Jährige Arbeiter mit 10Jahren Berufsausbildung und Abitur ...
 
@VinD: Du hast die 2 Doktortitel vergessen.
 
@VinD: Genau das ist doch das Problem. Wenn ich mich in einem Thema nicht auskenne, habe ich auch keine fundierte Meinung dazu. Im Beispiel der Wirtschaft wäre die Piratenpartei daher besser beraten kein bedingungsloses Grundeinkommen zu fordern, so lange ihre Wirtschaftsexperten die Finanzierbarkeit nicht auch geprüft haben. Wieso kann sich die Piratenpartei nicht einfach auf Freiheit im Internet und den politischen Mitsprachemöglichkeiten des Volkes via Internet beschränken. So wäre sie auch für mich wählbar.
 
@BastiB: Ein bedingungsloses Grundeinkommen ist Finanzierbar! Heute nennen wir das Sozialleistungen, Kindergeld, Hartz IV oder Steuerfreibetrag. Die Frage ist hier nur: Wie will man das umschichten, damit's nicht ungerechter wird als jetzt. Daher ist das für mich kein Argument gegen die PP.
 
@docter_d: Ähm sorry, aber Sozialleistungen bekommen nicht alle. Das Grundeinkommen soll aber jedem in einer Höhe von 1500 Euro zhur Verfügung stehen. Da gibts nicht nur umzuschichten, sondern das wird ein Zuschussgeschäft. Und wer geht eigentlich arbeiten, wenn er 1500 Taler für lau bekommt? Sorry, aber das ist nicht nur nicht finanzierbar, sondern auch gesellschaftspolitisch ein Fehler. Und sorry, aber mit einer Kernkompetenz in Sachen Internet, medien, Urheberrecht sollte sie Berater werden, aber wählbar werden si dadurch nicht, denn machen wir uns nix vor, das sind keine Kernthemen einer ernsthaften Gesellschaft, sondern eher die Themen von Leuten, die nicht weiter denken, als bis zur Haustür.
 
@iPeople: klingt ned gerade, als hättest du dich mit dem grundeinkommen befasst. es ist finanzierbar. es gibt eine aus meiner sicht gute doku darüber, das es sinn macht. ein beispiel daraus. eine frau betreut im jetzigen system kinder. sie muß um leben zu können, eine bestimmte anzahl an kinder haben. fällt die kinderzahl unter eine bestimmte anzahl, kann sie nichts mehr verdienen und muß die kinder rauswerfen. damit ist keinem geholfen. beim grundeinkomen kann sie selbst bei nur einem kind "leben" und dem kind etwas beibringen.
 
@frankyboy1967: Wo hast Du denn das blöde Beispiel aufgegabelt? Eine Frau kann mit einem Kinde leben oder auch mit 5, denn ohne Job erhöht sich mit jedem Kind der Anteil an Geld, den sie pro Kind bekommt. Jedem Haushaltsmitglied steht ein bestimmtes Kontigent an Zuwendung zu. Letztlich ist es aber ihre Privatsache, wie sie die Kids und ihren Lebensunterhalt finanziert, und das ist auch gut so. Was die F.i.c.k.-Prämie bringt, kannst Du Dir in Bezirken mit sozialen Brennpunkten anschauen. Außerdem sagt Dein Beispiel nicht aus, wo das Geld herkommen soll. Wie ich schon sagte, sozialistische Experimente hatten wir bereits, sind alle grandios gescheitert. Das Einkommen aus Arbeit sollte selber erarbeitet werden. wer dazu nicht in der Lage ist, dem steht die soziale Grundsicherung in D zu Verfügung. Aber primär lehne ich es ab, ohne Leistung geld unters Volk zu verteilen, das funktioniert nämlich nicht.
 
@VinD: 25? sei froh dass es 25 Jahre sind, ein 20 Jähriger wäre doch noch besser oder?
 
@BastiB: Was die Piraten sympathisch macht ist auch die bunte Mischung aus Kandidaten. Die meisten Parteien bestehen, so kommt es mir zumindest vor, ausschließlich aus Lehrern, Juristen und Leuten, die nichts außer Politik in ihrem Leben gemacht haben.
Die Berliner Piraten müssen nun zwar beweisen, dass sie so schnell lernen können wie sie behaupten, aber wenn sie es schaffen, bringt die bunte Mischung ein interessantes Portfolio mit sich.

Chapeau! - 9% sind eine starke Leistung.
 
@docter_d: Richtig. So sollten Ressorts auch eher mit Experten für das jeweilige Thema besetzt werden und nicht mit möglichst charismatischen Fahnenhaltern, die je nach Windrichtung die Fahne neu ausrichten.
Bisher gibt es keine wirklich fundierte Rechnung, wie 39Mio Erwerbspersonen in Deutschland beispielsweise ein Grundeinkommen von 1000€ (geringere Werte wären wegen der Inflationsspirale sinnlos) erhalten sollen. Das entspräche nunmal einer Zusatzlast von 39 Mrd. € im Monat. Bürokratiekosten nicht mit eingerechnet.
 
@BastiB: Aber die Piraten haben definitiv Kompetenzen auf ihren Kernthemen: Öffentlichkeit im Netz, Umgang mit Urheberecht, etc.. Ich fürchte, wenn's ums Grundgehalt geht hast du Recht und das war nur Stimmenfang - was traurig wäre :(
 
@BastiB: wie rechnest du denn? wegen der Inflation in 10 Jahren schon mal jetzt mit dem Wert für in 10 Jahren? Ich denke doctor hat recht Grundeinkommen ist nur eine Zusammenlegung von allem vorhandenen, viel wichtiger seh ich die Forderung des Mindestlohns damit man als Arbeiter auch davon was hat!
 
@Desperados: Kern des Grundgehalts sollte aber sein, dass man keinen Mindestlohn mehr braucht!
 
@Desperados: Ich habe von der Lohn Preis Spirale gesprochen. Nicht von zukünftigen Inflationswerten. http://de.wikipedia.org/wiki/Preis-Lohn-Spirale Abgesehen davon rechnet die PP teilweise mit 1900 Euro für Alleinerziehende mit Kinder. Alles schön und gut für die Transferleistungsbezieher, aber das Geld wächst ja nicht auf Bäumen und das Finanzierungsmodell, das die PP aufstellt, wurde bereits von genug Wirtschaftsexperten vernichtend auseinandergenommen. http://wiki.piratenpartei.de/Bedingungsloses_Grundeinkommen
 
@BastiB: du vergisst den einfluss den die Globale wirtschaft auf unsere Preise hat. Du wirst nie ein stück Butter (Inflation ausgegrenzt) für 1000,- kaufen müssen. Klar wird sich das anpassen und auch irgendwo einpendeln, die frage ist nur wo! und ob es und dann schlechter geht als heute ist auch egal...
 
@BastiB: Welche Bürokratiekosten haben wir denn derzeit mit unserer "Sozialpolitik"? Eine deutlich höhere! Denn das 'bedingungslos' vor Grundeinkommen, bedeutet nichts anderes, als dass es JEDER über 18 erhält. Da gibt es nur zu überprüfen ob der ü18Jährige lebt und einen deutschen Pass hat. Und die bisher 1000,- die bisher im Gespräch sind, summieren sich aus den Einsparungen der Arbeitgeber und der derzeitigen - und dann überflüssigen- Sozialleistungen.
Auf das Grundeinkommen zahl der Arbeitgeber nur ein zusätzliches Geld. Es ist eine reine umschichtung der vorhandenen Geldes zugunsten der Lebensqualität des einzelnen.
@People: wer bitte geht für 1000-1500,- nicht doch arbeiten? Das Grundeinkommen wird schon, wenn es denn mal ankommt, so viel Betragen, dass man grade gut genug davon Zeiten zwischen Arbeiten ausstehen kann. Dieses Grundeinkommen fördert für mich die Flexibilität des Einzelnen und zusätzlich ist kein Arbeitnehmer dazu gezwungen weiterhin in einer "Mobbingagentur" zu arbeiten. Das wird auch die Arbeitsverhältnisse ändern, wenn die Leute nun durch diese Absicherung mehr aufmucken.
 
@VinD: Die Bürokratiekosten bleiben trotzdem zum Teil erhalten, denn die beamten und Amtsmitarbeiter gibts dann immernoch, die Immobilien ebenfalls. Und ob der Angestellte eben H4-Anträge in den rechner tippt oder die Überprüfung des ü18-Menschen, ist egal, sein Lohn bleibt gleich. Und von welchen Einsparungen der AG redest Du? Der sogenannte Arbeitgeberanteil ist nix weiter, als Lohn, der dem Arbeitnehmer quasi vorenthalten wird. desweiteren, wenn jemand jetzt aktuell ein Einkommen von 1000 Euro hat, wird er bei einem geplanten GE von 1500 Euro wohl kaum noch arbeiten gehen. Und das werden garantiert eine menge leute machen. Warum sollten die Leute auch arbeiten gehen. Und spinnen wir den Faden weiter. Muss der Bürger dfann von seinem GE seine Sozialversicherungsbeiträge selber zahlen? Wieviel bleibt übrig, wenn Du Altersvorsorge und Krankenversicherung (auch für familie) abziehst. Und wo sollen die Steuereinnahmen herkommen, wenn weniger Leute arbeiten? Nehmen wir doch mal die chronisch unterbezahlten Niedrigjobber, wie Putzen, Verkäuferinnen und sowas alles. Meinste, diese Tätigkeiten macht dann noch einer? Das ist alles viel zu kurz gedacht. Sozialistische Experimente hatten wir bereits auf deutschen Boden, mit bekanntem Ergebnis.
 
@iPeople: Es gibt Menschen, Freunde von mir, die würden als Fiseure arbeiten, auch wenn sie im Vergleich zur Arbeitslosigkeit nichts dazu verdienen würden. Auch ich bin einer der nicht arbeitet um zu leben, sondern arbeitet weil mir die Arbeit spaß macht. Die paar Fritzen die auch heute aus faulheit arbeitslos sind, werden dort natürlich nicht weiter arbeiten gehen. Rechnerich verliert der Staat dadurch aber auch nicht viel mehr Geld als sonst auch. Der Vorteil ist wie gesagt, dass die Normale Arbeitnehmergemeinschaft viel entspannter zu Werke treten kann. Ich bin mir sicher das du auch eine Arbeit ausführen würdest, die dir spaß macht, und dir keinen weiteren Reichtum, außer Freude, einbringt, wenn du von dem Grundeinkommen gut leben könntest.
 
@iPeople: Der Kommentar könnte von mir kommen. Danke und endlich auf den Punkt gebracht. Und an manch anderen sei gesagt, dass es uns noch nie so gut ging wie heute. Wer diese sozialistischen Spielchen ausprobieren mag, soll mal ein Jahr in Nordkorea verbringen, da sieht man ja wie gut das ganze funktioniert.
 
@VinD: Du meinst also, dass alle Niedriglohnbezieher, die heute arbeiten, immer noch arbeiten wenn sie trotz früh aufstehen 600€ weniger in der Tasche haben? Klar gibt es ein paar heroische Ausnahmen, das ist wirklich bemerkenswert, aber die breite Masse wird den Mittelfinger zeigen und das Geld einstecken. Spätestens die wirtschaftlichen Nöte der DDR hätten zeigen sollen, dass ohne Anreize nichts funktioniert. Kein Wunder, dass dort die Arbeitslosigkeit bei über 15% lag.
 
@VinD: Ich sehe, Du hast real noch nicht mit dem wirklich harten Arbeitsmarkt zu tun gehabt. es geht nich tum die Faulen, die lieber arbeitslos sind, es geht um die, die als notwendiges Übel einen Niedriglohnjob ausüben. Das sind keine "paar Fritzen", sondern davon leben ganze branchen. Eine Friseuse wird wohl kaum für irgendjemand arbeiten, sondern sich privat etwas dazuverdienen. Und Deine rechnung, dass der Staat nix verliert, hast Du woher?
 
@BastiB:
Die Experten (besser angehende Experten) stellt die Piratenpartei selber. Es handelt sich nämlich bei allen Abgeordneten dieser Partei um (angehende) Studenten.
 
@Graue Maus: Welch Referenz
 
@iPeople, BastiB etc.
Der Fehler ist immer, dass die Änderungen, die mit dem BGE einhergehen, einfach ignoriert werden, wenn man sich nicht richtig damit beschäftigt hat. Dann kommen solche Sprüche/Fragen/Polemik dabei heraus wie:
"Muss der Bürger dann von seinem GE seine Sozialversicherung/Altersvorsorge selber zahlen?", "Sozialistische Experimente hatten wir bereits.", "Wo sollen die Steuereinnahmen herkommen, wenn weniger Leute arbeiten?"
BGE mit Sozialismus zu vergleichen ist wirklich eine Frechheit. BGE ist zwar extrem sozial, aber genauso auch extrem wirtschaftlich und extrem freiheitlich/demokratisch. Genau diese drei Komponenten machen für mich das BGE aus.
Zu den Fakten: Was beim BGE wegfällt ist nicht weniger als: Lohnsteuer, Renten, Hartz4, Kindergeld, Arbeitslosengeld, viel Bürokratie. Lohnsteuer muss durch Umsatzsteuer ersetzt werden. Warum werden Menschen heute dafür bestraft, wenn sie arbeiten, Maschinen werden aber wie Schwarzarbeiter behandelt (keine Lohnsteuer)? Die Wertschöpfung muss besteuert werden, nicht die Arbeit an sich, bevor überhaupt etwas verkauft wird. Diese Einmischung des Staates in die Produktion empfinde ich als unerträglich. Ich hoffe jetzt wird auch klar, warum die Politiker ständig nach Wachstum rufen, egal ob von links oder rechts: Die Wirtschaft hat die Aufgabe immer produktiver zu werden, natürlich auch mit immer weniger menschlichen Arbeitseinsatz. Damit zumindest gleich viele Menschen beschäftigt bleiben, brauchen wir Wachstum. Wohin das führt, ist eigentlich offensichtlich, wird aber sehr gerne ignoriert. Lösung: Lohnsteuer auf Umsatzsteuer umlegen. Damit wären auch die immer wieder diskutierten Ungerechtigkeiten der Sterprogression und der kalten Progression weg. Mit dem BGE verschwindet endlich der Wachstumsfetischismus! Freie Menschen können dann endlich selber entscheiden, wie sie leben/arbeiten möchten. Wie unproduktiv das heutige System eigentlich ist, lässt sich doch nur erahnen. Die meisten Bürger müssen sich einem "gottgegebenen" System unterwerfen und haben einen Einkommensplatz, aber nicht wirklich einen Arbeitsplatz, der sie erfüllt. Mit dem BGE müssen Arbeitgeber menschenwürdige, attraktive Arbeitsplätze anbieten, was ist falsch daran?

Wer die Frage nach Finanzierbarkeit stellt, sollte sich die Gegenfrage gefallen lassen:
Ist eigentlich unser heutiges System seriös finanzierbar? Die größten Finanzexperten geben unumwunden zu, dass das System Wirtschaft/Börse/Finanzen größtenteils psychologischen Gesichtspunkten folgt. Wollen wir uns weiterhin von derartiger Unsicherheit leiten lassen, die die Menschen im Griff hat? Wofür machen wir überhaupt Marktwirtschaft, wenn nicht für die Steigerung von Wohlstand und Glück des Menschen? Mehr Reichtum macht nicht glücklicher, mehr Armut aber sehr wohl unglücklicher.
Können wir uns es leisten, die Armut und damit das Unglück immer weiter steigen zu lassen? Das tut es nämlich mit der heutigen Marktwirtschaft, unabhängig davon, ob es sich um arme oder reiche Länder handelt!
 
@agentbarni: Lohnsteuer ist ne Einnahmeseite. Dem gegenüberstehen also wegfallendes H4, Kindergeld, Rente (anderer Topf), Arbeitslosengeld (Versicherungsleistung), was nicht jeder erhält (im Gegensatz zum BGE). Die Lohnsteuer wird also durch höhere andere Steuern ersetzt. Das ist als Linke Tasche, rechte Tasche. Dadurch steigen also die Preise für Waren und Dienstleistungen. Dafür müsstes Du also den Firmen tief in die tasche greifen, also deren Steuern erhöhen, damit sich das lohnt. Damit öffnest Du der Abwanderung Tür und Tor - noch weniger Steuereinnahmen. Du findest Einmischung der Politik in die Produktion unerträglich? Aber um das BGE durchzusetzen musst Du genau das machen. Die Wegfallenden Sozialabgaben auf AG-Seite kommt einer Lohnkürzung gleich, denn das ist nichts weiter als vorenthaltener Loh. DAs habe ich alles schon ausgeführt, aber Du ignorierst es. Du möchtest also die Wertschöpfung besteuern, die Gewinne schmälern. Na was meinst Du, wieviele Firmen sich das gefallen lassen? Und was die kalte Progression betrifft, mit erhöhung von anderen Steuern ist das ein Nullsummenspiel. Mit dem BGE müssen die Firmen gar nix, denn sie wandern ab. Und sorry, aber das sind alles haargenau sozialistische, ja fast schon kommunistische Träumereien. Nichts gegen einzuwenden, nur funktioniert das nicht. Du möchtest ein System komplett umkrempeln, machst aber die rechnung ohne den Wirt. Wenn das nämlich alles so einfach wäre und sich damit nicht nur Wählerstimmen sammeln ließen, sondern auch der Wohlstand erhöht werden könnte, wäre das alles schon längst passiert, denn das BGE ist keine Erfindung der PP, sondern ist eine uralte Idee.
 
@iPeople:

Danke für die Antwort, ist aber leider vieles falsch was du schreibst!

Zunächst mal: Firmen zahlen keine Steuern!!! Das wird zwar immer suggeriert, ist aber faktisch falsch. Die Wirtschaft ist zwar ein immer währender Kreislauf, aber Sinn macht es doch wohl, die Wertschöpfungskette z. B. vom Rohstoff bis zum Endverbraucherprodukt zu betrachten. Da fallen sehr viele Steuern und Abgaben an. Was macht eine Firma z. B. mit der Lohnsteuer und sämtlichen Lohnkosten? Zahlt sie die aus vorhandenem Vermögen? Nein, es fließt alles in den Endpreis ein! Es ist immer, immer, immer der Endverbraucher, der alles bezahlt. Kann auch gar nicht anders sein in einer gesund funktionierenden freien Wirtschaft! Der Arbeitnehmer ist nicht deshalb Steuerzahler, weil er arbeitet, sondern weil er Verbraucher ist!

Ich möchte nicht die Wertschöpfung besteuern, die Wertschöpfung wird doch heute schon genauso besteuert, nur mit viel Bürokratie und über viele Umwege. Ich möchte die Unternehmen vom Einfluss des Staates (und die Menschen genauso) befreien, was die Steuern betrifft und solange ein Produkt nicht verkauft ist. Dann soll der Staat zulangen und seinen Anteil verlangen.

Was die kalte Progression betrifft: Es ist eben gerade KEIN Nullsummenspiel, da die Umsatzsteuer mit der Inflation 1:1 Schritt hält. Muss doch mathematisch auch so sein!

Du redest doch selbst von "linke Tasche, rechte Tasche", wo sollen dann steigende Preise herkommen? Fallen alle Steuern weg, und die Umsatzsteuer wird auf z. B. 100% vom Netto (wären dann 50% vom Brutto) gesetzt, sind sämtliche Einkaufspreise, Mieten, Löhne, etc. niedriger, der Endverbraucherpreis bleibt konstant. Das ist wieder Mathematik, vorausgesetzt, buchhalterisch wird seriös gearbeitet!!! Wo werden hier Gewinne geschmälert???

Wie gesagt, es wird leider wenig bedacht, dass sich die Grundlagen beim BGE ändern. Dann kommt sowas unlogisches wie: "Dadurch steigen also die Preise für Waren und Dienstleistungen."

Ich weiß nicht, warum du immer wieder mit sozialistisch oder kommunistisch kommst, damit habe ich rein gar nichts zu tun! Aber mit den besten Ideen ist es immer so: Zuerst werden sie belächelt, dann bekämpft und in der dritten Phase waren alle schon immer überzeugt davon. Ich denke du befindest dich mit deinen Vorurteilen gerade zwischen Phase eins und zwei ;-)
 
@agentbarni: "Ich weiß nicht, warum du immer wieder mit sozialistisch oder kommunistisch kommst, damit habe ich rein gar nichts zu tun!" - doch genau das hat es. Du schreibst doch selber, alles müsste geänedrt werden. Das Thema ist aber einfach zu komplex für das Kommentarsystem von WF. Fakt ist, es ist nicht einfach durchsetzbar und finanzierbar ist es auch nicht ohne weiteres, das haben einige Studien der letzten Jahre aufgezeigt. Denn wie ich schon schrieb, bei 1500 Taler wird keiner mehr im Niedriglohnbereich arbveiten gehen, das heußt, der großteil des Diensleistungsgewerbes geht flöten. und das ist nur der anfang. Außerdem, so wie die PP das geschrieben hat, soll das BGE jedem Bürger mit Wohnsitz in D zustehen. Du weißt schon, dass jeder in der EU seinen Wohnsitz ohne Probleme nach D verlagern kann?
 
@iPeople:
Ich brings mal auf den Punkt, der für mich entscheidend ist: Wie willst du ohne BGE verhindern, dass die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinandergeht? Vielleicht bist du auch nur ein Zyniker, der genau das will, oder dem das egal ist.
 
@agentbarni: Ich bin einfach der meinung, dass jeder für sich selber verantwortlich ist. Solidarische Gemeinschaftsprojekte sind gescheitert, sei es der realexistierende Sozialismus oder aber auch aktuell die Solidarsysteme des Westens. keiner will einzahlen, alle wollen nur haben - das funktioniert nicht, es sei denn, Du enteignest quasi die Konzerne und Firmen, um deren Wertschöpfung zu erhalten, denn alleine mit einer Abgabe darauf, wirst Du nicht viel einnehmen. Und damit wären wir wieder beim Sozialismus resp. Kommunismus.
 
nun ja, du hast halt ganz bestimmte Denkschemata, aus denen du anscheinend nicht rauskommst, betonartig. Verstanden vom BGE hast du jedenfalls noch nicht viel, wenn du schon wieder mit so einem Blödsinn wie Enteignung kommst. Oder "mit einer Abgabe wirst du nicht viel einnehmen". Ich versteh es nicht, du beschäftigst dich mit dem Thema, und dann soviel Unwissen und Polemik.
Und dieses rumreiten auf 1500 Euro, wirfst aber anderen vor, viel zu kurz zu denken. Hab ich nie von erzählt, ich denke z. B. Hartz4 + 100 Euro wäre realistischer.
 
@agentbarni: Es ging um die Ideen der PP, und die redet von 1500 Euro. Mein Denkschemata, wie Du es nennst, orientiert sich an der derzeitigen Realität.
 
@iPeople: Du meinst es wirklich nicht sehr seriös mit dieser Diskussion, oder? Von 1500 Euro lese ich auf der Homepage der Piraten zwar etwas (als Zitat), aber allgemein geht es bei den Piraten auch um die Größenordnung Hartz4+100Euro.
Aber das ist deine Vorgehensweise. Einzelbeispiele und Vorurteile heran nehmen, Schwarz-Weiß Malerei. Wie ein zähnefletschender texanischer Republikaner, für den jeder "Gemeinwohldenkende" reflexartig als Kommunist beschimpft wird. Kommunismus verabscheue ich übrigens, hat mit Freiheit und Wirtschaftlichkeit nicht viel zu tun. Für sozial halte ich Sozialismus/Kommunismus auch nicht. Ist alles extrem regulierend. Die Wirtschaft soll von mir aus noch freier sein, der Mensch muss dann aber auch frei sein um die Wirtschaft tragen zu können. Wenn du die Wirtschaftlichkeit vom BGE nicht erkennst tut es mir leid. Von der sozialen und demokratischen Komponente mal ganz zu schweigen. Das BGE soll schließlich ein Grundrecht werden, wie das Wahl- oder Versammlungsrecht. Früher hieß es auch: "Soll denn jeder bei einer Wahl mitentscheiden können?" Dann kamen Frauen als Wähler dazu: "Das können wir den Frauen nicht zutrauen, sich mit soviel Fragen zu beschäftigen." Heutzutage kommen viele solcher Sprüche in Richtung BGE. Das ist für mich Arroganz, z. B. auch zu glauben, man selber würde mit BGE sicher weiterhin arbeiten und sein Leben sinnvoll gestalten, aber alle anderen Menschen würden dies nicht tun. Man kann sich durchaus darüber bewusst zu werden, dass eigentlich jeder Mensch zwei Menschenbilder in sich trägt (eins von sich selbst und eins von allen anderen), das hilft schon mal ;-)

Ist es denn für dich logisch, dass ständig versucht wird mit den Mitteln, die uns die heutigen Probleme gebracht haben, eben diese Probleme zu lösen? Damit meine ich das ständige reflexartige Rufen nach Wachstum. Das war bisher sicher gut und notwendig, sonst hätten wir nicht so schnell die heutigen technischen Möglichkeiten erreicht, aber der Weg muss doch mal erkannt werden. Dass diese Einbahnstraße Konsequenzen hat. Z. B. das ständige wachsen der Städte und die Ausdünnung der Länder mit einhergehenden massiven Problemen. Mit BGE wäre das anders. Ein ständiges unkontrolliertes Wachstum gibt es sonst nur bei der Krankheit Krebs, in der Natur kommt das nicht vor, aber wir Menschen versuchen es trotzdem. Mit allen Folgen, die du leider ignorierst. Oder haben z. B. die Kinder in den Slums in Indien oder Kairo einfach nichts Besseres verdient? Sie sind ja schließlich für sich selbst verantwortlich. Und das wirtschaftliche Handeln auf diesem Planeten hat damit nichts zu tun??? Da fallen mir nur die drei Äffchen ein: Nichts hören, nichts sehen, nichts sagen. Sagen tust du schon etwas, aber auf meine Richtigstellungen bist du z. B. überhaupt noch nicht eingegangen. Die Realität kann dich nicht wirklich interessieren, sonst müsstest du eingestehen, dass deine bevorzugte Haltung "Marktwirtschaft + jeder ist für sich selbst verantwortlich" Einfluss auf die Menschen und alles andere hat. Man ist zwar für sich selbst verantwortlich, aber eben mehr als nur das. Nimm deine Scheuklappen ab! Was führt denn deiner Meinung nach zu mehr Armut auf diesem Planeten, wenn nicht das wirtschaftliche Handeln? Ohne BGE können die Unternehmen heute sozusagen auf Jagd gehen (z. B. Arbeiter aus den Slums für hiesige Textildiscounter), die Verantwortlichkeit ist aber auf einen ganz kleinen Bereich beschränkt. Ist das deine Definition von Verantwortung und Freiheit?
 
@agentbarni: Wars das? Ich bin nicht Deiner meinung, also bin ich arrogant, habe Scheuklappen und bin natürlich unseriös, weil ich die von den Piraten angesprochene Größenordnung des BGE 1000-1500 Euro eingebracht habe, weil es nämlöich genau diese Zahl ist, die im Hgespräch ist und nicht h4+100 Euro. Sorry, aber wenn Du andere Meinungen niucht akzeptieren kannst, ohne Dich über den Dingen stellen zu müssen (das ist nämlich wirklich arrogant), dann habe ich keine Lust auf weitere Diskusion. Ich bin nunmal der meinung, dass es nicht funktioniert und das hast Du zu akzeptieren. Wenn Deine Diskusionskultur darin besteht, Deinen Diskusionsgegner damit zu kommen, dass er ja offenbar keine Ahnung hat und Du der Alleswisser bist, dann schließe ich auch zukünftige Diskusionen mit Dir aus, denn darauf kann ich gut verzichten. Tschö
 
@iPeople: Nun, ich habe ja viele Punkte konkret angesprochen, ohne dass du dich dazu geäußert hast. Deshalb weiß ich auch nicht genau, welche Meinung du wirklich vertrittst. Ich halte mich nicht für einen Alleswisser und akzeptiere deine Meinung, dass BGE nicht funktioniert. Ich bin sogar immer auf der Suche nach Gegenargumenten (im Moment besonders bei dir), weil ich es mir auch nicht so richtig erklären kann, dass das BGE bisher nicht mehr Zuspruch gefunden hat. Ich will doch meine Meinung weiterentwickeln und fundieren, aber das kann man halt nur mit Fakten, nicht mit Vorurteilen. Wenn du z. B. erklären könntest, warum mit BGE Preise steigen sollen (ich habe erklärt, warum das mathematisch nicht sein kann), warum die Ärmsten auf dieser Welt für sich selbst verantwortlich sind und das wirtschaftliche Handeln keinen Einfluss auf die zunehmende Armut hat, warum das mit der kalten Progression ein Nullsummenspiel sein soll (die Mathematik sagt was anderes), ob Firmen Steuern zahlen (oder letztlich immer der Endverbraucher), warum Firmen abwandern sollen, wenn sie deutlich weniger Kosten während der Produktion zu tragen haben, warum man vom BGE Sozialversicherungsbeiträge zahlt, wie du geschrieben hast.
Deine Meinungen dazu, bzw. welche Logik sich dahinter verbirgt, hatte ich zwar versucht herauszufinden, kenne ich aber nicht. Noch ein Beispiel: Wo die Höhe des BGE bei den Piraten beschrieben wird, habe ich geschrieben, du beharrst weiterhin auf 1500 Euro, kannst du das belegen?
Fakten und Erklärungen wären ein echter Fortschritt, nicht für dich, sondern für mich!
Tut mir leid, wenn es bei mir manchmal etwas harsch rüberkommt, würde mich trotzdem auf Antworten von dir freuen. Eine Diskussion mit einem BGE Befürworter bringt mir nämlich nichts ;-)
 
@agentbarni: Vergiss es, ich leier das alles nicht nochmal runter. das ist hier nicht das richtige Forum dafür. Du hast keine Argumente von mir gelesen? Dann wirds wohl so sein.
 
@iPeople: "Vergiss es, ich leier das alles nicht nochmal runter." - Vorurteile hast du runter geleiert, ja. Fakten, die ich angesprochen habe, leider nicht. Da machst du dir einen schlanken Fuss!
 
@agentbarni: schon witzig wie manche leute Wissen abwehren wie Krankheiten ... ich verstehe nicht wieso man sich so derart gegen neues Blockieren kann. Es ist doch nicht so schwer, sich mal das Wirtschaftssystem herzunehmen - von mir aus Shemenhaft - und es sich mal Gedanklich mit einem BGE durchzuarbeiten. Vereinfacht: Der Bürger bekommt als Lohn einen Teil BGE (Absolut jeder Bürger) - von mir aus 1500€; zusätzlich von der Firma einen Bonus -> Das ist eine extreme Gewinneinsparung für Firmen, wieso sollten die dann abwandern? ... so nun können die Firmen mit dem eingesparten Geld entweder ihre Forschung vorantreiben, oder die Preise senken oder mehr Mitarbeiter einstellen und haben am Ende genauso viel, wie ohne BGE. Entlastung der Bürger: Dieser hat nun ein ständiges Gesichertes Einkommen, auf das er sich jeden Monat verlassen kann, er kann Kündigen und die Arbeit wechseln wie er Lust hat, es schadet ihm persönlich nicht (Bei zuvielen Wechseln in einer Firma ist das allerdings zerstörerisch). Der nächste Kritikpunkt waren die Preiserhöhungen für Verbraucher: die Löhne steigen minimal(BGE+Unternehmen), deshalb werden die Preise auch kaum steigen. Das hat sich schon immer in der f.Mw angepasst... ach genug unbelehrbarkeit ist eine schlimme Krankheit
 
@BastiB: Streiche doch mal alle Sozialleistungen, wie Hartz 4, Kindergeld und was weiß ich es noch so gibt. Jetzt kommt ein Grundeinkommen. Macht's klick?
 
@s3m1h-44: Hier geht es um ein bedingungsloses Grundeinkommen. Das bedeutet, dass auch ich als Student es erhalte und alle anderen, die zuvor keinen Transfer erhalten haben. Es gibt keinen Finanz- und Wirtschaftswissenschaftler, der die Finanzierbarkeit dieses sozialistischen Transfersystems nachweisen konnte. Es ist nicht finanzierbar!
Die PP fordert teilweise 1900€ für Alleinerziehende mit Kinder. Heute bekommt sie vielleicht etwa 450€ Kindergeld, macht eine Differenz von 1450€. Bitte erkläre mir, woher dieses Geld kommen soll.
 
@BastiB: "Bitte erkläre mir, woher dieses Geld kommen soll." Z. B. daher, dass du dann nicht auf eine Nebentätigkeit oder Transfereinkommen angewiesen wärst, um dein Studium zu finanzieren. Du wärst deutlich schneller fertig und verursachst weniger Kosten, kannst früher anfangen zu arbeiten und zahlst durch deinen Konsum früher mehr Steuern. Nicht logisch? Oder finanzieren deine Eltern dich? Dann ist die Welt natürlich heutzutage rosarot, alles ist finanzierbar. Nenn mir bitte nur einen Experten, der unser kapitalistisches Transfersystem für finanzierbar hält, die stetig steigende Armut mit ihren Folgekosten aber bitteschön inbegriffen, wird immer gerne weggelassen!
 
@agentbarni: Nun ist es ja so, dass ich durch eine Nebentätigkeit dem Staat keine Kosten verursache. Im Gegenteil, durch meine Produktivität erhöhe ich das reale BIP!
Transferleistungen sind jedoch keine Wirtschaftsleistung, daher ist deine aufgestellte Rechnung nicht richtig.
Ob ich Bafög oder Grundeinkommen erhalte ist völlig egal, beides ist umetikettiertes Transfereinkommen und schadet der deutschen Wirtschaft.
 
@BastiB: Durch deine Nebentätigkeit studierst du länger, aber verursachst damit angeblich keine höheren Kosten! Wie geht das??? Durch kürzeres Studium wäre deine Produktivität insgesamt höher, einfachste Rechnung! Der Begriff "Transferleistung/-einkommen" ist wohl Definitionssache. Ich verstehe auch Einkommen des Ehepartners/Eltern für Partner/Kinder als Transfereinkommen, also im Falle des Studenten natürlich als Wirtschaftsleistung. Wenn ich durch Bafög oder Grundeinkommen überhaupt erst die Möglichkeit zum Studium bekomme, eine bessere Ausbildung habe und durch höhere Produktivität die verursachten Kosten mehr als nur zurück gebe, wie kann das dann der deutschen Wirtschaft schaden???
 
@agentbarni: Die Meisten die ich kenne, bleiben trotz Nebenjob in der Regelstudienzeit. Aber sicher ist das ein zusätzlicher Arbeitsaufwand. Transfer schadet immer der Wirtschaft, da du Einkommen nicht durch deinen Beitrag zum BIP generierst, sondern durch Transfer von anderen. Es ist natürlich immer wirtschaftlicher, das Geld durch Erstellung von Gütern zu verdienen, anstatt von der Gesellschaft bezuschusst zu werden. Von den negativen Anreizen, die von Transfereinkommen ausgehen mal ganz abgesehen.
 
@BastiB: meinst du etwa andere Parteien beginnen vorher zu lernen? Wohlt kaum oder willst du mir erzählen dass Juristen oder BWLer schon bevor sie Umweltminister oder Gesundheitsminister werden vom Gesundheitswesen oder von Umweltregeglungen Ahnung haben? Die arbeiten sich auch erst ein bzw. lassen die Arbeit gleich von Lobbyschweinen machen!
 
@Desperados: Dass andere Parteien nicht besser sind, ist keine Ausrede. Die Piratenpartei will es doch besser machen und nicht genauso, oder? Ansonsten habe ich doch genau das gleiche gesagt. Die Ministerien sollen von Experten besetzt werden und nicht von einem Arzt, der die Wirtschaft lenkt, oder von einer Physikerin die die Regierung zusammenhält. Da sind alle Parteien gleich, egal welche Farbe. Relativierend muss man aber bekennen, dass in den Ministerien überwiegend sachkundige Experten sitzen und so gute Vorschläge, Empfehlungen und Rechnungen vorlegen. Der Minister verkauft dies ja meistens nur und setzt seine Unterschrift darunter
 
@BastiB: Manchmal tut aber gerade das Sachfremde etwas Gutes an dieser Stelle: Wenn ich etwas neues Lerne (Sachfremder) finde ich evtl. eine neue Lösung. Wenn ich etwas kann (Experte) mache ich das, was alle machen!
 
@BastiB: Rösler war auch mal bei den Jungen Liberalen, der wusste von Anfang an was abgeht. Ist sowas etwa besser?
 
Ach, kann man eigentlich irgendwo sehen, mit welchen Personen die Plätze besetzt werden?
 
@LoD14: Natürlich: http://de.wikipedia.org/wiki/Piratenpartei_Berlin
 
@LoD14: http://berlin.piratenpartei.de/
 
Übrigens: Erinnert euch daran was Silvana Koch Mehrin bei einem Fernsehauftritt gesagt hat (zum Thema Schulden).
 
@ephemunch: Was denn?
 
@ephemunch: Würde mich auch interessieren LOL
 
@docter_d & iPeople:http://tinyurl.com/2bjnbvf
 
endlich eine frische und junge Partei, sollen sie doch eine Chance erhalten, über alle "alten Parteien" wird sowieso nur gemeckert und diese machen auch nicht gerade die Politik die sich der Wähler wünscht.
Die Piraten sind noch nicht so "verdorben" wie unsere Stammpolitiker.
 
Hihi, geil. Piratenpartei ist wie ein Überraschungsei. Es ist irgendwas drin, man hört es klappern aber es bleibt eine Überraschung;)
 
@iPeople: Angesichts der Größe der Prozentzahl (bei der Wahl) aber wohl eher ein Straußen denn ein HühnerEi *grins
 
@DerTigga: Um die größe gings doch gar nicht.
 
@iPeople: Mir aber. Das da im wahrsten Sinn des Wortes mehr bei rauskommen wird, als in so nem Zwerg(Ü)ei Platz hat, daran glaub ich zumindest im Moment sehr.
 
@DerTigga: Ja, Glaube soll ja manchmal helfen. Und Du hast die Metapher überhaupt nciht verstanden.
 
@iPeople: wieso sollte ich denn eins zu eins darauf eingehen ? Weil du sie für zutreffend hällst ? Das reicht, das ich das muss ?
 
@DerTigga: Du bist ja nicht mal 0:1 drauf eingegangen. Lassen wir das.
 
Das sehe ich ein bisschen anders: "durch die Verurteilung der Betreiber des BitTorrent-Trackers "The Pirate Bay" eine aufgeheizte Stimmung" ... das war vorallem durch das Thema Vorratsdatenspeicherung und Kinderpornoamgstpropaganda (Jeder zweite ist ein potentieller Täter)...kann man alles schön bei heise nachlesen.

Alles in Allem ist die Piratenpartei ein Spiegel unserer aktuellen Generation. Selbst wenn Sie es nicht schaffen werden sich so zu etablieren wie z.b die Grünen, werden Sie dennoch die anderen Parteien dazu zwingen sich mit vielen Themen des Internets besser und ausführlicher zu beschäftigen.
 
@lox33: Es ging in dem Absatz mit der Pirate Bay um die schwedische Piratenpartei
 
3 Meter News-Text. Man sieht, wie unparteiisch und unabhängig also Winfuture ist...
 
@GordonFlash: WF ist nicht öffentlich-rechtlich. Aber halt, Tagesschau meinst du magst du ja auch nicht. Vielleicht findest du ja bei der BILD dein neutrales Meinungsbild vor?
 
@lutschboy: Ich weiß nicht, warum du mich jetzt in Richtung BILD schiebst, nur weil ich es nicht ok finde, wenn eine Technik-affine Webseite, Schwerpunkt Windows, den Berliner Wahlkampf bzw. Ausgang hier überdimensional darstellt. Nur weil auf dem Windows-Rechner eines populären Ex-Mitgliedes mal Kinder-Pornos gefunden wurden? ^^
 
@GordonFlash: Mit deinem letzten Satz hast du dir die Frage des ersten Satzes selbst beantwortet.
 
@lutschboy: Wer sich also an Fakten hält, ist potenzieller BILD-Leser? Soso...
 
@GordonFlash: Die WF-Redaktion ist direkt mit der Berliner Wahl konfrontiert, das sollte man nicht so ganz außer Acht lassen, denn das Büro befindet sich wo? Richtig geraten! Außerdem existieren ja nun auch durchaus Schnittmengen zwischen den hier vertretenen, (computer)technisch interessierten Lesern und der Piratenpartei.
 
@DON666: Das erklärt aber immer noch nicht die 3 Meter News-Text. Mehr als offensichtlich ist dies ein (vom Autor) politisch motivierter Beitrag. ;-)
 
Ich habe Sie als Berliner auch gewählt, und ja klar nicht nur aus Überzeugung zu allen Themen. Aber ich bin nun mal einer der sein Wahlrecht gern wahr nimmt (besser als nicht zu gehen, auch wenn das Wetter scheisse war). Mit einigen Inhalten bin ich einverstanden mit einigen nicht. Aber wenn ich erlich bin, du sitzt da in deiner Kabine, schaust auf den Wahlzettel vor dir und denkst: HMM. immer der ewige abklatsch zwischenden den beiden grossen Parteien und am ende sind wir immer tiefer im dreck gelandet..muss nicht sein. Grün hochkommen lassen muss auch nicht wirklich sein, naja und rasistische Vollidioten oder BIG-Multipfeifen, die gerade hier in Neukölln für das größte Sozialamtaufkommen in gesamt DE sorgen, muss man sich auch nicht gerade antun. Ergo schau ich wer mich am ehesten anspricht und wer noch keine chance hatte sich zu etablieren und lebe in der Hoffnung, das diese etwas bewegen können und werden. Und die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt ;)

Aber gebe auch gern zu 50% meiner Wahl war einfach nur aus Protest und verschenken werde ich meine Stimme weiterhin nicht an die Rentnerfraktion mit den Eurozeichen in den Augen. *Schnüff der DM hinterher*
 
Finde es immer wieder amüsant wie der Mensch einfach nichts dazulernt. Schon damals bei den ersten Erfolgen der Grünen wurde ständig von einer Protestpartei geredet. Immer wieder das Gleiche.
 
@ephemunch: tja neues spiel neues glück ;) - aber ich schätze mal du gehst nicht wählen ;)
 
@Fireball78: Ach, guck mal da. Jetzt kommt diese Behauptung ''Du gehst nicht wählen''. Welches Vögelchen hat dir das in dein Öhrchen gezwitschert ? Solltest auf das Vögelchen nicht hören, sonst wirst du noch Rechtspopulisten wählen. Und ich habe bisher immer gewählt, außer 1x. Also deine Behauptung kannst du ruhig wieder dorthin stecken wo es herkommt. Ach noch was: Stimmt ich habe diesmal nicht gewählt. Denn ich wohne nicht in Berlin ;)
 
@ephemunch: ja is ja gut kleiner :) - Zitat von dir selbst: "Wie es aussieht ist es sinnlos mit fanatischen Prohibitionsbefürwortern zu diskutieren. Die bleiben einfach bei ihrer Meinung und auch die besten Argumente und Fakten bewegen die nicht daran alles ein wenig anders zu sehen."

Stimmt genau !
 
@ephemunch: Es geht doch nicht alleine um den Einzug einer Protestpartei sondern vielmehr anderen Pateien zu zeigen dass diese Patei Themen aufzeigt welche dem Volk wichtig sind. Meinste nicht das sich Andere nun Gedanken machen - Wieso sind sie gewaehlt worden. Was muessen wir tun um diese Waehler wieder zurueck zu holen
 
Achja und was ich gerne noch hinzu fügen möchte , ich bin Zeitarbeitnehmer (6,89€ brutto/h), und ohne meine freundin wäre eine Wohnung zu finanzieren bzw. für seinen Lebensunterhalt allein zu sorgen, in einer 1,5 Raumwohnung mit 52qm und 420,-€ Miete kaum noch finanzierbar. Deswegen finde ich allein den erlass der öffentlichen gar nicht so verkehrt, um allein auf arbeit zu kommen. allerdings die finanzierung und die machbarkeit, oje oje daran kann ich auch nicht wirklich glauben :)
 
Denke die Piraten wildern MASSIV bei den enttäuschten FDP Wählern.

Klar sind viele der Ziele utopisch und die Kandidaten unerfahren, aber so what das war bei jeder Partei am Anfang so.
 
@Doso: Die PP hat von fast allen Parteien Zuwanderer einsammeln können, aber sicher von der FDP am wenigsten.
Die PP ist eine linke Partei und bis auf die liberalen Ansichten bezüglich des Internets, hat sie keine Schnittmenge mit der FDP. Vor allem den Grünen konnte sie einige Wähler abluchsen.
 
Lernen ist was sehr schönes, die Frage ist halt nur von wem. Also eher von der FDP (nämlich, wie man ugs. als Tiger springt, und als Bettvorleger endet), oder wie die Grünen (wenn am anderen der Welt ein Atomkraftwerk in die Luft fliegt,und man wie von selbst, Erfolge ohne Ende einfährt)
 
Ob es was wird oder nicht sehen wir wohl in 4 Jahren - damals hatte man den Grünen auch nix zugetraut - auch sehr einseitiges Programm etc. Ich bin zuversichtlich das die Piraten es schaffen können !
 
@SmallAl: Die nächsten Wahlen auf Landes- und Bezirksebene sind in fünf Jahren. :)
 
@s3m1h-44:
Das ist ein Irrtum, die nächsten Landtagswahlen sind im Mai 2012 in Schleswig-Holstein, und für uns alle im September oder Oktober 2012 die Bundestagswahl.
 
@Graue Maus: SmallAl meinte "[...] sehen wir wohl in 4 Jahren[...]" und bezog sich damit auf Berlin und genauso, wie er habe ich mich auch auf Berlin bezogen. Landeswahlen sind alle fünf Jahre! Was interessiert mich bitte Schleswig-Holstein und von Bundeswahlen hat doch niemand von uns beiden hier gesprochen! Ich meinte doch "Landes- und Bezirksebene". Wenn ich Bundesebene gesagt hätte, würde ich dich verstehen aber habe ich doch gar nicht!
 
Wie ich in vielen Kommentaren lese erwarten viele von den Piraten entweder a) schon bald wieder in der Versenkung zu verschwinden oder b) die Politik komplett umzukrempeln. Ich denke nicht das die Piraten lange in der Politik vertreten sein werden. Zur Zeit ist es aber einfach wichtig Leute in der Politik zu haben die sich mit dem Thema IT auskennen, da viele der momentan regierenden Politiker sich nicht fuer IT interessieren und sich von Sicherheitsbeamten informieren lassen die scheinbar selber nur Geruechteweise ueber die Moeglichkeiten informiert wurden. In 10-15 Jahren werden auch in den anderen Parteien Leute sitzen die verstehen das ein "das ist technisch nicht moeglich" von einem Techniker nicht bedeutet das dieser keine Lust hat das zu tun was der Politiker moechte (Siehe von der Leyen mit ihren Stoppschildern). Zu dem Zeitpunkt muessen die Piraten auch in anderen Bereichen ihre kompetenzen haben, wenn sie weiterhin gewaehlt werden wollen.
 
@ultimate_undead: Wie wäre es, wenn du dir mal das Wahlprogramm der Piratenpartei durchliest, bevor du hier auf Besserwisser tust?
 
wir werden sehen, Ton Steine Scherben mit der Roth ( Grüne) als Groupie wurden damals auch mit Geld zum Schweigen gebracht. J.Fischer sitzt nach seiner Politikkarierre im Verwaltungsrat von Gasprom, ect... Große Sprüche und wenns dann mal geklappt hat, werden se alle durch Kohle weichgekauft. Im Moment regiert Geld die Welt und ob sich das durch eine weiteres sinnloses Parteikonzept ändern wird, wage ich zu bezweifeln. Aber man soll ja die Hoffnung nie aufgeben und es wird sich zeigen, ob ihren Sprüchen Taten folgen
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