Bing Streetside: 40.000 eingereichte Widersprüche

Mieter oder Hausbesitzer haben seit August die Möglichkeit, einen Widerspruch gegen die Veröffentlichung von Gebäudeaufnahmen bei Microsoft einzureichen. Diesbezüglich zeichnet sich eine geringe Nachfrage ab. mehr... Streetside, Navteq, Kamerafahrzeug, Kamerauto Bildquelle: Navteq Streetside, Navteq, Kamerafahrzeug, Kamerauto Streetside, Navteq, Kamerafahrzeug, Kamerauto Navteq

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Diese Sau wurde ja auch nicht so durchs Dorf getrieben wie die von Google.
 
@OttONormalUser: Wie das auch mit Google in den Medien aufgebauscht wurde... jetzt bei Streetside habe ich nichts irgendwo ansatzweise so extrem erfahren... würde mich nicht wundern, wenn einige Häuser hier in Berlin auf Streetside nicht "gepixelt" sind während sie es bei Street View sind. Aber ich gebe da Google ne Teilschuld, wenn man die Sachen unwiederbringlich "pixelt" oder einzelnen Mietern von grossen Wohnhäusern das "Pixel-Recht" einräumt.
 
@OttONormalUser: Ja, die meisten Leute wissen einfach nichts von diesem Dienst. Ansonsten würde es auch bei Bing Maps deutlich mehr Widersprüche geben.
Aus diesem Grund sollte es eine gesetzliche Regelung geben, die es jedem Bürger erlaubt selber zu entscheiden was er preisgibt. Schliesslich kann man nicht jeden Dienst kennen und ständig Widerspruch einlegen. Überhaupt ist es lachhaft, dass man Widerspruch bei etwas einlegen muss, was man gar nicht bestellt hat.
 
@ctl: Unglaublich das man überhaupt Widerspruch einlegen kann bei etwas, wogegen man eigentlich gar nicht widersprechen kann. (Panoramafreiheit)
 
@bgmnt: Ein Gesetzbuch ist nicht die Bibel. Das lässt sich mit einer gesunden Portion Vernunft anpassen. Der eigentliche Sinn der Panoramafreiheit war sicher nicht, dass irgendwelche US-amerikanischen Groß-Konzerne systematisch durch unsere Strassen fahren, alle paar Meter ein 360° Bild aus 3m Höhe knipsen und dieses Material dann ungefiltert der gesamten Weltöffentlichkeit zur Verfügung stellen. Vielmehr hatte man im Sinn, dass einzelne Fotografen mit ihren kleinen Kameras ungestört im öffentlichen Raum fotografieren können. Aus diesem Grund muss die Panoramafreiheit für systematische Massenaufnahmen angepasst werden!
 
@ctl: Diese ganze Diskussion ist recht absurd. Rechtlich ist es inzwischen ziemlich klar, dass es legal ist und keine Möglichkeit zum Verpixeln angeboten werden muss. Das höchste deutsche Gericht der BGH hat entschieden, dass es kein Recht am Bild der eigenen Sache gibt. Solange ich von öffentlichem Grund aus fotografiere ist es auch legal. Die Höhe des Aufnahmepunktes ist dabei völlig unerheblich. Wenn man solche Dienste zum Verpixeln zwingen will, dann müsste man neue Gesetze erlassen. Nur hat man dann das Problem, dass es auch für viele andere Sachen dann ebenso gilt. Einzelne Fotografien mit Ortsbezug (Kölner Dom mit Wohnhaus nebendran), Fotos mit Geotag, bebilderte Stadtrundgänge der Tourismusbüros, ... Und eine Einschränkung auf "systematische Massenaufnahmen" dürfte nur zu jahrelangen Gerichtsverfahren führen, aber rechtlich kaum haltbar sein. Was soll als Massenaufnahme gelten? Meine 700 Urlaubsfotos von Berlin? Filmaufnahmen fürs Fernsehen (Streifzug durch das schöne Rotenburg ob der Tauber - 20 Minuten bei 25 Bildern /sec = 30.000 Bilder)? Es ist schade, dass Google und Microsoft gekniffen haben um rechtlichen Änderungen zuvor zu kommen. So gibt es jetzt keine Gesetze und es muss nun jeder Bürger bei jedem Dienst widersprechen. Viele andere machen schon lange ähnliche Aufnahmen, z.B. Kommunen, nur die Bilder werden nicht so offen / kostenlos preisgegeben und man erfährt nichts davon und kann daher auch nicht widersprechen. So hat der Bürger die Arschkarte und Google hat Streetview für Deutschland eingestellt (keine weitere Veröffentlichung). Traurig.
 
@Nunk-Junge: Komplette Zustimmung! Danke!
 
@ctl: Du vergleichst ein Gesetzbuch mit einem Märchenbuch??? Die Panorama-Freiheit gilt, und die Dienste von Google, Microsoft oder sonstwem stören doch niemanden. Falls Dich das stört, einfach an den Gesetzgeber wenden, jedoch ist den jeweiligen Diensteanbietern kein Vorwurf zu machen, da der Widerspruch reine Kulanz ist! Nunk-Junge hat es schon sehr gut erkannt, wo fängt eine Einschränkung an, wo hört sie auf?
 
@ctl: Du ich bin da völlig deiner Meinung, aber wie du ja siehst, lohnt es sich nicht das dauernd wieder zu diskutieren ;-)
 
@OttONormalUser: Und bei der nächsten Sau schreit keine selbige mehr danach.
 
Sollen die leute sich doch en 4 Meter hohen Zaun drumherum bauen ;) als würden wir's auch so nicht sehn was da Los ist im Garten .. Totaler Schwachsinn.. Privatsphäre hin oder her .. Wer auf sowas nicht verzichten möchte , soll dann auch was gegen die 40cm hecke unternehmen die ja vor neugierigen Menschen " Schützt " sorry Leute , aber musste grad mal sein .. Die meisten sind rein aus prinzip dagegen und könnten kein wirklichen Grund liefern ;)
So , jetzt macht mich fertig dafür !
 
@.:alpha:.: Zitat: 'Die meisten sind rein aus prinzip dagegen und könnten kein wirklichen Grund liefern'. Exakt DAS glaube ich nämlich auch!
 
ja super, also kann ich mir jetzt häuser die bei google verpixelt sind bei bing anschauen... oh man. also echt sinnlos sowas, in folge dessen müssen die bei google ja auch entpixelt werden dürfen, man könnte ja dann davon ausgehen das es den leuten ja jetzt egal ist -.- oder weil sie endlich gerafft haben das es keine echtzeitüberwachung ist (was tatsächlich einige angenommen haben)
 
@Arnitun: Bei Google Streetview wurde auch der Teufel an die Wand gemalt. Als viele dann gemerkt haben, um was es sich wirklich handelt, wollten das einige wieder rückgängig machen, was nun aber erstmal nicht mehr geht.
 
@wasserhirsch: ja das mein ich ja. ich könnte mein arsch verwetten das google noch backups von den bildern unverpixelt hat, aber offiziell besitzen sie diese ja nicht
 
@Arnitun: ...kann ja sein, daß der Eigentümer eines Gebäudes oder Grundstückes wechselt...
 
@winning: auf was beziehst du dich denn?
 
@Arnitun: ...wechselt der Eigentümer, so kann es sein, daß er keine Verpixelung möchte. Niemandem kann diese aufgezwungen werden.
 
Manchmal frage ich mich, wie wohl die DDR aussehen würde, wenn es sie heute noch gäbe. In Zeiten Google Streetviews müssten die sich ja vor Zulauf nicht mehr retten können.
 
@wasserhirsch: das würde dort wohl Stasi Straßenschau oder in der Art heißen. Bei der heutigen ´Privatsphäre? Scheißegal-Einstellung´ vieler, wäre wohl eher der Zulauf zur Stasi enorm.
 
Auffallender kann man es nicht machen, als aus der Masse herauszustechen, indem man sein Gebäude verpixeln lässt.
Das ist wie mit Alarmanlagen - diese teilen Einrechern mit,
daß es sich hier lohnt, einzusteigen. Ich halte also Leute,
die so Verluste durch Sicherheitsmaßnahmen treffen, für
nicht irrationaler als Einbrecher, deren Verluste weitaus
höher sind als der Gewinn - letztendlich operieren beide,
ohne ihre Psyche dabei miteinzuberechnen. Letzterer fühlt sich nur davor sicher, während der andere recht instabil sein muß, wenn er glaubt, daß eine Alarmanlage nicht auch seinem doppelten Schaden dienen kann (Kosten für die Alarmanlage wie auch Kosten, die durch die Auffälligkeit entstehen).
 
@winning: Genauso ist es. Während es datenschutzmäßig keine Probleme gibt, wenn jemandes Hausfassade für die Öffentlichkeit einsehbar ist, erreicht man mit Verpixeln genau das Gegenteil und macht sich zur Zielscheibe. Steht der Einbrecher in einer Straße mit 99 unverpixelten und 1 verpixelten Haus, und er sucht gerade nach einem Ziel, wird er wahrscheinlich das verpixelte Haus wählen.
 
@mh0001: ...viel besser noch. Was ist, wenn die Flashmobs darauf kommen, gerade vor diesen Gebäuden Partys zu feiern...
 
@mh0001: NTV hat mal geschrieben: Welche Motive auch immer für die Maßnahme ausschlaggebend waren, der Schuss dürfte nach hinten los gehen. Der Beobachter wird immer einen dieser sechs schönen Gründe unterstellen: 1) Hier wohnen Technikfeinde, denen auch Dampflokomotiven suspekt sind 2) Verfolgungswahn 3) Das Haus ist ungepflegt 4) Die Fassade ist voller Satellitenschüsseln 5) In den Gewerbeeinheiten sind dubiose Etablissements 6) Hier ist für Diebe richtig was zu holen.
 
haha. war klar das der Ansturm weniger wird. Kam ja auch weder im TV noch sonst wo in den Medien vor und die meisten merken nun "oh. ist ja doch ganz toll" ^^
 
Vielleicht auch deswegen weil MS direkt gesagt hat das man ein Wiederspruch einlegen kann. Google hat sich ja anfangs massiv dagegen gewehrt.
 
trotz der späten einsicht der hausbesitzer wird streetview in deutschland wohl nicht mehr weitergeführt. sehr, sehr schade
 
@Lindheimer: Intransparenz ist in Deutschland sehr gefragt, merke ich. Gerade in dem Land, das so gerne von anderen so viel wissen möchte, um dieses Wissen dann gegen sie anzuwenden.
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