Wikileaks-Registrar soll diverse Daten aushändigen

Der in Kalifornien ansässige Domain-Registrar Dynadot soll wegen der in den Vereinigten Staaten gültigen rechtlichen Bestimmung namens "Patriot Act" zahlreiche Daten über Wikileaks an die zuständigen Behörden übergeben. mehr... Wikileaks, Julian Assange, Netzpolitik Bildquelle: WikiLeaks Wikileaks, Julian Assange, Netzpolitik Wikileaks, Julian Assange, Netzpolitik WikiLeaks

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Wenn den Antidemokarten der Ar*ch auf Grundeis geht, versuchen sie mit ihren selbst erlassenen Gesetzten die Freiheit zu beschneiden. USA, China, Syrien... Alles ein und das selbe!
 
ein fall für anonymous?
 
Das ist natürlich eine Riesen-Sauerei! Aber! Ein Jeder weiß doch, dass es den Patriot Act gibt und ist selbst Schuld oder hat zumindest eine große Mitschuld, wenn auf diese Art und Weise (seine und fremde) Daten an US-Behörden gehen. Das trifft praktisch alle Bereiche wie geschrieben auch Twitter, aber auch Facebook, Google, private Server-Halter, eben alle, an denen die Behörden interessiert sein könnten. Die Behörden brauchen nicht einmal eine Begründung für die Datenanforderung, sie müssen gar nichts angeben! Praktisch nur: Her mit den Daten sonst Riesenstrafe!
 
@Uechel: Und genau das ist das Problem mit diesen "Antiterror"-Gesetzen. Sollen sich die Leute doch ihr eigenes Grab schaufeln, verdient haben sie es ja sowas überhaupt von ihrer Regierung zu dulden. Wird ja eh immer der gleiche Rotz gewählt, nur weil da vll. mal ein Steuerversprechen (als ob ich es nicht von Anfang an wusste das das nichts wird!) gegeben wurden und der rest dann "nicht mehr so wichtig" ist und dann diese Rotzparteien, die verboten gehören, auch noch gewählt werden.
 
@Uechel: Kommt drauf an. Ich glaube jeder hier weiß inzwischen das ichalles andere als ein Wikileaksliebhaber bin. Das liegt hauptsächlich daran wie blauäugig und grob Fahrlässig Daten von WL veröffentlicht wurden. Und da muss ich den amerikanischen Behörden Recht geben, das ist absolut panne und sollte bestraft werden. Nur, dar Patriot Act ist auch wieder so eine Sache. Dass die menschen anfangen sich dagegen zu wehren, und zwar auf Art und Weisen wie es ihre Möglichkeiten bieten, das ist auch verständlich. Und Patriot Act hin oder her, wenn irgendeine Amibehörde zu mir kommt und sagt ich soll irgendwelche Daten rausrücken, fällt unter Patriot Act etc. da würde ich denen auch erstmal nen Vogel zeigen. Riesen Strafe hin oder her.
 
patriot act - nannte sich damals ermächtigungsgesetz
 
WikiLeaks-Domainhoster musste Daten herausgeben
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gefunden bei >
http://www.gulli.com/news/16955-wikileaks-domainhoster-musste-daten-herausgeben-2011-08-25
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Der kalifornische Domain-Hoster Dynadot wurde offenbar unter dem US-amerikanischen Antiterror-Gesetzespaket "PATRIOT Act" aufgefordert, Daten über das Whistleblowing-Projekt WikiLeaks an die Behörden auszuhändigen. Diese Daten sollen in einer gegen WikiLeaks laufenden "Grand Jury"-Untersuchung verwendet werden, die feststellen soll, ob WikiLeaks sich einer Straftat schuldig gemacht hat.

Die Grand Jury soll feststellen, ob WikiLeaks-Mitarbeiter unter dem Espionage Act von 1917 - einem äußerst umstrittenen Gesetzespaket, das die Schwächung amerikanischer Interessen verhindern soll - angeklagt werden können. Im Rahmen dieser Untersuchung wurde nun offenbar auch der PATRIOT Act herangezogen.

WikiLeaks erhielt am gestrigen Mittwoch eine Kopie der bereits im Januar an Dynadot verschickten Anordnung. Laut diesem Dokument ist Dynadot verpflichtet, sämtliche Daten über WikiLeaks, Julian Assange und wikileaks.org herauszugeben. Darunter fallen beispielsweise Login-Daten, Adressen und die genutzten Dienste. Daneben sollen auch Logs aller Verbindungen zu den betreffenden Benutzerkonten sowie mit dem Konto in Verbindung stehende Kommunikation - wie etwa Mailwechsel - herausgegeben werden.

WikiLeaks weiß nach eigenen Angaben nicht, ob Dynadot der Anordnung nachgekommen ist und welche Daten gegebenenfalls herausgegen wurden. Der Microblogging-Dienst Twitter, der eine ähnliche Anordnung erhielt, zog dagegen vor Gericht. Das Verfahren ist noch nicht endgültig abgeschlossen. Es wird allerdings vermutet, dass andere Internet-Dienstleister ähnliche Anordnungen erhielten und diesen von WikiLeaks wie von der Öffentlichkeit unbemerkt nachkamen.
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