Microsoft steigt aus Geschäft mit E-Books aus

Der Software-Konzern Microsoft will das Angebot sowie den Support für seinen E-Book-Reader "Microsoft Reader" auslaufen lassen. Die Software bot seit dem Jahr 2000 die Möglichkeit, Bücher und Magazine in digitalem Format anzeigen zu lassen. mehr... Microsoft, Microsoft Reader Microsoft, Microsoft Reader

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Tja, wie so oft bei Microsoft. Die haben ein paar echt tolle Produkte (außer den üblichen). Nur wissen die wenigsten davon... (oder US only)
 
@beistrich: Was denn z.b?
 
@balini: zur zeit wo das aufgezogen wurde war das wohl ziemlich neu usw. Zune Player ist genauso ne geschichte... Myphone war genauso n dienst. Mediaroom. Oder gazelle, kennt keine sau aber chrome is der yper browser, is klar ;) es gibt sicher 100te produkte von ms von denen kaum einer weiss, die ber im prinzip doch recht cool sind.
 
@0711: Ich wüßte mal gerne, was das Microsoft Research-Team so alles tolles entwickelt, das nie das Licht der Öffentlichkeit sieht. So blöd das jetzt klingt (vor allem von einem Microsoft-Fanboy wie mir), aber Microsoft hat leider keinen Steve Jobs, der sich für die jeweils allerallerneuesten Entwicklungen interessiert und auch mal was riskiert (und das iPhone war in 2006 durchaus ein Risiko, niemand, auch Steve Jobs nicht, konnte wissen, ob sich ein Smartphone, das viele hundert Dollar kostet, durchsetzen kann). Kann es sein, das Bill Gates, als er noch aktiv die Entscheidungen fällte, aufgeschlossener und mutiger war, als es Steve Ballmer heute ist? Die Seriösität von Microsoft-Produkten ist, vor allem bei Firmen, in den letzten Jahren stark gestiegen, der Sex-Appeal und der Hype-Faktor, wenn es sie je gegeben hat, jedoch gegen null gesunken. Ich brauche zwar keinen Hype, doch Apple ist damit beispielsweise riesig erfolgreich. Apple-Fans kaufen blindlings alles, was von Apple kommt, werden aber für ihre Blindheit trotzdem belohnt, denn schlecht sind die Apple-Produkte sicherlich nicht, die meisten sind sogar sehr gut. Wenn Microsoft mit Windows 8 und allem was damit in Verbindung steht (ARM-CPU's, Tablets, Pads, Embedded-Systeme, Samrtphones) nicht gescheit auf dem Markt landen kann, laufen sie Gefahr, schon in den nächsten wenigen Jahren endgültig den Anschluß an die "neue IT", die den klassischen Desktop nicht mehr so sehr braucht, zu verlieren. Quo Vadis, Microsoft?
 
@departure:
Sehr richtig. Ich sehe das Problem darin, dass Microsoft ein Problem mit "thinking things through" hat, also Dinge zu Ende zu Denken. Das Bedarf einer gewissen Liebe zum Detail und der Auseinandersetzung damit, wie Menschen Technologie benutzen (das kann Apple sehr gut). Was bei Microsoft in den letzten Jahren eher dominierte ist eine "wir-auch-Mentalität", was sich im Hinterherlaufen von Trends die andere setzen manifestiert. Indem man sich immer nur an den Ideen der Anderen orientiert, verschwendet man Ressourcen die eigenen Produkte richtig zu Ende zu denken (das Resultat sind dann so Sachen wie das Kin Handy, Zune und auch diese Ebook Geschichte, die Amazon einfach mal zu Ende gedacht hat). Deswegen können zwar Microsoft-Produkte viel, aber im Vergleich zur Konkurrenz nicht ganz so gut und elegant. D.h. man konzentriert sich darauf, alles mit Features vollzustopfen, verschwendet aber keinen Gedanken daran, wie Kunden diese Features benutzen. Ein gutes Beispiel ist "shadow copy", eine absolut sinnvolle Idee, die aber nur von einer Minderheit genutzt wird, weil sie nicht zu Ende gedacht wurde und für die meisten zu kompliziert zu benutzen ist (weil sie auch tief in Menüs versteckt ist). Hingegen benutzen fast alle MacUser TimeMachine, weil es einfach sinnvoller zu benutzen ist und eben zu Ende gedacht wurde.
 
@GlennTemp: ShadowCopies sind ein gutes Beispiel, stimmt. Allerdings muß hier strikt getrennt werden zwischen denen auf den Windows-Servern (ab Windows 2003) und denen auf den Client-Systemen (da erst ab Vista). Die Schattenkopien in den Servern sind sehr gut zu benutzen, da die Schattenkopien dort lediglich einmal für die gesamte Platte/Partition einzustellen (also einschalten und Zeitplan erstellen, fertig) sind, auf den Clients jedoch ein komplizierter Mix aus den Eigenschaften der Platte/Partition, dem richtigen Dienst und dem Backup-Programm. Das ist für die meisten zu kompliziert. Aber Du hast es ja sicherlich mitbekommen, mit Windows 8 kommt "Time Vault". Technisch werden dabei sicherlich wieder die Shadow Copy Volumes zum Einsatz kommen, in puncto Bedienung aber endlich (und hoffentlich) eine gut und einfach und durchschaubar zu bedienende GUI. Also so, wie es Time Machine hat. Womit wir wieder mal beim "Hinterherlaufen" wären. Über einen längeren Zeitraum (~20 Jahre) gemessen geben sich aber Apple und Microsoft übrigens nichts, wenn es darum geht, wer welche Technologie zuerst angeboten hat. Da sind die beiden etwa Fifty-Fifty. Das Microsoft der "Hinterherläufer" ist, ist erst seit ca. 5-6 Jahren so.
 
@departure: Den Shadow Copy Service gibt's auch unter XP schon. Damit habe ich schon häufig .flv Dateien gespeichert, die vom Flash player gesperrt waren.
 
@3-R4Z0R: Wäre mir neu. Verwechselst Du das evzl. mit der Systemwiederherstellung? Man kann unter XP, sogar noch unter Windows 2000, zwar den Shadow Copy CLIENT installieren, um mit diesem auf die Schattenkopien eines W2K3-Servers im Netzwerk zuzugreifen, aber Windows XP Standalone hat meines Wissens nicht die Möglichkeit, eigene Schattenkopien anzulegen. Alleine für sich geht das meines Wissens erst ab Windows Vista (und da leider sehr umständlich, viele Schritte sind nötig, um damit zeitgeplante Generationen von Schattenkopien wie bei Time Machine zu bekommen. Einziger Vorteil gegenüber TimeMachine ist, daß nicht zwingend ein externes Laufwerk nötig ist, ist die Platte genügend groß, können die Schattenkopien auch mit auf der gleichen Platte liegen - das ersetzt allerdings niemals ein echtes Backup). Sollte ich mich hinsichtlich XP wirklich so kolossal täuschen, nehme ich natürlich alles zurück und entschuldige mich hiermit schon mal vorab. Hast Du dafür evtl. eine Quelle?
 
@departure: du täuscht dich nicht so kolossal, auf jedenfall nicht ganz..zumindest meines wissens...es ist meines wissens mit xp mit boardmitteln nicht möglich eine schattenkopie fürs ganze laufwerk manuell zu erstellen (zumindest nicht mit halbwegs bedienbaren boardmitteln) und die schattenkopieanzahl ist auch auf 1 beschränkt.
 
@departure: Ich habe jetzt gerade auf meinem Notebook nachgesehen (XP x64), und da läuft ein "Volume Shadow Copy" und ein "Microsoft Software Shadow Copy Provider" Service, den ich mit externen Tools wie z.b. Hobocopy oder "Shadow Copy", folglich ist der Shadow Copy Service für lokale Dateien auch integriert. Ob das auch unter XP 32-bit geht weiss ich nicht mehr auswendig, könnte ich ggf aber auch nachsehen.
 
@3-R4Z0R: O.K., jetzt hast Du es aufgeklärt: Windows XP 64 hat den Kernel des W2K3-Servers, ergo: eigene, lokale Schattenkopien sind möglich. XP32 kann das gewiß nicht. Ich hab damals lange überlegt, XP64 einzusetzen, doch die Treiberversorgung machte mir Sorge ... Danke, daß Du Dich nochmal gemeldet hast.
 
@departure: Keine Ursache. Die Treiberversorgung ist im Übrigen erstaunlich gut, habe nur zwei Geräte, die nicht out-of-the-box oder via Herstellerseite mit Treibern für XP x64 versorgt sind (Canon CanoScan FB630U und Microsoft LiveCam Cinema - alles andere wie z.B. Drucker, Graka, Soundkarte, USB-Audiointerface, Wacom-tablett, SCSI-Karte, etc funktioniert tadellos - sogar die integrierte WebCam im ThinkPad funktioniert). Je nach dem, ob der Adaptec-Treiber nach einer Neuinstallation mit 8GB RAM umgehen kann oder nicht werde ich in Zukunft Win7 oder XP x64 auf dem Desktop verwenden. Unter Win7 spackt der Treiber nämlich rum, wenn ich mehr als 4GB RAM eingebaut habe. Nervig ^^
 
@0711: Ja, ich finde vor allem die Microsoft Programme sind selten so übelst langsam und überladen wie 3rd Party Programme z. B. Und funktionieren immer so super... Ich konnte ahnen dass ich viel von MS noch nicht gesehen habe... @departure leider trauen sie sich nicht mehr so viel.
 
Wrd niemand vermissen, da es kaum einer kennen wird ;-)
 
Glaub das wird früher oder später in zune aufgehen...oder vielleicht auch nicht. Wobei ich ehrlich sagen muss, wer kennt denn microsoft reader überhaupt?
 
Schon interessant von wie vielen Produkten ich hier erst erfahre wenn sie eingestellt werden, während man von anderen alle Nase lang was liest.
 
@Johnny Cache: Ich höre auch grad zum ersten Mal von dem Produkt, obwohl ich eigentlich sonst alles von MS kenne. Komisch :D
 
Gibt eben nicht überall Kohle ohne Ende ...
 
Ohne Werbung wird das auch nichts.
 
Ohne Unterstützung für das .EPUB-Format ist ein Ebook-Reader auch relativ sinnlos, ich kann mich auch nicht erinnern, dass MS jemals einen Ebook-Reader mit eInk-Displaytechnik herausgebracht hat. Das eingestellte Programm war ein Programm für PocketPC, welches das proprietäre mit DRM geschützte MS eigene .LIT Format lesen konnte. Insofern ein Gewinn für auf das XML-basierende .EPUB-Format. @WF: etwas mehr Recherche in den eigenen Artikeln wär schon nett: http://de.wikipedia.org/wiki/Lit_(Dateiformat) http://de.wikipedia.org/wiki/Microsoft_Reader
 
@krusty: epub gabs da noch lang nicht als der microsoft reader rauskam und open ebook wurde von ms unterstützt
 
@0711: Hatten aber lange genug Zeit epub zu implementieren. Letztes update 2007 sagt aber alles...
 
ich habe bis eben auch noch nie von diesem Reader gehört.. Allerdings finde ich persönlich auch immer noch, dass ein echtes Buch einfach "besser" zu lesen ist als auf einem Display. Dieses entspannende am Buch lesen geht damit irgendwie verloren finde ich ;-)
 
@Luke183: E-Ink Displays kennst du? Der echte Vorteil ist jedoch, dass du bis zu 100 Bücher in einem Ebook-Reader transportieren kannst ...
 
@krusty: Hi, ja ich habe mal ein kurzes Buch auf dem aktuellen Kindle meiner Mum gelesen. Klar ist das Display gut! Und auch das man immer hunderte Bücher dabei hat und sgar unterwegs laden kann ist super. Ich behaupte ja auch nicht das es eine schlechte Technik ist aber irgendwie fehlt mir dabei immer die Lese-Atmosphäre eines Buches :-)
 
@Luke183: Ich stimme Dir da schon zu. Ich persönlich war noch auf einen reader mit e-ink, der ein flexibles Display hat und dann ca. so aufgebaut ist wie ein Taschebuch, so dass wirklich die Buch-Atmo rüberkommt. Denn irgendwie ist das mit einem Tablet relativ schnell irgendwie unangenehm. Aber ... das wird meiner Meinung nach nicht mehr lange dauern ...
 
@Luke183: Geht mir auch so, ein Buch kann auch mal auf den Boden fallen oder nass werden, da läßt sich auch mal was reinschreiben oder mit Textmarker markieren, oder eine Seite raus kopieren, oder auch ganz izzi weiterverkaufen (!!) Bei DRM-verseuchten E-Books wird das schwierig... Und wenn ich immer lese, hui da passen mehr als 100 Bücher drauf, na viel Spaß, ich lese eigentlich ein Buch zur Zeit und nicht 100 Bücher gleichzeitig.
 
@karacho: Eben. Durch immer mehr Speicher für immer weniger Geld verbreitet sich irgendwie die Meinung immer alle seine Musik, Filme und auch Bücher dabei haben zu müssen. Anstatt sich auf EIN Buch zu konzentrieren und entspannt zu lesen, kümmert man sich nur darum seine komplette Sammlung immer dabei zu haben, wofür auch immer ;-)
 
@karacho: Also weder werden meine Bücher nass, noch schreibe ich etwas rein. In meinen Büchern kommen schon gar keine Textmarker zum Einsatz. Dennoch habe ich mir einen Reader gekauft und bin begeistert von dem Gerät. Mittlerweile habe ich ca. 200 ebooks drauf. Natürlich lese ich nicht alle gleichzeitig, aber so zwei bis drei sind es meistens schon. Das habe ich aber auch mit "Papierbüchern" immer so gehandhabt. Außerdem ist es im Urlaub unwahrscheinlich praktisch nur einen schmalen Reader, aber dennoch eine schöne Sammlung dabei zu haben aus der ich wählen kann.
 
@johannes66: Sag das mal jemanden, dem ein Glas Wasser oder Kaffee umgekippt ist. Ich möchte mal einen Schüler oder Student sehen, der in einem Sachbuch nichts markieren oder raus kopieren kann. Im Urlaub habe ich was besseres vor, als in mehr wie ein oder zwei Bücher zu lesen und die kann ich auch ohne Probleme mitnehmen. Was wohl jedem schon mal passiert ist: Beim Lesen eingeschlafen und am nächsten morgen liegt das Buch auf den Boden. Die Wahrscheinlichkeit das ein E-Book-Reader dabei schaden nimmt ist doch weit größer als bei einem Buch aus Papier. Für mich überwiegen die Nachteile eines E-Book-Readers. Alleine der DRM-Mist nervt ohne Ende.
 
@karacho: markieren ist in modernen ebook readern problemlos möglich...auch das klassische rauskopieren von buchseiten lässt sich bei nem ebook reader wie bei nem echten buch machen.
 
Thats Microsoft. Ein Produkt zu spät auf den Markt bringen, halbherzig weiterentwickeln, einstellen. Nicht das erste mal. Gottseidank ist das bei Windows 7 nicht so. Hoffentlich wird Windows 8 nicht wieder ein ME oder Vista weil sie alles unter einen Hut bringen wollen.
 
@alh6666: zu spät? Sie waren damit wohl eher zu früh. Als Microsoft die ganze Sache mit Microsoft Reader und .lit rausgebracht hat, war noch kein Markt für e-Books da. Apple war damals noch ein kleiner Laden für Designermöbel mit Röhre drin und Google einfach nur eine Suchmaschine.
 
@der_ingo: Doch, gab damals schon mehrerer solcher Ebook-Reader, unter anderen auch von Adobe. Es gab ebenfalls sehr wohl einen Markt dafür (war sogar heiß umkämpft), weswegen auch MS erst ihren Reader veröffentlichten. Aber wie gesagt, sie waren bei weiten nicht die ersten - MS war wieder mal zu spät und nutzen noch dazu das falsche Format (eigentlich kochte jeder damals sein eigenes Süppchen bei den Formaten)
 
@Wollknäuel Sockenbar: ich hab nie behauptet, dass sie die ersten waren. Aber eigentlich hat das Thema e-Books gerade auf mobilen Geräten erst mit dem iPhone so langsam Fahrt aufgenommen. Und das war sieben Jahre nach dem Microsoft Reader. Was gabs denn vorher? PDF ist kein typisches e-Book Format. Plucker? So richtig viel war da nicht und an einen großen Markt für sowas erinnere zumindest ich mich auch nicht.
 
@der_ingo: Bringt aber alles nichts wenn man ein Produkt nicht weiter pflegt und einfach einstellt. Ist ja kein Einzelfall bei MS.
 
@JacksBauer: Wenn man mit einem Produkt kein Geld verdienen kann, nicht einmal indirekt, dann sollte man es einstellen. Den Spruch vom toten Pferd kennst du sicher. Insofern ist es also ganz normal, wenn Firmen auch mal Produkte einstellen, für die sie keine Zukunft sehen oder deren Funktion von einem anderen Produkt übernommen wird.
 
@der_ingo: Sie haben das Projekt einfach schleifen lassen, das man mit Ebooks Geld verdienen kann, wird wohl keiner hier abstreiten können. MS fehlt es einfach an Weitsicht und Innovation. Weswegen sie z.B von Apple weit weit überholt worden sind (wertvollsten IT Marke), MS ist mittlerweile sehr weit hinten.
 
@JacksBauer: Ach, auf Microsoft kann man immer schön schimpfen, egal wo sie gerade stehen. Innovation und Börsenwert sind übrigens zwei Dinge, die genau gar nichts miteinander zu tun haben. In einem Quartal $5,2 Mrd. Gewinn zu machen ist schon eine Hausnummer, selbst wenn Apple in der selben Zeit $6 Mrd. gemacht hat. Insofern ist "sehr weit hinten" deine persönliche Meinung, die du auch gerne haben darfst. Hat aber mit der Realität wenig zu tun.
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