Jimmy Wales: Wikipedia verliert zunehmend Autoren

Die Online-Enzyklopädie Wikipedia hat wachsende Probleme, den Stamm ihrer Autoren ausreichend groß zu halten. Langjährige Unterstützer wenden sich zunehmend anderen Dingen zu und der Nachwuchs macht sich rar. Jimmy Wales, Gründer der Plattform, äußerte sich ... mehr... Wikipedia, Wikimedia Foundation , Jimmy Wales Bildquelle: Joi Ito / Flickr Wikipedia, Wikimedia Foundation , Jimmy Wales Wikipedia, Wikimedia Foundation , Jimmy Wales Joi Ito / Flickr

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@klaffi3: War abzusehen, das deutsche Wiki stagniert noch viel mehr, aber nicht weil keiner mehr was beitragen kann, weil ihm das Wissen ausgeht wie im englischen Wiki, sondern weil viele, die was beitragen wollen sich früher oder später mit Löschanträgen rumprügeln müssen, das ist frustrierender als jeglicher Vandalismus. Es kann ja mal jemand probieren einen Wiki Artikel über winfuture anzulegen, mal sehen wann der Löschantrag eintrudelt.
 
"Oft gibt es unter den Beteiligten unfreundliche Auseinandersetzungen, die Neulinge schnell abschrecken können." Gibt es bei Wikipedia so eine Art internen Chat für Autoren/Redakteure? und eine Hirarchie? Falls nicht würden diese 2 Dinge bestimmt schon viel nutzen bringen.
 
@Edelasos: Eine Art internen Chat gibt es bei Wikipedia schon immer, nämlich die Diskussionsseite zum Artikel. Eine interne Hierarchie gibt es im direkten Sinne nicht, aber oftmals werden die Leute nach der Anzahl ihrer selbst verfassten Artikel bzw. überarbeiteten Artikel bewertet. Das System funktioniert aber momentan schlichtweg nicht, und oftmals sind unter den Leuten mit vielen selbstverfassten Artikeln auch Klugscheisser. Habe selber mal eine Weile versucht bei Wikipedia zu helfen, habe kleinere Fehler immer wieder korrigiert und auch ein paar Artikel selbst verfasst. Aber in den meisten Fällen gibt es ein paar "Übergeordnete" die meinen dass das gar kein Fehler war, und man dann auf der Diskussionsseite Tausende Wörter lang darüber diskutieren muss, dass die Änderung schon sinnvoll war usw. Auch die Kriterien für die Relevanz eines Artikels sind zum Beispiel klar festgeschrieben, werden aber von ein paar Heinis einfach ignoriert und die geschriebenen Artikel landen im Papierkorb, da sie ja nicht relevant sind (auch wenn es zum Beispiel um regionale Bräuche etc geht, die laut Relevanzkriterien sehr wohl behalten werden sollen...)
Edit: Hab mir gerade mal die anderen Meinungen durchgelesen hier, scheinen fast alle die selben Erfahrungen gemacht zu haben...
 
@qa729: dieses Problem scheint es aber vorallem in der deutschen Wikipedia zu geben. Interessanter Link zu genau diesen Thema vom CCC Radio: chaosradio.ccc.de/cr151.html
 
Das bekloppteste an Wikipedia ist, dass da ein paar Möchte-Gern-Leute sind, die meinen die Götter schlecht hin zu sein. Jeder, der schon mal versucht hat einen falsche Artikel zu korrigieren, oder in einem anderen Artikel etwas zu ergänzen (z.B. bei einer Auflistung) weiß wovon ich rede. Das endet jedes Mal in einem riesen Streit, weil der King meint, immer die Änderungen wieder rückgängig zu machen, obwohl es reine Willkür ist. Dann darf man hoffen und betteln, dass genügend andere für den Vorschlag stimmen, damit er doch noch übernommen wird. So macht das ganze defintiv keinen Spaß.
 
@sushilange: So schaut's aus, gefühlte 50% der Wikipedia Artikel kann man getrost als Schlachtfelder eines virtuellen Stellungskrieges von Haarspaltern betrachten.
 
@Vollbluthonk: Yen sehe ich leider genauso ! Die Community ist noch mieser als hier :-) he he Und schon hier geht es manchmal recht ab :-)
 
@sushilange: Besonders fazinierend wird es, speziell in der deutschen Wikipedia, wenn man sich ertreistet Artikel objektiver zu machen und diese dann nicht mehr der persönlichen Einzelmeinung des Orginal-Autors entspricht.
 
@sushilange: So ist es. Der Vorstoß, die Wikipedia ins Welterbe aufzunehmen zeigt deutlich, wie abgehoben die Verantwortlichen dort inzwischen sind.
 
@sushilange: habe andere Erfahrungen. Wenn man Änderungen ordentlich belegen kann ist das gar kein Problem welche zu machen. Problem sind andererseits aber User - oft unangemelde - die Änderungen/Ergänzungen vornehmen ohne eine prüfbare Quelle zu nennen. Sowas muss man dann häufig zurücksetzten auch wenn die Info möglicherweise korrekt ist. Nur prüfbar ist es nicht wenn nicht bekannt ist woher die Info stammt. Ansprechen kann man sie dann auch nicht, da keine Benutzerseite vorhanden ist.
 
@sushilange: Damit hast du vollkommen recht. Ich hatte es auch schon unzählige male, dass ich etwas ergänzt habe, dies jedoch wieder rausgenommen wurde. Der grund? Meine gewählten Sätze waren nicht gehoben genug. Ich ziehe es vor, einen Satz so zu schreiben, dass er verständlich ist, anscheinend ist es dort vielen Leuten aber wichtiger, komplizierte, aber hoch interesannt klingende Sätze zu schreiben, als dass die Leser es einfach verstehen.
 
@sushilange: Besonders bei der deutschen Wikipedia finde ich es zum Beispiel "merkwürdig", das ein Film erst veröffentlicht sein muss, bevor dieser bei den Schauspielern auftauchen darf. Selbst dann wenn es bereits Trailer und offizielle Seiten gibt, in denen dieser Schauspieler zu sehen oder erwähnt wird...
 
@Stefan1200: Ich sag ja, ist reine Willkür. Genauso wenn es irgendwelche Auflistungen von Produkten gibt und der Sinn des Artikels ist, dass die Liste vollständig ist, darf man nicht mal einfach die Liste ergänzen, selbst wenn man die Quelle selbst ist (z.B. Hersteller der Software). Quellen sind bei denen nämlich nur, wenn es irgendwo im Netz von irgendjemand steht. Wenn man selbst die Quelle ist, dann ist das nicht seriös :D *kopfschüttel*
 
@sushilange: Kann ich bestätigen. Ist mir auch schon oft passiert. Ergänzungen werden oft nicht gern gesehen sondern ignoriert und es gibt für jeden Artikel mind. einen Möchtegern-Gott, der über den Artikel allein bestimmt und alles was man tut rückgängig macht, auch wenn es sehr sinnvolle Ergänzungen waren. So macht das keinen Spaß. Hat man das 2x erlebt, lässt man es und versuchts nie wieder.
 
Mich haben sie schon vor Jahren verloren. Nicht dass ich der große Schreiber gewesen wär, aber zumindest Absätze oder Ergänzungen hab ich verfasst. Nur wurd mir dass mit den Relevanzen, den Hierarchien, Diskussionen, und überhaupt allem zu dumm. Frei hat sich bei der Wikipedia für mich nichts mehr angefühlt, außer die Freiheit zu gehen. Auch hat es mich gestört dass die Artikel bei der Wikipedia allgemein absolut nicht neutral sind, wenn man sich zb den über Deutschland anschaut, es geht von vorne bis hinten nur darum wo Deutschland überall weltbester oder 1. oder super ist, und auch bei Artikeln über Städten geht es immer nur über Sehenswürdigkeiten, die Altstadt und was die Stadt alles tolles hervorgebracht hat. Negative oder neutrale Sachen werden wenn sie überhaupt relevant sind in irgendwelchen Unterartikeln versteckt.
 
liegt wohl daran, dass bei jeder änderung die man macht irgendein oldfag angelaufen kommt und einen hundertausendmal korrigieren muss, alles 100x besser weis und die änderungen rückgängig macht. da verliert man nach dem 3. mal schlicht die lust drauf sich die arbeit anzutun
 
Hat das wirklich etwas mit Wikipedia zu tun? Ich weis ja nicht was ihr so macht, aber ich bin in einem Wiki und mehreren Foren (unterschiedliche Themen) langjähriges Mitglied und eigentlich recht aktiv, teilweise mit Moderator oder sogar Admin Rechten. Auf allen diesen Webseiten bemerke ich, dass die Begeisterung da etwas beizutragen, zumindest etwas konstruktives, in den letzten Jahren immer mehr abnimmt. Ich weis nicht woran es liegt, aber wohl kaum an an "anderen Lebensumständen". Dies mag für eine Einzelperson gelten, aber wohl kaum insgesamt.
 
@Lastwebpage: ich mache ähnliche Erfahrungen bei der Vereinsarbeit. u.a. erscheint unsere Vereinszeitschrift, die früher 6 mal pro Jahr herausgegeben wurde jetzt mit Hängen und Würgen nur noch 3 mal.
 
@Sarion: Ja, das ist mir auch aufgefallen. Ich bemerke auch, dass viele mittelgroße Foren immer weniger Aktive haben. Es ist ein Wandel der Zeit, den die Schnelllebigkeit der SocialNetorks als neue Alternative der Kommunikation fördern. Hab es schon oft erlebt, dass in meinem Facebookstream jemand Fragen stellt wo er was wie machen kann (egal welche Fachrichtung). Da hat niemand Lust auf ein staubiges Forum, wo jemand Fremdes ihm irgendwelche Regeln dikitiert.
Und eine Vereinszeitschrift.. da musste ich ja selbst schmunzeln, dass es so was noch gibt...
 
Was mich an Wikipedia besonders im deutschen Sprachraum sehr erstaunt, dass es da überhaupt noch was zu lesen gibt, trotz der üblen Löschtrolle die da immer herum lungern.
 
Wenn ich eine kurze Übersicht zu einem Thema brauch, schau ich in die Deutsche Wikipedia. Für eine detaillierte Ausführung geh ich dann in die Englischsprachige. Die hat unter anderem auch deswegen mehr Inhalt ( bzw. mehr Artikel), weil in der Deutschen Wikipedia vieles aufgrund angeblich fehlender Relevanz schnell wieder gelöscht wird. Vieles findet man deswegen in http://de.pluspedia.org/ wieder. Klar sind Artikel über C-Promis für viele Menschen nicht relevant, dennoch stört es mich nicht, wenn die Vorhanden sind. Ich muss den Artikel ja nicht lesen.
 
@Potty: Die Relevanzkriterien finde ich auch ziemlich bloed. Wikipedia ist kein Buch, in das aus technischen Gruenden nur eine bestimmte Anzahl an Artikel reinpasst. Es tut niemandem weh, wenn irgendeine Schuelerband dort einen Artikel ueber sich reinstellt.
 
@Valfar: Die Relevanzkriterien sind der Grund warum ich nur noch die englische Wikipedia besuche, denn anscheinend interessiere ich mich besonders für irrelevante Dinge.
 
Mir sind bei Wikipeadia zu viele Sturkoepfe. Das Problem sind nicht der rauhe Umgangston, sondern dass Neulinge schlicht nicht erwuenscht sind, sofern sie eigene Gedanken einbringen wollen. Da werden Aenderungen rueckgaengig gemacht, weil vor 3 Jahren auf der Diskussionsseite einstimmig (von 3 Leuten) entschieden wurde, dass bestimmte Dinge nicht geaendert werden duerfen. Man kommt sich da manchmal vor, wie bei einer Behoerde. Entweder man gibt direkt genervt auf oder man braucht Nerven aus Stahl, weil man die ersten Wochen mit seinen Argumenten gar nichts erreichen wird. Das Leben ist zu kurz fuer soetwas.
 
Weniger wegen fehlender Relevanz löschen und Authoren würden auch wieder kommen...
 
Wundert mich nicht. Wenn die Autoren nach politischer Korrektheit handverlesen und zensiert werden, haben nicht viele Lust zu schreiben.

Fokko vom Selbstversorger-Blog
http://selbstversorger-blog.over-blog.de/
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