Twitpic: Fotodienst soll Nutzerfotos weitergeben

Internet & Webdienste Die Betreiber des Twitter-Fotodienstes Twitpic haben ein exklusives Abkommen mit der in Großbritannien ansässigen Fotoagentur "Wenn" geschlossen. Demnach dürfen hochgeladene Bilder weltweit vermarktet werden. mehr...

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Manche Vertragsklausulierungen wollen sich mir irgendwie nicht wirklich erschließen... Wie geht es denn überein, dass die Jungs sagen: "Wir dürfen das Zeugs weltweit vermarkten.", und auf der anderen Seite erzählen die: "Der Nutzer behält weiterhin die vollen Rechte daran."?!? Dass die im Falle einer "erfolgreichen Vermarktung" (was immer man darunter auch verstehen mag...) irgendwelche Gelder an den entsprechenden Nutzer ausschütten, glaubt ja wohl noch nicht mal meine Oma, und auf welche Weise sollte der Nutzer sonst bitteschön von seinen "vollen Rechten" profitieren können? Fazit: TOS sind schon was merkwürdiges, Rechtsverdreher wäre eindeutig nichts für mich, dafür bin ich zu sehr Logiker - glaube ich. ^^
 
@DON666: Du hast weiterhin die Rechte an den Bildern, aber Twitpic eben auch. Damit können sie sie schön weiterverkaufen, Kohle scheffeln und dir davon nix abgeben ^^ Ist doch ganz einfach. Du profitierst davon dass du weiterhin die Bilder löschen kannst oder auch selbst weitervermarkten. Twitpic kann sich Kopien ziehen und diese auch weitervermarkten.
 
@DennisMoore: Danke! Damit hast du mir in knapp 6 Zeilen bestätigt, was ich in 10,5 Zeilen bereits vermutet hatte... ;)
 
@DON666: Rechte lassen sich ja aufteilen, wenn TwitPic sich Nutzungs- und Vermarktungsrechte ergaunert heißt dass nicht dass du keine mehr hast. Es können mehrere Personen Rechte an ein und demselben Material innehaben. Und zumindest das Urheberrecht an sich ist in Deutschland sowieso nicht übertragbar, aber halt auch was anderes als das Nutzungsrecht. Aber eider ist TwitPic diesbezüglich auch eher absolut keine Ausnahme, auch ICQ, Google und viele andere fahren die Schiene, den Benutzern ihrer Dienste Nutzungsrechte abzuluchsen. Edit: Gnr, wiedermal zu spät :)
 
@DON666: Wenn man nach dem Deutschen Recht geht und du dort Trotzdem Bilder hochlädst dürfen Sie diese auch nicht weitergeben da Sie eine schriftliche Genemigung brauchen, hier kommt das Problem, du lädst es Freiwillig hoch und in den AGB's steht auch was Sie damit machen dürfen also fällt die schriftliche Genemigung weg, kurz: Sie dürfen es doch ;)
 
Besser Flickr verwenden. Dort kann man selbst festlegen was andere mit meinen Fotos machen dürfen und was nicht. Kann doch wohl nicht sein, dass ein Dienst einfach irgendwo in den AGB eine Klausel versteckt die ihm das Recht auf meine Bilder gibt.
 
@ElLun3s: Machen das nicht alle Cloud-Diensteanbieter? Zumindest in den USA.
 
@ElLun3s: f*cker iser doch genauso gewinnorientiert. besser nen eigenen webserver wo man die daten raufklatscht, dann hat man auch die vole Kontrolle übers informelle Selbstbestimmungsrecht. is halt nur nich so cool weil das nicht in den social media panels integriert is um "zu sharen"
 
@Rikibu: Klar ist Flickr gewinnorientiert, die verdienen aber in erster Linie dadurch, dass man Prints von den eigenen Bildern bestellen und Pro-Accounts kaufen kann. Die haben auch ne Kooperation mit ner Agentur, diese fragt einen jedoch, ob sie Fotos benutzen dürfen und bezahlen auch dafür, so viel ich weiss.
 
Na dann machen wir doch eine Photosession von der Krülle und den Nasenlöchern, mit zusammengeknoteten Haaren in 500 Bildern, da haben die dann was zu vermarkten.
 
@Druidialkonsulvenz: Ich glaub, ich will jetzt gar nicht wirklich wissen, was "Krülle" bedeutet... ^^
 
Jetzt sagt bloß das wundert jemanden? also mich nicht... ist schon krass, dass man somit die Rechte am eigenen Bild abtritt... ich finds kackfrech... Richtig witzig wirds, wenn man copyright Material hochlädt und dann dem Eigentümer bescheid sagt :-D... dann kann man der Agentur richtig schaden... ich fänds witzig....
 
WEil die auch nur einen Funken interesse an einem privaten Foto von den Usern haben ... wird mal wieder nur alles hochgepushed ...
 
@TeamST: Gegenfrage: Warum schließt man so eine Kooperation, wenn sie keinen Sinn macht, weil die privaten Fotos nicht verwendbar sind? Fakt ist, es muss auf beiden Seiten eine Win Situation geben, sonst käme es nicht zu einem solchen Abkommen. Nur aus Spass wird sich keiner zu irgendwas verpflichten.
 
@Rikibu: ok aber wenn einer mit ner z.b. halb angefressenen pizza geld verdienen will ... ^^ bitte ...
 
@Rikibu: Das Millionen von Nutzern kostenlos(!) Bilder bei dem selben Dienst hochladen können ist doch auch eine Win Situation.

Klar jetzt nicht auf eine Person gesehen. DU alleine hast da nix von, du hättest dir auch Bilderdienst XYZ aussuchen können, aber bei Twitpic gibt es eine Menge User und die laden auch eine Menge Bilder hoch. Das ist viel Traffic und viel Speicherplatz pro Tag und das alles kostenlos.

Meinetwegen kann Twitpic das doch ruhig machen, wenn sie so die Kosten gegenfinanzieren und alles weiter kostenlos bleibt ist es wunderbar.
 
@TeamST: Warum sollen sie denn daran kein Interesse haben? Einfachstes Beispiel, die sammeln Fotos, auf denen Leute Coca-Cola trinken. Diese verkaufen sie an Coca-Cola, die machen dann damit Werbung a la "Die Tausend Gesichter von Coca-Cola". Die machen die Kohle damit und du kannst nicht mal klagen, wenn du dein Gesicht im Fernsehen oder auf nem Plakat wiederfindest.
 
Also untergraben die den Urheber!
 
Stellt euch mal vor, Twitpic wäre von Apple ... dann wären hier schon 43847 Kommentare ... ;-)
 
Erinnere mich dunkel, eine Frau hatte ne Webseite über Gartenkräuter erstellt, sich ein Bild von einem Tischgewächshaus mit Schnittlauch von einer anderen Website geholt. Die "Eigentümerin" klagte und besagte "Diebin" wurde zu ner Geldbuße in 4-stelliger Höhe verdonnert. Mit twitpic wäre das dann wohl nicht passiert:-)...bescheuert. Wenn das alles so weiter geht, brauche ich persönlich keine Comedians mehr..
 
@Zwerg7: Das wäre mit Twitpic auch passiert. Die Rechte gehören ja dann dem Urheber und Twitpic, niemandem sonst. Twitpic gibt die Fotos ja nicht umsonst weiter, die wollen dafür auch Lizenzgebühren sehen. Da werde ich persönlich auch lieber von einer Privatperson verklagt als einem Unternehmen mit eigener Rechtsabteilung.
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