BGH: Handy-Sperrung erst ab 75 Euro Schulden

Recht, Politik & EU Mobilfunkanbieter dürfen einen Handy-Anschluss nicht wegen eines Zahlungsverzugs von nur 15,50 Euro sperren. Das hat der Bundesgerichtshof am Donnerstag entschieden. mehr...

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Nicht nachvollziehbar. Wenn eine Firma für die erbrachte Leistung keine entsprechende gegenleistung erhält, sollte sie das Recht haben, die Leistung unverzüglich einzustellen. Alles andere, auch dieses Urteil, lädt zum Missbrauch ein. Und die Firma interessiert es herzlich wenig, ob es bei einer Überweisung einen Zahlendreher gab.
 
@mcbit: Die meisten Kunden bezahlen auch ihre Rechnungen. Wir reden hier von max. 5%.
Durch das Urteil wird auch die Bedeutung des Handys als Festnetzersatz hervorgehoben. In Zukunft werden sowieso die meisten nur noch handys + LTE-Flat fürs Laptop holen.Festnetz ist ein Relik der 80er Jahre.

Ich begrüße das Urteil. Meine Meinung.
 
@sersay: In der Regel wird die Erreichbarkeit nicht gesperrt, sondern abgehende Anrufe. Und auch wenn die Bedeutung ins Unermessliche steigt, Leistung muss bezahlt werden. Wenn das Nichtbezahlen keine keine Konsequenzen hätte, warum dann bezahlen? Und warum muss eine Firma per Orderde mufti 75 Euro außenstände akzeptieren?
 
@mcbit:
Ich stimme dir da voll und ganz zu, nur ich kenne es aus eigenen Erfahrungen, sollte man die Rechnung nicht soft begleichen können senden die Firmen in einem Monat gleich 4 Mahnungen raus um Geld zu machen, das dürfen Sie ja auch nicht.
Einen Zahlendreher hatte ich auch schon drinnen und mir wurde gesperrt, aus dem Betrag von 20 Euro wurden auf einmal nach den Mahnungen 40 binnen einem Monat.

Die 75 Euro allerdings laden aber wirklich zum "Betrug" ein.

(Mal davon abgesehen dass es mittlerweile Spitzen Prepaid Tarife gibt.

kid regards,
Michael

// Edit
Wer gibt denn hier mcbit Minus, im Prinzip hat er doch recht.
Hab euch beide geplust ;)
 
@M. Rhein: Man kann das alles umgehen, einfach Abbuchen lassen und fertig.
 
@mcbit: auch bei Abbuchungen können Fehler passieren. In so einem Fall lassen sich sowohl Mobilfunker als auch Anbieter in der Festnetzsparte lange bitten ehe sie die Differenz erstatten. Auch kann es zu Rücklastschriften kommen bei denen gleich gesperrt wird. Das muss nicht zwingend immer eigenverschulden sein.
 
@UreshiiTora: in den meisten fällen ist es Eigenverschulden, Zahlendreher, leeres Konto, willst du das alles als "Fehler" der anderen abstufen, wenn man am ende von Monat nichtmal mehr 15 Euro hat, stimmt da da was nicht, da muss ich auf das Kommentar von "LostSoul" verweisen ;)
 
@M. Rhein: Hab ich gesagt es wäre immer der Fehler der anderen? Ich sagte lediglich das es von beiden Seiten zu Fehlern kommen KANN. Und mit "es muss nicht zwingend Eigenverschulden sein" ist auch gemeint das man einen Vertrag abschliesst und evtl arbeitslos wird. Ich will nicht bestreiten das in der Mehrzahl der Fälle Eigenverschulden vorliegt, aber man kann auch nicht von vornherein von einem Eigenverschulden ausgehen...
 
@UreshiiTora: bei einer Abbuchung bzw lastschrift musst du gar nicht betteln. Rückgängig machen bei der Bank und gut ist.
 
@mcbit: und dann hat man gleich die Sperre wegen der Rücklastschrift. Grund interessiert da ja keinen.
 
@UreshiiTora: Ja nach was denn nu? Hier werden wieder Fälle konstruiert, das geht gar nicht. Wenn du eine lastschrift aufgrund einer deiner Meinung nach falschen Rechnung zurück buchest, das dem unternehmen mit deinem Einspruch mitteilst und dann unter Vorbehalt den im Durchschnitt sonst üblichen Betrag uberweist, gibts keine Probleme, da ja ein Widerspruch läuft.
 
@mcbit: mir ist es im prizip egal, ich zahl meine Rechnungen. Aber immer die Kunden an den Pranger stellen und stets davon ausgehen das diese auch immer die Schuldigen sind geht auch nicht. In Firmen arbeiten auch nur Menschen und Menschen machen Fehler.
 
@UreshiiTora: Und wenn sie es dann mal erstatten, dann nennt sich diese "Erstattung" in sehr hohem Prozentsatz Gutschrift und nicht etwa Rückbuchung. Ist man zu diesem Zeitpunkt schon nichtmehr kostenproduzierender Kunden wegen nicht erfolgter Vertragsverlängerung, dümpelt das Geld eben als Gutschrift vorsichhin und auf Mails bezüglich gewünschter Rückbuchung aufs Girokonto erfolgt keinerlei Reaktion. Wieso ist man auch so doof und schließt keinen neuen Vertrag ab um sich sein Geld zurückzuholen nichtwahr ? *fg
 
@mcbit: Schon im Sinne zukünftiger Geschäftsbeziehungen ist es sinnvoller zunächst einmal klärend und nicht strafend an solche Dinge heranzutreten.
 
@pree: Und das bis zu 75% Außenstände?
 
@mcbit: Bei solchen Fällen muß man auch die Angemessenheit berücksichtigen. Soll Deiner Ansicht nach etwa auch der Strom sofort abgestellt werden, wenn wenige Euro offen sind? Oder der Zugang zur Mietwohnung verwehrt werden, wenn die Mietzahlung nur zu 99% beglichen wurde? Ein Zahlendreher bei der Überweisung und schon kann ein Selbständiger nicht mehr für seine Kunden erreichbar sein - das ist definitiv nicht angemessen.
 
@twinky: Stimme ich zu! Jedoch in der Regel ist man weiterhin erreichbar, weil der Anschluss für abgehende Anrufe bzw SMS'e gesperrt wird. Man kann dann immer noch SMS'e empfangen und Anrufe entgegennehmen.
 
@twinky: Wer redet von sofort? Und was ist angemessen? 75 Euro bei Handyrechnung kann schonmal ne Weile dauern. Wer Strom nicht bezahlt, und das länger, sollte auch keinen Strom bekommen. Wer regelmäßig nicht die volle Miethöhe bezahlt, kommt auch seiner vertraglichen Vereinbarung nicht nach. Außerdem unterscheide ich zwischen Handy und notwendigerweise einer Unterkunft. Aber machen wir uns nichts vor, solche Urteile laden zum Mißbrauch ein. Frag mal einen Vermieter, Erfahrung mit Mietnomaden hat, was der Dir erzählt. Und letztlich ist es immernoch nicht die Schuld des Unternehmens, ob Zahlendreher, unterlassene Zahlung und was weiß ich. Der Kunde hat seinen Part des Vertrages zu erbringen.
 
@mcbit: Für die Beurteilung der Angemessenheit ist die Rechtssprechung zuständig. Und von "sofort" wird im Artikel geredet. Vielleicht möchtest Du Dich in das Verhältnismäßigkeitsprinzip einlesen, das nicht grundlos existiert.
 
@mcbit: Nee, ich sehe es nicht so... Ein Zahlendreher kann schnell mal passieren und wenn man dann länger in Urlaub ist, kann man auf Mahnungen nicht reagieren und der Anschluss wird gesperrt. Das ist echt nicht toll. Besonders wenn es nur paar Euro sind und die Freischaltung ja auch meist 2-3 Werktage dauert. Da finde ich die Grenze von 75€ ganz ok.
 
@TT: Ja aber es bleibt ein eigen verschulden, da muss mabn eben aufpassen, mich stört es einfach nur weil die gleich haufenweise Mahnungen senden um noch mehr Geld zu kassieren.

@mcbit richtig aber da buchen viele Firmen falsch ab und an das Geld wieder zu kommen in "hölle" ;)
 
@M. Rhein: Ja stimmt, deswegen kontrolliere ich immer ein/zwei mal mehr, ob der Betrag stimmt ;) Naja und zum anderen, was zwar bei Firmen nicht zutrifft, jedoch aber Privat. Wenn die Lastschrift mangelnder Deckung zurück geht, kann das auch teuer werden. Hab schon oft in meinem Bekanntenkreis mitbekommen, dass wegen ein paar Cent es nicht abgebucht werden konnte und sie eine zusätzliche Gebühr von 15€ zahlen mussten. Naja von Lastschrift halte ich auch nicht viel, da ich meine Rechnungen kontrolliere, weil es hin und wieder vorkam, dass falsch berechnet wurde und ich bin nicht bereit dies vorzustrecken um es auf der nächsten wieder gutgeschrieben zu bekommen^^
 
@TT: Wer Lastschrift macht, sollte eben auf Deckung des Kontos achten. Ist es denn wirklich so schwer, sein Leben zu organisieren? Und falsche Lastschrift kann man innerhalb von 6 Wochen, bei mir sogar bequem online, zurückgebucht werden.
 
@TT: In diesem Fall kannst du auch sofort nach der Kontrolle die Lastschrift zurück buchen lassen und nur den unstrittigen Betrag überweisen. Das Argument somit geht fehl.
 
@mcbit: Klar, aber wenn sich ein zwei Dinge überschneiden und zb das Gehalt zu spät kommt, ist es nicht zu verhindern. Naja aber ich bin auch eher der, der eine Gesundes Polster hat, um solche Dinge zu vermeiden ;) @LostSoul: Klar ich kann auch online jede Lastschrift zurückbuchen. Aber ich (persönlich) hab es so lieber^^
 
@TT: Wenn sich zwei Dinge überschneiden, kann man auch vorher mit seiner Bank / Sparkasse sprechen. In der Regel kommt man ohne zurück Buchung seitens der Bank aus.
 
@mcbit: leider ist der verbraucher auch bei speziell solchen verträgen wie bei handy dazu gezwungen lastschrift zu zahlen.
 
@einige hier: Eine Sache wird bei der ganzen Diskussion vergessen. In vielen Fällen sind die geltend gemachten Gebühren der Betreiber auch nicht gerechtfertigt, weil z.B. falsche Konditionen, Vertragserweiterungen, etc. geltend gemacht werden, über die kein Vertrag besteht. Es sind nicht immer die säumigen Kunden und die "Verpeil-Kunden" etc...sicherlich ist eine Erweiterung des Schuldnerschutzes immer kritisch, da viele Gläubiger wegen säumigen Schuldnern pleite gehen. Da das Handy aber immer mehr (wie Internet/Auto/Fahrrad/Wohnung,etc.) zu den wichtigen Gütern des täglichen Lebens gehört, sollte vor einer Sperrung (bei der man sich z.B. um Gebühren streitet) eine Angemessenheitsprüfung erfolgen. Sonst könnte der Anbieter immer sperren, der Kunde hätte aber bei einer unberechtigten Forderung des Anbieters überhaupt kein Druckmittel, er bekäme einfach das Telefon gesperrt. Mal ganz ehrlich, der Kunde schuldet 15 EUR, kein Problem für den Anbieter (wenn es nicht 50% aller Kunden so machen ;-) ). Andersherum ist es ein Riesenproblem, wenn das Handy (das möglicherweise auch zur Abwicklung von Geschäften notwendig ist) nicht mehr funktioniert und sei es auch nur hinsichtlich anrufen und nicht angerufen werden. Das klingt nicht fair, oder? Also bitte immer aus der Sicht beider Parteien bewerten. Genau das hat der BGH getan (den muss ich (diesmal!) auch mal in Schutz nehmen).
 
Was mich hier in der Diskussion eigentlich am meisten überrascht, ist die Argumentation über den Punkt der möglicherweise fehlenden Kontodeckung. Meine Damen und Herren, es gilt wie bei jedem Unternehmen: Wer nicht in der Lage ist, die fälligen Rechnungen zu begleichen, ist nicht mehr liquide - also zahlungsunfähig und sollte sich ernsthafte Gedanken ob einer Finanz- und ggf. Schuldnerberatung machen. Wer permanent finanziell "aus dem letzten Loch pfeift", sollte sich ferner überlegen, ob es denn richtig sein kann, dass es nun (wahrscheinlich zusätzlich zum Festnetztelefon, Internet etc.) tatsächlich noch das Handy benötigt oder ob er sich, in Anbetracht der angespannten finanziellen Lage, nicht ein wenig einschränken sollte.
 
@LostSoul: mach mal nen Punkt du kannst nicht über ein leben von anderen bestimmen und dir ne Meinung bilden, sehr viele können auch nichts dazu, im Prinzip hast du ja recht, aber die heutige Zeit ist auch nicht leicht.

Die Firmen könnten auch einfach mal nen Gang zurückschrauben, ich mach das ja auch bei meinen Kunden.
 
@M. Rhein: Ich bestimme nicht, wohl bilde ich mir aber eine Meinung und diese ist objektiv auch prüfbar. Die Subsumtion kannst du oben nachlesen. Und warum sollte eine Firma "einen Gang zurückschrauben": Der Kunde hat sich freiwillig einem Vertrag unterworfen, hat Leistungen in Anspruch genommen, die das Unternehmen auch vertragsgemäß erbracht hat - warum sollte es dann im Gegenzug auf die vertragsgemäße Gegenleistung der anderen Partei verzichten? Insofern können die "Betroffenen" durchaus was dafür - was ich auch schon oben geschrieben habe: Wer sich etwas nicht und vielleicht auch nur kaum leisten kann, sollte sich die Notwendigkeit der Anschaffung überlegen. Und ja: bei einem Großteil (nicht allen) der Leute sind Handy u.ä. nur Bequemlichkeit. Was passiert, wenn dann mal ernsthaft eine größere Ersatzinvestition notwendig wird, z.B. weil die Waschmaschine defekt ist, darüber braucht man dann gar nicht mehr zu reden.
 
@LostSoul: das sollte jetzt nicht ein Vertrag für ein Krieg sein, seh's Sportlich ;)

Ich stimme dir ja auch auch teilweise zu nur nicht an jeder Notlage ist man selbst schuld, wobei ich auch nicht verstehe wie man keine 15 Euro am ende vom Monat haben kann.. naja *g

Edit, Pfandflschen sammeln, am ende vom Monat hatte ich da schon ca. 20 Euro raus *lolwech
 
@LostSoul:

Naja irgendwo hast du recht allerdings ist das mit den verträgenso oder so eine sache für sich wer kann heute noch saegen ja ich habe nen sicheren arbeitsplatz?
Richtige antwort: Nahezu keiner.
Nehmen wir nun mal an du hast 1800 euro im monat (zum zeitpunkt da miete usw noch nicht weg sind) wenn alles abgezogen ist bleiben dir meinetwegen 200 euronen übrig. damit würde ich nicht sagen du pfeifst aus dem letzten loch.
Und nun lass deinen arbeitgeben mal n rappel kriegen und dich von heut auf morgen rauswerfen und dann stehste da mit deinem geld von sagen wir 1000 euro im monat und nu wie willst du all den quatsch bezahlen? aus 90% aller verträge kommst du so schnell nicht raus auch wenn du sie gerne los wärst damit du dir eben günstigeres anschaffen kannst der es ggf ganz abschaffen

und nun denk mal drüber nach ist ne schuldner beratung oder sonstiges selbstverschulden immer 100%ig gegeben? ich denke nicht

MfG
 
@mcbit: sehe ich anders. Es ist nachvollziehbar, denn es gilt auch die Verhältnismäßigkeit abzuwiegen. Nach Deiner Argumentation (auch die eines Vermieters) könnte man ja bereits bei 1 Cent Schulden eine Räumungsklage beantragen bzw. das Handy sperren. Das ist allerdings schlicht und ergreifend nicht verhältnismäßig. Erst wenn einer Firma oder Person ein Schaden entstanden ist, der im Sinne des Vertrages bzw. der erbrachten Leistung gegenüber dem Kunden nicht mehr hinnehmbar ist, sollte man tätig werden dürfen, um so nicht die Rechte des Kunden zu unterwandern und/oder wegen Geringfügigkeit zu mißbrauchen. Folgte man weiterhin Deiner Argumentation mit dem "Verführen zum Mißbrauch" eines solchen Urteils, so müsste man ja auch einmal die Gegenseite begutachten. Was ist es denn z. B. für ein Angebot, wenn ein Autohändler einen Wagen verkauft, man diesen aber mit einer geringen Anzahlung und späteren, monatlichen Raten a (z. B.) 200 € über 5 Jahre Laufzeit abstottern darf? Solch ein Angebot müsste man ja dann bereits unter "lädt zum Mißbrauch ein" gesetzlich verbieten lassen.
 
@Cleanhead: Schau Dir Ratenzahlungsverträge für Autos an "Bleibt bis zur vollständigen Bezahlung Eigentum des Händlers" Und bitte keine extremen Beispiele. Wir reden hier davon, dass der Mobilfunk Anbieter eine Schuld von 75 Euro zu erdulden hat und nicht von einem Cent
 
@mcbit: ja hab ich ja, und 75 € sind ja laut BGH ausreichend, um eine Sperrung zu veranlassen, also verhältnismäßig. Es ging um 15,50 € Schulden die zu erdulden waren, nicht 75 €, lies Du nochmal Satz 1.
 
@Cleanhead: nicht nur den ersten Satz lesen, darum gehts. Und auch 15 Euro ist eine Vertragsverletzung
 
@mcbit: Ich habe deinen Beitrag zwar nicht gelesen, aber ich schließe mich mal der Mehrheit an.
 
Verstehe ich das richtig, dass damit die allgemeine SIM-Karten-Sperrung gemeint ist, die automatisch 1-2 Tage nach dem die Rechnug nicht bezahlt wurde, statt findet, sodass man nur noch Notrufe absetzen kann? Und dann soll man ja noch 10 EUR wieder für die Entsperrung und 5 EUR Mahngebühren zahlen. Und das entfällt nun, wenn man nicht mehr als 75 EUR im Minus ist? D.h. bei einem Vertrag wo man nur 10 EUR im Monat zahlt, brauch man nun 7 Monate lang nichts bezahlen, ehe es gesperrt wird?
 
@sushilange: So in etwa. Erinnert mich an das Handwerk. Wenn ein Dachdecker kein Geld für seine Leistung bekommt, kann er sich mit Anwälten und Gerichten rumplagen, während der Hauseigentümer sich eines neuen Daches erfreuen kann, was er erst sehr viel später zahlen "muss". Durch solche urteile wird die Zahlungsmoral der Kunden aufgeweicht.
 
@sushilange: spätestens nach zwei monaten hast du aber den geldeintreiber auf der matte... aber richtig ist: du wirst dann mit deinem telefon nach hilfe rufen können, da es aktiviert bleibt. mfg
 
@Real_Bitfox: Notfallrufnummern gehen aber so oder so immer. Das kann und darf kein Anbieter sperren. Das Handy wird ja nicht gesperrt, sondern nur die SIM-Karte. Natürlich kann ich nicht Tante Trudi um Hilfe rufen :D
 
@sushilange: Und das ist auch legitim, meiner Meinung nach.
 
@sushilange: tante trudi, oder bruder rudi war in meinem kommentar auch gemeint. ;D aber du wirst sie eben doch rufen können. zumindest so lange du die 75ocken nicht erreicht hast. im übrigen ist es NICHT mehr möglich mit einem telefon OHNE simkarte einen notruf abzusetzen!
 
Das Urteil war absehbar, wenn man die verbraucherfreundliche Ausrichtung des BGH kennt. Bei Kleinbeträgen im Massengeschäft ist es auch noch sachlich nachvollziehbar, da der (ggf. vermeidliche) Schaden sehr gering ist. Leider überzeugt das Urteil in der mündlichen Begründung nicht dogmatisch. Es stellt (erneut) einen Bruch mit den schuldrechtlichen Regelungen dar, deren Argumentation im Kern auch schon in anderen Bereichen nur wenig überzeugend waren. Interessant wird hier somit sein, wie die genaue schriftliche Urteilsbegründung ausfallen wird, die noch nicht vorliegt.
 
@mcbit oder sollte ich besser sagen gefrusteter Mitarbeiter einer mies laufenden Telefongesellschaft. Ich kann dein aggressives Verhalten nur bedingt bis garnicht verstehen. Leider verdienen manche Unternehmen mehr mit dem kassieren von Mahngebühren als mit ihrem eigendlichen Produkt. Und im Schreiben von Mahngebühren sind Telefongesellschaften leider traurige Spitzenreiter. Ich hatte schonmal eine Mahnung bekommen obwohl ich noch nichtmal eine Rechnung hatte. Es hatte sich herausgestellt das es angablich ein Problem mit der Versendung der letzten Rechnungen hab, diese hätte schon vor 14 Tagen bis mir eintreffen sollen.
Einzugsermächtigungen sind da auch keine Lösung. Diese hatte ich nach einem Jahr wiederrufen aus mehreren Gründen:
Die Abbuchungen erfolgden zu unregelmäßig. Mal wurde schon vor dem 30. abgebrucht, ein anderes Mal erst am 15. usw.
Bei der Übernahme von Talkline zu Debitel wurde auch schonmal 3 Monate garnicht abgebucht und dann gleich 3 Monate auf einmal.
Bis mir dann der Kragen geplatzt ist und ich die Einzugsermächtigung gekündigt habe.
Du sagst das für Leitungen auch gezahlt werden muß. Das ist richtig. Aber für eine Zahlung muss auch eine Leistung erfolgen. Da scheinen es aber auch einige Telefon/DSL Anbieter nicht so genau zu nehmen. Wenn ich am 5. einen Totalausfall von Telefon/Internet habe, dies direkt am selben Tag melden und ich geschlagene 14 Tage ohne Telefon und Internet dasitze und dafür trotzdem Gebühren bezahlen soll finde ich das mehr als eine Frechheit. Seitdem bezahle ich alle Rechnungen erst 14 Tage nach erhalt.
Ich habe nix dagegen wenn man bei einem Wiederholungstäter den Anschluss sperrt, einer der ständig NICHT zahlt aber ansonsten begrüße ich den Beschluss voll und ganz. Meinetwegen hätte man die Grenze sogar noch höher anlegen können.
 
@Nameless-User: Durch welches meiner Postings bin ich denn aggressiv aufgefallen? Dein Fall in allen Ehren, aber wenn ein Gericht pauschal festlegt, dass eine Firma 75 Euro Außenstand zu akzeptieren hat, ist das in meinen Augen falsch. Das ist meine Meinung und die darf ich doch vertreten. Und bei der Hälfte der hier geposteten "aber wenn" ist eine einfache Lösung möglich. Diese zu erwähnen sollte nicht als aggressiv beurteilt werden, warum auch.
Wenn eine Firma unregelmäßig abbucht (was ich weder bei Talkline noch bei Debitel hatte, trotzdem sind beides keine zu empfehlenden Dienstleister), musst Du den Rechnungsbetrag trotzdem parat haben.
 
@Nameless-User: Gut kenne Debitel und Talkline auch nicht wirklich, aber das Abbuchungen einmal am 15. und beim nächsten Mal am 30. sein sollte ist hahnebüchen. Man hat feste Rechnungszyklen, da schwankt der Abbuchungstermin maximal um 2 Tagen. Solche extremen Abweichungen beim Abuchungen kenne ich nur bei Rechnungszyklenwecheseln und die sind i.d.R. immer vom Kunden gewünscht. Desweiteren kann ich mir nicht vorstellen das Talkline auf Geld verzichtet und sagt buchen wir nächsten Monat vllt. ab. Wer ne Gebühr berechnet wenn die SIM nach Vertragsende nicht rechtzeitig zurück ist, der wird sicherlich nicht auf die monatliche Abbuchung verzichten. Mehr Sinn macht dort das eine Abbuchung gescheitert war und das Lastschriftverfahren vom Betreiber temporär ausgesetzt wurde bis Klärung des Sachverhalts oder Geldeingang bzw. für den Kunden auf Anfrage aus Kulanz gestoppt wurde. Diese Sachen wären nachvollziehbar.
 
Ich finde zwar auch, dass jede Firma das Recht hat, das Geld von seinen Kunden zu bekommen, aber in Anbetracht dessen, dass das Handy teilweise den Festnetzanschluss verdrängt eine richtige Entscheidung.

Mir ist selbst schon das Handy ohne Ankündigung gesperrt worden, das nur weil ich meine Bank gewechselt habe und es mein Anbieter nicht auf die Kette bekommen hat, trotz dem Fax mit neuer Bankverbindung auch diese umzustellen.

Direkt nach der erfolglosen Abbuchung wurde mein Handy gesperrt, ich war zu dem Zeitpunkt im Ausland unterwegs und stand plötzlich 5 Tage ohne Verbindung da. Natürlich sollte ich die volle Grundgebühr plus zusätzlicher Gebühren zahlen, dass obwohl ich 6 Jahre noch nie eine einzige Rechnung nicht zahlen konnte.
 
Ich finde es viel schlimmer, dass ich mir jedes Jahr eine neue Prepaid-SIM-Karte holen muss, weil ich das Startguthaben bis dahin nicht 100% ausgebe... -_-
 
@Mampf: wähle dir nen anbieter wo es unbegrenzt gültig ist, seid circa 2006 bieten das die meisten an. http://bit.ly/f8kjMj selbst wenn nicht, prepaidkarten mit startguthaben kriegt man doch gratis hinterhergeworfen.
 
@Mampf: Mein "ALDI-Talk" hat mich noch nie gekickt und ich verbrauche nur 15,-€ pro Jahr! Ich mag damit kein "Premiumkunde" sein, aber auch Wenigtelefonierer sind Kunden!
 
@Mampf: Fonic z. B. Seit über 2 Jahren nicht geladen und immernoch aktiv.
 
@mcbit: Vllt. kauft sich der herr Mampf seine Prepaid bei VF, damit ihn all seine Kollegen die ne Flat haben erreichen ohne das von beiden Seiten extra Kosten anfallen.

Hab auch 2 Kollegen, die sich ständig anrufen lassen.
Die kaufen auch alle 1-2 jahre eine neue Prepaid, da bei uns in der Gegend zu 90% alle bei Vodafone sind. ;)
 
@C47: Naja, nüscht ist umsonst. Dann dürfte der jährliche SIM-wechsel doch das kleinere Übel sein.
 
Sind ja viele arrogante A. hier, die kein Verständnis haben, wenn jemand der aus Globalisierungs- und Profitmaximierungsgründen seinen Arbeitsplatz verloren hat, mal ein paar Tage mit den Rechnungen in Verzug gerät, weil es ihm vielleicht wichtiger war, seine Kinder zu versorgen oder warum auch immer.

Warum sollten Milliardenkonzerne nicht ein paar Tage auf Ihre 30€ warten können? Menschlichkeit ist wohl allen hier fremd, ihr widerlichen Spiesser...Ihr freut Euch auch sicherlich, wenn Microsoft und Co ihre Milliardengewinne verdoppeln können, die haben es ja so verdient, dem Volk jeden übrigen Cent aus der Tasche zu saugen, nicht wahr? Wer sich für einen Milliardär freut, der hat echt nicht alle Tassen in der Schublade!
 
@Siamkat: Ich freue mich generell über jede Gewinnsteigerung eines Unternehmens, sofern ich Aktien darin habe :-D
 
Grundsätzlich sehe ich dem Urteil gelassen entgegen und finde es auch nicht schlecht. Eine einheitliche Kostenobergrenze per Gesetz finde ich OK, ob es unbedingt 75€ sein müssen, gut kann man vllt. drüber streiten. Im Grundsätzlichen kann ich mich mit dem Urteil anfreunden und das obwohl ich für einem der Mobilfunkbetreiber arbeite. Wenn die 2 Wochenfrist bis zur Sperrung auch vom Festnetz übernommen wird fände ich nicht verkehrt. Das liegt einfach dadran das finanzielle Engpässe jedem Mal passieren kann und 99% derjenigen ist dies ja auch peinlich und wollen das so schnell vom Tisch haben wie möglich. Nur habe ich genug Fälle erlebt wo die 1. Mahnung per Post erst nach Sperrung beim Kunden ankam bzw. eine sofortige Banküberweisung nicht rechtzeitig amkommen konnte, weil nach 2 Tagen schon gesperrt wurde. Und das finde ich übertrieben mMn. Die Sperrfrist von 2 Wochen fände ich nicht verkehrt. Über die höhe von 75€ kann sichlich streiten. Und ich sehe da auch kein Problem das eine höhere Missbrauchswahrscheinlichkeit besteht als jetzt. Einzig bedenklich fände ich wenn damit die auch Schutzsperrungen wegen ungewöhnlichen Verbrauchs außer Kraft gesetzt werden, weil das meist die wirklichen Missbrauchsfälle sind.
 
Das Urteil ist vollkommen richtig. Es ist einfach angesichts der Bedeutung eines Handys für die allgemeine Lebensführung völlig unangemessen, schon bei wenigen Cent/Euros das Teil zu sperren. Hinzu kommen die absurden Sperr-/Entsperrgebühren.

Auch eine Kündigung muss verhältnismäßig sein. Und das Urteil sagt NICHT, dass jemand Schulden machen darf. Die können sich auch so ihr Geld holen und den Gerichtsvollzieher losschicken. Das mussten sie vorher auch schon und daran hat sich nichts geändert.

Es wird auch nicht jemand sofort aus seiner Wohnung geschmissen, wenn er die Miete nicht pünktlich gezahlt hat. Oder man fliegt nicht sofort aus seinem Job, wenn man mal 10 Minuten zu spät war. Wieso nicht? Weil es alles nicht verhältnismäßig wäre, OBWOHL man sich jeweils falsch verhalten hat.

Und da die meisten hier sowieso noch bei Mama und Papa wohnen und gar nicht beurteilen können, wie es ist, sein gesamtes Leben allein zu finanzieren... ;-))
 
die Frage dabei ist ja eigentlich nicht wieviel man überziehen darf sondern vielmehr wieviel auf dem Konto überhaupt zur Verfügung steht......mit wenig toleranz schützt man den Inhaber eigentlch vor Überschuldung und Insolvenz......
 
@LaBeliby: ist mir klar das einige das anders sehen...aber was ist wenn der Anschlußauftrag nicht hinhaut??....dann seit ihr für ewig weg.....(glaub 7 Jahre)....
 
Ich hatte mal um 2002 rum das Konto gewechselt und o2 (damals noch Viag Interkom) ein entsprechendes Fax geschickt. Pünktlich am Monatsende als ich auf Reisen war stand bei mir nur noch "Kein Netz". Nichtmal die o2 Hotline konnte ich mehr anrufen. Hab dann vom Festnetz dort angerufen, wo sie mir mitgeteilt haben das sie die Rechnung noch vom alten Konto abbuchen wollten und die Lastschrift nicht erfolgen konnte. Karte würde erst wieder freigeschaltet nachdem ich die Überweisung selber gemacht habe. Von daher begrüße ich dieses Urteil. Wasser, Strom und auch Telefon sind Grundbedürfnisse.
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