Der digitale Graben zur dritten Welt wird breiter

Recht, Politik & EU Wissenschaftler haben bei einer breit angelegten Analyse der so genannten Informationsgesellschaft unter anderem herausgefunden, dass der "digitale Graben" immer breiter wird. mehr...

Diese Nachricht vollständig anzeigen.

Jetzt einen Kommentar schreiben
 
und das ist auch gut so!
 
@iSUCK: Begründung?
 
@zivilist: siehe [o2]
 
@iSUCK: Warum soll das gut so sein? Die Entwicklungsländer beliefern uns mit Billigkleidung, Billigprodukten aller Art, Rohstoffen etc. und wir lassen es uns auf deren Kosten gutgehen. Was meinst Du, wie teuer ein durchschnittlicher Rechner wäre, wenn alle Komponenten in Deutschland gefertigt werden würden? Aber für den Durchschnittsbürger eines Entwicklungslandes bleibt die Technik unerschwinglich. Ist nichts weiter als eine modernde Ausprägung des Kolonialismus.
 
@JanKrohn: Wir würden selbst zu dritte Welt Länder, wenn wir das ändern würden. Moralisch nicht korrekt, aber so funktioniert unser Kapitalismus nunmal. Die Reichen stützen sich auf die armen. Möchtest du deinen Wohlstand und die Gelegenheit Preisgünstig einkaufen gehen aufgeben zum Wohl der Menschen aus den ärmeren Ländern? Ich bezweifel stark das du das tun möchtest.
 
@gibbons: Und genau dieses Denken hat die Probleme einst 'ins Leben gerufen'. Wer soll denn also nun die Karre aus dem Dreck fahren wenn nicht die 'Reichen'?! Von der eigentlichen Verantwortung die einem der gesunde Menschenverstand geben sollte mal ganz abgesehen...
 
@AaronHades: Nun, also wenn ich mir das Urteil erlauben darf, wird es doch besser. Wir können nichts dafür, wenn es Regierungen wie die Chinesische gibt. In Afrika gibt es immer mehr Sterne, wo es eine Soziale grund- und Krankenversicherung gibt. Also es ist doch eine deutliche Trendwende zur Besserung zu erkennen. Es gibt aber auch Regierungen die diese Besserungen nicht wollen. Weil sich rang hohe Politiker/Regierungen ebenfalls an der Armut der Bevölkerung bereichern. Das ist aber deren, nicht unser Problem.
 
@JanKrohn: Lernt man solchen Unfug heutzutage in der Schule ? Kein "Entwicklungsland" beliefert uns mit Rohstoffen, Billigprodukten oder Computerhardware. Angesprochenes kommt fast ausschließlich aus China bzw Asien im allgemeinen und dass, sind fast alles Industrienationen bzw Schwellenländer deren Breitbandversorgung Teils besser als die unsrige ist. Diese Staaten, leben ja EXISTIEREN von unserem Konsumrausch und unserer Gier nach immer billigerem Kram. Hier ist jedoch die Rede von Entwicklungsländern in (zum größten Teil) Afrika. Wir hier, lassen es uns nicht auf anderer Kosten gut gehen. Wenn du dass jedoch so siehst, solltest du dein Einkommen voller Wehmut und Reue, monatlich den Ausgebeuteten zukommen lassen. Schließlich lässt du es dir ja auf deren Kosten gut gehen. Tust du es nicht, halte ich die von dir geschwungenen Reden für unüberlegtes Geschwätz.
 
@Wildsau: EEERMMM NICHT??? Das ist zum Teil sogar staatlich subventioniert. Beispiele? Aus welchen Ländern kommen z.B. Fischfangflotten vor Afrikanischen Küsten? Warum kann ein Bauer in Afrika seine Produkte in die EU, nicht, für den selben Preis, verkaufen wie ein subventionierter Bauer in Spanien? Und und und...
 
@Wildsau: Solch eine *persönliche* Be-/Verurteilung finde ich schon sehr anmaßend von Dir. Ich kenne sowohl Afrika als auch Asien. Wirtschaftlich macht es sicherlich einen Unterschied, ob ein afrikanischer Arbeiter in einer Goldmine krepiert, oder ein HTC-Mitarbeiter in Taiwan aus dem Fenster springt. Ursache (Verlangen nach Billigkram, Korruption) und Ergebnis sind das gleiche. Was soll es da nützen, irgendwelches Geld zu spenden, wenn am gleichen Tag tausende von Kunden bei KIK ein T-Shirt für 2 Euro kaufen, für das die Näherin in Bangladesh nur 2 Cent bekommt. Damit finanziere ich durch meine Spende indirekt den KIK-Konzern, und seine Kunden. (KIK ist natürlich nur ein Beispiel von tausenden.) Lernen werden wir hier wohl erst, wenn sich die Menschen in den Ländern emanzipieren wie in Ägypten und Tunesien, von deren Billigwaren und Rohstoffen wir dermaßen abhängig geworden sind (Bekleidung, Technik, Öl, Gold etc)
 
@JanKrohn: Ich mag diese Diskussion überhaupt nicht, weil die Leute sowieso nur rumheucheln. Hier wird herummoraliesiert bis die Decke runterkommt, im Supermarkt wird aber dennoch nicht zum Fairtrade-Produkt gegriffen, weils doppelt so teuer ist wie die sogenannten Billigmarken. Klar leben wir auf Kosten der dritten Welt, wir zahlen denen sowohl unfaire Preise und dann überschwemmen wir deren Markt mit subventionierten Überschußprodukten aus der EU. Trotzem muß man ehrlich bleiben, die Probleme Afrikas sind vielschichtig, die meisten davon werden nicht in Europa verursacht und sie konnen nicht in Europa gelöst werden. Gerade der letzte Absatz in der News zeigt überdeutlich, wie sich der Mensch hierzulande überschätzt.
 
@Lastwebpage: Warum zur Hölle soll das Zeugs aus Afrika kommen, wenn es auch in Spanien wächst ? Überleg mal selber. Bist du eventuell von Gutmenschen indoktriniert ? Dann würdest du wahrscheinlich auch keine deutschen Äpfel essen selbst wenn sie in deinem Garten wachsen würden. Egal. Wenn ich demnächst im Supermark Afrikanisches Gemüse verlange, fällt mir der erste Ökofuzzi an den Hals wegen CO2. Einheimische Produkte solle man gefälligst kaufen. OK. Also doch deutsches Gemüse. Nimmt man dann selbiges, stehen draußen die nächsten politisch korrekten Gutmenschen und weisen mich (wie immer freundlichst) darauf hin, das man doch Zeugs vom armen Bauern in Afrika futtern soll, weils den deutschen Bauern eh zu gut geht und was auch immer denen noch so einfällt. Also was nun ? Kauft man Waren aus Afrika, ist man ein Ausbeuter. Kauft man bevorzugt Waren aus Deutschland oder Spanien, ist man ein Naz. . @JanKron:also fühlst du dich schuldig, wenn in Taiwan die Leute ausm Fenster springen ? Dann hast du doch sicherlich, weder Computer noch Handy? Wohl kaum. Du, berufst dich der Einfachheit halber auf die Masse, und meinst, du alleine könntest eh nix ausrichten. So viel Widersprüche in drei Sätzen. Unglaublich. Laß mich raten. Du fährst bestimmt auch nen KIA weil dir der VW-Golf zu teuer ist ? Zu Ägypten und Tunesien. Tausende sind auf den Weg nach Europa, weils denen zu elend geht da unten. Jedoch deiner Logik zur Folge, sollten wir deren Produkte also besser nicht kaufen. Ob es denen dann besser geht, wage ich zu bezweifeln.
 
@Wildsau: Du scheinst ja bestens über meine Schuldgefühle und mein Konsumverhalten Bescheid zu wissen, wenn ich nur ein paar Fakten über afrikanische Minenarbeiter und taiwanesische Arbeiter in Erinnerung rufe. Klar kann man dies alles ausblenden, aber projiziere deshlab bitte nicht gleich Deine eigenen Schuldgefühle auf micht, bloß weil Dein eigenes Konsumverhalten Deinem User-Namen sicherlich alle Ehre macht. Konzerne und Politiker sind nicht die Freunde aller Menschen, wie es Deiner Weltvorstellung zu entsprechen scheint, und es macht sehr wohl einen Unterschied, was für ein Produkt man kauft.
 
@Wildsau: Zitat: "Wir hier, lassen es uns nicht auf anderer Kosten gut gehen."
 
@Lastwebpage: Glaubst Du auch noch an den Weihnachtsmann?? Hier mal lesen, nachdenken, und sich hoffentlich mal von dem Gedanken verabschieden, dass die Reichen und Mächtigen dieser Erde doch alle unser Bestes wollen... http://www.daserste.de/plusminus/beitrag_dyn~uid,bx7hu3jz1q7i7828~cm.asp (nur ein aktuelles Beispiel von vielen).
 
Was soll man da sagen: kann ich mir gut vorstellen. Was davor gemacht werden muss ist erstmal Bekämpfung von Wasser- und Nahrungsmangel und anschließend muss erstmal Strom vorhanden sein.
 
@zivilist: Ohne brauchbare digitale Infrastruktur ist das eine Sisyphos-Arbeit.
 
@JanKrohn: Für was brauchst du Internet um nen Wassergraben zu ziehen oder nen Brunnen zu bohren? Und die Nahrungsmittelmangel würde wesentlich besser werden wenn die EU & USA auf ihre subventionien für die Landwirschaft kürzen würde, so dass die Preise dafür steigen. WIR verscherbeln unsere überschüsse billigst nach Afrika, so dass sich dort Landwirtschaft nicht mehr lohnt. Dabei sind in der Landwirtschaft mehr als 2/3 der Befölkerung tätig... ein Teufelskreis für die.
 
@Wade: Der Schlüssel zur Bildung ist Information. Allein Technologie stellt Information kostengünstig der breiten Masse zur Verfügung. Nur so erhält in den Entwicklungsländern jeder clevere bauernjunge die Chance, die eigentlich jeder verdienen sollte.
 
@Wade: Na ja durch eine gute Infrastruktur im Netz kann sich die Wirtschaft besser entwickeln, oder lässt erst zu das investiert wird. Dadurch kommt Geld und damit kann man dann Brunnen und Wassergräben und Kläranlagen bauen. Noch schöner, man kann sich dann einfach Investoren suchen :D
 
@zivilist: Wir haben weder Wasser- noch Nahrungsmittelmangel. Das sind durch den Kapitalismus erzeugte künstliche Probleme. Solange es Butterberge gibt, kann mir keiner erzählen, wir könnten nicht alle Menschen der Welt ernähren. Sehr eindrucksvoll dazu sind "We Feed the World" und "Let's Make Money".
 
Natürlich gönne ich den Entwicklungsländer den gleichen technologischen Fortschritt wie bei uns. Aber mir wäre viel lieber daran gelegen, das Leid durch Hunger, Wasser und Krankheiten schneller in den Entwicklungsländern zu reduzieren, als denen einen Handyfunkmast in ein Dorf aus Hütten zu stellen.
 
so ein schei**!! Ich reiste viel in der Welt herum und überall gab es moderne Technik, einfach nicht in so zahlreicher Masse... aber ein Graben? Ich würde den Wissenschaftlern mal empfehlen einfach mal in das Ausland zu reisen, statt im dunklen Raum zu analysieren... und ja, die Jungs aus den Entwicklungsländern sind schön taff bei der Sache, wenn es um Technik geht und vor allem erfinderisch ;)
 
@AlexKeller: Ich bin zwar leider nicht so bereist, habe aber dennoch ein paar Länder gesehen und stimme dir zu. In vielen, was wir dritte Welt Länder nennen, gibt es Computer und Internet zu Hause. Dies sogar auf recht hohem Standard. Das größte Problem, meiner Beobachtung nach, ist die Bildung. Es ist keine Seltenheit das Menschen dort nicht (richtig) lesen und schreiben können. Dann bringt natürlich auch ein Computer mit Internet oder sonstige Digitale Informationsspeicherung nichts. Bei gebildeteren Menschen, sieht das aber ganz anders aus. Ganz gleich ob wir da von China, Afrikanischen Ländern oder Latein/Südamerika sprechen.
 
@gibbons: Komisch.....die 'Ecken' die ich so kenne...da haben die Menschen nicht einmal Strom...nutzen die Notebooks mit Solarbetrieb?! Hab keins gesehen....
 
@AaronHades: Interessant, auf eine Erfahrung erstmal mit einem Seitenhieb kontern. Das nenne ich erwachsene Kommunikation. Ich habe nirgendwo geäußert, das es total normal ist, das jeder gebildete Mensch moderne Mittel besitzt. Aber es gibt es und es verbreitet sich und das ist das entschiedene wie ich finde.
 
@gibbons: Ein Seitenhieb sollte das eigentlich nicht sein, falls es so rüber kommt entschuldige bitte. Allerdings möchte ich auch betonen, dass ich nicht von einer ‚einzelnen Erfahrung‘ spreche. Das Thema ist seit knapp 20 Jahren mein Job. Und von ‚bessern‘ kann da keine Rede sein. Was bringt schon der leicht verminderte Welthunger-Index der letzten Jahre z.B. im Verhältnis zur drastischen Abnahme der landwirtschaftlich nutzbaren Fläche. In einigen Jahren (aktuelle Prognosen gehen von 2025 aus) kippt das System vollkommen um. Und das wäre nur 1 Punkt...
 
@AaronHades: Kannst du das mit dem Umkippen des Systems 2025 kurz vertiefen?
 
@gibbons: Kurz und knapp ist nicht so einfach. Ultra kurz und knapp wäre so: Selbst wenn im Moment der Welthunger zurückgeht (das Maß dafür ist der so genannte Welthunger-Index), so ist in den nächsten Jahren ein Wiederanstieg zu erwarten, da die landwirtschaftlich nutzbare Fläche bis zum Jahr 2025 um mehr als die Hälfte weltweit zurückgehen wird. Somit kommt in den nächsten Jahren halt der Punkt, an dem dieser Aufwärtstrend gestoppt wird. Und das ganze umkippt, der Index also wieder steigt. Und wie gesagt: Das ist nur 1 Faktor. Weitere Faktoren wären z.B. die Überfischung der Weltmeere, die Abholzung von Regenwaldflächen zur Gewinnung von landwirtschaftlichen Flächen für den Anbau von Futterpflanzen oder der zunehmende Trinkwassermangel.
 
@AaronHades: Da ich mich beruflich damit nun nicht beschäftigte, kann ich dazu leider nicht viel sagen. Es bleibt zu hoffen das wir in den nächsten 10-15 Jahren das zu verhindern wissen. Neue Technologien oder vll. politische Umschwünge. Ist ja zum Glück alles noch nicht gleich morgen.
 
@AaronHades: du vergisst leider den Hauptfaktor: die exorbitanten Geburtenraten in den Entwicklungsländern. Würde man dort statt sechs oder mehr nur ein Kind zeugen, würden auch die Anbauflächen ausreichen.
 
@Alirion: Also haben die Menschen in den betroffenen Regionen selber Schuld oder was?! Hast du mal darüber nachgedacht WARUM das so ist?!
 
@AaronHades: Nein, natürlich nicht, der böse Westen ist schuld dass die Leute dort mehr Kinder zeugen als sie ernähren können. Das wolltest du doch hören, oder?
 
@Alirion: Hören wollte ich eigendlich gar nichts. Darüber nachdenken solltest du....
 
@Alirion: Ohne eine große Familie bist du in diesen Ländern aufgeschmissen. Was meinst du wieso also die Leute dort so viele Kinder zeugen und in einigen Ländern sogar die Mädchen nach der Geburt umgebracht werden?
 
@gibbons: sehe ich auch so! :-)
 
@AlexKeller: wieviel Länder und Städte kannst du schon besucht haben? Hier geht es um die Gesamtheit. In Dörfer/Städte, die kaum jemand kennt, noch besucht sieht es genau so aus wie in der Studie.
 
@zivilist: last minute Reisen... übernachten tue ich meist bei Kollegen, die ich um 2-3 Ecken kennengelernt habe. So habe ich auch keine grösseren Kosten zu befürchten. Ist halt nicht jedem sein Ding... Okay, "viel" ist ja nicht definiert... sage es mal so. Ganz Mittel und Osteuropa. USA wahrscheinlich nächstes Jahr (Übernachtung in Carolina, beim Kollege) und Asien in ca. 3 Jahren (Übernachtung in Thailand, bei einem Kollegen)
 
@zivilist: Berechtigte Frage, siehe meinen Beitrag vom 14.02.11 13:13 Uhr
 
Ich denke mal die haben andere Sachen nötiger als ein 3D-Fernsehr oder auf einer PS3, Afrika zu spielen.
 
Wenn ich mir so manche Kommentare hier angucke, frage ich mich wirklich, warum immer noch viele diesem Irrglauben hinterherrennen, dass man die Probleme in den sogenannten Ländern der Dritten Welt mit der Bereitstellung von Lebensmitteln und/oder Wasser lösen kann. Es gibt doch dieses schöne chinesische Sprichwort: 'Gib einem Hungernden einen Fisch, und er wird einmal satt, lehre ihn Fischen, und er wird nie wieder hungern.'
Exakt das ist der springende Punkt. Und nicht 'die Afrikaner mit PS3 oder Mobiltelefonen zu versorgen'....erst denken, dann posten.
 
Anders herum wird nach meiner Meinung eher ein Schuh draus.
Von irgendwelchen dubiosen 1&1 Unicef Mails, "Fairer" Kaffee bei Rewe, usw., wo bitte schön findet man irgendetwas zur "Dritten Welt" im WWW oder sonstwo, wenn man nicht expliziet danach sucht? IPad hin oder her, aber warum keine Abgabe von sagen wir mal 0.1% auf "Hightech" Produkte? Achja, ich vergas, Hitechländer tun ja schon genug, da sie dort Tantal, Lithium, Gold usw. für ihre Produkte Abbauen lassen...
 
Ist ja ein toller Vergleich. In den Industriestaaten wird auch weitaus mehr mit Desktop-PCs gearbeitet, wohingegen in den Entwicklungsländern aufgrund der Infrastruktur fast ausschließlich Zugang per Handy zum Internet gibt. Mit dem Handy lad ich mir auch in Deutschland keine großen Sachen runter... Und selbst beim mobilen Internet funktioniert es anders als in den Industriestaaten. Aufgrund der geringen Bandbreiten werden Dienste wie Opera Mini sehr stark nachgefragt. Und da wird bekanntlich massig an Datenvolumen gespart mit Hilfe der Kompression. Ziemlich merkwürdige Analyse von diesen "Wissenschaftlern".
 
Ganz ehrlich, das is wieder so ne Nachricht, da denk ich mir: Wieso bin ich eigentlich keiner dieser Wissenschaftler, die immer tolle Sachen zu verkünden haben? Ehrlich, ich könnts auch. Und ich würds wahrscheinlich sogar auch für weniger machen als die. Meine Fresse... lach
 
Ein Schelm wer hier böses denkt aber Hand auf Herz...das ist doch gezielt so gewollt oder etwa nicht ;) Gehört nicht genau das zur Globalisierung?! Ist die Globalisierung abgeschafft worden, als ich geschlafen habe oder auf irgendeiner Weltkonferenz gelogen wurde, den schwachen Staaten genug (was für ein dehnbarer Begriff) unter die Arme zu greifen? Gibts bei dieser News tatsächlich Menschen die noch "achwas!" von sich geben oder ehrlich Überrascht sind? Die dritte Welt liefert zZ. einfach nicht genug verscherbelbare Daten und man kann dort genug Schindluder treiben, ohne auf digital erfasste Daten zurückgreifen zu müssen.
 
Nur wird in dieser Statistik nicht bedacht, daß dieser Graben relativ leicht wiederaufgeholt werden kann. Wenn die in Afrika in 5 Jahren für wenig Geld das kaufen, was es heute bei Aldi gibt, dann sind sie technisch sofort an die moderne Gesellschaft angeschlossen. Wenn es dann noch Internet gibt, können das genauso Hackerarmeen werden wie in China. Schwieriger ist es da doch bei allen Systemen, die wachsen müssen wie Infrastrukturen, aber in diesem Punkt kann fast unverzüglich gleichgeschlossen werden. Aktuell übersteigt unsere Rechenleistung bei weitem den Bedarf, zumindest was Bürotätigkeiten und Privatpersonen angeht, und nur das zählt hier. Außerdem ist der Wert der Information nicht beziffert, schließlich können auch Petabyte an HD-Pornos durch die Netzwerke schicken, die jedoch keinen produktiven Nutzwert bieten.
 
@bgmnt: unverzüglich gleischgeschlossen werden? Ich empfehle dir einen Afrika Urlaub. Dann wirst du sehen, wie weit du mit deiner Einschätzung von der Realität entfernt bist. Milllionen Menschen in diesen Ländern können nicht einmal lesen und schreiben und haben (außer in wenigen Großstädten) nichtmal befestigte Strassen und fließend Wasser, geschweige elektrischen Strom. Was denkst du warum das "dritte Welt" heißt? Gerade weil diesen Ländern jede Grundlage zu einer modernen IT-Infrastruktur feht. "Mit Technik vom Aldi sofort an die moderne Gesellschaft angeschlossen"? Das möchte ich aus Höflichkeit lieber nicht kommentieren.
 
@Metropoli: Super, erstklassig an meiner Aussage vorbeiargumentiert. Es geht hier nicht um die restliche Versorgung, es ging mir nur darum, daß, sofern eine Infrastruktur für die Grundversorgung aufgebaut ist, es heute nur extrem geringe Kosten verursacht, sich der modernen Gesellschaft anzuschließen. Wenn ich das mit von vor 10 Jahren vergleiche, da war nach 2 Jahren ein Rechner viel zu langsam veraltet und musste ersetzt werden. Heutige 5 Jahre alte Aldikrücken reichen für den Normalverbraucher locker aus, mehr Bedarf besteht nicht. Und das, was wir heute für wenig Geld kaufen können, das reicht auch in zehn Jahren noch. Das ist das Problem der IT-Hersteller gerade, daß nämlich der Bedarf an mehr Leistung so gut wie gesättigt ist, zumindest beim großen Endkundenmarkt. Dafür gibt es jetzt neue Produkte wie Tablets und E-Buch-Leser, aber auch die sind irgendwann billig. Heute Anschluss an die moderne Gesellschaft zu finden ist leichte denn je, und das kannst Du mit Deiner Argumentation nicht abstreiten. Die anderen Probleme spielen hier keine Rolle, und sind auch für die Studie irrelevant.
 
@bgmnt: Na gut, nur stellen sich 2 Fragen, die sehr wohl relevant sind: Wie schnell kann sich eine IT-Infrastruktur in einem Land entwickeln, wo die Menschen ganz andere Sorgen haben als IT und viel mehr Zeit für's Überleben (Nahrungsbeschaffung etc) benötigen, verglichen mit Europa, wo der Automatisierungsgrad viel höher und dieser Zeitaufwand viel geringer ist, wo vor allem das Geld da ist, um führende Fachkräfte einzukaufen etc. IT besteht ja nicht nur aus Hardware. IT-Fachkräfte, Softwareentwickler etc. muss man aber entweder teuer einkaufen oder -was noch langwieriger und teurer ist- selber ausbilden. Und 2.: Kann man tatsächlich ein paar Uralt-PCs als Infrastruktur bezeichnen? Klar werden die Geräte billiger, aber "billig" ist relativ. Jemand der umgerechnet 50 bis 100 Dollar im Monat zum Leben hat, wird sich auch in 5 Jahren kein PC, Notebook oder iPad leisten können. Aufgrund des eklatant unterschiedlichen Entwicklungstempos (in allen Bereichen) wird sich der Graben weiter vertiefen, das halte ich nicht nur für sicher, sondern für zwingend und unumkehrbar.
Eine Dampflock im schlechten Zustand kann man nunmal nicht 'mal eben auf die Schnelle' auf ICE-Tempo beschleunigen.
 
@Metropoli: Das entbehrt jedoch nicht der Möglichkeit, daß, sobald der Grundstein für die restliche Infrastruktur gelegt ist, im informationstechnischen Bereich sofort aufgeschlossen werden kann. Sobald also die Grundbedürfnisse gedeckt sind, ist es ein leichtes zu den führenden IT-Nationen aufzuschließen, weil das in diesem Bereich aufzuwendende Kapital verhältnismäßig gering geworden ist, im Vergleich zu anderen Branchen. Die Technik wird zunehmend unwichtiger, die Anforderungen an die Kenntnisse steigen. Sobald jemand einen halbwegs passablen Rechner hat, und dazu zählen nunmal auch 5 Jahre Aldi-Rechner, und dann auch noch Internet, kann er von der Leistungsfähigkeit her locker mit unserer modernen Gesellschaft mithalten. Das Drumherum ist ein wichtiger Schritt, daß dies möglich wird. Danach jedoch ist der Rückschritt in Windeseile aufgeholt. Um im IT-Bereich Gewinn zu machen ist im Vergleich zu anderen Branchen nur ein sehr geringes Risiko notwendig, bei guten Leistungen aber ein Gewinn fast garantiert. Und geistige Leistungen lassen sich schlechter ausbeuten, besonders durch das Internet werden Auftraggeber international, wodurch die Unabhängigkeit gesteigert wird.
 
@bgmnt: Du bedenkst hingegen nicht, dass es zahlreiche Geringverdiener gibt, die sich auch in 5 Jahren nicht leisten können, ein Monatsgehalt oder mehr für einen veralteten PC auszugeben. Wie jedes Kleinstdorf z.B. im tschadischen Hinterland mit Internet versorgt werden soll, ist mir auch nicht klar. die gerringe Satellitenkapazität ist in Afrika bereits heute schon ausgeschöpft.
 
@JanKrohn: Stellt sich nur die Frage, ob jeder im tschadischen Kleinstdorf den Anspruch hat, einen Rechner und Internet zu haben. Nur weil es für uns unverzichtbar ist, müssen wir das nicht jedem aufzwingen. Und wenn Du von Deutschland sprichst, hier wird wohl jeder Geld für ein Notebook von 400 Euro übrig haben, was wohl für alle Bürobedürfnisse mehr als ausreichend ist. Und wie gesagt, die Infrastruktur dahinter ist bei dieser Betrachtung irrelevant, da es darum in keiner Weise ging.
 
@bgmnt: Wieso sollte ich auf einmal von Deutschland sprechen? Die Arbeitskräfte in den Entwicklungsländern leben von der Hand in den Mund, wie soll da jemand 400 Euro aufbringen? In den LDC wird das in 20 Jahren noch nicht der Fall sein. Zurück zum tschadischen Dorf: Du glaubst doch nicht, dass die Kinder und Jugendlichen dort keine Ahnung vom Internet haben, oder? Um online zu gehen, müssen sie halt in die nächste Stadt laufen, um in einem Internet-Café eine 200% überlastete Satellitenverbindung zu nutzen. Absolut unzureichend, um ihr Verlangen und ihr Anrecht auf Informationen zu befriedigen, um zukünftig die von Dir angesprochenen Leistungen im IT-Bereich zu erbringen.
 
@JanKrohn: Was bei uns 400 Euro kostet, findet sich anderswo auch billiger. Außerdem wird nicht jeder Baumwollhändler morgen einen Rechner kaufen und Internet haben müssen. Und Auswandern ist auch immer eine Möglichkeit. Wie gesagt, im Verhältnis zu anderen Branchen ist der finanzielle Aufwand im IT-Bereich gering, der Ertrag dafür hoch, und nur darum geht es mir. Der IT-Rückschritt kann schneller aufgeholt werden, als es in anderen Bereichen der Fall ist, weshalb es weit wichtigere Probleme gibt als dieses.
 
Ja wie kommt denn das? Kann das vielleicht daran liegen, dass auch der Wohlstandsgraben immer breiter wird? Sogar in unserem eigenen Land wird die Kluft zwischen Arm und Reich immer größer, dass liegt an der Geldvermehrungsmaschine und der beschleunigten Umverteilung von unten nach oben. Und das läuft auch im globalen Maßstab so ab. Wir schotten uns ab und sehen dem Rest beim Verrecken zu. Die Festung Europa und die amerikanische Mauer sind sichtbare Symptome dieser durchaus gewollten Entwicklung. Dabei rede ich nicht von den kleinen normalen Leuten im Land, die verstehen zu 95% überhaupt nicht was abgeht und glauben den Märchen der Medien und der Politik, weil sie zum Einen bequem sind und zum Anderen mit arbeiten und konsumieren abgelenkt sind. Ich rede von der Gruppe von Menschen, die die Situation steuern und dadurch enorme persönliche, vor allem finanzielle Vorteile genießen. Und auch hier auf dem Board sieht man schön, dass noch lange nicht jeder begriffen hat, wie der Hase wirklich läuft. Wir in Deutschland gehören zu den 20% der Weltbevölkerung die 80% der verfügbaren Ressourcen verbraucht, die direkt vom Elend der Dritten Welt profitiert. Wir holen uns billig Rohstoffe, notfalls mit Gewalt und im Gegenzug zerstören wir die Märkte der Entwicklungsländer mit steuerlich subventionierter Billignahrung, die wir aber jederzeit und frei von Moral wieder abziehen, wenn wir damit durch Verbrennung der Nahrung noch profitabler Bio-Sprit herstellen können. Wir schicken unseren Müll nach Afrika und vergiften nicht mehr unsere Umwelt, so wie früher, sondern deren Umwelt. Wir halten uns eine gewaltige Armee von Sklaven, die wir rücksichtslos ausbeuten und die wir blutig niedrmetzeln, wenn sie aufmuckt. Das machen wir seit Jahrhunderten und darauf beruht zum großen Teil unser sozio-kultureller Vorsprung. Wir werfen den anderen Ländern vor, dass sie nicht unsere Werte und unsere sozialen Verhältnisse haben, sorgen aber konstant dafür, dass sie auf einem Niveau von 'wie hier vor 200 Jahren' bleiben. Wie sah es denn bei uns vor 200 Jahren mit den Frauenrechten aus? Gingen die Mädchen in die Schule? Gab es Kinderarbeit? Wie war es um allgemeinen Arbeitsbedingungen bestellt? Welchen Einfluss hatte die Kirche auf das tägliche Leben der Menschen? Wir haben uns 200 Jahre Zeit gelassen, um unseren fortschrittlichen Status auf Kosten des Rests der Welt zu erreichen, aber wir erwarten jetzt von den 'rückständigen Nationen' dass sie unseren Lebensstil ohne Verzögerung annehmen. Unsere Limonade und unser lecker Fast Food, unsere Umweltstandards und unsere Menschenrechte (eigentlich nur temporäre Privilegien) und natürlich unseren einzig wahren Glauben. WIR sind dazu verpflichtet, unser Verhalten zu ändern, nicht die Menschen der Dritten Welt - und auch nicht die der zweiten Welt. Und nur wir können dafür sorgen, dass es gerechter auf der Welt zugeht. Wir sollten aufhören den Krieg zu bereiten, um in Frieden zu leben (Si vis pacem, para bellum). Oder haben wir noch nicht bemerkt, das das Bereiten des Krieges zu fortwährendem Krieg führt? Unsere Wirtschaft basiert schon zu einem signifikannten Teil auf der ständigen Kriegsführung, wir können schon garnicht mehr anders. Also - Si vis pacem, para justitiam - sonst werden die uns 'absetzen' wie einen gwaltbereiten und selbstverliebten Diktator kürzlich, sobald genügend Menschen den Durchblick haben. Ok, unsere 'Elite' versucht natürlich, dank ihrer Fürsorge für unsere Belange den Durchblick hinauszuzögern...
 
@User27: Absolut korrekt. Aber so ist die Welt, dog eat dog. Das Absurde: Wir machen uns sehenden Auges selbst damit kaputt, diskutieren drüber, machen TV-Sendungen, bedauern es kollektiv und tun am Ende doch nichts dagegen. Tiere müssen dafür sterben, dass sich Menschen weit über Bedarf fett und krank fressen können. Aus Frust darüber fressen sie noch mehr, bis sie durch keine Tür mehr passen oder das Herz stehen bleibt. Das Viehfutter ordern wir in Brasilien, wo für die Produktion der Regenwald abgeholzt wird. Saubere Luft, wer braucht das schon. Das sind doch tolle Errungenschaften der modernen westlichen Zivilisation, findet ihr nicht? Hoch lebe die (a)soziale Marktwirtschaft!
 
@User27: Da ich nur den Anfang mit der Kluft zwischen Arm und Reich gelesen habe, auch nur dazu ein Beitrag. Lies mal den folgenden Artikel, schau Dir die Grafik rechts dazu an und dann erzähl mir nochmal, daß es in Deutschland eine enorme Kluft zwischen Arm und Reich gibt: http://de.wikipedia.org/wiki/Gini-Koeffizient
 
@bgmnt: Ist auch schon 6 Jahre alt, die Grafik.
 
@Metropoli: Nagut, die Grafik ist zwei Jahre alt und sieht nicht anders aus: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:World_Map_Gini_coefficient.svg
 
@bgmnt: Danke. Das Österreich u. Schweiz schlechter abschneiden als Deutschland wurdert mich allerdings. Die USA kommt mir fast ein bischen zu glimpflich weg, wer weiss welche Zahlenbasis da zugrunde gelegt wurde. Trotzdem interessant.
 
@Metropoli: Auf der englischen Wikipedia gibt es eine Karte von 2009, die Daten stammen wohl aus dem CIA-Jahresbericht. Auch wenn andere Länder Schwankungen haben, Deutschland sieht in der Hinsicht sehr stabil aus. http://tinyurl.com/5udnn3
 
@bgmnt: Bitte das hier durcharbeiten und dann dem Italiener erklären. ;) Kurzlink: http://linkshrink.de/22137/ Original-Link: http://www.diw.de/documents/publikationen/73/93785/09-4-1.pdf -- EDIT: Das Problem ist eigentlich - neben der unersättlichen Gier der Gierigen - das Zins- und Zinseszins-System. Wer ausnahmsweise mal auf DSDS verzichten möchte, der sollte sich das hier ersatzweise ansehen: http://linkshrink.de/22138/ - 76 Minuten für die eigene Bildung, leichtverständlich.
Kommentar abgeben Netiquette beachten!

Video-Empfehlungen

WinFuture Mobil

WinFuture.mbo QR-Code Auch Unterwegs bestens informiert!
Nachrichten und Kommentare auf
dem Smartphone lesen.

Folgt uns auf Twitter

WinFuture bei Twitter

Interessante Artikel & Testberichte

WinFuture wird gehostet von Artfiles