Ägypten: Vodafone erklärt Pro-Mubarak-SMS

Wirtschaft & Firmen Der Mobilfunkkonzern Vodafone hat erneut zu Vorgängen in Ägypten Stellung genommen. Diesmal geht es um regierungsfreundliche Nachrichten, die großflächig an die Nutzer versandt wurden. mehr...

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Was für ein dämliches Gesetz!
Edit: Ich mein, wenn die Regierung die Bevölkerung warnen will: Alle in die Bunker stellt sich kein Betreiber quer und verlangt erst Geld bevor sie den eventuellen Weltuntergang ansagen!
 
@Tracker92: ach naja, bald die die alten Marionetten eh weg und es kommen neue, viellleicht wird dann dieses Gesetz auch durch ein anderes ersetzt
 
@Tracker92: Trotzdem muss sowas geklärt sein. Entweder basiert dies auf den Verhandlungen zwischen Anbieter und Regierung, wobei die Regierung für sowas bestimmt eine Pauschale zahlen dürfte, oder man regelt das im Gesetz, sodaß es den Staat günstiger kommt. Nur der Missbrauch ist problematisch, wobei dies wohl nur sehr selten der Fall sein dürfte.
 
@bgmnt: "Nur der Missbrauch ist problematisch, wobei dies wohl nur sehr selten der Fall sein dürfte." Also wie es jetzt geschehen ist!
 
@Tracker92: Es war eben kein Missbrauch. Laut Gesetz müssen die Betreiber diese Nachrichten im Auftrag der Regierung versenden. Wenn die Art und weise auch nicht gut ist, aber nach aktuell gültigem Recht was es ok. Und auch die Betreiber müssen sich an die Gesetze halten, sonst dürften Sie ihre Dienste in dem Land gar nicht anbieten.
 
Cool. Propagandaparolen per SMS. Wie praktisch :D
 
@DennisMoore: sogar äußerst fortschrittlich!
 
@stw500: da fehlt noch google und facebook places anwesende mit nachrichten zu bombadieren .. kann man ja dann auch auf allen kommunkationswegen .. mail .. interne nachricht.. wallpost oder sms .. die leute geben ja alles an :)
 
In Deutschland ist es noch schlimmer, man wird auch ohne Notstandsgesetze von sinnlosen SMS belästigt.
 
@DrJaegermeister: aha?
 
@DrJaegermeister: Die Erlaubnis der ägypt. Regierung dafür hat nur nichts mit Notstandsgesetzen zu tun.
 
@ouzo: Natürlich hat es das. Die Notstandsgesetze des Landes Ägypten verpflichten die Betreiber zum versenden dieser Nachrichten und die Notstandsgesetze des Landes Ägypten wurden erlassen.
 
@Scaver: Afaik gab es diese Verpflichtung auch vor dem Erlassen der Notstandsgesetze schon.
 
@ouzo: In den News (nicht nur hier) steht aber überall was anderes und sofern Du nicht Jurist aus Ägypten bist, wage ich zu bezweifeln, dass Du es besser weißt.
 
@ouzo: Man hört, es würden seit 30 Jahren Notstandsgsesetze gelten.
 
@DrJaegermeister: Spam und "Pro-Regime" SMS während den Aufstände, sind ja wohl ein bisschen was anderes. Auch dort gibt es Spam etc.
P.S.: Ich erhalte solche SMS nicht, da ich meine Nummer nicht überall angebe!
 
Etisalat = coolster Provider Name ever...
 
@michael_dugan: Ich fänd Yetisalat noch besser ^^
 
@michael_dugan: selbiges dachte ich mir auch, als ich das erste mal in den arabischen Emiraten unterwegs war und eine SMS von denen bekommen hab.. Etisalat... habe bisher noch keinen cooleren Namen eines Mobilfunkunternehmens gesehen :)
 
Etisalat ?!? Ist das wirklich der Name des Betreibers,... sorry, musste beim lesen eben irgndwie lachen, weil an Salat gedacht. Ethnischer Salat.
 
@onlineoffline: etisalat.com.eg
 
@easy39rider: okay,... *lach*
 
@onlineoffline: passender wär doch: etisalat.com.egg/mayo.html
 
Vodafone sagt das sie keinen Einfluss haben und können solche SMS-Meldungen nicht verhindern. Wie Naiv kann man eigentlich sein, da kann ich nur unsere Vergangenheit denken. Jeder kann NEIN sagen und nicht aus PROFIT-GIER die Meinungsfreiheit mit Füßen zu tretten.

MACHT-GIER sowie die PROFIT-GIER scheinen sehr befreundet zu sein.
 
@Kartello: natürlich wird sich auch so ein unternehmen einfach so gegen die regierung stellen... wie naiv DU bist!
Wenn es so ein Gesetz gibt dann MUSS Vodafone danach handeln egal ob sie es gut finden oder nicht! Andererseits wird der Laden da einfach dicht gemacht...
 
@iSUCK: im zweifelsfall werden die verantwortlichen vodafonemitarbeiter aus irgendwelchen gründen festgenommen ... es gibt sicherlich auch ein gesetz, was dem militär dort die befugnis gibt, das netz von vodafone entweder abzuschlten oder zu übernehmen und wem anders die kontrolle zu übergeben ... keiner kennt die genauen hintergründe ... wie vodafone erwähnt, wird alles sehr intransparent gehalten ... aus profit-gier wird vodafone sicherlich nicht das netz abgeschaltet haben und an alle kunden sms versendet haben die kosten verursachen und einen image schaden hervorrufen ...
 
warum sollte Vodafone sich nicht gegen die Regierung stellen? Wer hört denn schon auf die Ratten, die auf dem sinkenden Schiff rumlaufen
 
@Kartello: Geht es hier nicht um Kairo?
 
Was hinderte die Mobilfunker daran eine SMS hinterher zu schicken, dass die vorherige SMS nicht von ihnen ist? Angst vor dem Entzug der Betreiberlizenz? Wenn das die ganze Branche da unten macht können die wohl kaum alle Mobilfunker platt machen.
 
Ach Vodafone! Ihr habt jetzt auf die schnelle nochmal euren alten Gönner unterstützt, langfristig gesehen aber auf den Falschen gesetzt. Hat er dafür eigentlich auch gezahlt? Ich meine damit natürlich die Gebühren für die SMSs - was sonst.
 
Man könnte argumentieren, dass die Regierung ihre Legitimation verloren hat (oder nie hatte) und die Weiterleitung der SMS verweigern. Zumindest wenn einem gewisse Werte wichtig sind, die man bei Konzernen aus westlichen Kulturkreisen erwarten sollte. Btw. ist der Reichtum der Mubarak-Familie unfassbar groß, wer weiß ob da noch mehr hintersteckt.
 
Wann lernt man den Unterschied zwischen Verfasser, Inhalt und Überbringer? Wir der Post-Bote auch attackiert, weil er "böse" Briefe bringt? Das Fernsehen, weil es Morde zeigt?

Kopfschüttel....
 
@Sentry: Die Argumentation ist hier nicht anwendbar, da nicht neutral über etwas berichtet wird. Es ist ein Unterschied ob du zu jemandem gehst und zu ihm sagst: "Unsere Regierung ist großartig und der Präsident sollte bis zum Ende seines Daseins regieren." oder ob zu jemandem gehst und sagst: "Hier eine Nachricht vom Präsidenten: Unsere Regierung..." Aber auch dann muss weiter differenziert werden. Der Postbote überbringt verschlossene private Nachrichten. Eine Nachricht an alle ist aber eher wie ein Rundruf (vergleichbar mit einer Ansage vor einer Menge) und hat einen bekannten Inhalt. Wenn man dir sagt: Ließ das laut vor allen deinen Kollegen vor, kannst du immer noch sagen: Nein, der Inhalt lässt sich mit meinem Gewissen und meinen Werten nicht vereinbaren. Selbst wenn du ein bezahlter Redner bist.
 
@tinko: Was heißt: es wird nicht neutral berichtet? Inhalte die bezahlt werden kenne ich nur von Opel. Bezahlte Redner auch!
Was hat das mit Egypt zu tun? *Mal ehrlich*
 
SMS Information: Bitte laden Sie 25 Euro Gesprächsguthaben auf, sonst werden sie E-Plus Kunde! Ihr Vodafone-Team
 
Der Wirtschaft waren Menschenrechte schon immer wurst, hauptsache die Gewinne und Renditen stimmen, da kann so eine Peinlichkeit schon einmal vorkommen.
 
@Schrammler: Peinlichkeit? Artikel nicht gelesen? In den USA gibt es das Gesetz, dass der Präsident das gesamte Internet in den Staaten abschalten kann. Handelt es sich dann auch um eine Peinlichkeit, wenn das die Provider laut dieser Notfalls-Verordnung umsetzen?
Nicht dass ich hier etwas verteidigen möchte, aber eher ist das Gesetz peinlich und falsch, als das Handeln von Vodafone. Vodafone kommt lediglich dem dort geltenden Gesetz nach.
 
Nochmal eine Erinnerung an eine Meldung vom 26. Januar:

Die Telekomfirma und Internet-Provider Vodafon hat in Ägypten den Zugriff auf eine Reihe von Webseiten blockiert, welche die Demonstranten zur gegenseitigen Information benutzen. Davon betroffen sind: Twitter, Facebook, Gmail, Google Chat und viele andere. Wenn man den Kundendienst anruft und sich beschwert bekommt man die Antwort, dies geschah auf Anordnung der ägyptischen Regierung.

http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2011/01/vodafon-blockiert-seiten-in-agypten.html

Soll sich jeder seine eigene Meinung bilden, für mich sind vodafon Handlanger der Unterdrückung.
 
Vodafone ist eh ein Misthaufen. Bei Kündigungen nerven die ohne Ende und sonst haben die nichts großes zu bieten... außer, dass die alles mögliche aufkaufen und mit ihrer penetranten Werbung verpesten. So lange das Geld ganz normal fließt würden die eh alles machen. Was interessiert so einer Firma schon eine Revolution in einem arabischen Land. Genau dadurch verdienen die jetzt um so mehr, weil jeder jeden anruft oder sonst wie kontaktiert.
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