Microsoft blockiert neuen Job von Ex-Manager

Wirtschaft & Firmen Der Software-Konzern Microsoft hat eine einstweilige Verfügung erwirkt, die seinen ehemaligen Manager Matt Miszewski daran hindert, seinen neuen Job bei Salesforce.com anzutreten. mehr...

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Nicht der Staat bestimmt was du machen darfst sondern die Wirtschaft. Die Wirtschaft hat einen viel zu grossen einfluss über die Menschen.
 
@Menschenhasser: Wie würdest du es finden wenn dein Mitarbeiter mit dem angeeigneten Knowhow direkt zur Konkurrenz geht. Da würde ich als Unternehmer mich auch schützen wollen.
 
@Menschenhasser: Wenn er den Vertrag unterschrieben hat, ist das vollkommen Legitim was Microsoft macht. Wenn auch nicht unbedingt fein. Letztendlich hat Miszewski das Ding aber unterschrieben und sein Einverständnis damit erklärt.
 
@Menschenhasser: Er hat doch selbst sein Leben beeinflusst, als er den Vertrag mit der Klausel unterschrieben hat. Wenn du einen Heiratsvertrag mit schlechten Konditionen für dich unterschreibst, annst du hinterher auch nicht sagen, dass dich deine Frau ruiniert hat.
 
@Knarzi: So nicht richtig! Gerade bei Eheverträgen gelten ganz strenge Regeln, diesbezüglich hat seit 2001 die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts und des Bundesgerichtshofs der Vertragsfreiheit jedoch ganz enge Grenzen gesetzt. Einseitige Lastenverteilung, ehebedingte Nachteile im Falle der Scheidung, die nicht angemessen ausgeglichen werden, dann kann der Ehevertrag wegen Sittenwidrigkeit nichtig sein oder die Berufung auf den Ehevertrag kann auch gegen Treu und Glauben verstoßen.
 
@Menschenhasser: Wieso bestimmt? Der Vertrag wurde doch von beiden Seiten unterschrieben, oder?
 
@Menschenhasser: Das stimmt natürlich, und gut ist das gewiß auch nicht. In diesem speziellen Fall reden wir aber von einem mit Sicherheit nicht in der unteren Gehaltsklasse angesiedelten Manager, der auch garantiert ganz bewußt den Vertrag mitsamt dieser Klausel unterschrieben hat. Und ich kann mit nicht vorstellen, dass solcherlei Dinge irgendwo in chinesischer 1-Punkt-Schrift im Klitzekleingedruckten des Vertrages stehen.
 
@Menschenhasser: Warum antworte ich einer armen Seele, die sich selbst "Menschenhasser" nennt? Egal: Soll der Staat ernsthaft bestimmen, was ich machen darf? So wie in China? In der DDR? In der Sowjetunion? Im 3. Reich? Mein lieber Herr Gesangsverein! Mir ist es unendlich viel lieber, die Gesetze der freien Marktwirtschaft prägen unseren Alltag als Ideologien und Religionen.
 
@ezenger: Bestimmt der Staat etwa nicht was du machen darfst und was nicht? ... Nicht? Passt, wir müssen also keine Steuern zahlen, bei Aldi zu bezahlen ist auch voll unnötig... Warum ist die EU eigentlich gegen Raucher? Ich mein, wie soll der Staat ohne Tabaksteuer überleben?? (Ich bin Nichtraucher) .... Hey Staat, ich will dich besteigen ;D .... Flieg flieg, oh bitte flieg.... ahhhhhhh *fall*
 
@ezenger: Nein so extrem meine ich es natürlich nicht.
 
solche Verträge sind das Normalste auf der Welt und jede Branche kennt sie.
 
Das ist eine ganz normale Wettbewerbsklausel, wie sie überall in der Wirtschaft genutzt wird. Ich habe auch vor Antritt meiner Ausbildung zum Bürokaufmann in einer Unternehmensberatung für Arzneimittelzulassung auch solch eine Klausel unterschreiben müssen. Soweit also nichts neues oder verwunderliches. Die Frage ist hier halt, ob das Unternehmen des neuen Jobs mit Microsoft wirklich konkurriert.
 
@muehLe: Das ist die einzige Frage die zählt. Ist Microsoft ein Konkurrent von dieser (im Verhältnis) kleinen Klitsche?
 
@222222: wenn sie ein aehnliches geschaeftsfeld haben .. ja
 
@222222: wieso sollte die klausel nur bei wettbewerbern in ähnlicher größe gelten?
 
@muehLe: Da wurde Dir aber was Unrechtmäßiges untergeschoben. Solche Klauseln sind, wenn überhaupt, für Auszubildende unzulässig, u.U. aus mehreren Gründen. Z.B. was ist, wenn Du Deine Ausbildung abbrechen willst, was ist während der Probezeit (die ja für beide Seiten gilt), was ist, wenn der Betrieb Dich nicht übernimmt / übernehmen will, was ist, wenn Du aufgrund von Krankheit Deine Ausbildung abbrechen mußt bzw. eine andere Ausbildung machen mußt? Außerdem gibt es ja auch noch geltende und verpflichtende Tarifverträge, die sowas eigentlich nicht vorsehen. Und eigentlich sind solche Regeln nur bei außertariflichen Angestellten / Mitarbeitern zulässig. Aber ein Azubi ist normalerweise kein außertariflicher Mitarbeiter!
 
@Uechel: Ich bin mir da echt nicht sicher - aber sind solche Klauseln in DE sowieso nicht ungültig? Ich meine ich hätte das mal gelesen… o.O
 
@kazesama: hätte ich noch nie gehört dass diese art von klausel ungültig ist, denn auch hierzulande kenne ich genügend beispiele solcher klauseln. Wenn du dazu was findest wärs schön wenn du n link posten könntest
 
@0711: Verboten sind solche Vertragsklauseln in DE nicht. Sie schützen auch hier die legitimen Interessen des Arbeitgebers, sonst könnte ja jeder zum direkten Konkurrenten abwandern (wenn die Offerte nur gut genug ist) und sein Insiderwissen abschöpfen (was in meinen Augen schon arg an Industrispionage grenzt). Ich meine mich jedoch an ein Urteil zu entsinnen, wo ein Manager gegen diese Klausel zumindest tlw. erfolgreich geklagt hatte. Da das alte Unternehmen ihn von seiner Erwerbsgrundlage ja nun faktisch abgeschnitten hatte, sah das Gericht es so, dass der alte Arbeitgeber dem MA für diesen Zeitraum weiterhin Gehalt zahlen musste.
 
@Diak: Es handelte sich in diesem Fall. soweit ich mich entsinne aber auch um einen ziemlich langen Zeitraum, den es zu überbrücken galt. Ist in meinen Augen auch nur fair, sonst könnte der alte Arbeitgeber Dich ja zwingen im Unternehmen zu bleiben: "Ja.. dann schauen Sie mal, wie lange Sie ohne Geld auskommen - viel Sopass mit Hartz IV."
 
@0711: Wie gesagt, ich bin mir da auch absolut nicht sicher. Ich werd einfach noch mal etwas suchen gehen - sollte ich was dazu finden, schreib ich nochmal :)
 
Wenn Microsoft überall seine Finger im Spiel hat, welche IT-Firma stellt dann nicht einen direkten Konkurrenten dar?
 
@Der_da: ganz einfach, keine. Er darf ja wechseln aber erst nach einer bestimmten pause. Auch schränken diese klauseln häufig insoweit ein dass es heisst er darf bei einem konkurrenten nicht den gleichen job in zeit x aufnehmen (wie es aber hier der fall ist)
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