Musikbranche: Downloads haben 29% Umsatzanteil

Wirtschaft & Firmen Die Musikindustrie macht inzwischen einen wesentlichen Teil ihres Umsatzes über Downloads. Weltweit lag der Anteil an den Gesamteinnahmen im letzten Jahr bereits bei 29 Prozent. mehr...

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Von mir gibts kein Geld an die Content-Mafia.
 
@wuddih: Bei mir gehts auch direkt an die Künstler.
 
"Die Musikindustrie macht inzwischen einen wesentlichen Teil ihres Umsatzes über Downloads... die sie abmahnen."
 
@Escobar2006: You made my day!
Ist aber wirklich so.
 
"In diesem Zusammenhang beklagte die Organisation wie gewohnt den negativen Einfluss des Filesharings auf die Musikbranche. Sie macht dies unter anderem daran fest, dass immer weniger neue Musiker zu weltweit bekannten Stars aufgebaut werden können." - Könnte vielleicht daran liegen, dass immer mehr Labels die Inhalte ihrer (oft noch recht unbekannten) Bands in Deutschland sperren... Hier schmeißt die Musikindustrie mit der Wurst nach dem Schinken. Die Musikindustrie muss den Kunden endlich wieder als Käufer und nicht als Kriminellen sehen. Dann klappt es auch mit dem Umsatz.
 
@Taxidriver05: schönes Beispiel war ein Musikvideo einer hierzulande (leider) unbekannten Künstlerin, dass ich nach langer Zeit endlich gefunden hab. Zwar nicht die beste Qualität, aber immerhin. Um es der Nachwelt zu erhalten, wollte ich es auf Youtube hochladen. Pustekuchen: "dieses Video enthält Content von der Mafia und ist in ihrem Land nicht verfügbar". Und dabei verliert ganz sicher kein deutsches Unternehmen Geld dadurch, da nichtmal Interesse an einer Lizenz besteht. Dann bleibt sie eben unbekannt...
 
Generell finde ich das auch immer wieder amüsant, wenn rumgeheult wird, dass die Umsätze/Gewinne stagnieren oder sinken. Von gesättigtem Markt oder so haben die noch nie gehört. Nein, es darf nur immer weiter nach oben gehen.
 
@Hoodlum: Genau darum bricht dieses System auch irgendwann zusammen. Einen ewigen Wachstum gibt es nicht.
 
@Hoodlum: Schlimmer, die haben noch nie etwas von eigenem Versagen gehört. 29% Umsatzanteil und in Deutschland haben die über viele Jahre das Internet völlig verpennt. Natürlich gibt es bei Musik kein grenzenloses Wachstum, auch keine jährlich Rendite von 25%, das hat man nur bei der Mafia.
 
Für diesen Mist den die Industrie da so "aufbaut", bezahle ich aus Prinzip nicht. Und die alten guten bands sterben so langsam aber sicher weg. Traurige aussichten!
 
Welcher Depp macht denn noch Filesharing mit Urheberrechtlich geschützten Medien?
Es gibt doch den direkten Download.
 
"dass immer weniger neue Musiker zu weltweit bekannten Stars aufgebaut werden können"... vllt aber nur vllt. liegt das auch daran dass das zusammengecastete und diese "modebands" nichts mit musik zu tun haben. Wer gut ist wird zwangsläufig bekannt und das nicht weil er gut aussieht sondern weil ers einfach draufhat.
 
@D@nte: Deine erste These mag etwas für sich haben, allerdings lässt sich mit geeignetem Marketing ziemlich viel verkaufen, auch jede Menge Mist (wobei es etwas schwer ist, "Mist" im Hinblick auf kommerzielle Musik zu bewerten - auch musikalisch anspruchslose Werke sind bei hohen Verkaufszahlen aus Sicht ihrer Ersteller und Verkäufer ein Erfolg). Deine zweite These, gute Interpreten würden zwangsläufig bekannt, halte ich jedoch für sehr gewagt (subjektiv würde ich sogar sagen falsch). Denn um bekannt zu werden, muss man erst mal Aufmerksamkeit gewinnen, und das ist ohne eine entsprechend mächtige Marketingmaschine schwer - die Wahrscheinlichkeit, einfach im Rauschen der heutzutage im Überfluss verfügbaren Information (hier: Musikstücke von Hinz und Kunz) unterzugehen, dürfte sehr hoch sein. Nehmen wir 100 talentierte aber mittellose Garagenbands an - mit Glück wird vielleicht eine davon bekannt werden... die anderen kennt ausser ein paar Hanseln niemand (Zahlen erfunden).
 
Nur 29%? Ich kenn kaum einen, der in den letzten 5 Jahren noch eine CD gekauft hat. Meißtens mit der Begründung dass die "so schlecht in den MP3 Player passt" und man "ja eh jetzt Itunes hat".
Na wobei, ist wohl der gesamte Weltmarkt, dann kann das wohl tatsächlich so sein.
 
@borizb: Ich kaufe mir den Großteil meiner Musik nach wie vor auf CD... allerdings speichere ich sie i.d.R. gleich nach dem Auspacken für den Alltagsgebrauch als MP3 auf meinen Rechner, und die CD wandert quasi ins Archiv in den Schrank.
 
Ich boykottiere die Musikindustrie schon seit kurz nach der Einführung der CD. Denn damals sprangen die Preise von 20 DM für ne LP auf 40 DM für ne Silberscheibe. Aber es drang schnell durch, dass die Produktionskosten für ne CD deutlich niedriger sind, als die aufwendige Vinylpressung. Dazu hiess es vor der Einführung, CDs seien praktisch unzerstörbar, kratzfest etc.

Und dann immer wieder die Meldungen über erfolgreiche Künstler, die beklagten, wie skrupellos sie von ihren Produktionsfirmen über den Tisch gezogen wurden und oft nicht mal eine ganze Deutschmark pro verkaufter Scheibe verdienten, da sie sich auf hinterhältige Verträge eingelassen hatten. Aber Michael Jackson und Tina Turner bekamen gleichzeitig fette Multimillionenverträge.
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