Weiterer Suizid-Fall bei Auftragsfertiger Foxconn

Wirtschaft & Firmen Beim chinesischen Auftragsfertiger Foxconn ist es erneut zu einem Suizidfall gekommen. Im Zuge eines psychologischen Tests ist eine 25-jährige Angestellte aufgefallen und wurde darauf von einem Aufseher angesprochen. mehr...

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Aehm, wenn das so stimmt, was der Bruder sagt, sollte Foxconn vllt. nicht nur Psychologen engagieren, sondern evtl. auch ihre "Aufseher" mal austauschen... Ich will nicht wissen, der wievielte Suizid-Fall das nun bei Denen ist, aber irgendwann muss doch mal was dagegen getan werden. :x EDIT: Insofern ich das nun richtig verstanden hab', dass der Aufseher von Foxconn stammt und nicht einer der Psychiatrie war o.Ä., irgendwie ist die News - fuer mich - verwirrend geschrieben. Naja, es ist kurz vor 8h und ich geh' gleich - nach getaner Arbeit - in's Bett, also von daher.
 
@MasterBK: Unter "Aufseher" stelle ich mir sonen Kerl mit Peitsche oder Waffe vor. Seit wann ist nochmal offiziell die Sklavenzeit vorbei? Ach ich irre mich. In CHINA ist sowas scheinbar noch gang und gäbe...
 
@Not-Aus: jetzt nicht falsch verstehen, aber kann es sein das die suizid rate in china allgemein etwas hoeher ist?
 
@Not-Aus: nein, sie haben keine peitsche und auch keine waffe. sie tragen "tonfa" ;-) (ok, möglicherweise kann man ein tonfa auch als waffe bezeichnen).
 
Ich weiss nicht, ob diese ganze Berichterstattung über diese Fälle übertrieben ist. Bei Foxconn arbeiten fast ein Mio Personen. Was sagt die Statistik aus über den Prozentsatz von Suiziden über eine Menge von 1 Mio Chinesen?
Natürlich werden dort auch Suizide ob der Arbeitssituation passieren, da die Bedingungen doch mehr als seltsam sind ... aber dennoch darf man hier die schiere Menge von Angestellten nicht aus dem Auge verlieren.
Ggf. war diese Frau tatsächlich schizophren ... und das Verhalten des Aufsehers hätte im Falle einer gesunden Person nicht zu einer solch krassen Reaktion geführt.
Traurig ist es allemal!
 
@JoePhi: Auch wenn das Verhalten des Aufsehers rüde war, würde eine "echte" Schizophrenie in der Regel nicht zu solch einem Zwischenfall führen. Das klingt für mich eher nach einer "Emotional Instabilen Persönlichkeitsstörung impulsiver Typus" (F60.3 nach ICD-10). Was ich aber interessant finde: Diesesmal war es keine "schlichte" Mitarbeiterin, sondern eine Ingenieurin - sprich jemand mit auch durchaus mehr Gehalt und anderen Arbeitsbedingungen als die armen Lemminge unten an den Förderbändern. Und selbst wenn es ca. 700.000 Mitarbeiter sind - man kann nicht alles mit Statistiken erklären und abtun - und das sage ich als begeisterter Mathematiker. Es gibt andere Unternehmen mit mehr als 500.000 Mitarbeitern weltweit, wovon auch ein Großteil in asiatischen Landen und insbesondere China ansässig ist - und da passiert absolut gar nichts. Ist eben meine Meinung :)
 
@kazesama: Die Frage ist nur, passiert in den anderen Unternehmen in China wirklich nichts, oder wird darüber im Rest der Welt nur nicht berichtet?
 
@JoePhi: Nur blöd, dass es dir Firma nicht nur in China gibt sondern auch in den USA und Taiwan. Und das nach dem auf dem Chinesischen Betriebsgelände das 13. Suizidopfer gefunden wurde Foxconn die Löhne um 30% erhöht hat.... Ich glaube das Handeln des Konzerns unterstreicht hier die "übertriebene" Berichterstattung!
 
@blume666: In der Tat - "schlechte Bedingungen" sind nicht gleich "schlechte Bedingungen". Es geht immer noch weiter nach unten und an einem solchen Punkt ist irgendwann das Maß voll.
 
Für mich hört sich das Ganze so an als verfolge Foxconn eine besondere Strategie, unliebsame und kritische MitarbeiterInnen auf spezielle Art und Weise loszuwerden. Was bitte sollen sogenannte "psychologische Tests" bewirken? Will man damit die "Mündigkeit" des Probanden auf die Probe stellen und sozusagen eine "kritische Vernunft" (die anders ist als derer, die einfach im Strom des Betriebes mitschwimmen und schlicht die Klappe halten) ausfindig machen ? Falls dem so ist, muss Foxconn sanktioniert werden. Mitdenkende und kritische Mitarbeiter mit beweglicher und aktiver Intelligenz sind scheinbar bei denen nicht willkommen. Also wird man sie los indem man bei ihnen schlicht irgendeine Diagnose wie beispielsweise "Schizophrenie" stellt und aufgrunddessen eine weitere Eignung für die Mitarbeit im Betrieb verneint. Menschlich ist das nicht, eher menschenverachtend. Aber das ist bei den Chinesen ja nichts neues. Menschenrechte sind denen fremd, das sieht man auch bei der Regierung und bei den Behörden in China. Ein Mensch ist nichts wert, nur seine Arbeitskraft, und die hat er bitte schweigsam einzubringen. Kritiker fliegen raus oder werden auf subtile Art 'beseitigt'.
 
Jedes mal, wenn ich News über Foxconn und die Arbeitsbedingungen lese, wird mir klar, dass es mir hier sehr, sehr gut geht. Wenn man mal wieder ne Stunde über der regulären Arbeitszeit ist, sollte man eigentlich nicht rumheulen, sondern dankbar sein. Dennoch sollten wir aufpassen, dass es bei uns nicht so wird wie dort.
 
Na da bin ich ja mal gespannt, ob ihre Art und Weise der Aufforderung nachgekommen zu sein (Sie hat das Arbeitsverhältniss ja schließlich "beendet") vor Gericht bestand haben wird, wenn die Verbliebenen um Schadensersatz bzw. wegen Vertragsbruch verklagt werden (da im Arbeitsvertrag ja festgehalten wurde, dass sie keinen suizid begehen darf). Mindestens genauso gespannt wie zu sehen, wie empfindlich die Leserschaft wohl auf solch einen möglicherweise als makaber empfindbaren Kommentar reagieren wird.
 
@monte: Es hört sich nun mal eben danach an. Ich rede nicht von foxconn-Mitarbeitern irgendwo auf der Welt ausserhalb von kommunistischen oder sonstwie totalitären Staaten! Den Leuten aussenherum mag es gut gehen. Aber China ist für viele (auch wegen so vieler anderer Dinge die da passieren) nun mal ein rotes Tuch. Und: Berechtigterweise wie ich behaupte! Und schon die Notwendigkeit, daß das im Arbeitsvertrag stehen muss dort, ist - mit Verlaub gesagt -für sich bereits äußerst anrüchig genug. Es stinkt meiner Meinung nach geradezu zum Himmel. Foxconn china hat das scheinbar nötig. Aussenherum in der Welt scheints nicht nötig zu sein oder ?
 
Ist Foxconn nicht eine Firma aus Taiwan?
 
@Yun: jo: http://de.wikipedia.org/wiki/Foxconn
 
@Yun: http://de.wikipedia.org/wiki/Republik_China
 
Hört sich an wie bei CSI:Miami - in der einen Folge, in der ein Unternehmen ihre Mitarbeiter umbringen lässt nur um die "life insurance", welche das Unternehmen abgeschlossen hat, zu kassieren und niemand kann es vorerst beweisen! Der Vergleich ist ziemlich markaber, weil es hier immerhin um Menschenleben geht...
 
@Ichisouke: Glaube das war Staffel 8 Folge 9 ... Killer Klausel
 
Liest man die Suizid-Meldungen um Foxconn, dann zwingt sich einem bereits unweigerlich ein Lächeln ins Gesicht. Sorry aber es ist kaum noch für voll oder ernst zu nehmen. Ziehen die da drüben Streichhölzer um in ihrem "SuizidWirMachenFoxconnFertig"-Wahn unerschütterlich die Oberhand zu behalten oder was? Scheint ja zu klappen, wenn man die News-Sites wie WF betrachtet *rolleyes* Wie seriös sind eigentlich die South China Morning Post und die Digitimes und darf man tatsächlich jede News um diesen Geschiss Glauben schenken?! Sorry, mein Interesse und Mitgefühl tendiert gen Null.
 
Um der einen Ingeneurin wird Foxconn nicht trauern. Einfach einen neuen einstellen und fertig ist die Sache. Sind ja nur Menschen...
 
@Zonkifail: traurig, aber wahr :(
 
Dem Konzern Foxconn sollte man die Suizide nicht allgemein zur Last legen. Die Einstellung von Psychologen ist ein Zeichen dafür, dass man sich in der Chef-Etage Gedanken macht und den Mitarbeitern auch helfen möchte. Bei Wang Lin war das z.B. der Fall. Man machte sich Sorgen um sie und wies sie in eine psychiatrische Klinik ein. - Das Problem ist, dass es in diesem Betrieb, wie auch in vielen anderen, Aufseher gibt, die den Mitarbeitern das Leben schwer machen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dieser brutale Aufseher, der eine Frau in den Tod trieb, im Sinne der Konzern-Leitung gehandelt hat. Es gibt überall Menschen die ihre Freude daran haben, andere fertig zu machen. Oft sind es die "Kleinen", die etwas über der "Masse" stehen und zeigen wollen wer sie sind. Solche Menschen sind dumm, heuchlerisch und gefährlich.
 
@eolomea: Da redest du hier gegen eine Wand. Die Mehrheit hier hinterfragt gleich Null, verteilt Minus ohne Ende und regt sich über Foxconn auf, akzeptiert aber das der Wachschutz in Deutschland zum Überleben noch Hilfen beim Arbeitsamt etc. beantragen muß. Na gut, na gut, vielleicht horchen sie mal auf, wenn einer aus dem Mindestlohn-Segment (inkl. dem dazugehörigen Mobbing)einen Suizid begeht aber dann ist es in China ja noch 100x schlimmer und nicht zu vergleichen. Dumm, heuchlerisch und gefährlich können auch Leser sein.
 
@Hellbend: +
 
"Dort wurde bei ihr Schizophrenie diagnostiziert. "
Kommt es eventuell zu giftigen chemischen Ausdünstungen und Smogbelastung in der Fabrik, die die Menschen benebelt und ganz verrückt macht?
 
@modelcaster: nein, es handelt sich offentsichtlich um verstecke killerfrequenzen in den radiowellen! also..! es ist viel simpler: die chinesische gesellschaft ist eine purer leistungsgesellschaft. hier steht der job weit über den persönlichen und familiären bedürfnissen. die drohende arbeitslosigkeit bedeutet für die betroffenen den kompletten gesichtverlust - eine charaktereigenschaft der chinesen ist ihre stark ausgeprägte materielle ader. beflügelt, durch den eingekehrten kapitalismus, wird das nun zum unglücklichen gipfel getrieben.
 
@2011: Ja ja, genau! Schon verwunderlich wenn sich dann eine so gesichtslose Nation, wie wir, ein Urteil erlaubt.
 
der ursprung und wegbereiter für schlechte arbeitsbedingungen ist der chinesische staat ...
 
Äh..irgendwie sieht das so aus als ob Foxconn Psychologen einstellt, um Mitarbeiter rechtzeitig zu feuern, so daß sie nicht vom Foxconn-Fabrikdach fallen sondern schön brav als Nichtmehr-Mitarbeiter vom eigenen Balkon springen....
 
da die ja nun ihr ganzes Areal mit Fallnetzen gespikt haben ist es schon seltsam das da noch jemand springen kann...oder wurde sie etwa gesprungen weil sie als unbequem enttarnt wurde.......
 
Wow, ein Foxconn-Artikel in dem Apple nicht im gleichen Atemzug genannt wird. Gratuliere, es scheint aufwärts zu gehen mit Winfuture. :)
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