Mittelstand ist schlecht auf IT-Probleme vorbereitet

Wirtschaft & Firmen Kleine und mittelgroße Firmen unterschätzen die Folgen eines IT-Ausfalls und sind noch zu schlecht auf einen solchen Zwischenfall vorbereitet. Das ergab eine Untersuchung durch den Security-Dienstleister Symantec. mehr...

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Ich denke die USV ist das verbreiteste Gerät gegen den Ausfall der IT. Ist halt auch fraglich ob sich ein redundates Netzwerk/ Server rentiert - je nach Größe mehr oder weniger rentabel. Aber eine wöchentliche Sicherung sollte es schon mindestens sein ...
 
@consydar: ich denke hier gehts bei einem IT-Ausfall um die totale Zerstörung eines Rechenzentrums. Und eine USV hält auch keinen Ausfall auf ;) Wenn die Datenbank krepiert brauchen wir andere Mittel :D
 
@LuckY1710: Es geht hier um kleine und mittelständige Unternehmen, nicht um Rechenzentren.
 
@ouzo: ich arbeite in einem mittelständischem Unternehmen und wir haben selbst ein 100qm RZ und planen zur Zeit ein Ausweichrechenzentrum. Also sowas gibts auch ;)
 
@consydar: Was hilft eine USV oder ein Backup- System, welches der Einbrecher gleich mit dem Server mitnimt. Das Backup- System muß so strukturiert sein, daß beim Totalverlust der EDV (Einbruchdiebstahl) mindestens eine Kopie der Daten im Haus bleibt, und wenn es eine zusätzliche USB- Platte ist, die möglichst weit weg vom Server diebstalgeschützt "eingemauert" ist, und von einer lokalen Station aus regelmäßig aktuallisiert wird.
 
Ob´s jetzt im Kleinen oder im Großen ist - viele denken, dass Sie mit einer USV, einem redundantem Netzteil oder ihrem Raid 5 (meinetwegen auch mit Hotspare) auf der sicheren Seite sind. "Ein Backup? Wofür? Wir haben doch ein Raid-System." - Mann, Mann, Mann... wie oft habe ich das schon gehört. Einige von denen fahren heute mit schöner Regelmäßigkeit ein Backup und bewahren die Backup-Medien schön vor Feuer & Diebstahl gesichert auf - teils sogar außerhalb des Firmengebäudes. Wie sagt man immer? "Aus Schaden wird man klug" - das stimmt zumindest bei einigen.
 
@Mordy: große Firmen haben in der Regel zwei getrennte Rechenzentren (zB jeder Dienstleister, der SAP anbietet, muss dieses Kriterium erfüllen HPO/Feducia...). Zu große Datenmengen, wie Amazon es hat, sind aber gar nicht mehr Backup-bar. Laut Amazon's Aussage würde ein Vollbackup der aktuellen Datenmengen 1.5 Monate dauern.
 
@TurboV6: Nun gut... das sind die extrem Großem. Da macht ja keiner mehr ein Backup auf ein LTO oder ähnliches. Da gibt´s dann FC-Arrays mit Standort-Spiegelung etc. - zusätzlich zum RAID, welches in den Arrays läuft. Die Enterprise-Systeme und deren Features machen´s möglich, sind aber für die meisten kleineren Unternehmen eher unbezahlbar - und meistens aufgrund mangelnder Fachkenntnis auch unbedienbar.
 
@Mordy: ich meine micht sogar daran zu erinnern, dass Amazon NetApp als verwendetes NAS-System genannt hat. Natürlich stehen hier ganze Rechenzentren damit voll.
 
@TurboV6: NetApp ist ja auch was Feines. Hat aber nicht jeder die Kohle, sich ´ne FAS6280 oder was ähnlich Leckeres ins Haus zu holen. ;)
 
@Mordy: ich kenne leider nur die FAS6040 - aber die reicht für 99% der Firmen ;-)
 
tja, nicht wenige Unternehmen konnten nach einem totalen Datenverlust erstmal dicht machen
 
RAID 1 ist zwar kein Backup aber ist für kleinere Unternehmen doch sicherlich ganz brauchbar. Eine kleine NAS mit RAID 1 als Netzlaufwerk eingebuden und fertig und auch relativ günstig. Ich wundere mich auch immer wieder, dass trotzdem so wenig passiert. Gibt es eine Statistik wieviele Firmen pro Jahr (wenigstens in Deuschtland) deswegen pleite gehen?
 
@zivilist: Wenn ein bösartiges Virus die Dateien auf Deinem RAID1 oder NAS löscht oder korrumpiert, dann hilft Dir dagegen auch die geilste Redundanz nicht. Und wie wir sicher alle kennen, sitzt das größte Problem sowieso vor dem Bildschirm! Wie oft habe ich Anrufe erhalten, die so ähnlich wie das hier klingen: "Ohh, hilfe, ich habe gerade eine wichtige Datei auf Netzlaufwerk Z:\xyz\123 gekillt, und ich finde diese auch im Papierkorb nicht mehr ~\o_O/~" "Tja, welch ein Glück, dass wir alles gebackupt haben, wird zwar 'ne Version von Gestern - ist aber besser als nichts" "Hurraaa!!! THX!!! *freu*"
 
@Tiger_Icecold: Ist aber auch echt krass das Dateien vom Netzlaufwerk sofort gelöscht werden und nicht in einen Papierkorb kommen.
 
@Tiger_Icecold: wenn ich morgen rausgehe, könnte ich auch auf einer Bananenschale ausrutschen. Auf einer NAS kann man ja auch noch einstellen, dass verschiedene Revisionen erstellt werden. Also ein wenig Intelligenz sollte der admin schon aufbringen. Und zu deinem Problem: dann sagt man den User halt: lieber eine neue Datei erstellen/abspeichern als irgendwas altes löschen. Man kann immer noch zusätzlichen Platten einbauen oder kleinere Platten durch größere ersetzen, falls die NAS voll ist. Nicht jeder nutzt Betriebssysteme die anfällig gegen Viren sind.
 
Naja gibt mal ein CSU Politiker einen Computer in der Hand das hätte dann fatale auswirkung.
 
@Menschenhasser: Das gibt dann Kinderpornoministerinnen und Facebookministerinnen mit Ablaufdatum! Der Aigner Dioxinlebensmittelskandal hat eine Rücktrittsforderung eingebracht.
 
Naja, man kann sich noch so gut vorbereiten, wenn die Erde bebt oder durch Unwetter Strom ausfällt, dann nützt ein USV oder andere Strategien nur bedingt etwas. Natürlich müssen Unternehmen wirtschaften, das muss aber in einer gesunden Relation geschehen. Ich werde das Gefühl nicht los, dass man hier nur ausloten wollte, wieviel Potential man zukünftig noch erschließen kann... Klar kann ich mich und meine Firma bis an die Zähne bewaffnen, um für alles gerüstet zu sein, obs in Relation steht, is die große Frage. Ich könnte auch alle Gewinne für irgendwelche Sicherheitsaspekte ausgeben... was natürlich die anderen Firmen freut. Hier wird auch oft und gerne mit Angst und Panik ein Argument für Geschäfte forciert.
 
@Rikibu: Only wimps use tape backup: real men just upload their important stuff on ftp, and let the rest of the world mirror it ;) --Linus Torvalds
 
Darum wird es höchste Zeit, dass bereits ab der 1. Schulklasse ein Fach eingeführt wird, das die Kinder mit der Computertechnik vertraut macht. Selbstverständlich muß der Lehrstoff dem Alter konkret angepaßt sein. Lehrer werden in allen möglichen Fachrichtungen ausgebildet, hinsichtlich der Computerarbeit hat sich bisher sehr wenig bzw. nichts getan. Soweit ich informiert bin, gibt es an den Schulen, einschließlich Gymnasien, keine Fachlehrer für diesen Bereich. Das ist schon erschreckend, wenn man bedenkt, dass wir im 21. Jahrhundert leben.
 
Bei vielen Firmen gibt es nichtmal jemanden der halbwegs Ahnung von der IT hat. Da wird dann der Sachbearbeiter Müller zum Admin ernannt, weil er dem Chef mal ne Mailadresse bei GMX angelegt hat. Und wenn es einen gibt der sich nur um Hard- und Software kümmert, dann ist das der erste der gefeuert wird bei Geldmangel.
 
@ouzo: Treffender kann man es nicht ausdrücken. Ich kenne eine kleinere Firma die noch NIE ein Backup gemacht hat. Kommentar: "Passiert schon nix". Da kann man sich nur noch an den Kopf fassen.
 
@jigsaw: So hart es auch klingen mag, aber derjenige, der kein regelmäßiges Backup anfertigt, ist über alle Maßen leichtfertig bzw. leichtsinnig. Entschuldigt bitte, aber so ein Verhalten kann man schon als Dummheit bezeichnen.
 
@jigsaw: Die Leute wollen kein Backup - zu Teuer! Sie wollen immer nur Restore ^^
 
Welcher Mittelstand?
 
Das Problem ist der Geiz. Man könnte ja her gehen und einen ITler einstellen der sich um sowas kümmert. Aber lieber behält man die 2000e im Monat und riskiert einen totalen Ausfall und rennt dann schreiend und zeternd bei allen möglichen Datenrettungsspezialisten rum - natürlich alle Schuld von sich weisend - und lernt doch nix draus. So viele Kunden von uns scheuen schon die Kosten für ein Acronis 40€ und eine externe TB Platte 60€. Das sind 100€ für mehrere sorgenfreie Jahre. Wenn man einen Rechner mit Zubehör für knapp 1000€ kauft, warum geizt man dann wegen 100e am wichtigsten Teil - den Daten?

Ich kann es einfach nicht verstehen.
 
@borizb: Ich empfehle Firmen bis bis 25 Personen selber "Basteln", ab 25 Personen bis KMU Outsourcing und ab 250 Personen eine eigene IT.
 
@borizb: Diese Leute haben die gleiche Argumentation wie ein Kettenraucher: MIR kann doch nichts passieren, das passiert immer nur den anderen.
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