Web ist für viele ein wichtiger Gesundheits-Ratgeber

Internet & Webdienste Das Internet ist für viele Nutzer inzwischen auch zu einem wichtigen Ratgeber in Sachen Gesundheit geworden. Das zeigt eine repräsentative Umfrage im Auftrag des IT-Branchenverbandes BITKOM. mehr...

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Da die BITKOM mal wieder keine PDF mit den Details der Umfrage veröffentlicht hat, ist sie in meinen Augen nicht repräsentativ, da man sie nicht verifizieren kann...
 
Naja für die meisten Leute ist das Internet wichtiger Ratgeber für alles. Ich gehöre auch dazu, wenn man mal was nicht weiß einfach mal im Netz nachschauen. Ist auch einfacher als Bibliothek oder ähnliches, dennoch sollte man sowas nicht komplett vernachlässigen, da in den Büchern das meiste deutlich ausführlicher beschrieben wird.
 
@Arhey: das in bücher etwas ausführlicher beschrieben wird bezweifel ich noch stark und darüber hinaus werden bücher auch komplett online veröffentlicht, wie man zb bei google books sehen kann.
 
@DataLohr: Kommt halt auf die Bücher an.... Manche Sachen findet man einfach nicht im Netz, oder nur knapp beschrieben. Man braucht die Bücher zwar nicht so oft wie früher, aber dennoch sollte man die nicht komplett vergessen.
 
Den Trend halte ich für bedenklich... man tipselt ein paar Symptome ein und erhält 43 passende Krankheiten in der Suche, je nachdem was einem persönlich am symphatischsten scheint, wird als eigene Krankheit definiert. Dass man einige eigene Symptome gar nicht kennt (z.B. die Blutdruckwerte), die aber immens wichtig für die richtige Diagnostik wären, hängt man schnell auf der falschen Spur. "Och, ich habe nur eine normale Grippe, zum Glück!" - am Ende sind es Legionellen - Pech gehabt. Wenn sich selbst Ärzte bei einer 100%igen Diagnose schwer tun - wie soll das dann der Laie können? Besonders tragisch, wenn für andere gesucht wird... Bsp "Baby schreit ganze Nacht" -> Bauchschmerzen -> Kamillentee + Wärmeflasche... zu dumm, Darmverschluss nicht rechtzeitig erkannt, weil das Baby nicht mitteilen konnte, dass die Windel schon seit 20 Stunden nicht mehr befüllt wurde... Wer in solchen Foren mal liest merkt auch schnell, dass viele nur "Mitleid" ernten wollen - und das auch tonnenweise erhalten - man muss nur den Mitleidsbekundern ebenfalls Mitleid aussprechen (erinnert mich an die FotoCommunity...). Wenn die eigene Krankheit eindeutig diagnostiziert ist, halte ich es aber für legitim, sich Erfahrungsberichte anderer zu suchen. Der Hinweis, dass die Foren keinen Gang zum Arzt ersetzen, nimmt aber kaum jemand wahr... genausowenig wie sich die Leute noch die Nebenwirkungen von Aspirin o.ä. durchlesen.
 
@Tyndal: Andersherum ist es fast genau so schlimm: Ein Kribbeln im Bein vom Magnesiummangel wird dann direkt zur muliplen Sklerose, Kopfschmerzen vom Koffeinentzug wird zu einem Hirntumor... Ich halte von Selbstdiagnosen absolut nichts, dafür gibt es Ärzte.
 
@Tyndal: Ich glaube man darf das nicht überbewerten. Ich würde sagen das es primär um erstsymthome geht, weswegen man nicht gleich zum Arzt rennt. Wenn das dann nicht bringt, steht natürlich der Arzt an.
 
@gibbons: Wie immer gilt: Mit den richtigen Benutzern ist es eine gute Sache. Ein Kumpel von mir hatte letzten Winter 3 Wochen lang "ein Kratzen im Hals", jeder Arzt sagte ihm, dass dies eine Entzündung sei, erklältungsbedingt, nichts schlimmes. Er googelte und siehe da: Kratzen und Schmerzen im Hals treten auch bei Kehlkopfkrebs auf. Von dieser Diagnose war er dermaßen besessen, dass er auf eigene Rechnung ein MRT durchführen lies - ohne Befund - dennoch wechselte er noch 3x den Arzt (weil seine Internetdiagnose genauer ist als die Untersuchung der Ärzte oder das MRT) und wurde wegen seines angeblich bevorstehenden Todes recht depressiv. Aufgehört hatte das erst, als er herausfand, dass seine Frau fremdgeht, jetzt hat er den Kopf mit anderen Dingen voll und denkt nicht mehr an Krebs. In diversen Foren wurde ihm seine Eigendiagnose auch noch schön bestätigt und da hatte jeder ein nahes Familienmitglied wegen Kehlkopfkrebs verloren und alle bemitleideten ihn... Er ist da nun kein Einzelfall, daher stehe ich diesen Portalen sehr skeptisch gegenüber.
 
@Tyndal: Hypochonder zu sein ist natürlich fatal. Wichtig ist natürlich, einen Arzt zu haben, dem man vertraut. Ich meine den zu haben. Wenn ich mit Hausmittelchen und Internetratschlägen bzw. einer Selbstdiagnose nicht weiter komme, gehe ich zum Arzt. Der hat bisher immer die richtige Diagnose gefunden und mich von meinem Leiden (mit oder ohne Medizin) befreit.
 
@Tyndal: Prinzipiell hast du Recht. Nur leider liegt auch ein Arzt häufig falsch. Sorry, ist leider die Realität, ich kenne zig Fälle, wo ich oder ein Bekannter zu zig Ärzten gingen und entweder nur Schulterzucken oder verschiedenste mögliche Ursachen rauskommen. Mein Vertrauen zu Ärzten ist daher nicht arg viel höher, sorry...
 
@Tyndal: Na, was glaubst Du wie Hausärzte ihre Diagnosen stellen. Die haben ihre Standarddiagnosen für die Leute die permanent bei jedem Unwohlsein zum Arzt rennen. Wenn sie Halsschmerzen haben, dann wollen sie vom Arzut bestätigt bekommen, dass es mindeststens eine eitrige, fiebrige Mandelentzündung ist. So ein Attest macht sich beim Arbeitgeber besser als eine leichte Erkältung. Eine Vielzahl unzutreffender Diagnosen wird nie bemerkt. Das Gottvertrauen in die Allwissenheit der Ärzte ist so ausgeprägt, dass die Leute eh alles glauben.
 
seiten wie netdoctor sind für einen Hypochonder natürlich das schlimmste ^^ wenn man nach einem symptom sucht und gleich ein dutzend möglicher krankheiten gelistet bekommt
 
Gesundheitlich belastete Menschen sollten sich mal lieber an mich wenden. Da gibt es fachkundige Hilfe von A bis Z. :-)
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