Informatik: Studienanfänger-Zahl steigt schleppend

Wirtschaft & Firmen Im Studienjahr 2010 (Sommer- und Wintersemester 2010) haben sich laut einer Mitteilung des Statistischen Bundesamtes 39.400 Studierende für den die Fachrichtung Informatik eingeschrieben. mehr...

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Das mit dem MINT-Kursen ist richtig - aber bitte nicht einfach oben aufdrücken! Die Leute an den 12er Abi Gymnasien wissen ja jetzt schon kaum noch woher sie ihre Zeit nehmen sollen. Wenn dann noch mehr Kurse dazu kommen wirds nur schlimmer!
 
@kazesama: {Ironie} Warum denn nicht? ... Dann ist der Sprung in Schwierigkeitsgrad und Stoffmenge zum Studium hin nicht mehr so groß.
 
@Zwulf: nice one :P
 
@kazesama: Mal eben bei Kunst, Sport und Musik kürzen. Dann ist mehr Zeit für MINT-Fächer da.
 
@jediknight: Genau, und am besten noch so unnötige Fächer wie Geschichte oder Geographie einfach wegfallen lassen, da sie ja technisch oder naturwissenschaftlich nicht weiterbilden... Sport ist nunmal einfach für viele Schüler als Ausgleich vorhanden. Würde man diese Stunden durch andere Stunden ersetzen, hätten die Schüler ein paar Stunden weniger in denen sie einmal geistig ein wenig abschalten können. Noch dazu kämen dann womöglich Hausübungen in den Ersatzfächern, welche nochmals die Zeit einschränken. Musik und Kunst könnten theoretisch wirklich wegfallen/gekürzt werden, doch meiner Meinung nach sind diese Fächer einfach für die persönliche Entwicklung vorteilhaft. Aber wenn man niemals die Erfahrung machen durfte, dass eben diese 3 Fächer gekürzt wurden oder weggefallen sind, dann kommen leider solche Aussagen. Ich selber durfte eine technische Schule besuchen, an der die Fächer Musik und Kunst (bzw. bildnerische Erziehung) nicht vorhanden sind. Dabei ist eine HTL in Österreich gemeint. Sport wurde dann zusätzlich in der letzten Klasse auf 1 Wochenstunde gekürzt. Zusätzlich hat man an österreichischen HTLs noch ab der ersten Klasse 38 Schulstunden pro Woche bis hinauf zu 42 im letzten Jahrgang, was einer effektiven Mehrzeit gegenüber österreichischen Gymnasien von 2 Schuljahren entspricht... Wenn dann noch die ganzen "entspannenden" Fächer wegfallen, ist es einfach nur noch Stress.
 
@qa729: Sehr interessanter Ansatz. Aber ich stimme dir auch beim letzten Punkt zu. Wenn eine Schule nurnoch mit lernen und arbeiten verbunden wird und der Spaß am lernen wegfällt dann kann ein Kind sowieso kein Stückchen Wissen mehr vernünftig aufnehmen, kommt nicht mehr mit, findet keinen Anschluß mehr und kann den Abschluß nicht mehr packen. Es ist einfach nur Schwachsinn das angenommen wird, dass Kinder mit mehr Stunden auch mehr lernen bzw. schneller. Das Turbo Abi ist auch der letzte Rotz. Das ist genau dieser Schwachsinn das es Leute gibt die behaupten, die Wirtschaft würde einen Schaden von 200 Millionen $ erleiden, nur weil der Durchschnitt der Sachbearbeiter 5 Min. am Tag Pacman gespielt hat weil es bei Google auf der Startseite war. Ich bin auch ein Fan von Mathemathik, Formeln und Algorithmen - aber man kann nicht alles berechnen. Und nur weil so ein blöder Algo meint es ist vieeeeeeel besser wenn Kinder nur 12 Jahre zur Schule, muss das nicht stimmen. Man sieht es ja auch sehr deutlich was dann passiert... Und nicht anders verhält es sich auch im Studium später: Die Leute sind entweder nicht vernünftig vorbereitet(Stoff, Methoden zu lernen, Wissen über die Erwartungen an der Hochschule) und/oder die persönliche Entfaltung die in der Schule stattfinden soll hat nicht stattgefunden. Und auch wenn viele sie nicht mögen: Kunst, Musik usw. sind alle wichtig.
 
zaehlt da auch wirtschaftsinformatik rein? oder nur reine angewaendte informatik.. da kann ich mir die abbrecherquote erklaeren :)
 
@-adrian-: Warum?
 
@s3m1h-44: weil viele junge leute denken dass informatik spass macht und sie ja eh den ganzen tag am pc sitzen und zocken und das genau das gleiche ist.. darum
 
@-adrian-: Informatik kann doch wirklich Spaß machen. Ich bin zwar nicht der Oberprogrammierer aber kann mir das gut vorstellen. Das ist so wie wenn jeder zu mir sagt "Boah Gott, wie kannst du nur Mathe und Physik als Leistungskursfach wählen? Bis du irre?"
 
@-adrian-: Wirtschaftsinformatik ist ein Teilbereich der Angewandten Informatik -.- .. und die Andeutung mit der Abbrecherquote raff ich nicht. Gibts da ne Kausalität?
 
@sqrt: naja.. bei mir wars zu gleichen teilen angewandte informatik wie bwl...
naja und obs da ne kausalitaet gibt..
wenn WI nicht mit eingeschlossen wird in diese statistik, dann kann ich verstehen wieso die abbrecherquote so hoch ist..weil sich viele einfach nicht gruendlich informieren was ihr zukuenftiges studium betrifft..
bei WI koennte man sich an BWL festhalten .. bei uns war die quote da naemlich gar nicht mal so hoch
 
@-adrian-: Wirtschaftsinformatik ist doch zum Teil Informatik. Der zweite Teil besteht doch halt aus BWL, VWL,... .
Dein Kommentar zur Abrrecherquote ist für mich auch unnötig.
@s3m1h-44: Du kannst dir das gut vorstellen, das ist schön;) Stell dir den Beruf aber nicht vor, dass du jeden Tag vor spannenden Problemen sitzt und dieses ohne Druck lösen kannst. Du hast oft mit eintönigen, banalen oder undurchsichtigen Sachen zu tun und wie immer sollten die Probleme schon gestern gelöst sein.
 
@stundent: warum ist der kommentar unnoetig? ich ab doch lediglich dem obigen artikel zugestimmt, falls WI nicht in diese statistik rein zaehlt..
und erklaert hab ichs dann noch 1 post spaeter
 
Um die hohe Abbrecherquote zu verringern, würde ich als ersten Schritt die Bologna-Reform abschaffen und wieder ein 8 Semester Studium mit Abschluss in Dipl.Ing einführen. Die Bachelor/Masterkake ist auch bei uns auf der Uni der Grund, warum viele das Handtuch werfen.
 
@lackschuh sepp: Dipl.Inf. nicht Dipl.Ing.
 
@apple-over-all:
Falsch. Dipl.Ing war der Abschluss an den Unis und an den HS. zB ETH Zürich etc.
 
@lackschuh sepp: Auch wenn du damals Informatik studiert hast warst du nie Diplom Ingenieur - sondern immer Diplom Informatiker. Einen Ingenieurstitel gab es meines Wissens nach nur in Dingen wie z.B. Maschinenbau oder Elektrotechnik o.ä. Informatik zählt aber soweit ich weiß nicht zu den Naturwissenschaften direkt.
 
@kazesama: Technische Informatik ist fast Elektrotechnik und dort gab es immer den Dipl-Ing (FH).
 
@jediknight: Das kann sein - würde ja auch Sinn machen. Aber wenn man nur Informatik bzw. angewandte Informatik /Wirtschaftsinformatik studiert gab es meines Wissens nach keinen Ing. Titel.
 
@lackschuh sepp: Als Bachelor Informatik Student kann ich das so gar nicht bestätigen. Wir haben (wenn man das Studium in der Regelstudienzeit machen will) so ca. 5 Prüfungen pro Semester und das ist absolut machbar, wenn man nicht ständig blau macht und zu Hause auch etwas nachbereitet. Dazu kommt die Möglichkeit, Prüfungen konsequenzfrei in andere Semester zu schieben. So kann man seine Studienzeit problemlos auf bis zu 10 Semester verlängern.
 
@lackschuh sepp: Ging der Dipl.Ing. nicht länger als der heutige Bachelor?
 
@Cheatha: Ja, denn der Master entspricht den Diplom. Bachelor Informatik hat eine Regelstudienzeit von 6 Semestern, Master Informatik nochmal 4. Ich finde die Umstellung auf ein einheitliches Format generell gut, die Umsetzung ist aber unter aller Sau. Ich weiß nicht, ob es nur an meiner (eigentlich recht angesehen) Uni so ist, aber mir scheint das organisatorisch alles total undurchdacht zu sein. Zum Beispiel werden einem Hausübungen aufgedonnert, dass keine Zeit mehr zum Lernen für die Klausur bleibt. Oder die Hausübungen behandeln Themen, die nicht in der Vorlesung bisher drankamen und auch nicht so einfach zu ergoogeln sind... ach ich reg' mich schon wieder viel zu sehr auf ;)
 
@glowhand: Ja bei uns auch so, wir haben zwar keine Hausübungen aber Praktikas. Und zu den Klausuren hin werden die Termine immer mehr gequetscht, so kommt es dann vor, dass man in der Woche vor der ersten Klausur mal noch eben an 4 Tagen Praktikum hat.
 
Ich hab mir auch mal ein Informatikstudium überlegt, allerdings bin ich in einigen Computerforen dann oft auf Links zu irgendwelchen Bausteilen auf Wikipedia gestoßen, wo ich den Tab spätestens nach dem 2. Absatz geschlossen hab, weil es dort doch einige Dinge gibt, die mich nicht wirklich interessieren und die Mathematik dort nun wirklich nicht einfach ist, obwohl ich mich besonders in den Ferien, wenn ich Zeit hab, momentan viel mit Linux usw. beschäftige. Ich denke einfach viele wissen sehr gut was bei Informatik auf sie zukommt und wählen es deshalb nicht...
 
@XP SP4: Informatik ist nunmal mehr als nur Linux installieren oder PHP-Programmierung.
 
Viele haben von einem Informatikstudium falsche Vorstellungen. Man braucht abstraktes Denkvermögen und sollte fit in Mathe sein. Sehr fit. Zu viele denken immer noch, das sei eher Proggen und "irgendwas mit PCs machen". Da ist es dann kein Wunder, wenn nach ein paar Semestern um die 50% weggeprüft wurden. Ich hoffe, die kommen nicht auf die Idee, das Studium einfach einfacher zu machen, um die Abbrecherquote zu senken, das würde die Abschlüsse massiv entwerten.
 
@ElGrande-CG: Du triffst es (fast) auf den Punkt. Sehe das ja selber bei uns. Alle die das Studium angefangen haben, weil sie daheim zocken oder Office bedienen können, fliegen schnell raus. Das reicht natürlich nicht aus. Mathe ist meiner Einschätzung nach eigentlich nicht viel schwieriger als in der Schule, es wird halt nur schneller gelehrt. Wer dort die Übungen macht, kommt auch mit, wenn er in der Schule nur ne 3 hatte.
 
@john-vogel: es wird im prinzip das gleiche gelehrt wie auf der schule, vorallem da man in der schule mehr oder weniger so ziehmlich alles schon mal zumindest angeschnitten hat - es ist nur ausführlicher auf der Uni oder FH - ich sehs bei mir ;)
 
Vielleicht sollte mal überdacht werden wie Informatik "gelehrt" wird. Fast alle lernen in den ersten Semestern Java ohne PC !!!! Ich als Elektrotechniker muss mich auch damit rumschlagen auf dem Papier zu programmieren.
 
@Schneewolf: Und? In den Klausuren hast du dann auch keinen Compiler, der dir sagt, was du falsch gemacht hast.
 
@ElGrande-CG: Wenn ich eine Fremdsprache hätte studieren wollen, dann hätte ich Romanistik, Germanistik oder was auch immer gewählt, ohne Pc programmieren ist nix anderes.
 
@Schneewolf: Achwas! Es geht darum zu wissen was man macht. Man soll eben nicht immer alles blind ausprobieren!

Außerdem ist Informatik weit mehr als nur Java ;) Java ist ja nur ein Werkzeug!
 
@malfunction: Ja ich weiß, auch Betriebssysteme, Datenbanken, Rechnernetze, Prozessorarchitektur, .... Es war ja nur ein Beispiel, warum die Lehre mal überdacht werden sollte, weil fast jeder Java im Grundstudium vorgesetzt bekommt und fast jeder macht es auf dem Papier. (warum nur?)
 
@Schneewolf: Wer oder was ist dieses "Papier"?? ;)
 
@Somo79: das ist eine weiterentwicklung von papyrus, das haben die ägypter damals benutzt als datenträger für schriftzeichen. heute ist diese form der archivierung längst nicht mehr aktuell und wer noch sachen ausdruckt die evtl auch per email verschickt hätten werden können ist ein umweltschänder und wird mit 20 Peitschenhieben und ein Tag am Pranger auf dem örtlichen Paradeplatz bestraft.
 
@ElGrande-CG: kommt darauf an was du genau studierst... wir haben einen compiler bei den prüfungen (wenn wir was programmieren müssen)
 
Die hohen Abbrecherquoten sind meiner Meinung nach auf zwei Faktoren zurück zuführen:
-#1 An den Schulen (seien es nun Gymnasien oder Berufskollege) wird einfach der benötigte Stoff gar nicht oder nicht richtig vermittelt (Dies ist mir jetzt in meinem Studium aufgefallen: manchen fehlen einfach gewisse Grundlagen in Mathematik und Physik, weil sie es nie gelernt haben). Ob dies nun an der fehlenden Kompetenz der dortigen Lehrer oder einfach am Unwillen der Schüler liegt, darf jeder für sich selbst entscheiden.
-#2 Die Leute informieren sich nicht richtig darüber, was sie in einem Informatikstudium erwartet und brechen daraufhin ab, weil sie nichts mit dem dort vermittelten Stoff anfangen wollen...
 
@ForkeundFackel: Auf die Schulen würde ich das nicht schieben. In der Schule wirst du auf ein Sportstudium oder Pädagogikstudium auch nicht vorbereitet. Wie ElGrande-CG, john-vogel und ich schon gesagt haben, ist Informatik nicht einfach PC anmachen und Office installieren.
 
@ForkeundFackel: Vor allem Mathe ist denke ich mal der Hauptpunkt. Viele können sich eben nicht vorstellen was genau Mathe an der Uni/FH ist und kommen nicht damit klar. Ein weiteres Problem ist allerdings, dass in den allgemeinbildenden Schulen, gerade in den Jahrgangsstufen 10-13 zu wenig selbst erarbeitet wird und weiterhin auf Frontalunterricht gesetzt wird. Da man aber im Studium ja eher 70% selbst er-bzw. aufarbeitet kommen die Leute damit nicht klar.
 
@ForkeundFackel: Inzwischen bieten Gymnasien Informatik an, in den 90ern war das eine Ausnahme. Ich denke eher, man sollte den Mathematikunterricht aufbohren, mehr Wochenstunden und dafür Info sowie Physik enger miteinbinden, als klare Anwendungsfelder ohne noch immer bestehende virtuelle Trennungen.
Dass allerdings ein Interessenverband genaue Bildungsfelder fordert, halte ich dann doch für unseriös. Letztlich könnte jede Interessengruppe zu unzähligen unterschiedlichen Berufen ihre perfekten Erstsemester durch bessere Schulbildung fordern, das wäre absurd, da die Schulen immer noch den Allgemeinbildungsauftrag haben. Man sollte sich lieber einmal näher die Hochschulen ansehen, Informatik ist letztlich eines der Fächer mit gezielter Aussortierpraxis, wo Hilfestellungen für Erstsemester bewusst klein gehalten werden, genau mit der Begründung: Die Schulen sind doch schuld. Wie überall geht es dabei allerdings auch um vorhandene Gelder an den Hochschulen, nicht nur um die dummen und faulen Studenten.
 
Ich sehe das größte Problem in der Mathematik. In der Oberstufe sind wir eigentlich nur mit Kurvendiskussionen rumgeeiert, während mein Kollege aus dem LK tatsächlich auch schon mal einen Beweis gesehen hat. Außerdem empfand ich es nicht so optimal, dass wir in Düsseldorf z.B. mit den Mathestudenten in der gleichen Vorlesung saßen. Mein Kollege in Aachen hat mir von speziellen Vorlesungen für Informatikern erzählt.

Wie sind denn eigentlich die Zahlen von Wirtschaftsinformatik an den FH's?
 
@skoWWi: Also hier im Norden gibt es an den FHs momentan noch nicht so viele, die WInf anbieten. Selbst die HAW Hamburg, die in Inf ja doch recht angesehen ist, bietet den erst ab WS 2011 an.
 
Ganz ehrlich gemessen an dem Aufwand eines Informatikstudiums und den anschließenden Jobchancen kann ich es niemanden empfehlen ein solches Studium anzustreben. Die Anforderungen sind immens und die Bezahlung unter aller Sau. Dann lieber Allerwelts-BWL studieren und gute Jobchancen mit Aussicht auf angemessene Bezahlung besitzen. Entschuldigung mit den Einstellungen die in der IT Landschaft derzeitig herrschen müssen Sie sich nicht wundern, wieso keiner den angeblichen Fachlräftemangel ausgleichen kann und möchte. Da geht man lieber gleich ins Ausland!
 
@Darksilver: Hab bei uns in der Firma auch das Gefühl, dass die Fachinformatiker das gleiche machen wie die Diplom Informatiker... programmieren halt. Dafür sollte man nicht studieren!
 
@malfunction: Wenn du als Informatiker das selbe machst wie Fachinformatiker, dann machst du wohl etwas falsch ;)
Du kannst auch als Informatiker Projekte leiten, Konzepte entwerfen oder was weiß ich. Die Umsetzung machen dann die "kleinen" Leute ;)
 
@apple-over-all: also mir hat man in meinem studium nicht beigebracht, wie man projekte leitet. ich habe viel abstrakte mathematik gelernt, die mir jetzt genau WOBEI im täglichen berufsleben hilft?
 
@Darksilver: Dahinter steckt allerdings auch das tolle Versprechen, dass sich Leistung in Deutschland lohne. Im Grunde bekommen immer die gleichen in allen Berufsfeldern die Jobs mit dem guten Einkommen, egal ob BWL oder Info, wer sich ohnehin noch nie durchsetzen konnte, der passt in keine Führungsposition, trotz Studium. Ich kenne selber jemanden, der mit einer Ausbildung keinen Cent weniger verdienen würde wie mit seinem Abitur und anschließendem Info-Diplom.
 
@Darksilver: Gehören Informatiker nicht zu den überbezahltesten Leuten überhaupt? Wenn man sich schon anschaut wieviel Geld in die Informatik fließt. Die meisten anderen Studiengänge haben dann darunter zu leiden, obwohl sie nicht weniger wichtig sind.
 
@AnnaFan: Informatiker verdienen eben das Geld. Überbezahlt sind Ärzte, Juristen und Politiker.
 
@jediknight: bei ärzten wäre ich vorsichtig. sie arbeiten am menschen. würdest du gerne von einem schlechtbezahlten und unmotivierten chirurgen aufgeschnibbelt werden? =) sicherlich nicht. zumal die ärzte-ausbildung schwer und langwierig ist. ich halte deren bezahlung für ihr fachwissen für nicht zu hoch - für ihre kurzen arbeitszeiten (dienstag & mittwoch von 7 bis 12) hingegen schon. bei juristen und politikern hast du meine volle zustimmung :)
 
@jim_panse: Du weisst aber schon was Ärzte in Deutschland so alles verbocken? Du arbeitest in dem Job zwar am Menschen, wirst bei Fehlern aber so gut wie nie belangt, überprüft wirst du auch nicht. Die Ärzte Ausbildungs ist auch nicht so schwer wie gerne getan wird, niedrige Abbrecherzahlen und ein fast garantierter Jobeinstieg nach dem Physikum, immerhin eine MC Prüfung, belegen das. Viel Freizeit hat man in dem Beruf allerdings anfangs nicht.
 
@Schrammler: Ein praktizierender Arzt in einem Krankenhaus verdient heute laut seinem Tarifvetrag zwischen 3420 und 4200 Euro. Ist das überbezahlt? Und der Grund, warum kaum welche abbrechen ist ganz klar der hohe NC, der nötig ist, um in Dtld. Medizin zu studieren. 1,5 und besser muss man haben, sonst hat man sowieso keine Chance. --- Bei Juristen geben ich Dir vollkommen Recht, die sind definitiv überbezahlt. Politiker müssen überbezahlt sein, sonst neigen sie gern zu Korruption. Glücklicherweise gibt es ja nicht viele dieser Spezies! ;)
 
Woher sollen denn auch motivierte Abiturienten kommen, wenn sie denn schon vor dem Studium ahnen, dass meistens das spätere Gehalt mit dem Studium einfach nicht in richtiger Relation steht.

Die Firmen müssen erstmal ihre Personalpolitik ändern. Bachelor-Absolventen für 30-35k Einstiegsjahresgehalt einzustellen, ist eine Frechheit und in meinen Augen teils Ausbeutung!

mfG
 
Informatik hat nichts mit Computern und Programmieren zu tun!
 
@jediknight: Naja, da sagt mein Studium was anderes..
 
@SuperDuperDani: Zum Programmieren reicht eine Ausbildung aus.
 
@jediknight: Du bist ja lustig.
 
@jediknight: Nichts ist übertrieben. Es hat sehrviel mit Mathe zu tun, ja , aber NICHTS mit Computern ist auch falsch.
 
Ich kenne Studenten die wegen der fehlenden Praxis das Studium abgebrochen haben. Ich selber habe auch eine Ausbildung als Software-Entwickler absolviert und bin der Meinung, dass die Ausbildung deutlich interessanter ist und vermittelt wie es im "wirklichen Leben" und in der "realen Wirtschaft" zugeht. In der Theorie ist immer alles super easy und bis zum Erbrechen Planbar, nur wenn es dann darum geht mit der ganzen Sache sein Geld zu verdienen werden schnell andere Seiten aufgezogen. Das Thema ist meiner Meinung nach nicht so einfach.
 
@DonElTomato: An einer normalen Uni ist Informatik sehr theorielastig. Glücklicherweise gibt es überall noch die "Hochschulen für angewandte Wissenschaften" (ehemals Fachhochschulen). Hier wird man durch verpflichtende Übungen in Kleingruppen (<15 Leute) und einem Pflicht-Praxissemester in einem Unternehmen ziemlich gut auf das spätere "echte" Arbeitsleben vorbereitet.
 
@DonElTomato: tjo, ich denke mal das die firmen allgemein bald auch auf den trichter kommen werden dass ein studium als fachinformatiker nicht heißt das jemand überhaupt mehr ahnung hat als jemand der einfach nur so pc interessiert ist. ich hab leute in chats kennen gelernt die haben einfach ewig viel neben dem studium her gemacht und 2 mit denen ich immernoch kontakt habe arbeiten vollkommen abseits ihres eigentlichen fachgebiets. die anderen haben nichts nebenher gemacht und waren meiner meinung nach nicht fähig als fachinformatiker - anwendungsentwicklung zu arbeiten da sie quasi nie etwas praktisch lösen mussten.
 
das hauptproblem ist, dass die unis in ihren studienfächern nahezu null relevanz für die berufspraxis liefern. ich kann nicht mehr genau sagen, wie viele sinnlose beweise wir geführt haben, aber es waren einige. dieser theoretische "overhead" nimmt dem studenten die zeit, z.b. eine RICHTIGE programmiersprache zu lernen - und nicht nur java! hat man sich während des studiums nicht mit der praktischen informatik beschäfitgt, kann man sein späteres berufsleben gleich an den nagel hängen. unternehmen suchen nämliche leute, die auch etwas praktisches können und keine theoretiker.
 
@jim_panse: OK, auf deine Begründung warum Java keine richtige Programmiersprache ist bin ich sehr gespannt...
 
@Jolka: siehe [14]
 
@jim_panse: Es geht nicht darum, EINE Programmiersprache zu lernen. Es geht darum, Formen, Strukturen, Algorithmen etc zu lernen, damit du weißt, wie Du in IRGENDEINER Programmiersprache Probleme lösen kannst. Ob Java dazu geeignet ist, sei mal dahingestellt, aber glaub mir es ist um Längen besser als irgendwelche, nie-von-gehörten, Möchtegernprogrammiersprachen von vor 25 Jahren, die absolut NICHTS mit aktuellen Strukturen und Herangehensweisen gemein hat.
 
@RalphS: ebenfalls siehe [14]
 
@jim_panse: Und was willst Du mir damit sagen? Ich bin ja auch der Meinung, daß die ganze "kommt, kommt, kommt und studiert Informatik" Hetzerei einfach nur hirnverbrannt ist und allen Beteiligten schadet - Unis, Studenten, UND Wirtschaft - aber wer Informatik studiert um Programmieren zu lernen, hat den Sinn eines Informatikstudiums nicht verstanden und sollte lieber ne Ausbildung machen oder ggf an einer FH, oder vielleicht sogar besser noch einer Berufsakademie, studieren.
 
@RalphS: Darum studier ich nicht an einer Uni, sondern an einer FH. Den ganzen Theoriedreck von der Uni kannste doch vergessen, wenn du einen Job in der Industrie suchst. An der FH wirst du praxisorientiert(er) ausgebildet als an der Uni. Bei technischen Studiengängen ist die FH meiner Meinung nach fast immer die bessere Wahl. Bin jetzt im 1. Semester. Lernen nun Java als Rohfassung, im 2. kommt dann die Objektorientierung ins Spiel und im 3. kommen C und C++. Im 4. bis 6. Semster gibt's dann Software Engineering I-III. In "Grundlagen d. Informatik" kriegen wir mit wie ein Rechner in seinen Grundstrukturen funktioniert. Ich finde das ist ganz gut wie das bei uns läuft. Wir lernen Programmiersprachen, die in der Industrie häufig genutzt werden und wenn man eine kann oder ein paar, dann ist es nicht mehr so schwer sich noch eine andere anzueignen, wenn man das für den Job braucht. Kann jetzt nicht mehr viel sagen, da ich wie gesagt erst im 1. Semester bin.
 
@RalphS: zweierlei: zum einen wird massiv für mint-fächer geworben ohne den verwirrten abiturienten zu erklären, was da wirklich auf sie zukommt. ich hatte im abitur mathe und physik als LK-fächer (und ganz gute noten). was haben wir im abi in den fächern gemacht? gerechnet! mathe und physik an der uni hatte bei mir NICHTS, aber auch gar nichts mit rechnen zu tun. herleitungen, theoretische ansätze, irgendwelche modelle, sätze, beweise... wir bekamen bei jeder "übungsaufgabe" seitenweise formeln heraus, keine zahlen (=kein ergebnis). das weiß ein abiturient nicht, der von allen seiten gesagt bekommt: "mach was technisches, am besten informatik. das braucht die wirtschaft. da gibts arbeit. da gibts geld"... und zweitens: du hast es auf den punkt gebracht! FHen und BAen bielden wesentlich praxisorientierter aus - und genau DAS wollte die "hetze" auch. ich persönlich bin sogar dafür, weniger dipl.- oder ba.-informatiker an der uni auszubilden: weil sie nichts praktisches in ihrem studium lernen. wer braucht später sowas? nur ein ganz, ganz kleiner teil wird später mal ne akademische laufbahn einschlagen. aus meinem jahrgang waren das 2 leute, bei über 80 absolventen (kleine uni). genau für diese 2 leute ist der theoretische ballast wichtig, für die anderen ganz und gar sinnlos.
 
@RalphS: Eben. Programmierung hat mit Informatik wenig zu tun. Informatik ist das Lösen von informationtechnischen Problemen mit mathemathischen Methoden.
 
@Jolka: In der Praxis brauchen die wenigsten Automatentheorie usw.
 
@Jolka: Ja... ok, manchen liegt Theorie mehr, anderen weniger; manche können mit theoretischem Basiswissen mehr anfangen und manche wiederum weniger. Das muß jeder für sich entscheiden, aber genau das wird doch durch die aggressive Studiert Informatik JETZT! Politik komplett verzerrt. Allerdings bringt mich Dein "Lehrplan" ganz schön ins Grübeln. JAVA hab ich mir selbst angeeignet bevor ich in der Uni war, das hat ein paar Wochen gedauert und keinesfalls über ein Jahr. Und... "Rohfassung"? Ich befürchte, eine genauere Erklärung verursacht nur Kopfschmerzen, deswegen frag ich mal lieber nicht weiter nach. :o) Als kleiner Vorschlag: C ist sehr viel schwieriger zu lernen als JAVA, insbesondere wenn man JAVA schon kann, also wärs ne gute Idee da schon mal reinzugucken. Je nachdem was Du später mal machen wirst, ist es nämlich recht wahrscheinlich, daß Du C und C-Strukturen weitaus häufiger brauchst als JAVA (was einfach zu programmieren ist, aber eine Qual, wenn's ans Ausführen geht).
 
@RalphS: Auch wenn du nicht weiter fragen willst: Man hört ja immer und überall, dass Java eine objektorientierte Sprache ist. Im 1. Semester blenden wir die Obejktorientierung aber noch größtenteils aus und programmieren erstmal so. Wie gesagt: Im 2. Semester kommt dann die Objektorientierung mit ins Spiel. Wir haben jede Woche Übungen für 3 von 4 Fächern. Dann bekommen wir für zu Hause auch noch mal Pflichtaufgaben und müssen am Ende des Semesters dann einen bestimmten Prozentsatz der Punkte erreicht haben, um für die jeweilige Klausur zugelassen zu werden. Ich habe vor dem Informatik-Studium 2. Semester Mechatronik studiert und da habe ich im 1. Semester C gelernt. Also kannte ich C schon vor Java. Ich muss gestehen, dass ich einige wenige Dinge bei C nicht so ganz geschnallt hatte. Als wir dann Java lernten und ähnliche Dinge beigebracht bekamen wie damals in C habe ich die Java-Sachen auf C "übertragen" und hab's dann erst wirklich richtig in C kapiert. Und ja: Java Programme sind scheiße, wenn man sie ausführen will. Bei C geht das in einem Klick und bei Java muss man sich durch die Konsole kämpfen (zumindest noch bei Programmen, die in der Konsole ausgeführt werden).
 
@jim_panse: Also als Grundlage bzw. erste Programmiersprache ist Java absolut zu empfehlen. Deren Logik ist (wie unser Prof so schön sagte) am "menschlichsten". Wenn man Java gut kann, ist es ein leichtes, auch andere Programmier-hoch-sprachen wie z.B. C, Perl oder PHP zu erlernen.
 
@john-vogel: die sache mit der programmiersprache war nur ein beispiel, was alle hier verstehen. wenn ich anfange, die sinnlosigkeit von beweisen bezüglich der vollständigkeit, widerspruchsfreiheit, abgeschlossenheit usw. im informatikstudium anzusprechen, kann das doch nur eine minderheit nachvollziehen. fakt ist, dass java die hardware absolut nicht berücksichtigt. mich hat man nur belächelt, als in beim vorstellungsgespräch gesagt habe, wir hätten an der uni nur java gemacht. ein anderes beispiel wäre netzwerktechnik (rechnernetze, telematik): während eines praktikums habe ich das erste mal konfigurierbare switches gesehen. in meiner vorlesung keine spur, immer schön iso/osi-schichtenmodell. dass cisco cross-layer-lösungen anbietet, juckt an der uni keinen.
 
@jim_panse: Aha ok. Wir lernen hier im ersten & zweiten Semester gleichzeitig Java als Compilersprache und dann noch als hardwarenahe Assemblersprache MMIX. Das ist eigentlich eine recht gute Kombi, vor allem weil die beiden Sprachen (logischerweise) völlig verschieden konzipiert sind.
 
@jim_panse: Also ich weiß ja nicht wie es an anderen Hochschulen in DE ist, aber hier in Hamburg sagt man eig. soweit, dass die Leute von der UNI später eben eher Richtung Forschung/Entwicklung gehen und die Leute von der FH eben eher in Richtung Projektierung usw. . Der Stoff an der Uni ist um ein vielfaches theoretischer und abstrakter ausgelegt als jenes Wissen, was eher an der FH vermittelt wird. Klar, gleicher Stoff - aber andere Schwerpunkte und anders vermittelt. Aber ein Praxissemester gibt es eig. gar nicht mehr seit der Bologna-Reform, oder?
 
@kazesama: Doch, bei einem Studium an der "Hochschule für angewandte Wissenschaften" (ehemals Fachhochschulen) ist ein Praxissemester (meistens das 5te) verpflichtend. Was sich durch Bologna verändert hat ist allerdings der Abschluss. Der wurde gleichgestellt mit dem eines Uni-Absolventen. Beide haben den "Bachelor of Science"; nicht wir früher noch mit dem Zusatz "FH".
 
das hat nichts mit spass zu tun! die professoren sind nun mal scheiße! 1 semester pro programmiersprache ist genauso sinnlos wie der ganze rest wie turing maschine. das ist im leben nicht praxisbezogen und von den kosten ganz zu schweigen! 700 euro pro semester und 300 euro für bücher kann man sich nicht aus den rippen schnitzen wenn man kein bafög bekommt. wie wäre es mit c anfangen und nicht mit java wie bei uns. ach informatikstudium ist einfach weltfremd. da mache ich lieber eine ausbildung und habe mehr davon!
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