Urteil: Videoportale haften nicht für Nutzerinhalte

Recht, Politik & EU Das Oberlandesgericht Hamburg hat zugunsten des Social Video Networks Sevenload entschieden und damit eine wichtige Klarstellung für Online-Videoportale getroffen. mehr...

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Endlich mal wieder ein vernünftiges Urteil.
 
@Golum1289:
dito, so etwas ist man ja fast schon nicht mehr gewohnt, hier in BRD^^
 
AUTSCH ... Das tut weh ^_^
 
heist das jetzt das bei youtube nicht mehr so viel gesperrt wird?
 
@nighthammer: nö, es wird vermutlich genau so viel gesperrt werden wie bisher, vll. sogar etwas mehr. Aber rechtlich bedeutet es für die Videoportale eine große erleichterung.
 
@nighthammer: eignetlich heisst das ja nicht dass es nicht illegal ist .. sondern dass die schuld nicht an dem anbeiter liegt
 
Das Landgericht Hamburg. Welche Zufall!
 
@nixdagibts: haben die nicht schon über rapidshare.com geurteilt? Und Rapidshare hat Recht bekommen? Da war doch mal was, oder?
 
@Golum1289:

Nein, beim Hamburger Urteil zu Rapidshare war es genau andersherum. Die haften für von Usern hochgeladene Videos als Störer. Warum weiß nur das OLG Hamburg...
 
@yx8768: das Urteil ist wieder aufgehoben worden von einem anderen Gericht, aber egal, wer auch gewinnt, ein anderer klagt wieder.

Hier gefunden: http://www.telemedicus.info/urteile/Internetrecht/Haftung-von-Webhostern/1070-OLG-Duesseldorf-Az-1-20-U-810-Keine-Stoererhaftung-von-Rapidshare-Capelight-II.html
 
@Golum1289:

Nein, da irrst du dich. Urteile von OLGs können nur noch vom Bundesgerichtshof aufgehoben werden. Das Urteil des OLG Hamburg gegen Rapidshare ist weiterhin gültig. Das die Kollegen in Düsseldorf eine andere Meinung haben als die Hamburger, zeigt nur was für ein Chaos diesbezüglich in der Rechtsprechung herrscht.
 
@yx8768: Du weißt ja nicht, ob Revison eingelegt wurde, diese kann ja auch woanders verhandelt werden.
 
@Golum1289:

Das ändert trotzdem nichts daran, dass das OLG Hamburg zum gleichen Sachverhalt zwei völlig unterschiedliche Urteile abgeliefert hat.
 
@nixdagibts: Bald als Piratengericht bekannt.
 
@Zaru: eig. doch umgekehrt?
 
Die Videoplattformbetreiber sollen einfach persönliche Daten erfragen, damit im Falle einer Urheberrechtsverletzung auch gegen den unautorisierten Verteiler vorgegangen werden kann. Natürlich sollte beim ersten Verstoß nicht gleich eine Armada von Anwälten und Unterlasungserklärungen eintrudeln, sondern erst außergerichtlich die Sache beigelegt werden. Schließlich verstopft das ganze Rechtssystem... Allerdings finde ich es schon echt dreist, was sich so mancher auf youtube erlaubt. Da werden komplette Alben hochgeladen, mit nem Bild vom Künstler als Diashow getarnt - was soll sowas? ham die Leute nix vernünftiges zu tun?
 
@Rikibu: a) Geht's dir noch ganz gut? b) Jo, sollten Sie mal machen, das wird dann als "die am wenigsten benutzte Videoplattform" jemals und biggest fail in die Geschichte eingehen.
 
@D3xter: Anders ausgedrückt, Leute dürfen so einfach Rechtsverstöße begehen, ohne was befürchten zu müssen? Das kann auch nicht die Lösung sein. Wobei man selbstverständlich noch unterscheiden muss, ob es ein Upload ist der vorrangig des Verstoßes wegen bzw. des Verbreitungswillens wegen getätigt wurde, oder ob in einem Video ein Lied nebenher läuft (zb. wenn sich einer beim Karaoke singen zeigt ist die Annahme, er würde vorrangig illegal copyright Inhalte verteilen wollen, an den Haaren herbeigezogen.) Wenn aber jemand n ganze Album via youtube verteilt und in jedes Video nur n Albumcover reinstopft, dann ist der Fall zb. offensichtlich, dass es sich hier um eine Misachtung von Rechten dritter handelt.
 
@Rikibu: Ganz genau. Wenn es sowieso alle tun und es nur wenige für gut halten die meistens diejenigen sind die davon profitieren, ist vielleicht nicht mit den Leuten etwas falsch sondern mit den Gesetzen an sich: http://tinyurl.com/325nosx
http://tinyurl.com/365bqag
 
@Rikibu: ja sicher... Und wärend du das geschriben hast lief sicher Youtube mit irgend nem Song. Hab ich recht?
 
@nighthammer: ganz sicher nicht. ich hab nen cd player - der dann auch qualitativ der Musik angemessen ein vernünftiges Klangbild liefer. das Gequäke über youtube und notebooklautsprecher mute ich meinen ohren nicht zu.
 
@Rikibu: genau das ist jetzt die gefahr für die nutzer. als fiktiver rechteinhaber bin ich früher zu videoload gegangen- jetzt muss ich die user angreifen um meine rechte durchzusetzen. ist also dieses urteil gut oder schlecht?
 
@medienfux: der Punkt ist, dass du jetzt nicht mehr die Videoplattform verklagen kannst, wenn ein User ein geschütztes Video hochlädt. Das Offline-Nehmen oder die Herausgabe der Daten des Benutzers sollte weiterhin funktionieren
 
@medienfux: Wieso eigentlich Gefahr? Kann mir keiner erzählen dass die Leute nicht wissen was sie tun. Für Rechteinhaber ist es doch gut, wenn sie den jenigen direkt ansprechen und zurechtweisen können? Es käme indes auch keiner auf die Idee, die Druckerei einer Zeitung zur Rechenschaft zu ziehen, nur weil die bei der Druckerei gedruckte Publikation Verunglimpfungen und falsche Dinge schreibt. Da würde man auch die Redaktion juristisch belangen. Warum also hier nicht?
 
@Rikibu: und dank eperso werden die Daten auch noch zertfiziert ... ne du ... lass ma!
 
@Rikibu: Jaaa genau "mit nem Bild vom Künstler als Diashow getarnt" andere "TARNEN" es mit den Videoclips oder mit dem Albumpic wow wie böse GETARNT das alles ist. Bestimmt haben sie es auch mit dem Musiktitel und Interpreten GETARNT >.< ich erstick gleich an meinem eigenen Sarkasmus
 
@Gärtner John Neko: Dann schau dich mal um, es gibt viele Titel bei youtube, wo einfach nur ein Standbild zu sehen ist - wenn ich Video gemeint hätte, hätte ich Video gesagt.
 
@Rikibu: die Sache mit "Axel E. Fischer fordert" ist Dir wohl ziemlich nahe gegangen, was? ;) Anhand der Qualität Deiner sonstigen Beiträge hätte ich von Dir ein "Nach Upload vor Freischalten Backlist-Vergleich" erwartet. Was i.S. UrhRG geschützt ist, lässt sich sicher in einer Tabelle zusammenfassen und ein Abgleich von hochgeladenen Sachen (also der Tags/ Suchbegriffe) mit dem Tabelleninhalt sehe ich auch nicht als Problem. Nach abgeänderten Titeln sucht (zumindest aktuell) noch keiner. Eine Offenlegung des Klarnamens, oder gar die Angabe des Wohnortes für einen Videoupload (!) ist absolut der falsche Weg, sowas ist Selbstmord und öffnet illegalen Plattformen Tür und Tor. Trotzdem (+) von mir.
 
@ReBaStard:

Daran musste ich auch gerade denken. Ein neuer Anwendungsfall für den neuen elektronischen Personalausweis, die CDU wirds freuen!
 
ich versteh das eh nicht. Ich hab mal nach langem suchen ein Musikvideo von einem Lied gefunden, das hierzulande nicht lizensiert ist. Wer es haben will, muss sich die CD also erst importieren. Da ich anderen die Suche ersparen wollte, hab ich es auf yt hochgeladen. Und trotzdem wurde es gesperrt ('enthält content von blabla'). Jetzt stehen die paar Idioten, die sich das Lied aus dem Video ziehen denen gegenüber, die dadurch vll einen unbekannten Künstler entdeckt haben. Und ich denke, das dürften nicht wenige sein. Die sind der Musikindustrie aber offensichtlich egal
 
Ja nee ist klar. Forenbetreiber haften für userbeiträge (Bilder) aber Videoportale nicht für Nutzerinhalte? Ja ne ist klar!
 
@ChinaOel:

Noch besser ist ja, dass auch Rapidshare laut den Hamburger Richtern für von Usern hochgeladene Videos als "Störer" haftet und das obwohl Rapidshare im Gegensatz zu Sevenload die Daten noch nicht einmal öffentlich auf ihrer Internetseite präsentiert, sondern die Downloadlinks Privatsache der User sind.

Tolle unabhängige Justiz...
Vermutlich liegt es einfach daran, dass Rapidshare der Medienindustrie nicht so in den Arsch gekrochen ist wie Sevenload.
 
@ChinaOel: weswegen immer mehr Forenbetreiber verständlicherweise in Island leben.
 
Der "Hamburger" OLG Richter stand wohl noch nicht auf der Gehaltsliste der "Content-Mafia" !
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