Eigenaktivität für Datenschutz unter Usern gering

Datenschutz Die Internet-Nutzer in Deutschland sind zwar um die Sicherheit ihrer Daten besorgt, wollen aber möglichst wenig selbst für ihren Schutz aktiv werden. Das zeigte eine neue Studie des IT-Dienstleisters Unisys. mehr...

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Dabei ist das reine Ändern von Passörtern nunmal nicht alles. Man sollte sich auskennen und Gefahren schon von weitem erkennen. Z.B. unseriöse Angebote, wohinter sich höchstwahrscheinlich Schadsoftware versteckt... Wer alles runterlädt und ausführt kann sich mit dem Ändern von Passwörtern eben nicht schützen. Ein tieferes Verständnis für Sicherheit in der IT Welt haben leider nicht viele und dass sollte sich ändern...
 
@Devils Child: Eben, was nützt einem ein geändertes PW, wenn ein Keylogger oä. das einfach mitgeloggt hat.
 
@Devils Child: Du hast zwar Recht, aber die Frage, wie man an diese Fachkenntnis erlangt, steht trotzdem im Raum. Auch wenn ich etwas provokant die These aufstelle, dass nur wer einmal in die Falle getappt ist, es erst begriffen hat, ist man nie zu 100% sicher. Das fängt bei unvollständigen Spam Filtern an und geht bis zur Sicherheitslücke, die man als Endanwender nun mal in Softwareprodukten nicht zu verantworten hat. Die Frage ist, wie sensibilisiere ich die Leute für Datenschutz? Noch dazu ist die Frage offen, wie weit darf Datenschutz gehen? Ich bin mir sicher, dass Verschlüsselungen usw. nicht gerne von Behörden gesehen werden, damit man denen die Ermittlungsarbeit nicht erschwert. Es ist also durchaus ein heikles Thema. Die Frage ist auch, wo informiert man sich?
 
@Rikibu: Die Frage, wo man sich informiert, um die notwendigen Fachkenntnisse zu erwerben, die man braucht um sicher zu surfen ist eine schwere Frage... Es gibt nur zwei arten von Menschen: Die einen wissen es, weil sie sich dafür interessieren oder es deren Beruf ist, und den anderen ist es mehr oder weniger egal.
 
@Devils Child: Genau diese Essenz wollte ich ja klarmachen. Wobei ich auch die PC Hersteller, also jene, die Komplettsysteme anbieten, mit in die Pflicht nehmen würde. Die brechen sich keinen ab, wenn sie Infomaterial auf die Computer raufpacken mit ner Verknüpfung auf m Desktop.
 
@Devils Child: vor einiger Zeit gab es diese News hier (ich glaube ursprünglich kams von MS), die logisch darlegte, dass es nichts bringt das PW ständig zu ändern. Schließlich werden die von potentiellen Bösewichten nicht erst auf Halde gesammelt und dann nach Jahren benutzt...
 
und wen wundert das?
Musste man sich früher vll. ne Hand voll Daten merken (BLZ, Konto-Nummer, Telefonnummer, Passwort für das Sparbuch) muss der heutige User zig Passwörter/Accountnamen/Email Adressen/undwasweisichnichtnochalles merken. Weil gelernt hat er ja "Aufschreiben ist schlecht, das muss man sich einfach merken". Nehmen wir mal einen durchschnittlichen Smartphone-User her: 1. Pin, 2. Puk (wäre schön), 3. Entsicherungsmuster/Code für den Bildschirm, 4. Login zu Gmail/iTunes Account (optional ich weiss, aber für den vollen Funktionsumfang notwendig), 5. 1-3 weitere E-Mail Logins (acc + pw), 6. ICQ/MSN/YAHOO/SKYPE Acc + PW, 7. Facebook Acc + PW (ich verwende es nicht, aber viele andere), 8. Flickr, 9. Twitter. Nimmt man noch die Logins für div. Foren oder Onlinestores (Amazon und Co.) dazu kommt man vll. auf 20 Passwörter die im Idealfall nicht auf die anderen schliessen lassen. Dazu müssen die meisten aber auch 8 Zeichen lang sein und min. eine Zahl enthalten. Dann gibts noch Acc + PW auf dem eigenen PC und den in der Firma. Mich würde interessieren wieviele Acc + PW kombis sich ein durchschnittlicher User merken "muss". Ich tippe auf 15 - 20, Nerds und Freaks werden etwa 50 - 70 merken müssen. Also da wundert es mich nicht, das die Leute ihre Zeit nicht auf das ändern der PWs verwenden ... wenn ich das jeden Monat machen würde, bräuchte ich alleine knapp 12h alle PW zu ändern ... das tut sich doch keiner an ...
 
@Deathdrep: Mh stimmt, wenn ich meine Accounts in meiner Passwortverwaltung mal nachzähle komm ich auch auf über 60...
Die wichtigsten, wie HauptEmail-, Paypal- und Bankkonten versuch ich einmal im viertel Jahr zu ändern. Mehr ist echt nicht machbar im Verhältnis zum Aufwand.

Vielleicht sollte man sich mal Gedanken um ein anderes Sicherheitskonzept im Internet machen. Aber keine Ahnung, wie das aussehen soll.
 
@Deathdrep: Vollkommen richtige Einschätzung. Nicht das ändern ist das eigentliche Problem, sondern sich die neuen Sachen zu merken. Ihr kennt das sicher, die Sparkasse tauscht aus Sicherheitsgründen die EC-Karte um und aus eben jenen Sicherheitsgründen wird auch die PIN geändert. Da steht man dann erstmal da am Eingabegerät, hatte man doch jahrelang die eingefräste PIN im Hirn, will man sie auch eingeben, ganz unabhängig davon ob sie noch stimmt. Ging mir vor 2 Wochen so. Und auch eine Lösung ist mit TPM und Fingerprint nich in Sicht, muss dir nur einer den richtigen Finger abhacken und schon hat er alles. Oder halt Netzhaut usw.... auch alles recht unsicher weil man ja weiß, dass sich das Körperteil eben nicht irrt - da ist ein Passwort noch individueller.
 
@Rikibu: "...muss dir nur einer den richtigen Finger abhacken..." - öööhm, ich will nicht meckern, aber kanns sein, dass du deinen Splatterfilm-Konsum mal ein wenig einschränken solltest? ^^
 
@cgd: Ich finde Rikibu´s Einwand berechtigt. Das hat nichts mit Splattern, etc. zu tun. Kriminelle werden immer den geringsten Aufwand auf sich nehmen, um Sicherheitshürden zu überbrücken. Anstatt das Opfer also komplett zum nächsten Automaten zu schleppen, ist es sicherlich - mit den richtigen Mitteln und Übung - einfacher, Körperteile erst ab- und dann mitzunehmen. Klar wird das nicht der kleine Handtaschendieb machen, aber heutzutage reicht es vielen Räubern schon nicht aus, denjenigen zu bedrohen und auszurauben, immer häufiger werden die Opfer brutalst zusammengeschlagen. Der Schritt zum Verstümmeln ist dann nicht mehr so gross.
 
@stw500: Richtig "lustig" wäre dann das Weiterdenken des Sicherheitsaspekts. Dann schreibt dich die Krankenkasse an mit dem Satz: "ihre Organe sind nicht mehr sicher, bitte kommen sie zu uns um sicherheitslückenresistente Organe implantieren zu lassen, damit nur sie ihre Identität annehmen können, um sich beim Bus fahren usw. entsprechend korrekt auszuweisen". Welch Horrorvorstellung - und wenn man die neuen Organe nicht bezahlen kann, dann kommen die Repo Men - übrigens ein sehr guter Film... :-)
 
Also ich muss sagen, dass ich auch immer das gleiche PW nutze, das ich nue änder. Bei Seiten wie WF ist es mir eigentlich auch egal ob mein acc. gehackt wird, wirklichen Schaden hab ich dabei nicht. Ich denke vielen ist es einfach zu viel Arbeit ihre PWs zu ändern und haben vllt. auch Angst die Neuen dann zu vergessen...
Wobei man das zumindest bei wichtigen accs. wie z.B. dem eigenen E-Mail-Account machen sollte...
 
@XP SP4: da hast du aber genau das problem getroffen: wenn du für alles das gleiche PW hast, wird derjenige, der dein WF-PW kennt sich freuen, falls dieser (wie auch immer) an deine anderen aktivitäten/loginkennungen gelangt ^^ ich habs mittlerweile auf drei bereiche aufgeteilt: 1. foren, in denen ich nur selten verkehre bzw. welche mir nicht sonderlich wichtig sind (1. PW), 2. wichtige foren und/oder communities (2. PW) und 3. banking, online-shopping etc (3. PW)...zusätzlich noch ein 4. PW für router/wlan...dabei steigt die komplexität vom 1. bis zum 4. stetig....zum ändern, das 2. etwa einmal im jahr, das 3. alle 3 monate und das 4. bei lust und laune via facerolling ;) ___edit: http://howsecureismypassword.net/ :)
 
Soll jetzt dem User vermittelt werden, dass er selbst schuld ist an der Datenschutz-Misere? Ich kann so viele Passwörter ändern, wie ich will, wenn ich meine Daten bei Facebook habe und diese von den Betreibern der Plattform verkauft werden, oder deren Datenbank gehackt wird. Wer hat denn diese Studie in Auftrag gegeben? Kommt mir vor wie ein Ablenkungsmanöver finanziert von den gut finanzierten Datensammlern!
 
@jaja_klar: Volle Zustimmung! Jeder kann selbst bestimmen wie er seine Passwörter handhabt, viel wichtiger ist Datenschutz der nicht in den Händen der Benutzer liegt. Ich kann meine Passwörter noch so oft ändern, bringt einem wenig wenn jeder Dienst bei dem man damit angemeldet ist die Daten handelt. Dass Passwort vom Handy mag vielleicht wichtig sein wenn man vor der Freundin was verheimlicht, aber Google und Facebook kommen wohl kaum nachts ins Schlafzimmer geschlichen und geben 1234 ins Handy ein um Daten zu klauen.
 
"lediglich 41 Prozent lesen regelmäßig Datenschutzrichtlinien" ? Was soll das bitte sein bzw. was soll man da wo lesen ?
 
@marcol1979: Da kannst du dann lesen dass du den Service bei dem du dich grad abnmeldest oder einkaufst oder sontwas tust nicht benutzen darfst wenn du den Haken nicht setzt, und du offline bleiben mußt weil das zb schon beim Vertrag mit dem Providern so ist... wundert mich nicht dass viele sowas nicht lesen, weil man ist ja gezwungen wenn man was will den Haken zu setzen, und drin stehen tun sowieso überall die selben Lügen.
 
DAs die Mehrheit der Deutschen möglichst wenig Verantwortung selber tragen möchte ist doch nicht nur beim Datenschutz so. Bevor man selber etwas tut wird erstmal nach Vater Staat gerufen damit der das für einen regelt.
 
@DennisMoore: Klar wird nach Vater Staat gerufen, man selbst kann ja Gesetzesgrundlagen nicht ändern? Wer solls sonst machen, also Gesetze verändern, damit man etwas bestimmtes tun kann? Kaum einer wird wohl rufen "ja Staat überwach mir" :-) obwohl - wenn die Bitkom befragt, würde das sicher positiv werden. Die negieren einfach die Fragestellung und schon sind 2/3 dafür
 
war doch klar die bequemen ich kauf doch alles was werbung macht User brauchen jetzt einen neuen Adolf um ihre Blödheit zu schützen.....na viel Spaß denn mit den genauso blöden Politikern......
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