Justizministerin fordert ein Street-View-Gesetz

Recht, Politik & EU Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger hat zum Auftakt des heutigen Geodaten-Gipfels in Berlin eine umfassende gesetzliche Regelung für Geodaten-Dienste gefordert. Benutzer sollen auf ihre personenbezogenen Daten Zugriff erhalten. mehr...

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@DieHard: Deine Aussage? Ja!
 
@Hellbend: Ich find es echt peinlich wie man sich so extrem mit dem Thema beschäftigen kann
 
@DieHard: Naja, unsere regierung hat geflissentlich vergessen rechtzeitig die Hand dafür aufzuhalten. Jetzt sind sie stinkig und schlagen um sich. Was an Ungereimtheiten tatsächlich dran ist, lassen wir mal außen vor.
 
@DieHard: Die versuchen nur wieder von wichtigeren Themen abzulenken, was ihnen scheinbar gelingt. Während in Deutschland alle ihr Haus raus haben wollen, bekommt Google in GB ein haufen E-Mails von Leuten die auch ihr Haus auch in Streeview sehen wollen. Ich versteh die Leute nicht. Wenn man in ihre Straße fährt hat man genau das gleiche Bild. Ein Gesetz gegen unsere Justizministerin wäre mal sinnvoller -.-
 
@DieHard: Wieso willst das Google irgendwann unser Leben bestimmt ?

Ich nicht und viele andere auch nicht.
Ich finde es gut, dass sie mal was dagegen machen.
 
Warum müssen die immer gleich mit Gesetzen kommen. Die Technik ändert sich schneller als jedes Gesetz. Unserer Politiker kennen anscheinend nichts anderes. Ist bei denen irgendwie ein Reflex. Und wenn wieder was geändert werden muss, gibt es wieder ein Gremium und zig Untersuchungen wie das Gesetz geändert werden soll. Der Verlierer --> Der Steuerzahler. Wir leben nunmal im 21 Jhd. und die Erde dreht sich.
 
@Seth6699: Ich finde komsich, dass sie punkte genannt hat, die es so schon im gesetzt gibt. Bin da jetzt kein experte, aber soweit ich weiß, hat doch jeder bürger in deutschland das recht, seine daten einzusehen, und löschen zu lassen. oder etwa nicht..... mmmh da fällt mir gerade die shufa ein... wie ist das bei der? ach ja, und daten die die bundesregierung über einen sammelt fallen wohl auch nicht darunter... gibt es hier ein paar jusristen die sich da genuer auskennen ^^?
 
@Seth6699: Weil sich auf freier Basis heutzutage nichts mehr regeln lässt. Das Wort Rücksichtnahme (seitens google gegenüber den in D lebenden Menschen) ist mittlerweile ein Fremdwort, umso mehr wenn es um potentielle Vermarktung geht. Sobald sich mit irgendwas jetzt oder in Zukunft Geld machen lässt. Wenn google nämlich Rücksicht nehmen würde, dann würde die zuerst fragen ob jemand was dagegen hat, wenn seine Kinder im Swimmingpool fotografiert werden oder nicht.
 
@pandabaer: Anstatt sich sorgen um Google zu machen, würde ich mir eher sorgen um andere Dinge machen. z.B. Deutsche Telekom. Die bespitzeln Journalisten, ihre eigenen Mitarbeiter und verkaufen ihre Kundendaten an dritte weiter. Das gleiche macht auch die Postbank. Google ist doch zum Technologie-Sündenbock Nr.1 geworden. Da gibt es dutzende große andere Firmen, denen sind Verträge scheißegal und machen mit den Daten was sie wollen. Also nicht immer nur auf Google rumhacken. Unsere Medien sind in dieser Beziehung auch sehr reißerisch. Mit "GOOGLE" löst man mittlerweile am meisten Empörung aus und jeder hackt gleich immer drauf rum. Wenns um Gewinnspiele geht, gibt der Deutsche gleich seine Kontodaten mit an und ruft auch überall an. Tut mir Leid wenn ich es sagen muss, aber der Großteil der Bevölkerung ist nunmal mehr oder minder intelligent. Wie in jedem Land. Der Pöbel braucht halt was, über das er sich aufregen kann.
 
@Seth6699: und gehört man auch zum Pöbel, wenn man erkennt, das Google noch mehr Möglichkeiten hat als die Telekom und die Postbank? Dass Google personenbezogene - dem Nutzerprofil entsprechende Information verteilen kann? Trefferlisten nach Nutzerprofil sortiert beeinflussen dein Bild von der Welt. Kann Google also auch dein Bild von der Notwendigkeit eines Angriffskrieges gegen den Iran beeinflussen? Google ist ein Privatunternehmen und nicht zu neutraler unabhängiger Information seiner Nutzer verpflichtet. Wollen wir uns wirklich potenziell von Google zensieren und manipulieren lassen? Besteht da überhaupt eine Gefahr? --- Zu viele Menschen neigen zum Pauschalieren. Wenn einige freiwillig und ahnungslos ihre Daten preisgeben heißt das nicht, dass es alle tun. Und die Google-Kritiker sind nicht unbedingt die deckungsgleiche Menge mit der der Payback Nutzer. Wir sollten das Vermischen von allen unseren Vorurteilen und Weisheiten mal sein lassen.
 
@User27: Dann nutze keine Dienste von Google. Woher soll Google sonst wissen, wer wo wohnt. Gerade kam in den Tagesthemen, dass der Deutsche Staat die Daten der Bürger verkauft an Unternehmen. Wer hat wohl mehr Daten über die Bürger? Der Staat oder Google ? Also der Staat ist hier auch kein Vorbild.
 
@Seth6699: selbst wenn ich keine Dienste von Google nutze spioniert mir die Firma bei meinen Streifzügen durchs Netz hinterher. Und Google will nicht wissen, wer wo wohnt, da gibt es ja Adressregister und Telefonbücher. Und um deine Frage zu beantworten, Google hat mehr Daten über die Nutzer des Internets. Es geht nämlich nicht um Daten wie Körpergröße und Augenfarbe und Geburtsort usw. - sondern um die Auswertung deines Verhaltens im Netz. Das Verknüpfen von politischer Meinung, sexuellen Vorlieben usw. mit deinem Namen, deiner Telefonnummer und deinem Wohnort. Das macht deinen Datensatz von Google wesentlich wertvoller als den Datensatz vom Staat. Ist das so schwer zu verstehen? Und dass der Staatsapparat hier kein Vorbild ist sollte inzwischen jedem klar sein. Der Staatsapparat spielt nur der Wirtschaft in die Hände, weil die ihn in der Hand hat. Wir leben in einer als Demokratie bezeichneten Oligarchie. Aber das ist ja ein anderes Thema.
 
@Seth6699: Ich glaub eher die haben mehr Angst davor dass man sieht wie die wohnen. Nach aussen immer schön auf Pleite machen um einen Grund zu sehen sich Diäten zu erhöhen, von den paar mickrigen Kröten als Bundestagsabgeordneter kann man ja nicht leben aber mit Hartz IV hat man noch zu viel. Aber dann als Berater oder ähnliches bei großen Firmen noch zusätzlich kassieren. Sieht man ja bei der Atomindustrie wie Gewissenhaft entschieden wird. "Wes' Brot ich ess' des' Lied ich sing". Steht nicht sogar im Grundgesetz; Jeder Abgeordneter ist nur seinem Gewissen verpflichtet"? Okay, wenn man hinterher vergessen hat von wem man sein Geld bekommen hat, hat man auch kein schlechtes Gewissen mehr... oder wie war das?
 
Heisst das ich kann somit auch meine Adresse aus den Navigationsdiensten loeschen lassen? Waere ja toll, denn Heim finde ich mich auch ohne Hilfsmittel.
 
@ThePuCe: Interessierte Einbrecher aber nicht. :)
 
Aber ein Personalausweis mit einem Chip mit dem man sich im Internet identifizieren kann ist ok?! Unser Staat könnte damit auch ein Profil des Besitzers erstellen: Herr XYZ hat am 01.01.2011 um 12:00 beim Versandhaus XYZ für 20,56Euro eingekauft usw... Oder etwa nicht? Auch wenn sie es bestreiten (würden).
 
@Blubbsert: Jop ganz genau, wo war die Schaumschlägerin eigentlich als es um ELENA ging oder den Bundestrojaner oder Onlinedurchsuchungen oder die Gesundheitskarte oder den digitalen Ausweis ... wo hat sie da ihre Bedenken bezüglich des Datenschutzes und der Profilerstellung geäußert ... die Frau und ihre Aussagen sind mit nichten ernstzunehmen!
 
Geodaten-Gipfel... Haben wir keine anderen Probleme auf dieser Welt?
 
@typh: Doch. Ganz bestimmt sogar. Und nun? Alles andere liegen lassen und sich nur noch mit der Hungersnot in Afrika beschäftigen? Oder bestimmst du nun, wer wie zu arbeiten hat und was der/diejenige machen soll?
 
@pandabaer: Wäre eine sinnvolle Maßnahme
 
Ich hoffe, ich bekomme nicht gleich wieder eine Winfuture-Ermahnung! Trotzdem, die Überschrift "...Justizministerin fordert ein Street-View-Gesetz..." ist peinlich, denn es soll eben kein Gesetz nur für Google sein sondern für "...eine umfassende gesetzliche Regelung für Geodaten-Dienste..." Eine solche Überschrift impliziert eine Lex-Google, ein Vorgehen nur gegen Google. Google mag der aktuelle Anlaß sein (wie es für jedes Gesetz irgendwann mal einen aktuellen Anlaß gegeben hat!). Achtung: Ich habe damit nicht ausgedrückt, ob ich für oder gegen ein solches Gesetz bin.
 
@Uechel: Ist natürlich eine Erfindung von WinFuture... Lest doch einfach mal Zeitung oder schaut abends Nachrichten und ihr werdet bemerken, dass sich die Bezeichnung "Street-View-Gesetz" in der deutschen Medienlandschaft etabliert hat. Erst informieren, dann meckern. Danke.
 
@xylen: Ob Du es glaubst oder nicht, ich lese mehrere Zeitungen, auch täglich mindestens eine (keine Bild), dazu Focus und div. Internet-Nachrichten-Portale, Tagesschau und Heute sind usus! Ich bin also hinreichend informiert! Aber deswegen muß ich solche Überschrift trotzdem nicht gut finden. Und tatsächlich, ich habe es gewagt zu kritisieren und ich stehe dazu und anhand der Punkte bin ich wohl auch nicht ganz allein mit dieser Ansicht. Man könnte ja auch Kritik mal einstecken statt anderen Meinungen einfach mangelnde Information unterstellen. Man kann sich immer um einen besseren Stil bemühen und muß nicht unbedingt so handeln wie mancher Andere! Danke!
 
@xylen: Immer schön die Anderen als Maßstab nehmen, anstatt sich mal ernsthaft von deren "Maßstäben" zu lösen und eigene zu setzen. Diese Bullerei, die Anderen machen das genauso, hilft euch nicht der berechtigten Kritik zu entgehen. Zu dem steht bei SPON ein Artikel, der diesen Gipfen und google Streetview distanziert betrachtet.
 
Haben die nichts Wichtigeres zu tun!?
 
Soll das jetzt ein Street-View-Gesetz werden wie es die ...Überschrift suggeriert oder doch eher ein Gesetz für Geodaten-Dienste?
 
@kubatsch007: Eher Letzteres. Ich traue unserer Justizministerin jedenfalls zu, zu wissen, dass die derzeitige Debatte speziell um Google Street-View völlig überzogen und albern ist. Jede einzelne öffentliche Überwachungskamera fängt ja schließlich an einem Tag mehr persönliche Daten ein als alle Google Street-View-Bilder von ganz Deutschland zusammen.
 
die bisherige gesetzliche Regelung halte ich für ausreichend. Und ich sehe kein Schutzbedarf von Geodaten
 
@zwutz: Welche gesetzliche Regelung? Ich sehe das anders. Das bisherige Gesetz lässt die Ablichtung von so ziemlich allem zu und es gibt auch (so gut wie) keine Einschränkung was mit den Daten erfolgen darf und was nicht. Ein komplett Verbot ist auch schwachsinn, weil man dann nicht mal mehr seine Urlaubsfotos von einem öffentlichen Platz anderen online zeigen dürfte.
 
Die Justizministerin mahnte alle Verbraucher, mit ihren Daten sorgsam umzugehen - Die Mehrheit muß leider erst gediegen aufs Fressbrett fallen, bevor sie das beherzigt, schreit am Lautesten und regt sich vorab über das Verhalten derer auf, die weitsichtig handeln.
 
@Hellbend: Bin mal gespannt ob zur Volkszählung 2011 die Aussage: "Unsere Justizministerin hat mich dazu ermahnt, sorgsam mit meinen persönlichen Daten umzugehen, daher mache ich auf diesem Fragebogen keine Angaben" akzeptiert wird? Ich glaube die Verweigerung dieser Befragung wird mit Bußgeld geahndet. Und all die Leute, die in Venedig, Dresden, New York, Moskau und Paris Fotos von den Straßenzügen machen, weil die hergerichteten Altbaufassaden doch so wunderschön sind, zuhause aber dem Foto ihres Hauses widersprechen... denen kann ich auch nicht helfen. Gerade durch den Widerspruch, bei dem ich Namen, Anschrift uvm. angeben muss, spiele ich Google 100x mehr Daten in die Hände als durch das automatisiert aufgenommene Bild.
 
Fürchtet Stasi 2.0 Konkurrenz?
 
hat jemand tv total vor 2 wochen gesehen wo er das thema street view aufgefasst hat. danach gabs eine umfrage auf der strasse, wo alle sagten nein das will ich nicht das widerrufe ich etc. dann hat der moderator durch eine etwas andere fragestellung von allen leute die adresse herausbekommen. :D oder ein kommentar von jahn hahn "ich liebe diese leute die das verbieten wollen und widerrufen wollen aber selber vor ihrer haustür interviews geben."
 
Ja nee is klar... Wir haben ja nicht schon genug Gesetze. Die ganze Welt empfängt Google mit offenen Armen, nur wir nicht. Nein, wir gehen auf die Barrikaden, wenn Google Street View Autos an unseren Scheiben vorbei fahren. Aber wir - und das wiederrum ist natürlich überhaupt kein Problem - stellen uns vor eine Livekamera der RTL II News, schreien laut unseren Namen und deuten auf das Haus hinter uns, welches - so betonen wir es - unser Wohnort ist.
Aber gut, da der Umstand ansich ja noch nicht peinlich genug ist, halten wir es nun auch noch für die Nachwelt fest. In Form eines Gesetzes, welches in 100, vielleicht auch 200 oder 500 Jahren die Gemüter erhitzen wird - vor lachen. Tolle Idee Frau Ministerin, tolle Idee...
 
Es geht nicht darum ob jemand dein Haus sehen und fotografieren kann. Jede Einzelperson hat nicht die Möglichkeiten die Google hat. Google verknüpft Daten. Deine Suchanfragen lassen Rückschlüsse auf deine Interessen, Wünsche, politische Meinung, Konformität, sexuelle Vorlieben, Ängste, Bildungsgrad usw. zu. Über Cookies, DOM Storage, Flash Cookies, Google Gear, Google Analytics usw. wirst du getrackt und dein Surfverhalten analysiert. Über deinen Einwahlknoten kann man dich einer Location zuordnen, durch deine Neugier auf Google Earth und Google StreetView - du wirst ja schließlich auch dein eigenes Haus angucken, oder? - kann Google deinen Wohnort exakt lokalisieren. Ein Vergleich mit dem Adressregister/Telefonbuch und deiner eitlen Suchanfrage nach dir selber ist auch nicht gerade schwer. Auch über deine Anfrage, ein Gebäude zu verpixeln wirst du identifiziert, da musst du sowieso deine Adresse angeben. Und das wird alles mit deinem Datensatz bei Google verknüpft. Und diese umfassenden Daten über dich sind ungemein aussagekräftig und für intersseierte Gruppen extrem wertvoll. Das reicht von Werbung über gezielte (Des-)Information bis zu Zensur und 'der Lenkung der Gesellschaft auch auf individueller Basis' (c)tm. Unsere Wahrnehmung bestimmt unsere Realität. Diesen Satz muss man verstehen!!! Was uns gezeigt wird bestimmt unseren Blick auf die Welt. Was uns nicht gezeigt wird ist nicht existent. Google ist ein zentraler Beobachter deiner Aktivitäten im Netz, der alles mitprotokolliert. Würdest du dich über einen ständigen Begleiter freuen, der dir von morgens bis abends nicht von der Pelle rückt und alle deine Aktivitäten mitprotokolliert? Nicht geduscht heute, zu schnell gefahren, Hände nach dem Kacken nicht gewaschen, auf Dicke T!tten.de gesurft (incl. 5 gegen Willi), gegen die Kanzlerin gemeckert, den Außenminister als Schwucke bezeichnet, Arbeitspausen ein wenig überzogen, Tochter eine Ohrfeige verpasst, drei Halbe Bier gesoffen und zu fett gegessen, kein Sport getrieben, Haftpflichtversicherung betrogen, Steuerbescheid leicht getürkt, von Mutti Geld aus der Handtasche geliehen, länger als genehmigt Killerspiel gespielt, mit der Nachbarin geflirtet...- Und alle gespeicherten Informationen können von interessierter Seite mal kurz angekauft werden. Und du hast keinerlei Kontrolle über deinen Datensatz. Und das alles zusätzlich zur staatlichen Überwachung, die zumindest noch offiziell dem deutschen Recht unterliegt. Mehr nachdenken Leute! Vor lauter Glück, dass alles kostenlos ist und so viel Spaß macht übersehen wir die Gefahren dahinter.
 
@User27: paranoid? Ich gucke mir viele Häuser bei Google Street View an. Das heißt aber noch lange nicht, dass ich in jedem Einzelnen davon eine Wohnung habe, oder es auch nur ansatzweise kenne. Meine Interessen, Ängste und Wünsche habe ich schon vor Jahren in irgendwelchen Y!-Profilen gepflegt. Meine politische Meinung, sowie meinen Bildungsgrad könnte ich im VZ pflegen. Was bitte hat das alles mit Geodiensten zu tun? Das die ganze Welt raten kann wo eine Person mit meinem Charakter und meinen Interessen / Wünschen / Ängsten wohnen könnte? Btw.: Wann ich mir welchen Fehler erlaubt hat, weiß mein Chef auch ohne Street-View! Das was hier geschaffen wird, soll unsere Zukunft werden. Wieso müssen wir uns denn unbedingt mit Händen und Füßen dagegen wehren? Ob es nun in Stein gehauen, auf Schiefertafeln geritzt, in Karteikarten erfasst, oder in Datenbanken gespeichert wird, spielt dabei nun wirklich keine große Rolle. Der Einzige Unterschied wird wohl sein, dass es die Forscher in 100.000 Jahren nicht ganz so schwer haben werden unseren Lebensstil zu ermitteln =P. Ich verstehe deine Aussage bei Diensten die zutiefst in das Privatleben eines Menschen eingreifen, ich verstehe es aber nicht bei so banalen Dingen wie "Fotos der Hauswand, hinter der ich lebe" ...
 
@kalt_gekocht: dumm? ;) Lassen wir die Beleidigungen und bleiben wir sachlich ja? Die vielen Häuser die nicht zu deinem Einwahlknoten passen sind für Googles Protokoll nur nebensächlich, nur wenig korrelativ. Deine im Netz versprengten Eigeneinschätzungen zu deinen Ängsten und Wünschen sind für Google nicht wichtig. Google wertet (noch) nicht deine Kommentare aus, sondern dein Verhalten im Netz. Es geht nicht darum, was du aus den kostenlosen Diensten für einen Nutzen ziehst. Es geht darum, dass Google aus deiner freiwilligen Nutzung Daten über dich generiert und sie verknüpft und auswertet - und nutzt. Und ob unsere Kindeskinder es einmal einfacher haben, unseren Lebensstil zu beurteilen ist ein ziemlich schwaches Argument, sorry. Und die Verknüpfung von personalisierten Geodaten mit deinem restlichen Datensatz vervollständigt ihn nur um ein weiters Puzzleteilchen.
 
@User27: Woher nimmst du denn das Recht so über Google zu reden? Wo bleiben denn die Beweise? Komm mir nicht mit Google Analytics u.Ä.! GA setzt auf Marketing, nicht auf Personenkontrolle. Wenn man sich durch GA bedrängt oder ausspioniert sollte man die Finger vom Web lassen. Das Web ist die Zukunft mit der mittlerweile schon ein Großteil der Bevölkerung Geld verdient. Das Web ist das was vor 10-20 Jahren noch Horten, Karstadt, Quelle, Kaufhof, usw. waren. Im ganz normalen Kaufhaus wird ebenso erfasst, ,welcher Typ Mensch (dick, dünn, groß, klein, schön, hässlich, dumm, schlau, ...) sich durch welches Regal bewegt. Im ganz normalen Kaufhaus werden ebenso Kundenumfragen durchgeführt, die (angeblich) nur das Kaufverhalten der Kundschaft erforschen sollen. Was soll also diese ganze Schlechtmacherei des modernen Mediums?
 
@kalt_gekocht: Das Recht auf freie Meinungsäußerung ist dir bekannt? Wenn dir nach Verlassen deines Hauses ein Mann hinterherläuft und deinen Spazierweg, deine Gesprächspartner, deine Stops vor verschiedenen Geschäften, dein Interesse an der Politseite im Aushang deiner Stadtzeitung, deinen Besuch beim Psychtherapeuten, deinen Kinobesuch, deine Beteiligung an einer Anti-Atomkraft-Demo - was weiß ich noch alles - protokolliert und danach an die Zentralstelle übermittelt, wärst du dann auch dafür, als geeignete Maßnahme dein Haus einfach nicht mehr zu verlassen? Also den öffentlichen Raum nicht mehr zu nutzen? Und könnte die Zentralstelle mit den Daten mehrerer Ausflüge ein sehr detailiertes Bild über dich erlangen? Wäre es gefährlich, wenn diese Daten 'in die falschen Hände' gelangen? Hättest du gerne Zugriff und die Hoheit über diese Daten? Wer sollte diese Daten kaufen können und dürfen? Entstehen daraus möglicherweise irgendwelche Gefahren? Und macht man mit dem Hinweis auf diese Gefahren den modernen öffentlichen Raum schlecht?
 
@User27: Kannst Du des nachts noch ruhig schlafen, mit all Deinen Ängsten?
 
@Avantasia: ja, wenn ich die Augen verschließe sind die Probleme sofort weg. Ich schlafe obwohl Krieg ist, Millionen Menschen hungern, unsere Regierung für eine bestimmte Klientel vorteilhafte Politik macht, das Klima unsere Zukunft bedroht, Schalke verloren hat... Wir hatten in Deutschland schon mal eine Presse, die sehr einseitig und manipulativ berichtet hat. Das hat dazu geführt, dass sich Millionen Menschen haben verführen lassen und am Ende von Nix gewusst haben. -- Bei der Volkszählung 1933 konnte man auch 'freiwillig' ankreuzen, dass man Jude ist. Dieser Datensatz war etwas später tödlich.
Die Zustände und Ansichten ändern sich von Zeit zu Zeit. Von Monarchie zu Republik zu Diktatur zu Republik in etwa dreißig Jahren.
 
@User27: Du vergleichst Google's Geodienste mit der missglückten Politik aus der 30'ern und 40'ern? Das ist schon ziemlich weit her geholt, oder? Ich verabscheue dass was da passiert ist sicherlich genauso wie du, aber ich habe kein Verständnis dafür, wenn man das Eine mit dem Anderen vergleicht. In deinem Fall wäre wohl das Beste, du trennst dich vom modernen Medium Internet und hälst dich dann ach entsprechend zurück. Man kann gerne Kritiker einer Sache sein, dann sollte man sie aber nicht dadurch unterstützen, dass man sie selbst nutzt. Und du nutzt sie - die Sache, gegen die du dich hier aufstellst! Die Sache, gegen die du dich hier öffentlich zur Wehr setzt. Auch hier bei Winfuture, werden Daten über dich erhoben (behaupte ich jetzt einfach mal - und ich denke damit Recht zu behalten)...
 
@kalt_gekocht: Ich vergleiche nicht Googles Geodienst mit den 30'ern, sondern die möglichen Auswirkungen von Googles Macht mit den Gefahren und Folgen die durch die Macht der Manipulation und durch die späteren Nutzungsmöglichkeiten von Daten schon mal aufgetreten sind. Bitte lesen was da steht, verstehen und dann erst einen Kommentar verfassen. Und wenn ich Google als Suchmaschine nutze, dann kann ich doch trotzdem gegen die Datensammelei sein, oder? Du trägst doch auch Klamotten aus Asien und bist gleichzeitig gegen Kinderarbeit - da bin ich mir jetzt zu 99 Prozent sicher mit beiden Behauptungen.
 
@User27: Ich rege mich aber nicht öffentlich darüber auf. Ich glaube das ist der Unterschied zwischen uns beiden. Ich kann mich doch nicht öffentlich über eine Sache beschweren, sie dann aber trotzdem nutzen?! Tut mir leid, aber das versteh ich tatsächlich nicht! Ich wiederhole mich nicht gern, aber für dich tu ich es ausnahmsweise: Datensammelei gibt es, seit es Möglichkeiten gibt Daten zu erfassen. Oder woher denkst du sind wir so gut über unsere Vergangenheit informiert? Der Mensch selbst ist so konzipiert, dass er Daten über sich selbst, seine Umgebung und seine Mitmenschen sammeln kann und dies auch voller Freude tut. Ich unterstelle mal du hast einen Partner / eine Partnerin und ich unterstelle ebenfalls dass du seine / ihre Augenfarbe / Geburtsdatum / Körpergröße / Namen / usw. kennst. Du hast also Daten vom ihm / ihr erfasst und bist mit dieser - naja "Macht" (so nennst du es glaub ich) - frei handlungsfähig. Deswegen verurteilt dich aber keiner. LG
 
@kalt_gekocht: ich rege mich auch nicht auf, sondern versuche für ein gravierendes Problem Aufmerksamkeit bei unbedarften und gutgläubigen Nutzern zu wecken. Man kann sich ja wehren! Es ist nicht relevant, ob du als Einzelperson Daten über deine Umwelt und deine Mitmenschen sammelst, um sie zum Zweck der Manipulation einzusetzen. Du bist ja ein Einzelfall mit begrenzten Möglichkeiten in genau deiner Umwelt. Deiner Umgebung wird es vermutlich sogar auffallen und sie wird dich entsprechend einstufen. Google ist ein zentraler Datensammler und Beobachter, er sammelt die Daten aller Nutzer und kann sie zur Manipulation aller Nutzer einsetzen. Verstehst du den Unterschied in der Qualität dieser Datensammelei im Vergleich zu deinen bescheidenen Möglichkeiten? Und das Wissen um unsere Vergangenheit beinhaltet nicht die kompletten Datensätze aller Individuen, sondern bestenfalls Auszüge berühmter oder bedeutender Datensätze. Du weißt also ein wenig über Einstein, aber nichts über Hermine Willenbecker, geb. Tressmann.
-- Und es geht bei Google nicht um Augenfarbe, Geburtsdatum und Körpergröße , sondern um dein Verhalten im Netz, das Rückschlüsse auf deine Haltung und Ansichten zulässt. Mit diesen Kenntnissen kann Google dich manipulieren. Hast du es jetzt verstanden?
 
@User27: Ich bin kein Kleinkind, welches man nach jedem Textabschnitt fragen muss, ob es das zuvor gesagt verstanden hat! Ich habe es verstanden! Ich halt es nur für paranoid. Auch deine aktuellen Aussagen ändern nichts an meiner Auffassung. Wovor hast du Angst? Das Google dir mit deinem Surfverhalten droht? Hast du das ganze mal als Marketingstrategie gesehen und nicht nur als "Machtmissbrauch"? Hast du mal bedacht das viele Menschen was Gutes davon haben - es geht hier um Arbeitsplätze (Onlinemarketing, Onlinehandel, Onlineberatung, usw.)? Ich für meinen Teil finde es gut, wenn mir GA sagt welches Produkt sich auf meiner Website am Besten verkauft. GA kann mir das aber auch nur sagen, weil es erfasst, wer wann wohin geklickt hat (GA kann mir dabei aber nicht sagen, dass Herr Mustermann aus Musterstadt Artikel xxxxxx bestellt hat). In dem Sinne kann ich also meine Produkte (ich habe keine, aber ich tu jetzt mal so als hätte ich welche) entsprechend platzieren und anbieten. Ob das nun eine Manipulation ist, wage ich anzuzweifeln. Im Supermarkt liegen auch immer die teuren Produkte in Reichtweite und die billigen entweder sehr weit oben, oder sehr weit unten. Das ist am Ende das Gleiche und dagegen sagt auch keiner was. Ich bezweifel also - denke ich - zu Recht, dass Google mich mit dem Wissen welches es hat manipulieren kann. Zumal ich finde, dass wenn man der Meinung ist, durch's Internet (inkludiert Google) manipuliert zu werden, man einen dafür vorgesehenen Arzt aufsuchen sollte ;)...
 
@kalt_gekocht: Deine Frage wovor ich Angst habe zeigt mir, dass du eben nicht verstanden hast, wovor ich 'Angst' habe. Google wird auch nicht 'mit dem Surfverhalten drohen', sondern hat die Möglichkeit mit den möglichst vollständigen Datensätzen über das Surfverhalten der Netzgemeinde diese auf individueller Basis zu lenken. Heute wird der Großteil der Bevölkerung überwiegend noch durch das Fernsehen über die 'wichtigen Vorgänge' und ihre Bedeutung informiert. Da kann man sich bei Frau Will, Herrn Plasberg und Herrn Beckmann ansehen, welche Interpretationen und Meinungen es zu Afghanistaneinsatz, HartzIV, Integrationsproblematik usw. einzunehmen gibt. Die Menschen vertrauen auf die unabhängige und neutrale Haltung der Medien und fühlen sich umfassend informiert. Was nicht angesprochen wird ist also für die Zuseher auch keine Option. Die Informationshohheit und die Interpretationshohheit liegt bei den 'unabhängigen' Medien. Im Netz kann man sich aber auch weitergehend informieren und die nicht angesprochenen Meinungsoptionen und die erleuchtenden Hintergründe zu einem Thema recherchieren. Das ist für die Beeinflussung der öffentlichen Meinung nicht von Vorteil, wenn jeder plötzlich 'die anderen Wahrheiten' zu einem Thema in Erfahrung bringen kann. Unsere Kanzlerin hat schon bedauernd festgestellt, dass die öffentliche Meinung leider nicht mehr so leicht zu erfassen ist wie früher. Was heißt das? Haben die Menschen mehr Meinungen als bisher? Und lassen sie sich nicht mehr so leicht ein X für ein U vormachen? Es geht den Herrschaften in der Plüschsesseletage um die erneute Kontrolle über Information und Interpretation. Dadurch lässt sich die Bevölkerung wieder leichter lenken. Also ist es doch von ungemeinem Vorteil, wenn man gezielte Information auf Grundlage von umfassenden Persönlichkeitsbildern an das Individuum bringen kann. Wenn 'Google' ein Interesse an Atomstrom hätte, dann könnte den Atomstromgegnern - laut gesammeltem Persönlichkeitsprofil zu Werbezwecken und Marketingstrategie so eingeordnet - eben der Suchtreffer zur Anti-Atom-Demo morgen in der Stadtmitte vorenthalten, oder auf die Seite 23 sortiert werden. Und Google ist nunmal ein privates Wirtschaftsunternehmen, das sich frei mit anderen Wirtschaftsunternehmen oder Regierungen 'verbrüdern' kann. Die Möglichkeiten zur individuellen Manipulation sind grenzenlos, wenn man seine Pappenheimer nur gut genug kennt. Und die Pappenheimer füttern Google freiwillig, unfreiwillig oder ahnungslos mit Information über sich selbst. Und Google verknüpft diese Information zu Persönlichkeitsprofilen um sie zu eigenen Zwecken zu nutzen - zu welchen auch immer. -- Deine Webseitensatistiken kannst du auch ohne Google erfassen und auswerten - und du musst nichts davon an Google übermitteln. Auch Arbeitsplätze sind nicht von Googles Datensammelei abhängig - das Netz ist nicht 'Google' - auch wenn die überwiegende Mehrheit in Deutschland das schon anders interpretiert. -- Die Macht von Google und die daraus resultierenden Möglichkeiten wird einfach unterschätzt, auch von dir.
 
@User27: Du wirst verzeihen -> ich verdiene mein Geld unter Anderem mit dem was Google tut. Ich habe nun aber auch keine Lust mehr weiter mit dir darüber zu diskutieren! Du machst immer mehr den Eindruck als würdest du einer Anti-Google-Sekte angehören. Ich lobe Google nicht in den Himmel! Ich finde auch nicht alles gut was Google macht! Aber ich muss sie nicht für Dinge verurteilen, die ich nicht beweisen kann. Vielleicht hat Google dein Weltbild durcheinander gebracht, deswegen sind sie aber noch lange kein Feind der Menschheit! Btw: Ich habe nichts zu verbergen. Meinetwegen soll Google wissen was ich wann wo mit wem warum mache! Google weiß deswegen noch lange nicht WER ich bin ;)! Im Übrigen gibt es Dinge die man trotz Googles riesen GoogleEye privat halten kann... Meine sexuellen Vorlieben diskutiere ich in erster Linie mit meiner Freundin, nicht mit Google ( verstehst du das? ;) ) .... LG
 
@kalt_gekocht: Ich verzeih dir fast alles ;) -- Dein Sekten-Eindruck täuscht dich, ich denke nur ein wenig nachhaltiger über die Zusammenhänge nach und Sorge mich um die Zukunft unserer Kinder. Ob du etwas zu verbergen hast ist nicht relevant, Google interpretiert dein Surfverhalten und sucht nicht nach deinen Leichen im Keller. Und WER du bist - als Person - kann Google duch geschickte Verknüpfungen feststellen - zusätzlich zu deiner Persönlichkeit. Natürlich kann man Vorkehrungen treffen und Googles Datensammelei behindern, aber doch nur wenn man die Gefahren kennt. Und ich versuche schlicht, auf diese Gefahren aufmerksam zu machen, weil eben nicht jeder darüber nachdenkt. Und du wirst mir sicherlich zustimmen, dass es sehr viele Männer gibt, die ihre sexuellen Vorlieben mit einem Mädel namens JPG oder FLV abklären, oder? Und die kann Google dann entsprechend verknüpfen, einordnen und die Information bei Bedarf veräußern. -- So, und nun gib deiner Freundin mal einen intensiven Kuss und sag ihr ehrlich, dass du sie liebst, das wird ihr gefallen - und dir auch.;))
 
Warum wird gerade von dem Haufen immer irgendwas von Datenschutz erzählt? Ich meine wenn die Regierung irgend ne Chance sieht ne riesige Datenbank mit allen möglichen Daten aufzubauen wird das sofort in Angriff genommen. Ob es jetzt die Vorratsdatenspeicherung, ELENA oder sonstige tolle Ideen sind. Die Regierung darf lustig Daten sammeln und da fällt intern nicht einmal das Wort "Datenschutz" und wenn Privatunternehmen damit anfangen ist man auf einmal auf dem Trip "Datenschutz ist wichtig!". Ich als Bürger kann in einen Staat nicht mehr Vertrauen haben als in ein Privatunternehmen. Vor allem nicht bei dieser Regierung welche vermutlich noch meine Daten an irgendwelche Lobbys weitergeben wird wenn genug Geld fließt.
 
Die sollen sich mal um wichtige Sachen kümmern!
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