Loveparade: Überwachungsvideos bald im Netz?

Wirtschaft & Firmen Der Loveparade-Veranstalter Rainer Schaller teilte gegenüber dem 'Spiegel' mit, dass sich jeder ein eigenes Bild von den Abläufen der Veranstaltung machen soll. Aus diesem Grund will er die zugehörigen Überwachungsvideos ins Netz stellen. mehr...

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der will ja nur von sich ablenken!!
 
ich finde das ist eine sehr gute Idee, so kann sich jeder selber ein Bild machen und dann wissen wir mal wirklich wer gepfuscht hat.
 
@urbanskater: Wir haben als Laien keine Ahnung von so etwas. Das sollen Fachleute entscheiden.
 
@urbanskater: Ich finde das für die Angehörigen nur eine Schande. Dieses Gezerre in der Öffentlichkeit ist absolut peinlich und demütigend. Und von wegen, wir können das nicht beurteilen, weil wir keine Fachleute sind: um zu erkennen das man eine Menschenmenge nicht in einen Käfig sperrt, der nur über einen Zu- und Abgang verfügt, muss man auch kein Fachmann sein. Dafür reicht eigentlich gesunder Menschenverstand. In meinen Augen ist das die schlimmste Katastrophe, die ich im eigenen Land miterleben musste. Hier zeigt sich die wahre Fratze unserer Gesellschaft, reine Profitgier. Keiner hat die Courage sich der Sache zu stellen, weder der Veranstalter, noch der OB von Duisburg. Keiner will es gewesen sein, wie erbärmlich.
 
@Neckreg: Bist du noch keine 12 Jahre alt? ;) Für mich sind das ICE-Ungück von Eschede ´98 (101 Tote), Transrapid-Unfall 2006 (23 Tote), Hochwasser 2002 (21 Tote in Sachsen) die bisher schlimmsten Katastrophen der letzten Jahre in GER, die ich bisher miterleben musste! Dass bei vermeidbaren Katastrophen keiner schuld sein will, ist wohl vollkommen normal, das ist nicht nur bei der Loveparade-Sache so! Allerdings wird m.M. nach die Loveparade von den Medien mehr als üblich aufgebauscht, und evtl. regt diese Katastrophe auch das Interesse der Jugend mehr an, als wenn zeitgleich in Pakistan Tausende ersaufen und Millionen obdachlos werden. Außerdem gehts doch hier eh nicht um die Toten, sondern um Verantwortung. Wenn die LP vorher abgesagt worden wäre, wer weiß, was der Schaller da jetzt vorgebracht hätte, da wäre vllt. auch die Polizei die böse gewesen, weil ihr Sicherheitswahn übertrieben gewesen wäre...
Alles in allem hast Du recht, die ganze Sache ist peinlich und demütigend.
 
@ReBaStard: Sicherlich sind die von Dir genannten Katastrophen, bezüglich der Opferzahlen, schlimmer. Aber keines hat mich so berührt, wie das von Duisburg. Ich kann Dir nicht genau sagen, warum das so ist. Vllt. liegt es daran, dass es in meinem Augen so vorhersehbar war. Als ich die Gegebenheiten vor Ort gesehen habe (und das war noch vor der Katastrophe) war mir unterschwellig bewusst, hier stimmt etwas nicht. Auf mich wirkte das Ganze, als hätte man auf Kosten der Menschen sich bereichern wollen. Und das Verhalten der Verantwortlichen trägt sein übriges dazu bei.
 
@Neckreg: Bei mir genau umgekehrt, ich fand Eschede sehr viel schlimmer. Das mit der Loveparade habe ich kaum mitbekommen.
 
Jetzt bitte keinen Wettbewerb, welche Katastrophen schlimmer waren. Wenn ich z.B. jünger bin, vielleicht zur Loveparade wollte oder mich dafür interessierte, berührt dieses Unglück mich vielleicht mehr. Wenn ich älter bin, beruflich oder sonstwie viel mit der Bahn fahre, berührt mich dann vielleicht das Bahnunglück Eschede mehr. Wahrscheinlich meinte Neckreg auch eher, dass das Unglück bei der Loveparade ihn persönlich emotional mehr berührte.
 
@Uechel: bgmnt hat es auf den Punkt gebracht. Mich ärgert einfach das man auf Kosten vieler unbescholtenen Bürger ein kalkulierbares Risiko eingegangen ist, um sich später in der Öffentlichkeit profilieren zu können. Jetzt nachdem es in einem Desaster geendet ist, zieht man den Schwanz ein und verkriecht sich entweder hinter den Mauern seines Bürgerhauses oder schiebt alles auf Andere. Ich komme aus NRW, habe mehrere Monate in Duisburg gearbeitet. Mir sind also die Gegebenheiten vor Ort weitläufig bekannt. Als ich zum ersten mal gehört habe, dass die Loveparade in Duisburg stattfinden solle, konnte ich nur mit dem Kopf schütteln. Diese Stadt ist für eine solche Großveranstaltung nicht geeignet. Also, wieso wird sie trotzdem mit aller Macht durchgepeitscht? Man wollte die Aufmerksamkeit auf diese kleine Stadt ziehen. Prima, das ist perfekt gelungen. Das Verhalten der Veranstalter, jetzt im Nachhinein, ist in meinen Augen ein Schuldeingeständnis. Wenn sie auch nicht rechtlich belangt werden können, wird jeder auf Seine weise mit der Last leben müssen und die Quittung dafür bekommen. Herr Sauerland dürfte politisch ausgedient haben und Herr Schaller wird sicherlich über seine Sportkette den Imageverlust deutlich zu spüren bekommen.
 
@Neckreg: Damit wir uns nicht falsch verstehen: Ich gebe Euch voll und ganz Recht, das ist auch meine Meinung!
 
@ReBaStard: Die von Dir genannten Beispiele waren aber nicht annähernd so fahrlässig und beeinflussbar wie der Fall in Duisburg. Züge entgleisen, wie Flugzeuge abstürzen, Hochwasser lassen sich noch weniger beeinflussen, das mit dem Transrapid war einfach Schlamperei. Ja ich weiß, auch Hochwasser sind durch Menschen verschuldet, aber dennoch nicht so kalkulierbar wie eine geplant Veranstaltung. Und bei technischen Dingen wie Flugzeugen gibt es keine 100 %-ige Sicherheit. Es gibt nie 100 %. Aber ich kenne selbst Veranstaltungsorganisatoren, die mir alle sagten, daß das Gelände alles andere als geeignet war und schon im Vornherein den Ansprüchen nicht genügte. Die Planung war also wieder jeglicher Erfahrung, die das Unternehmen auch nicht hatte. Letztendlich war es der Preis für billig, billig, billig. Die Katastrophe war also wesentlich kalkulierbarer, als die anderen genannten Unglücke. Und wenn von mehreren Seiten schon in der Planungsphase Kritik geübt wird, daß die Sicherheit nicht gewährleistet werden kann und man aus Kostengründen trotzdem daran festhält, dann ist der Fall aus meiner Sicht recht eindeutig. Wer auch immer jetzt was unterschrieben hat und dadurch offiziell die Verantwortung trägt, alle Mitentscheider bei der Planung, die dafür gesorgt haben, daß die Loveparade so stattfand, sind an der Misere schuld, ob juristisch oder nicht. Kein logisch denkender Mensch hätte bei solch einer Veranstaltung mit maximal 500.000 Menschen gerechnet und einen TUNNEL als EINZIGEN ZUGANG UND AUSGANG gewählt. Wenn da nichts passiert wäre, wäre das schon unwahrscheinlicher gewesen, als der eingetretene Fall.
 
ein video zeigt aber nicht die ganze wahrheit. wie wurde zum beispiel kommuniziert, wer hat welche anweisungen gegeben, wer hatte die verantwortung auf dem gelände, etc. der veranstalter, die polizei, die stadt, alle versuchen zu manipulieren. irgendwann ist es unmöglich das ganze aufzuklären. fazit: es passiert NICHTS, alle machen weiter wie bisher. so macht man es hier in deutschland.
 
@willi_winzig: Ich möchte ausdrücklich den Hinweis von willi_winzig unterstreichen. Bilder und Videos ohne Kommunikationsverlauf sind sehr problematisch. Wir kennen alle aus der Vergangenheit, wie mit Bildern und Videos Stimmungen, Tatbestände und Abläufe verzerrt werden können. Ich traue in dieser Hinsicht weder einem Veranstalter noch der Polizei oder dem "Staatsapparat". Man sollte das Videomaterial auf jeden Fall hinterfragen.
 
@willi_winzig: Das Video zeigt auch nicht, dass die Polizei schon im Vorfeld Beden ken geäußert hatte, dass die Behörden nur sehr widerwillig und Kurzfristig die Genehmingung erteilte und das Herr Schaller fröhlich die Loveparade vorbereiten ließ, ohne eine Genehmigung zu haben. Das ist wie ein Schwarzbau ohne Architekt, gebaut ohne Genehmigung - Genehmigung später gegen zahlung einer Sondergebühr erteilt, und kurze Zeit später stürzt der Schwarzbau zusammen, weil die Statik falsch "berechnet" wurde.
 
@willi_winzig: Die Fragen setzen auch alle nach dem grundsätzlichen Problem an, dass der Veranstaltungsort generell nicht geeignet war, eine derart große Menschenmenge zu verkraften.
 
Ich freue mich auch schon aufs nächste Jahr, Dortmund!!!!!
 
@Mutantenstadl: Wird es leider nicht geben ;-)
 
Auch wenn ich sicher für meinen Comment jede Menge Minus kassiere und mir die Opfer nicht am A. vorbei gehen. Bei solchen Veranstalungen setzt wirklich bei einigen das Gerhin aus. War selbst dort, und wenn ich schon gesehen habe wie voll es ist, und andere trotzdem einfach in die Menge stürmen, versteh ich nicht wirklich, wieso andere für die Dummheit anderer bestraft werden sollen. Möchte mit meinem Beitrag sicher niemanden verhöhnen, nur mal darauf aufmerksam machen, dass es Platz schon von weitem ersichtlich voll war, als die Menge trotzdem noch strömte. Ich habe mitbekommen wie Polizisten angepöbelt wurden, weil die Leute es nicht verstanden, dass kein Einlass mehr zugelassen worden ist und irgendwann gaben sie dann nach. Traurig ist es um die verstrobenen die es wahrscheinlich gar nicht mitbekommen haben, welche Menschenmassen aufs Gelände gelassen worden sind, trotzdem sollte sich die "Drücker" mal darüber Gedanken machen, die ständig nach vorne wollten. Gott sei Dank wird es nie wieder eine "Loveoarade"geben. Hier liegt einfach nur menschliches Versagen vor, und zwar weder vom Sicherheitskonzept noch vom Stadtrat vor...für mich ist klar, das die Besucher Schuld waren, die immer weiter in die vorhandene Menschenmenge drückten.
 
@KlausM: Auch wenn viele Leute nicht mitdenken ändert dass nichts daran, dass auch die Planer und die Polizei schuld sein kann, denn die die hinten drängeln können nichts dafür, dass es vorne keine Fluchtwege gibt! Und die Polizei, die vorne sieht dass Menschen krepieren, und hinten immer noch Leute reinläßt, und die Leute davon abhält erste Hilfe zu leisten und so weiter bekleckert sich da auch nicht mit Ruhm. Es gibt viele Faktoren bei so einer Sache, aber der wichtigste ist und bleibt dass das Gelände ungeeignet ist, und somit trägt die Hauptschuld auch die Gruppe Menschen, die dieses Gelände ausgesucht oder genehmigt hat.
 
@KlausM: wenn man schon so eine massenveranstaltung genehmigt, darf man nicht am personal sparen. die ganze örtlichkeit war absolut ungeeignet. mit der dummheit anderer muss man auch planen, dass heisst, man muss ausweichmöglichkeiten bereit stellen, die gab es defakto nicht...
 
@willi_winzig & @lutschboy: sicherlich mögt ihr auch Recht haben, aber allein Fluchtwege hätten dieses Disaster auch nicht verhindert. Zu einer solchen Massnepanik hät es einfach nicht kommen dürfen, dann wären auch Fluchtwege nicht "nötig" gewesen. Mit einem solchen Anstrum hat wohl niemand gerechnet, aber nichts desto trotz hätten die zuströmenden Menschenmassen sehen können wie voll es war. Sogar ich habs gesehen. Selbstverständlich wurden von organisatioscher Seite viele Fehler gemacht, nur kann man die Schuld nicht gänzlich auf diese Schieben. Ich selbst habe mitbekommen, wie Polizisten versucht haben den Anstrum aufzuhalten. Dafür wurden sie angeöbelt und teilweise folgen hier und da die Fetzten. 8 Polizeibeamte sollten eine über 5000 anströmende Menschenmenge aufhalten, da hält nicht mal mehr ein Abspeergitter. Da hätte jeder einzelne Versagt oder hättet ihr Warnschüsse abgegeben? Das Verhalten der Menschen in einer Menge ist einfach unberechenbar....die Relation zwischen Menschenanlauf und Ordnungshütern war einfach desastreus. Die feiernde Menge hat nicht mal mitbekommen, was sich hinter Ihnen abspielt, Erst als es im Grunde zu Spät war. Das Gelände war im Grunde ok, nur halt nicht für soviele Besucher ausgelegt. Es werden sicherlich Leute zur rechenschaft gezogen, nur bringt es den Toten auch keine Milderung. Daher sag ich es ja, vielleicht hätte jeder mal sein eigenes tun und handeln bei dieser Veranstaltung überdenken sollen und einfach (wie wir es gemacht haben) zurückzuziehen und eine feine Kneipe aufsuchen.
 
Anstatt das sich mal irgendwer von den Verantwortlichen mal öffentlich entschuldigt, wird ständig nur Tennis gespielt. Diese Farce ist langsam an Abartigkeiten nicht mehr zu überbieten.
 
@RobCole: eine entschuldigung gleicht verbal einem geständnis. dazu fehlen ihnen die eier.
 
@willi_winzig: Dann will ich mal deine Eier sehen, wenn du gestehen sollst 21 Menschenleben auf dem Gewissen zu haben, wenngleich du der Meinug bist nichts falsch gemacht zu haben.
 
@RobCole: Das ist doch immer das gleiche bei so Tragödien.... Leute die nichts zu befürchten haben wie Dr. Motte entschuldigen sich presse- und imagewirksam um sich zu profilieren, und Leute die wirklich Schuld haben versuchen nur ihren Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Aber ganz ehrlich, in unserer Lynchgesellschaft die mit Morddrohungen um sich schmeißt und schlimmeres würd ich mir auch gut überlegen ob ich öffentlich Verantwortung übernehm, auch wenn ich mich schuldig fühlen würde.
 
Ob die Anfangsursache von der Polizei provoziert wurde ist fraglich. Schließlich sagte bereits die Feuerwehr vor der Zulassung der Loveparade der Zugang sei absolut ungeeignet. Hier muss mal also die Schuld bei der Stadt suchen da sie trotz aller Bedenken ihr OK gegeben hat. Aber die Polizei ist zumindest für die spätere Ursache nicht unschuldig. Bereits veröffentlichte Privatvideos auf Youtube und Co zeigen das die Polizei ewigkeiten zu spät reagiert und Blockaden/Wege etc. geöffnet hat. Ein deutlich früheres Eingreifen der verschlaffenen Truppe hätte vermutlich die Opferzahl reduziert bzw. die Dauer der gesamten Panik.
 
Warum erinnert mich das ganze an eine groß angelegte Reinwaschaktion des Veranstalters in der er ausgerechnet noch von der Springerpresse unterstützt wird ? Videos kann man bestimmt genauso Fälschen wie sich der Oberbürgermeister mit gekauften Gutachten versucht reinzuwaschen die man erst bei Wikileaks lesen kann.
 
@~LN~: der oberbürgermeister versucht nur noch seine vollen pensionsansprüche zu sichern...nachdem die durch sind, wird er sich dann in aller ruhe in den ruhestand verabschieden können, da ihm rein rechtlich sowieso niemand mehr etwas anhaben kann...der neue wird dann von der gleichen partei kommen und genauso wie der alte weitermachen...kennt man schon alles und lacht man sogar drüber(kölner klüngel zb)
 
Es existieren doch schon genug videos (z.B. ein 30minütiges, welches den weg durch den tunnel zum gelände genau dokumentiert)
Was sollen jetzt die "neuen" videos für erkenntnisse bringen? Wenn ich ein Stahlseil total überlaste, dann kann ich auch nicht den Lieferanten verklagen, dass es gerissen ist. Für mich ein lächerlicher hilfloser Versuch die Verantwortung von sich zu schieben.....
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