Handy-Störsender im Knast: Tests waren erfolgreich

Recht, Politik & EU Der Handy-Störsender, der seit einem Jahr in der Justizvollzugsanstalt Offenburg eingesetzt wird, geht nun nach dem Abschluss der Erprobungsphase in den Regelbetrieb. mehr...

Diese Nachricht vollständig anzeigen.

Jetzt einen Kommentar schreiben
 
"Das Einschmuggeln von Handys in den Vollzug und deren heimliche Nutzung für kriminelle Zwecke gefährdet die innere Sicherheit und Ordnung einer Anstalt erheblich." Nicht nur die innere Sicherheit. Finde ich gut, dass die Tests so gut gelaufen sind.
 
@Slurp: Haben die auch an WLAN Blocker gedacht? Nicht dass Häftlinge mit ihren Smartphones Winfuture Kommentare absetzen...
 
@Metropoli: Dafür müsste es da erst einmal ein freies WLAN geben. Und da es Breitbandstörsender sind, ist es durchaus möglich das auch die WLAN Kanäle bei 2,4 und 5 Ghz gestört sprich überlagert werden.
 
@Slurp: dafür brauchst so schon so einen starken Jammer wie Obama beim Deutschlandbesuch.
 
Wo ich kann ich so einen Störsender kaufen?
 
@lordfritte: Bei diversen Shops in HongKong, die übrigens sehr zuverlässig liefern, z.B. DealExtreme. Ist allerdings verboten.
 
@lordfritte: http://tinyurl.com/3a8blrm
Aber die Benutzung von Störsendern ist in Deutschland illegal und wird hart bestraft ;)
 
@lordfritte: gab es nicht mal (insofern man räume "schützen" will) so eine komische tappete?
 
@MarcelP: War das nicht nur für Wlan?
 
@MarcelP: neeee. Wenn du dich vor den Strahlen schützten willst musst du dir einen Hut und Unterhose aus Alufolie basteln! ;)
 
@lordfritte: Die Bundesnetzagentur hat da hervorragende Peilsender. Und da du wahrscheinlich mindestens einen Prodider mit deinem Störsender ins Geschäft spielen würdest und der gleich die Netzagentur rausschickt, haben sie dich ziemlich schnell am Wickel und das kann verdammt teuer werden sage ich dir (mehrere Tausend Euro).
 
@lordfritte: Ich arbeite bei der Bundesnetzagentur, hab zwar weniger mit Frequenzen und sowas zu tun, eher mit Informationstechnik innerhalb des Hauses, kann dir aber versichern, dass bei der Nutzung eines Störsenders ohne die ausdrückliche Genehmigung der Bundesnetzagentur erhebliche Geldstrafen auf dich zukommen. Wir haben nicht ohne Grund so alte VW Busse inner Garage stehen die sonne fette 3Meter-Antenne aufm Dach haben. Damit lassen sich Störungen bis auf nen Meter genau berechnen! Hab letztens nen Verfahren gelesen da ging es darum das einer lediglich ein uraltes schnurloses Telefon zuhause benutzte, welches noch auf einer Frequenz lief, welche neuerdings z.B. für den Funkverkehr einer Taxigesellschaft vergeben wurde. Sodass es bei einigen Taxis zu erheblichen Störungen beim Funken kam, wenn sich diese dem Haus der betroffenen Person näherten. In solch einem Fall wurde die Bundesnetzagentur kontaktiert, welche einen Messwagen rausschickte, der mit Hilfe von Peilsendern den genauen Standpunkt der Störung festlegte und den Eigentümer des Hauses darauf aufmerksam machte, dass eine Störung vorliegt und ob dieser ein altes Telefon oder anderes älteres Gerät besitzt welches evtl. Störungen verursachen könnte. Das gerät wird dann vorort genauer geprüft und sollte die Störung auf dieses Gerät zurückzuführen sein, wird dieses durch z.B. herausnehmen der Batterien oder das Trennen des Stromes unterbunden. Zusätzlich erhielt der Eigentümer ein paar Wochen später eine Geldstrafe > 1000€ innerhalb einiger Wochen zu zahlen hatte. Soviel dazu! Du musst noch nichteinmal mutwillig irgendwelche Straftaten begehen...deine Aufgabe ist lediglich sicherzustellen, das du keine alten Geräte (Telefon, Fernseher, Radio, etc.) besitzt welches neue Geräte stören könnte. Also solltet ihr nochn altes Telefon aus den Anfangszeiten der Schnurlostelefone zuhause im Einsatz haben, so prüft durch Benutzerhandbuch und Internet am besten mal, ob diese nicht vllt auch Frequenzen benutzen welche nicht mehr zugelassen sind. Damit erspart ihr euch unnötigen Besuch ;)
 
störsender gibts schon seit nen paar jahren, mich wunderts, dass sie es erst seit einem jahr testen. dachte gibt schon länger. mühlen der bürokratie mahlen langsam aber gründlich ^-^
 
@DerTürke: Warum? Hätten die in der Türkei so was gleich aufgebaut, und das ganze Land lahm gelegt? ;) *grins*
 
@DerTürke: vielleicht war bisher kein störsender 100% zufriedenstellend ... wer wess
 
@DerTürke: Meinen Rechergen zufolge hat man im 3. Reich bereits Störsender eingesetzt, also gibts die schon ein paar Jahrzehnte und nicht ein paar Jahre ;)
 
@Rhanon: haben die damals WalkieTalkies geschmuggelt oder was haben die denn gestört im Knasst/Gefangenlager? Morsecodes stören?
 
@refilix: Der Radioempfang der "Feindsender" wurde gestört, damit die Bevölkerung nicht z. B. die "Propaganda" des BBC hören konnte, außerdem der feindliche operative Funkverkehr.
 
@rallef: ok das macht sinn :)
 
@Rhanon: Ganz früher hat man den Leuten auch die Zunge raus geschnitten. Das hat die menschliche Kommunikation auch stark eingeschränkt. BTW: Überschrift erinnert etwas an BILD-Style wegen Knast. "Handy-Störsender im Knast: Tests waren erfolgreich - Knackis ratlos !! Bevölkerung und süße Hundewelpen wieder sicher!"
 
@DerTürke: Es ist eben unglaublich schwierig die Stärsender so zu positionieren, dass auch wirklich nur in dem gewünschten Gebiet gestört wird. Entweder man bekommt nicht alles gestört bzw. hat da Löcher in der Abdeckung oder man stört ungewollt über das Gebiet hinaus, z.B. die Nachbarschaft. Wenn die Geräte dann nicht sauber aufgestellt und eingestellt sind stört man so ziemlich alles was auf Funk basiert, je nach Bandbreite. Sprich Mobiltelefone, WLAN, Satellitenempfang, DVB-T oder gar zivile oder militärische Radaranlagen.
 
seit wann gibt es handys für jedermann??? - kostengünstig seit 1997 oder so vielleicht - da kommen die also erst 12 jahre später auf die idee störsender in jvas einzusetzen und oder das mal zu erproben?!? - ich wusste ja schon immer, dass deutschland langsam ist, aber das ist doch echt nicht wahr - hoffentlich wird das dann jetzt innerhalb kürzester zeit deutschlandweit eingesetzt werden - gruss yergling
 
@yergling: das ist das officelle für uns, was hinter der mauer gemacht wird erfährst du nicht :-)
 
Nicht im Knast braucht man die, sondern in der Schule. Da benötigen wir es dringender.
 
@schauinsland: Wieso? Ich finde, der Schüler sollte selber wissen ob er es nötig hat aufzupassen oder eben nicht.
 
@bluewater: Handys sind für andere nervig und ermöglichen leichtes Betrügen. Daher sind in vielen Unis Handys während der Prüfung verboten - nicht nur die Benutzung, selbst das Mitführen in ausgeschaltetem Zustand ganz tief unten in der Tasche wird als Betrugsversuch gewertet (wenn das Handy irgendwie bemerkt wird).
 
@Timurlenk: OK, so gesehen hast du recht :-)
 
@Timurlenk: Hm bei uns sagen die Aufseher immer nur, Handys bitte ausschalten...die meisten machen einfach nur lautlos...
 
@schauinsland: Und im Kino und im Theater und auf der Intensivstation.
 
@schauinsland: bei uns in der neugebauten cafeteria hat man keinen empfang. Draußen jedoch volles netz. Da muss auch sowas wie ein störsender mit eingebaut worden sein, oder die haben dass gebäude extrem massiv gebaut. 3 der 4 wände sind vollverglast wenn man davor steht hat man gerade einmal 1 balken.
 
Stören ist das eine, lokalisieren und abhören das andere. Wäre vermutlich geschickter die versteckten Geräte zu finden und deren Nutzung entsprechend zu bestrafen. Darüber hinaus könnte man sicher einige interessante Dinge herausfinden die auch dem Schutz von Personen außerhalb der JVA zu Gute kommen könnten.
 
Ich denke die haben ganz andere Probleme in den JVAs, denn dort wo man Handys einschmuggeln kann, da kann man auch Waffen, Drogen etc. einschmuggeln.
 
@noComment: seh ich auch so.. als zusätzliche sicherung find ich die störsender ok - so für den ernstfall bei nem angriff mit geiselnahme auf die jva.... die meldunbg vom herrn minister "Das Einschmuggeln von Handys in den Vollzug und deren heimliche Nutzung für kriminelle Zwecke gefährdet die innere Sicherheit und Ordnung einer Anstalt erheblich. Durch den Einsatz der Störsender können wir zudem verhindern, dass Drogengeschäfte oder andere Straftaten aus der Haft heraus organisiert werden", klingt aber irgndwie danach als wäre ein jammer die lösung aller probleme - aber wo man handys reinschmuggeln kann, da kann man auch (wie vorredner bereits sagte) alles mögliche reinbringen. schmuggelei gibs zwar schon ewig, gegenmassnahmen dagegn wahrscheinlich auch, aber anscheinend zuwenig - ich denke man sollte hier nochmal anständig nachsetzen und das problem bei der wurzel anpacken... auserdem ist das handy dan gestört - wäre aber auch toll zu wissen welcher insasse dann der pöhse drahtzieher denn ist... da gibs ja auch so nen gerät zum aufspüren tun vom telefonapparat, dem mobilen... ...
 
@noComment: Ich frage mich immer, was die bei der Eingangskontrolle der JVA so machen. Ich würde mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ALLE Handys, Drogen und Waffen finden.
 
Störsender für ALLE !!!
 
"Das Einschmuggeln von Handys in den Vollzug und deren heimliche Nutzung für kriminelle Zwecke gefährdet die innere Sicherheit und Ordnung einer Anstalt erheblich." <--- Allein das es überhaupt möglich ist Mobiltelefone rein zu schmuggeln ist ein Unding. Vlt. sollte man erst einmal die Wurzel des Übels angehen und die Wärter besser kontrollieren....
 
Satelliten Telefon?
 
Die Störsender in der Offenburger JVA sind mit Leichtigkeit manipulierbar. Selbst Hersteller schreiben auf ihrer Webseite dass dieses System, so wie in der JVA Offenburg installiert, mit ein paar Handgriffen von jedem Insassen unbemerkt manipuliert werden kann.

http://www.handyblocker.org/security-VIP/jva-info.htm

Die dort beschriebenen Manipulationen sind vom JVA Personal nicht feststellbar. In meiner Eigenschaft als Anwalt vertrete ich mehrere Mandaten, die in der JVA ihre Strafe verbüßen. Diese lachen über die dort eingebauten Mobilfunkblocker und telefonieren fleißig weiter.

Innerhalb von Minuten ist das System mit Leichtigkeit zu umgehen. Einige meiner Mandanten telefonieren häufig aus der Zelle mit meiner Kanzlei, ohne dass die Störgeräte dies verhindern können. Erschreckend ist, dass dieses System über 1 Million Euro gekostet haben soll und sich Politiker medial ins Rampenlicht stellen, um zu behaupten, dort ein sicheres Mobilfunkstörsystem eingebaut zu haben. Wieder mal ein Fall von massiver Steuerverschwendung der auch noch in anderen Justizvollzugsanstalten in Deutschland fortgeführt werden soll. Die Lobby scheint doch hier sehr stark zu sein.
Kommentar abgeben Netiquette beachten!

Video-Empfehlungen

WinFuture Mobil

WinFuture.mbo QR-Code Auch Unterwegs bestens informiert!
Nachrichten und Kommentare auf
dem Smartphone lesen.

Folgt uns auf Twitter

WinFuture bei Twitter

Interessante Artikel & Testberichte

WinFuture wird gehostet von Artfiles