VirnetX: Klagekarawane nach Einigung mit Microsoft

Wirtschaft & Firmen Der Hersteller von VPN-Systemen VirnetX hat eine Reihe weiterer Unternehmen wegen Patentverletzungen verklagt. Dabei handelt es sich um Aastra, Apple, Cisco und NEC. mehr...

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na auch wenn ich gegen solche Patente bin, hoffe ich das sie damit durchkommen werden :)
 
"Patenttroll" - was für ein Blödsinnd... es ist deren Idee, also können/dürfen sie auch damit Geld verdienen.
 
@timmy: Ja du hast Recht, sie können es, aber es ist schlichtweg Schwachsinn, weil Patente auf Software einfach Blödsinn sind.
 
@timmy: Das kann eigentlich nur von einem Nicht-Informatiker kommen. Ich persönlich bin gegen Softwarepatente. Es gibt z.B. nur eine handvoll Algorithmen, die eine logaritmische Laufzeit bieten (Quicksort, Mergesort,...). Wären diese patentiert, dann müsste praktisch jeder, der eine Sortierfunktion anbieten möchte, dafür zahlen. Er hat auch gar keine andere Wahl, da es mathematisch gar nicht möglich ist eine bessere Laufzeit zu erzielen. Andere Algorithmen kommen auch nicht in Frage, da sie wesentlich langsamer sind.

Software an sich sollte schon patentiert werden können, allerdings nur als Gesamtprodukt und nicht einzelne Algorithmen und Lösungswege. Sonst behindert man nur den Fortschritt. Wer soll denn das überprüfen, ob man mit einem Lösungsweg, nicht gegen irgendwelche Patente verstößt?
 
@mlodin84: sind softwarepatente in deutschland zugelassen? mir war so wie nicht.
 
@Siniox: Nein, sind sie glücklicherweise nicht. Aber die großen Firmen versuchen es immer wieder, die EU zu einer Richtline zu überreden, die das ermöglichen würde. 2005 wurde vom EU-Parlament die Richtlinie zur Einführung von Software-Patenten in Europa mit großer Mehrheit abgelehnt. Es gibt derzeit den Versuch das United Patent Litigation System (UPLS) einzuführen. Dadurch würden Softwarepatente legalisiert und dem EU Parlament das Mitspracherecht entzogen werden.
 
@Siniox: Jein. Softwarepatente sind Patente auf eine bestimmte Implementation (computerimplementierte Erfindung). Diese gibt es in Deutschland nicht. Aber nach deutscher und europäischer Praxis ist eine computerimplementierte Erfindung dann patentfähig, wenn sie einen technischen Beitrag liefert. Siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Technischer_Beitrag
 
@mlodin84: Gerade Algorithmen müssen patentierbar sein. Softwareprodukte zu patentieren macht keinen Sinn, weil die ja schon geschützt sind. Niemand investiert Millionen Euro und ne Menge Hirnschmalz in Verschlüsselungsalgorithmen oder Musikcodierungen wenn er es hinterher nicht verwerten kann weils nicht patentierbar ist.
 
@DennisMoore: Das ist deine Meinung und ich akzeptiere sie natürlich. Hast du aber auch über die Folgen von Softwarepatenten nachgedacht? Softwarepatente ermöglichen es Ideen zu patentieren und nicht bestimmte Produkte. Wie ich bereits gesagt habe, gibt es z.B. bei mathematischen Algorithmen oft keine alternativen Möglichkeiten. Was dabei raus kommt sieht man ja am Beispiel USA. Jedes Jahr werden dort hunderttausende Patente beantragt von den großen Unternehmen. Viele davon sind einfach trivial. Es gibt viele Unternehmen, die nur an solchen Patenten verdienen und eigentlich nie etwas zustande gebracht haben. Patentrecherche ist sehr teuer und kleinere Unternehmen können sich weder die Recherche leisten, noch die anfälligen Lizenzgebühren. Große Unternehmen zahlen natürlich nichts, wegen Patentaustauschabkommen. Es gibt viele Beispiele dafür wie abstrakt und trivial solche Patente manchmal sind. Wie gesagt Softwarepatente ermöglichen es dir rechtlich abstrakte Ideen zu patentieren, diese müssen auch nicht unbedingt etwas mit Software zu tun haben. In den USA beschreibt das Patent mit der Nummer 6,368,227 das Seitwärtsschaukeln. Es gibt Patente für Fortschrittsbalken, wieviele Alternativen gibt es zu Fortschrittsbalken? Mal ehrlich findest du das wirklich patentfähig? Ich weiß leider nicht aus welchem Berufskreis du kommst, bei uns an der TU Wien gibt es in jedem Informatikstudium zwei Lehrveranstaltungen, die das zum Thema haben. Und ich kenne keinen einzigen Professor oder Studenten, der diese Patente befürwortet, da die Nachteile und Gefahren einfach überwiegen.

Stell dir mal vor jemand würde das Wurzelziehen patentieren. Da steckt nämlich auch ein Algorithmus dahinter.
 
ich bin selbst auch gegen softwarepatente... nur deren bloße existenz zwingt mich z.b. dazu demnächst ein patent einzureichen, da ich vor habe geld zu verdienen mit einer idee... sollte ich das patent nicht einreichen, so tut das ein anderer und kann mich dann verklagen.. das ist richtig mies... wie ich selbst damit umgehen werde habe ich noch nicht genauer betrachtet... wahrscheinlich werde ich es aber ziemlich schnell auslaufen lassen... und bis dahin den unkommerziellen einsatz unbeachtet lassen... was dann neue mitbewerber angeht, so ist es natürlich praktisch, da erstmal einen vorsprung zu haben.... ich wäre jedoch trotzdem für die generelle abschaffung von software patenten...
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