Gates: Web in 5 Jahren wichtiger als Universitäten

Internet & Webdienste Geht es nach Microsoft-Gründer Bill Gates werden Studenten schon bald nicht mehr Universitäten besuchen müssen, um eine gute Ausbildung zu erhalten. Stattdessen würden sich die online verfügbaren Lerninhalte deutlich verbessern, so Gates. mehr...

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Recht hat er. Wenn man sieht wie teuer schon allein Bildung in Deutschland ist von Schulen bis hin zu Unis, dann kann man nur zustimmen. Und Deutschland ist noch billig im Vergleich zu den USA, auch wenn die meisten amerikanischen Studenten nicht die vollen Gebühren zahlen. Und wenn man dann sieht, dass viele Unis ihre Vorlesungen aufzeichnen und mit weiteren Materialien ins Netz stellen, dann kann man wirklich besser auf die Online-Inhalte zugreifen. Es muss nur einen vernünftigen Weg für Fragen, Übungen etc. geben. Ich kenne einen Prof. der seinen Studenten garantiert innerhalb von 24 Stunden auf Fragen per Mail oder im Forum zu antworten (abgesehen Wochenende). Das ist vorbildlich.
 
@Timurlenk: Wie wird der amerikanische Professor honoriert, wenn seine Vorlesung über das Internet von 10.000 Chinesen, 7.500 Indern, 2.300 Südafrikanern, 3.500 Deutschen und 7.500 Amerikanern verfolgt wird? Flattr-Button? Auch die benötigte technische Infrastruktur kostet Geld (Hosting der Vorlesungen, Traffic, ...) Billige oder kostenlose Bildung ist ein schöner Traum, aber irgendwer muss die Zeche dann zahlen - wieder der Staat über Steuergelder?
 
@Tyndal: Ich erinnere nur an Google. Guck dir deren Serverlasten und Storagevolumen an. Die sind trotzdem nicht pleite. Man findet immer einen Weg etwas zu finanzieren.
Wenn du das Wissen der Bildungselite über ein Portal kostenlos zur Verfügung gestellt bekommst und dafür möglicherweise hier und da eine Werbung gezeigt bekommst, dann halte ich das für Fair.
Oder man siehe das Beispiel Wikipedia. Die Leben auch noch.
 
@Timurlenk: Aber durch Fernstudiengänge wirds dann wahrscheinlich auch nicht günstiger, weil sie dann sagen, dass die ganzen Leute ja die Inhalte zur Verfügung stellen müssen, eingeschickte Fragen und Klausuren beantworten müssen usw.

Habe mich mal erkundigt ein Fernstudiengang für das Elektrotechnikstudium kostet im Schnitt 12000 Euro.
 
Häng ich dann im Studium vorm Rechner rum, anstatt das Studentenleben zu genießen?
 
@AcidRain: Das ist eigentlich heute schon so. Es gibt schon viele Studiengänge die ihren Schwerpunkt auf Computer/Internet gelegt haben. Das hast du zu können, da hast du es zu finden. Viel Spaß beim lernen, wir sehen uns dann und dann zur Prüfung.
 
@AcidRain: etwas vergleichbares mach ich grade. nennt sich microsoft office spezialist. da kriegt man ein buch pro office programm in papierform und den restlichen lehrinhalte gibst online. die prüfung wird auch online gemacht, die prüfungsergebnisse werden nach microsoft geschickt und wenn man bestanden hat, bekommt man rund 2 wochen später ein zertifikat per post zugeschickt, das man bestanden hat und den stoff drauf hat.
 
@AcidRain: Das ist totaler Käse... Natürlich ist der Rechner (und auch das Internet) zu einem elementaren Werkzeug für den Studienalltag geworden. Und in der Tat lassen sich manche Informationen nur noch übers Netz finden. Im Endeffekt ersetzt so ein (ich nenn es mal) "Podcast" nicht den Besuch einer Vorlesung. Vielmehr soll es als Hilfe dienen. Zwar werden heutztage bereits ganze Abläufe online abgewickelt (z.B. Prüfungsanmeldung), jedoch sind dadurch die Schlangen vorm Prüfungsamt nicht kürzer geworden.
 
@AcidRain: Du sollst ja auch lernen und nicht genießen :-)
 
ist sowas in der art nicht schon in australien gang und gäbe? vielen wäre der weg zur schule o.ä. zu weit
 
@hjo: ja, in australien gibst für schüler, die zu weit weg von einer schule wohnen, unterricht über funkgerät. leider ist bericht, den ich dazu mal gesehen hab, zu lange her. kann da grad nix genaueres zu sagen/schreiben.
 
Dem stimme ich zu. Viele Professoren an meiner Uni haben einen derart schlechten Vortragsstil, dass es für mich oft einfacher ist, entsprechende Inhalte im Internet zu suchen und mir das wissen so anzueignen, da es viel verständlicher dargestellt wird.
Fachbücher sind auch eine große Hilfe, bieten jedoch nicht die Möglichkeiten des Internets (Ton, Video, Interaktivität usw.)
 
@chillchamp: Nicht jeder Professor ist eben so gut wie Harald Lesch....leider.
 
Berkeley stellt jetzt schon einen Teil seiner Vorlesungen auf YouTube online -> http://www.youtube.com/ucberkeley
 
Ich könnte mir sogar gut vorstellen das das Internet dafür sorgt, das in vielen Bereichen gar kein studieren mehr nötig sein wird. Viele üben heute Berufe aus, die sie gar nicht gelernt haben, sich das Wissen im Internet zusammen gesammelt haben. Wenn es funktioniert, warum denn nicht.
 
meiner meinung nach sollte man dem internet nicht zu viel und zu schnell solch essentielle aufgaben anvertrauen. habe schon selber festgestellt, dass bei wiki seit jahren falsche definitionen, z.b. für den wirbelstrom. und wenn millionen studenten das falsche lernen, wäre das wohl kaum hilfreich... da lobe ich mir doch eine kompetente lehrperson, die so etwas deutlich besser verständlich machen kann!
 
@quali: und ein Student, der sein Wissen von Wikipedia bezieht, hats auch nicht verdient das studium zu schaffen. So einfach ist das. Wikipedia ist eine nette Hilfe sich in der Freizeit über alles mögliche zu informieren, aber für schulische Zwecke ist das einfach Müll, und das sagen dir nicht nur Profs., sondern jeder Lehrer der irgendwelche Rechercheaufgaben verteilt.
 
Soweit ich weiß, soll es da auch schon in Deutschland entsprechende Versuche geben, wo ganze Vorlesungen ins Netz gestreamt werden. Grundsätzlich finde ich die Idee nicht schlecht. Nur sollte man dann vielleicht dafür sorgen, dass solche Streams nur mit entsprechendem Zugriff abgerufen werden können. Aus studentischer Sicht hätte dies auf jeden Fall einen Mehrwert. Besonders dann, wenn sich mal mehrere Vorlesungen überschneiden, was ja gerade in der fortgeschrittenen Studienphase zum Alltag gehört. Leider wird es wohl in Deutschland noch etwas dauern, bis sich sowas durchsetzt. Denn solange die Rechtslage dafür nicht geklärt ist, wirt sich niemand darauf einlassen. Denn immerhin unterliegen sämtliche Vorlesungsinhalte (Skript, Präsentationen und die Vorlesung selber) dem Urheberrecht der Hochschule bzw. des Dozenten. Hier sollte eine Öffnung seitens der Hochschule stattfinden, oder zumindest die Schaffung geeigneter Rahmenbedingungen.
 
Und dann vergessen wir mal den Umweltschutz nicht - endlich muss man nimmer ewig herumfahren - muss keine Studiensäle mehr heizen - usw... allerdings wie schon einer Geschrieben hatte - muss es ein Vernünftiges System geben um Fragen zu stellen und beantwortet zu bekommen - und sicherlich ist dies nicht in allen Bereichen des Studiums möglich - aber es könnte sicherlich einiges für Studenten vereinfacht werden. Nur - dieses System erfordert dann noch mehr Selbstdisziplin - weil - wenn man nicht zwingend um 8 Uhr anwesend sein muss, wer hindert einen dann daran bis 12 zu pennen ? :)
 
@BigFunny: " Nur - dieses System erfordert dann noch mehr Selbstdisziplin - weil - wenn man nicht zwingend um 8 Uhr anwesend sein muss, wer hindert einen dann daran bis 12 zu pennen ? :)" Diese Selbstdisziplin fordert ein Studium aber auch bereits jetzt...
 
@Taxidriver05: Ich Schrieb ".. noch mehr..." nich wahr :)
 
nunja, wo soll ich anfangen? zunächst: in deutschland kann man nur etwas, was auf einem papier steht. du kannst dich stundenlang mit theoretischer physik beschäftigen, solange du keinen anerkannten abschluss in diesem fach vorweisen kannst, ist dein ganzes wissen und können SINNLOS. selbst wenn ein guter elektriker bist, weil du hause viel bastelst und dich viel belesen hast: ohne zertifikat darfst du nichts anschließen und dafür geld verlangen. d.h. die universitäten und fachhochschulen werden uns, dank ihrer tollen bachelor- und masterabschlüsse mit ihren noch besseren modulen erhalten bleiben. ohne abschluss keine chancen im beruf. das ist in amerika zum glück etwas anders: dort lernen unternehmen leute an, egal ob sie einen abschluss haben oder nicht. nun zum internet: im internet steht auch ziemlich viel schwachsinn. geprüfte fachliteratur wird unentbehrlich bleiben, da die studenten geprüftes wissen benötigen und die professoren etwas veröffentlichen möchten, wofür sie und die verlage geld bekommen (meistens von den studenten und bibliotheken). das internet ist somit nur EIN weiterer vertriebsweg. nun zum lehrinhalt: ja, die viele deutsche professoren können keine gute vorlesung halten, weil sie eben professoren und keine lehrer sind. da stellt sich natürlich die frage, wie man den studenten immer mehr wissen in der gleichen zeit vermitteln will, wenn sich das derzeitige wissen der menschheit aller 3 - 5 jahre verdoppelt. meiner meinung nach muss an der darstellungsweise des wissens gearbeitet werden. in meinem bereich bedeutet das: ein algorithmus gehört nicht nur in worten und mathematischen zeichen aufgeschrieben, sondern auch in form einer animation (ob flash oder video ist egal) abgespeichert, damit der lernende mensch den inhalt schneller versteht. dazu gehören auch sehr viel mehr analysen aus der praxis, die man als beispiel vorträgt. sowas hat in meinen vorlesungen nahezu immer gefehlt, vieles wirkte zu abstrakt, obwohl die konkretisierung nur ein wenig mehr aufwand bedeutet hätte (aufwand = erstellung einer guten, verständlichen präsentation). hoffentlich findet dort bald ein umdenken statt. aber in einem hat bill gates recht: sofern man die vorlesungen alle kostenlos zur verfügung gestellt bekommt (was nicht passieren wird, glaube ich), hat man als student die auswahl, ob man eine gute oder eine weniger gute darstellung anschaut.
 
"...die weltweit besten Vorlesungen im Internet zu finden..." und wo kommen diese Vorlesungen her? Na? Genau! Von Unis. Vorlesungen veralten. Gibt es keine oder kaum Unis werden auch diese Inhalte nicht aktuallisiert. Klar ist das bei manchen Studiengängen weniger dramatisch als bei anderen, aber nicht zu vernachlässigen. Außerdem, ganz ehrlich, ich bin lieber an der Uni als vorm Rechner. In der Vorlesung bekommt man einfach viel mehr mit, kann gleich Rückfragen stellen usw.. Außerdem denke ich, dass diese Option vlt für die Einstellung für Asiatische Kulturen geeignet ist (das ist als Kompliment und Achtung zu werten!) aber für uns westliche, faule Welt ist das nix. Das seh ich hier an der Uni^^
 
Anscheinend kennt Gates nicht das deutsche Bildungssystem, oder er spricht über alle Länder, ausser Deutschland?!
 
oh der prophet hat wieder gesprochen. billy boy hat dabei wohl vergessen, dass einen zu hause aber nicht viel verpflichtet zu lernen - ausser der eigene willen ... und mit dem hat der mensch so seine probleme. warum gehen die menschen denn in fitness-studios und bezahlen da kohle!? damit sie sich über den wöchentlichen termin und das bezahlte geld selbst verpflichten. so sieht m.e. auch irgendwo mit schule und uni aus ... nicht jeder mensch kann erfolgreich selbststudium betreiben bzw. sich tagtäglich aus eigener willenskraft dazu bewegen.
 
@McNoise: Stimmt. Wenn aber nur die Leute einen Abschluss bekämen die erfolgreich ihren Schweinehund besiegen, dann wäre die Welt bald leer was Akademiker angeht ;-) Man muss Wege und Mittel finden die Leute dann trotzdem zu animieren selbst was zu machen.
 
@Master F.: Wie-viel Wissen ist wichtig? Grundschule und das was ich kann, oder können möchte!
 
Kann dieser Gates nicht die Klappe halten! Oder ist der Strom jetzt gratis und hat der PC eine künstliche Intelligenz um auf mich einzugehen?
 
Bin ja mal gespannt wer sich freiwillig bei nem Chirurg unters Messer legt, der sein Wissen und seine Fähigkeiten nur ausm Netz hat und vielleicht mal mit Maus und Tastatur nen virtuellen Körper aufgeschnitten hat...
 
Niemand wird jemals mehr als 640 KB Speicher brauchen.... Bill hatte ja schon immer die richtigen Vorahnungen... Hrhrhr.
 
Also eine wirklich gute Online-Lerneinheit habe ich schon oft genutzt, weil diese teils besser erklären, als der Professor. Aber das reicht eben nur für die basics. Ich gleube nicht, dass man das so vereinheitlichen kann und auch nicht sollte. Es ist gut, dass jede Uni den Schwerpunkt etwas anders legt. So machen sich in der Summe von Millionen von Studenten nicht alle Gedanken um eine Sache und eben nur wenig Gedanken um eine andere... Denn alles kann man als Student nicht lernen, auch nicht als Prof....
 
Web: Gates in 5 Jahren wichtiger als Universitäten :D
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