Wikipedia: 1,2 Mio. Dollar für politische Neutralität

Social Media Ein neues Projekt der Online-Enzyklopädie Wikipedia soll dafür sorgen, dass Artikel über politische Themen zukünftig einen neutraleren Standpunkt einnehmen. mehr...

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Naja, wenn ein Prof probleme mit einem Politiker hat bringt das ganze auch nicht viel...
 
Coole Idee, kann mir nicht richtig vorstellen, wie das funktioinieren soll, aber ne gute Idee!
 
<wegen Irrelevanz gelöscht>
 
Die sollten mal auch gleich den Artikel "Kurdistan" unter diesen neutralen Schutz nehmen. Da "bekriegen" sich die rechten Türken und Kurden förmlich, wer Recht hat im Süd-Ost-Anatolien-Konflikt. PS: Der sieht ja mittlerweile neutral aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Kurdistan :)
 
@s3m1h-44: PS2: Den Artikel kann man auch direkt unter diesen "Schutz" nehmen: http://de.wikipedia.org/wiki/Beitrittsverhandlungen_der_T%C3%BCrkei_mit_der_Europ%C3%A4ischen_Union
 
@s3m1h-44: lässt sich leider nicht immer verhindern. Meist sind solche Artikel als grundlegenden Schutz für die Bearbeitung durch IPs gesperrt. Es gibt aber auch einige Autoren, die solche Artikel gezielt im Auge behalten, damit die Neutralität gewahrt bleibt. Wenn angemeldete Benutzer zu viel Unfug treiben, wird der Artikel schonmal Vollgesperrt (was bei Kurdistan schon dreimal der Fall war)
 
@zwutz: Eine Frage: Woher weiß du das?
 
@s3m1h-44: Sperrlogbuch des Artikels, die Beobachtungskandidaten und einige ähnlich geartete Artikel, die in der Vergangenheit mehrfach mit persönlichen Meinungen versetzt im Nachhinein aber oft recht schnell wieder auf einen neutralen Standpunkt gebracht wurden. Es gibt regelmäßig Diskussionen über strittige Inhalte und die halten sich erfahrungsgemäß nicht recht lang
 
Schwer zu sagen, wie so ein Filter aussehen könnte. Man kann natürlich politische Artikel auf eine Liste setzen und diese nach Häufigkeit der Textveränderung sortieren. Dann könnte man noch die Anzahl von Adjektiven zählen und ins Verhältnis zur Gesamtwörteranzahl setzen.
Diese Artikel könnte man dann manuell prüfen oder einfrieren, wie es schon jetzt getan wird.

Aber ein System, dass gezielt Meinungen raus filtern soll. Hmm, das ist ne echt harte Aufgabe.
 
Also mit freiem Wissen hat das nichts mehr zu tun, so viel wie kontrolliert, gelöscht, gesichtet und eingefroren wird auf Wikipedia. Die sollten sich lieber zuerst um Neutralität ihrer Diktatoren, bzw wie sie es nennen, Admins bemühen, bevor sie sich an inhaltliche Neutralität machen. Richtlinien sind ja schon und gut, aber Wikipedia war doch eigentlich ein Mitmachprojekt, wo viele Leute mitmachen, da färben auch viele Meinungen die Artikel, wo ist da das Problem, solang es nicht zu extrem ist.
 
@lutschboy: Machst trotz guter Absicht letztendlich den selben Fehler: wie definiert eine Masse Menschen, in welcher jeder seine eigenen Überzeugungen von Übertreibung/Untertreibung, Grenzüberschreitung, Samthandschuh, etc. hat, "extrem"?
 
@Pedobear: Mit Extrem meine ich Dinge, die auch vom deutschen Gesetz her als extrem gelten, also zb Volksverhetzung. Wikipedia ist außerdem wie schon gesagt ein Gemeinschaftsprojekt, und in einer Gemeinschaft muss man sich organisieren und einen gemeinsamen Nenner finden und gemeinsame Richtlinien haben, soviel ist klar. Keiner hat was von Wikipedia wenn eine Millionen Leute nur ihren eigenen Senf abgeben wollen. Konsens ist wichtig. Und in diesem Konsens kann man auch festlegen, was Extrem ist. Momentan gibt es aber keinen gemeinsamen, demokratischen Konsens, sondern eine Elite von Benutzern die ihre eigene Ansicht diktiert.
 
@lutschboy: Die Stimme eines Admins wiegt bei einer Abstimmung nicht mehr als die eines normalen Benutzers und es ist allgemeiner Konsens, dass Admins, die sich an einer (Sperr-)Diskussion die Finger vom betreffenden Artikel lassen. Du glaubst garnicht, wie schnell ein Admin auf der Abschussliste ist, wenn er seine erweiteren Rechte für seine eigene Meinung missbraucht. Es gibt genügend Benutzer in der Wikipedia, die nur auf solche Fehltritte warten. Aber du darfst gerne mal Beispiele geben, wo ein Admin seine persönliche Meinung über die Meinung der anderen hinweggesetzt hat und damit durchgekommen ist
 
Machen da dann auch "angesehene Bildungseinrichtungen" von anderen Kontinenten (Afrika, Asien, Süd Amerika, Europa) mit? Ansonsten bezweifle ich die Neutralität der Arbeiten. Nicht, dass ich ihren guten Willen anzweifle, aber eine politisch neutrale Haltung kann selten eine Position allein formulieren.
 
Natürlich unterliegt auch die Wikipedia dem herrschenden Zeitgeist. Da fällt die wahre Neutralität oftmals durch den Rost. Ich erinnere daran, wie man z.B. die Abzeichen der Waffen-SS aufgrund hysterischer Attacken der deutschen GrünInnen, angeführt von Frau Roth, aus dem deutschsprachigen Artikel zur Organisationsstruktur der Waffen SS entfernte. Diese betuliche Tante und ihr Verein von Antifanten, fanden es nämlich allerübelst und unverständlich, dass besagte Rangabzeichen angeblich viel zu ausführlich und detailreich abgebildet waren. Das Missbrauchspotential durch irgendwelche Online-Nazis, war den HerrschaftInnen einfach viel zu groß - deshalb musste das Zeug weitestgehend verschwinden. Na gut, jetzt gehen die Nazis wohl zum englischen Artikel, wo die Abzeichen alle noch da sind.... Und dieser Trend ist grundsätzlich zu beobachten. Ich ergänze mittlerweile nur noch in der englischsprachigen Wikipedia Artikel, die deutsche ist mir mittlerweile zu, und jetzt kommt der Konnex zum Vorangegangenen, faschistoid. Mögen die Blockwarte sich in ihrem Iglu aus Relevanzkriterien verbarrikadieren und glücklich werden. Ich will mit diesen elitären Wichtigtuern nichts mehr zu tun haben.
 
Illuminaten?
 
1,2 Mio. Dollar für politische Neutralität - Und welche Partei spendet ? ;-)
 
@andi1983: Die US-Universitäten sind absolut neutral - finanziell unabhängig vom herrschenden System (oder etwa doch nicht?). Natürlich darf man auch etwas nachhelfen, damit die Welt erfährt wer die "Guten" sind. Die reine Wahrheit ist doch sowieso nur eine Auslegungssache und die Mehrheit der Menschen lässt halt gerne andere für sich denken. Ich hoffe trotzdem, dass es genug neutrale Mitwirkende bei der Wikipedia gibt, die diesen Versuch der Einflussnahme abwehren können. Die englische Wikipedia hat ja den Vorteil, dass Englisch eine Weltsprache ist und deshalb auch sehr viele Menschen aus anderen Länder aktiv daran teilnehmen können.
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