XML-Patent: Erneute Niederlage für Microsoft

Recht, Politik & EU Im Patentstreit mit dem kanadischen Unternehmen i4i muss Microsoft erneut eine Niederlage einstecken. Das US-Patent- und Markenamt hat das strittige Patent 5,787,449 auf Anfrage von Microsoft erneut überprüft und stellte dabei die Gültigkeit fest. mehr...

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Ich gönne es einem Unternehmen, wenn es seine Rechtsansprüche gegenüber anderen durchsetzen kann. Aber das klingt für mich wieder mal nach einem absoluten Sinnlos-Patent und bestärkt mich wieder darin, gegen Softwarepatente zu kämpfen.
 
@satyris: Da gebe ich dir Recht - Softwarepatente sind einfach das lächerlichste, was jemals in diesem Bereich erfunden wurde. Patente auf logische AbläufE - sehr sinnvoll. Ich würde sogar soweit gehen, dass Patente selbst die größte Entwicklungsbremse sind.
 
@satyris: Bin auch zwiegespalten... hilfreich wäre ein Hinweis, ob i4i die Nutzung dieser Technik gegen eine akzeptable Lizenzgebühr erlauben würde und Microsoft einfach nur nicht zahlen will - oder ob i4i generell jedem die Nutzung verbietet. Der Satz: "Das Verfahren sieht vor, Struktur und Inhalt von Dokumenten getrennt zu bearbeiten" erzeugt aber Gänsehaut... jeder gute Webdesigner hält sich da strikt dran - und verstößt damit gegen dieses Patent?
 
@Tyndal: Solange wir nicht wissen was genau in dem Patent drinsteht und was es "regelt" ist es imho schwer festzustellen ob man überhaupt dagegen verstößt. Imho ist der Satz nur eine Art Überschrift. In einem Antrag muss ja letztlich genauer drinstehen um was es geht. Die Info fehlt hier aber (noch).
 
@pandabaer: Die Info findest du oben im Artikel über den Link. WF schmeißt dir zwar einen Linkfehler, aber die url die dort eingetragen ist, lässt sich kopieren und aufrufen.
 
@Tyndal: In dem Patentantrag habe ich auf die Schnelle nichts darüber gefunden, dass es sich auf XML beschränken würde. Also: Ja! Wobei es um "a method and operating system..." geht. Was jetzt das "operating system" darin noch sucht, weiß ich nicht. Liest sich sehr allgemein formuliert.
 
@Tyndal: Soweit ich weiß, will MS einfach nur nicht zahlen. Warum sollte i4i es MS sonst verbieten wollen?
 
@kinterra: i4i entwickelt Software - und die lässt sich schlecht verkaufen, wenn Office die Funktionen schon ab Werk mitliefert. Oder Apple mit diesem Multitouch... gibt schon Gründe, warum man etwas nicht gegen Lizenzgebühr freigibt, daher meine Frage.
 
@Tyndal: Ok, gute Argumente. Dennoch denke ich nicht das i4i es macht. Sind doch sichere Einnahmen für die i4i. Laut dem Boss von i4i, ist man zur zusammenarbeit bereit, http://tinyurl.com/yzp9fyy i4i schwimmt auch nicht in deren Office gewässern rum, sondern konzetriert sich eher wohl auf Datenbanken. Naja, schaun mer mal was MS als nächstes macht.
 
@satyris: ich hätte ja grundsätzlich nichts gegen softwarepatente, wenn sich das nicht auf solch logische und elementare bereiche beziehen würde. ich meine ich kann doch nicht jede zeile meines codes überprüfen lassen, ob die kombination aus denen in irgendeiner art und weise geschützt ist. wenn es z.b. darum ginge, dass ich meine software im großen und ganzen patentieren lassen kann (sprich nutzung verbunden mit dessen technologie verbunden mit den schnittstellen und benutzeroberfläche) dann ok (um z.b. software-kopien zu unterbinden, z.b. wenn jetzt jemand auf seinem smartphone ein os macht, welches exakt dem des iPhone os oder windows mobile os aussieht und sich genau so verhält) aber grundsätzlich auf irgendeine art und weise, wie ich daten behandel... das ist doch krank.
 
@satyris: Man mag ja gerne gegen Trivialpatente sein, aber grundsätzlich haben Softwarepatente viel gutes, z.B. sind Patente einsehbar, man kann also daraus lernen und sie sind zeitlich begrentzt. In einer Welt in der es keine Patente gebe, würde die Welt völlig vergoogelt sein, wenn ein jeder seinen Code und seine Ideen geheimhält.
 
@Yogort: Es gibt einen großen Unterschied zwischen Patenten auf technische Erfindungen und Software-Patenten auf logische Programmabläufe. In der Softwarewelt sind die "kurzen" Patentlaufzeiten tödlich lang.
 
@satyris: Nicht wirklich, auch auf rein technischer Ebene kann man triviale Dinge patentieren! Das das manchmal nervig ist, da sagt wohl auch niemand etwas dagegen. Aber man sollte nicht gleich Softwarepatente generell abschaffen, da es eben viele sehr gute trickreiche Algorithmen entstehen und veröffentlicht werden, weil sie patentierbar sind! Ich kann dir dafür gerne Beispiele geben, wenn du möchtest oder du ließt dir einfach mal mein Kommentar weiter unten durch.
 
Wenn ich so manchmal lese mit was für trivialen Dingen hier Firmen Millionen Euros erstreiten, da müsste ich eigentlich schon Multimilliardär sein. Wieviele Einfälle hat ein durchschnittlicher Mensch pro Tag bei denen er sich denkt "ach das ist doch viel zu trivial". Und solche Firmen gehen hin, patentieren so einen Müll wie "getrennte Bearbeitung von Inhalt und Struktur" tatsächlich, und bekommen 200 Millionen dafür? Heißt es nicht ein Patent muss eine gewisse erfinderische Leistung beinhalten um es zugesprochen zu bekommen? In den USA könnte ich wohl auch sowas wie "Glasreiniger mit eingebauter Uhr im Sprühkopf" patentieren.
 
@master_jazz: Das hättest du dir auch in Deutschland patentieren lassen können. Aber jetzt hast du deine Idee schon hier vorab veröffentlicht, und damit ist es nicht mehr patentierbar ;-)
 
@satyris: Mh... es gibt doch diesen Raumduft mit Bewegungssensor + zeitgesteuerte Verzögerung zwischen 2 Auslösungen... also werden Chronographen in Sprühsystemen vermutlich schon patentrechtlich gesichert sein.
 
"Microsoft hatte gehofft, dass das Patent von der zuständigen Behörde als ungültig abgestempelt wird. "...was ist das denn für ein Deutsch???
 
Microsoft ist selber einer der größten Befürworter von Softwarepatenten und betreiben mit Monopolmilliarden massiven Lobbyismus! Geschieht dieser verlogenen Drecksfirma ganz recht!!!
 
@NoName!: Ah, der Troll ist aufgewacht. Guten Morgen.
 
@NoName!: Wieviele Eier möchten Sie zum Frühstück?
 
@NoName!: Wenn jemand Lobbyist ist, dann DU!
 
Lizenziert es halt. Meine Güte. *rolleyes*
 
Ich verstehe hier was grundsätzliches nicht. XML ist doch eine freie Entwicklung, die widerum durch neu definierte DTDs, Namespaces usw. in neue Beschreibungssprachen abgewandelt werden kann. Wie kann da jetzt eine Firma ankommen und Patente auf etwas erheben, das vom Ursprung her vollkommen frei zugänglich für alle ist? Das wäre so, als würde ich OpenOffice mit Funktionen erweitern und mir das dann patentieren lassen - was ja laut Lizenzbestimmungen auch nicht zulässig ist. Was ist jetzt also Gegenstand des Patentstreits? hab ich hier gänzlich was falsches im Kopf?
 
@Rikibu: das ist ja gerade das kranke. es geht darum, wie diese xml gelesen/behandelt wird... praktisch wie office mit so einer xml-datei intern umgeht... da weiß ich echt nicht mehr ob ich lachen oder weinen soll ...
 
Ist Mathematik denn so oder so nicht Patentierbar ?
 
@Menschenhasser: einfache Algorithmen sind reine Mathematik, da sind wir aber bei Programmen die c² = a²+b² berechnen. Wenn man weiter geht, findet man viele Algorithmen, die letztendlich Mathematik sind, aber sehr trickreich sind und an denen lange geforscht wurden, Wissenschaftler damit berühmt geworden sind, wie z.B. Dajkstra. Und dann gibt es noch Algorithmen, die sind noch viel viel komplizierter, trickreicher an denen noch viel viel länger geforscht wurden und noch immer nicht gelöst sind, wie z.B. KI. Einfach von Mathematik zu sprechen oder davon, dass alles doch nur 1en und 0en sind, wäre dann doch zu einfach. Man mag ja gerne gegen Trivialpatente sein, aber grundsätzlich haben Softwarepatente viel gutes, z.B. sind Patente einsehbar, man kann also daraus lernen und sie sind zeitlich begrentzt. In einer Welt in der es keine Patente gebe, würde die Welt völlig vergoogelt sein, wenn ein jeder seinen Code und seine Ideen geheimhält.
 
In YOUR FACE MS. Niemand verdient es mehr als MS wenn es um diese sinnlose Softwarepatente geht.
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