Google will ab Sommer E-Books überall anbieten

Internet & Webdienste Ein Google-Manager hat angekündigt, dass der Suchmaschinenbetreiber ab Juni oder Juli in das Geschäft mit digitalen Büchern einsteigen will. Firmen wie Amazon (Kindle) und Apple (iPad) will man mit einem offenen System Konkurrenz machen. mehr...

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Ein offender Standard könnte diesem Medium tatsächlich zum Durchbruch verhelfen. Propitäre Systeme werden von der Masse der Kunden nunmal nicht gut angenommen. Und der DRM-Mist vom Kindle (nachträgliches löschen gekaufter Bücher) ist ein Unding. Doch sieht es nicht so aus, als ob Google das offene Epub-Format nutzen will. Bleibt abzuwarten, ob deren Version was taugt (Im Sinne des Kunden)
 
Zu Google: Ich finde es begrüssenswert, dass Google auch mitmischen möchte. Ich sehe es als logische Schlussfolgerung, weil Sie ja seit Jahren zeitgenössische Dokumente mit Hilfe der örtlichen Staatsbibliotheken oder den Universitäten einscannen. Ein offener Standard ist immer gut. Zu Kobold-HH: Teils hast du recht, vor allem was das Löschen von gekauften Büchern anbelangt, ich erinnere mich noch, dass es beim Kindle um das 1984 erschienene Buch von George Orwell war "wie passend". Was ich mit dir aber nicht teile ist, den Ausdruck "DRM-Mist". Sicher, man kann DRM für geldbringende Zwecke missbrauchen, aber momentan sehe ich keine andere Technologie am Horizont, die dafür sorgen kann, dass vom Autor über den Buchdruck bis zum Verkäufer dennoch alle mitverdienen können. An einem gekauften Buch oder e-Dokument hängt eine ganze Industrie zusammen, alles frei und unendlich kopierbar (auch für Backups und so) ist zwar ein Wunsch Aller. Wenn aber ein Mensch sieht, dass es das gleiche Dokument welcher sein Kollege für vielleicht 10 Euro gekauft hat, auf Rapidshare & Co. gratis gibt, so muss ich dir leider mitteilen, das die Versuchung grösser ist es "gratis herunterzuladen" statt es auch zu kaufen, oder den Kollegen zu fragen, oder er Ihm eine Kopie machen könnte (Beim heutigen DRM-Flile Schutz darf man meist bis zu 5 Kopien machen).
 
@AlexKeller: Mir ist bewusst, das alle Werke (Schrift, Ton oder Film) gerne vom Autor gegen Geld verkauft werden möchten. Bei einigen überzeugt sogar die Qualität, so dass ehrliche Kunden auch dafür zu zahlen bereit sind. Doch in Zeiten der Digitalenvervielfältigung muss ein Buch, eine CD oder ein Film nicht mehr als paar Euros kosten. Da aber leider alle, die mit der Produktion klassischer Medien noch immer daran mitverdienen wollen, werden diese Daten noch immer viel zu teuer (Gewinnmaximiert) verkauft. Und nur deshalb kopieren viele einfach kostenlos. DRM ist nicht nötig, wenn man dem Kunden einen echten Mehrwerk anbietet oder faire Preise verlang.
 
@Kobold-HH: hmm.. Dazu fallen solche Sachen ein wie: Gewohnheitstier, träge und Tunneldenken, hoffentlich kommt bald das Umdenken :-)
 
@AlexKeller: Bei mir, oder der Medienindustrie? Bei mir wird "umdenken" mangels finanzieller Möglichkeiten schwer, denn ich kann meine Arbeit nicht unendlichfach reproduzieren und quasi aus einer Tat eine 1000fache Kopie verkaufen. Und seien wir mal ehrlich, wer z.B. eine DVD für 5 Euro im Laden noch kopiert, der hätte sie auch nicht für einen Euro gekauft. Und wer für ein digitales Buch ohne DRM 2 Euro bezahlt, der braucht auch nicht in Tauschbörsen suchen...
 
@Kobold-HH: Bei der Medienindustrie...
 
@Kobold-HH: Du wirftst einem privaten Wirtschaftsunternehmen aber nicht wirklich vor, gewinnorientiert und -maximiert zu arbeiten, oder?
 
@Gizmor575: Natürlich werfe ich es ihnen nicht vor. Aber überhöhte Preise zu verlangen, wo die meisten Kunden das Ungleichgewicht zwischen Wert und Preis sehen, und dann noch zu heulen, dass "illegal" Kopiert wird. Das werfe ich ihnen vor. Und DRM ist ihre Art den ehrlichen Kunden mit ihrer Gier zu belästigen, anstatt ihr Angebot für den ehrlichen Kunden attraktiv zu machen. Dinge die sich aus dem Nichts reproduzieren lassen sind nunmal nicht so viel wert, wie ein Buch aus Papier, eine CD oder DVD aus Kunststoff. (ja es kommt auf den Inhalt an, nicht auf das Medium). Doch das Geld dafür wird ja auch nicht in unseren Kellern aus dem Nichts reproduziert.
 
@Kobold-HH: edit: Eigentlich hast du ja erkannt, das es auf den Inhalt ankommt. Genau deswegen machen die eigentlichen Materialkosten nur den kleinsten Bruchteil des Endpreises dieser Produkte aus. Soweit, das zu akzeptieren bist du nicht? Genauso wenig wie das Geld aus dem Nichts im Keller entsteht, so einstehen auch die Inhalte nicht aus dem Nichts.
 
@wolftarkin: Die "hohen" Produktionskosten sind es doch, welche und die Medienindustrie immer als Argument für die Preispolitik anbietet. Das dies gelogen ist, ist ja inzwischen jedem bekannt. Aber bei einem ebook fällt selbst dies weg und müsste eigentlich an den Kunden weitergegeben werden, wenn man illegale Kopien verhindern/verringern möchte.
 
@Kobold-HH: Ob die Preise überhöht sind, entscheidet am Ende der Käufer bzw. der Markt. Ein Gleichsetzen von "hoher Preis" = "viele Raubkopien" ist falsch; ein Zusammenhang kann vereinzelt bestehen. Es ist eher das gesellschaftliche Denken "Das muss ich haben!". Und das jemand sein Werk schützen möchte, kann ich nachvollziehen. Wie weit eine technische Umsetzung geht, steht auf einem anderen Blatt. Nur weil jemand ein Papierbuch nicht auf den Kopierer legt, sondern die digitale Fassung kopiert, wird die Tat selbst nicht besser.
 
Und wieder unterstützt Google offene Standards und macht Dienste kostenlos oder sehr preiswert! Was macht Microsoft?
 
@NoName!: Geld verdienen... ;)
nein i ch finde das auch toll von Google. :)
 
Was in der News vergessen wurde: Die E-Books kann man nicht wie behauptet überall lesen, sondern nur überall wo man Internet hat. Man kann sie nämlich nicht downloaden. Praktisch der Ubi Soft Kopierschutz für Bücher.
 
@ElLun3s: ach! Stimmt ja :-)... ist ja momentan auch bei Google's Book-Store so books.google.com
 
@ElLun3s: bei Büchern der passende Schutz vor Kopien, oder? Abwarten, was uns letztendlich erwartet.
 
@ElLun3s: Wobei man so einen Kopierschutz doch bestimmt auch relativ simpel umgehen kann, wenn mans nur will...
Man schreibt ein kleines Programm, dass durch das Buch scrollt und von jeder seite eine Bildschirmkopie macht.
Dann lässt mans durch nen OCR Programm laufen oder speichert es direkt in nen pdf und schon hat mans auf dem Rechner...

Nicht dass ich das machen würde - ich bevorzuge immernoch Bücher aus Papier, die gibts nahzu kostenlos in der Bibliothek - aber ich denke für "professionelle" Raubkopierer wär das kein Problem und solche Bücher tauchen dann auch zum download in Tauschbörsen auf. ... Außer die Preispolitik ist so gehalten, dass der größte Teil bereit ist, den Preis zu bezahlen.
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