EU will breite Debatte über die Netzneutralität

Recht, Politik & EU Die EU-Kommission will eine öffentliche Debatte über die Netzneutralität in Gang bringen. Das erklärte Neelie Kroes, EU-Kommissarin für die Digitale Agenda, gestern auf der ARCEP Conference in Paris. mehr...

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Meiner Meinung nach sind das üble Tricks und Winkelzüge um doppelt abkassieren zu können. Denn es bezahlt ja ohnehin schon jeder ISP Kunde seinen Anschluss. Aber denen geht es darum, dafür noch mal zu kassieren. Dabei ist doch klar: es geht den Provider schlichtweg nichts an, wie im Rahmen des Vertrags die gezahlte Leistung benutzt wird.
 
@Fusselbär: Hatte es bei der letzten News mit der FCC schon geschrieben (und dafür ein paar Minus kassiert, egal), hier aber nochmal: Bei nem "normalen" 16.000er DSL-Anschluss für 25 Euro im Monat inkl. Telefonflatrate habe ich 16k Download und 1k Upload, darf damit alles nutzen. Würde der ISP jetzt zum gleichen Preis ein Paket anbieten, was 16k Download und 8k Upload bietet, dafür aber p2p ausschließt, dann würde ICH da zugreifen wollen. So gesehen halte ich nicht viel von einer erzwungenen Netzneutralität. Aktuell machen es die Mobilfunker vor: mobile Internetflat mit Ausschluss von VoIP, Messenger-Dienster u.ä. - wenn die das künftig nicht mehr ausschließen dürfen, werden die Tarife eben 3x teurer, davon hat die breite Masse nicht viel und aktuell kann ich mit dem Ausschluss von VoIP und Messenger leben. Sollte sich die EU auf Netzneutralität einigen, dann werden das alle im Geldbeutel spüren.
 
@Tyndal: Deiner Argumentation nach können wir ja auch die Demokratie abschaffen, Wahlen kosten ja schließlich auch Geld. Diktatur ist viel billiger... Spinner!
 
@Tyndal: Du hörst dich ja schlimmer an als Schäuble .
 
@Menschenhasser: Was hat Schäuble damit zu tun? *grübel* Gut, wenn ihr tatsächlich der Meinung seid, dass die Preise stabil bleiben werden, wenn die Netzneutralität Pflicht wird, dann kann ich das nicht ändern. Das ErneuerbareEnergienGesetz, welches Stromanbieter dazu zwingt Strom aufzukaufen, wird als Argument für steigende Strompreise genutzt. Die Netzneutralität wird ebenso zu steigenden Preisen führen, da die ISPs dann einfach behauptet mehr Traffic (und damit mehr Kosten) zu haben. Aber scheinbar seid ihr für p2p gerne bereit, monatlich mehr zu bezahlen. Ich nicht. @Fonce: Ist ja richtig. Was passiert, wenn sie künftig VoIP und Messenger erlauben MÜSSEN und die Telefon- und SMS-Dienste keine Einnahmen mehr bringen? Wird der Tarif für mobiles Internet dann billiger oder teurer? MICH würde das ankotzen.
 
@Tyndal: es ghet nicht um den preis...zur erinnerung..die EU will etwaseinführen..ergo stehen politische intressen dahiner...ergo idologische gründe... man will halt einen imerialistische schutzwall ala china einrichten... über zensurmaßnahmen wird man das nicht hinbekommen, da versuchtman es so...ganz einfache politische trix...und politiker sind doch leider ab...aum.
 
@Tyndal: Diese Einschränkungen im Mobilfunknetz seitens der Provider dienen aber nicht dazu das Datenaufkommen im Netz zu senken, den man will den Nutzer dadurch zu den eigenen Dienste(Telefon und SMS) zwingen um mehr Geld verdienen zu können.
 
Keine NETZNEUTRALITÄT, dahinter konnen immer nur 2 intressen stehen: finzelle oder politische. mehr muss man dazu nicht sagen! das bedeutet, wenn sich ein isp nicht neutral verhält stehen klar nicht seine kunden, sondern sein bereicherung im vodergrund. mischt sich der staat ein sind immer politische gründe da um anders denkende auszuschliessen. dielisten die auf wikileaks waren aus den ländern die sperrungen gegen kipo betreiben, zeigen ganz deutlich das es um ausschluss von politischen inhalten und nicht wirklich um kipo geht.
 
@MxH: ich pfeif auf deine meinung
 
Tja, wenn das mal nicht ausufert. Die Telekom wird nicht begeistert sein, wenn Alicekunden deren Donwloaddienste nicht verwenden können, weil Alice daran Interesse hat dass seine Kunden die eigenen Produkte benutzen und andere drosselt. Am Ende wird jeder Provider das gesamte Internet drosseln bis auf seine eigenen Dienste. Das schadet letztenendes der gesamten Wirtschaft. Und der Kunde, der von allen ausgenommen wird, sitzt dann doof da mit seinen gedrosselten Ports und gesperrten Webseiten usw, obwohl er für eine Flatrate bezahlt, die die Provider selbst umwerben damit dass man soviel ziehen kann wie man will rund um die Uhr. Wenn die Netzneutralität vor die Hunde geht, dann wird das am Ende allen schaden, auch denen, die am lautesten danach schreien.
 
@lutschboy: Ähm... wenn mich nicht alles täuscht, haben wir weder in der EU noch in Deutschland aktuell "Netzneutralität" - das von dir genannte Szenario müsste demnach schon lange passieren - tut es aber (fast) nicht. Ausnahme die mobilen Internetflats mit dem Ausschluss von VoIP und Messenger-Diensten, da scheinen sich aber die wenigsten Kunden dran zu stören, solange der Preis stimmt.
 
@Tyndal: Bisher ist es noch nicht eingetreten da die Provider befürchten, Kunden an die Mitbewerber zu verlieren. Sperrt T-Online gängige P2P-Ports, wird sich das unter den Kunden rumsprechen und diese werden ggf. zu der Konkorrenz wechseln.
Dieser Konkorrenz-Druck hält das System auch am Leben, jedoch ist zu befürchten, dass genau dieses System zusammen bricht, wenn die ersten Provider die ersten Schritte unternehmen.
 
@Levithan: Also ich habe mich in den letzten Monaten intensiv mit den Tarifen der einzelnen Provider beschäftigt, da ich eine mobile Internetflatrate suche. Ich habe KEINEN Provider gefunden, der mir vollständigen ( = neutralen) Zugang zum Internet gewährt. Alle haben eine Drosselung ab einem bestimmten Volumen pro Monat (Netzneutralität würde eine solche Drosselung nicht erlauben), alle haben Einschränkungen und/oder Verbote von p2p, Messenger-Diensten und VoIP (auch das wäre bei Netzneutralität nicht möglich). Es ist also schon lange eingetreten, dass Provider bestimmte Dienste drosseln oder ganz sperren, einen Zusammenbruch des Systems kann ich aber nicht erkennen. Im Gegenteil, diese Einschnitte führten zu stetig fallenden Preisen. "Früher" hatten wir so eine Art Netzneutralität - dank dieser Netzneutralität wurden die damals üblichen ISDN-Flatrates vom Markt genommen. Ein anderes Beispiel ist die Netzneutralität im Stromsektor - da die Stromunternehmen privat produzierten Strom (z.B. Solarstrom) abnehmen MÜSSEN, steigen für alle Verbraucher Jahr für Jahr die Strompreise. Natürlich ist die Vorstellung eines uneingeschränkt nutzbaren Internets auch für mich reizvoll - aber ich möchte nicht 100 Euro / Monat dafür bezahlen müssen.
 
Was muss da diskutiert werden? Abschaffung der Netzneutralität würde den Kapitalisten in die Hände spielen, der Bürger wäre wieder der Idiot! Können wir ja gleich neutrale Gerichte abschaffen, dann können die korrupten "Eliten" ganz machen was sie wollen.
 
@John-C: Es muss diskutiert werden weil es eben nicht so schwarz-weiß ist wie du es darstellst. Wie Tyndal in [o1][re:1] schrieb kann eine Einschraenkung der Netzneutralitaet finanzielle Vorteile fuer den Endnutzer haben.
 
@Valfar: Was hat es für einen Vorteil p2p auszuschließen wenn? Mehr als genug Leute nutzen dies auch für den Austausch bzw. die Verteilung Legaler Daten. Da wäre z.B. das verteilen von Linux Distributionen oder anderer Software über das Torrent Netzwerk. Dies kann sogar das Datenvolumen verringern! Ist mir schon oft genug passiert das beim Laden großer Images über HTTP ein Fehler aufgetreten ist und ich nochmal laden musste und genau das kann bei Torrent nicht passieren...
 
@Fonce: Du hast den Beitrag von Tyndal falsch verstanden. Es geht nicht darum P2P auszuschließen sondern um verschiedene Pakete, zwischen denen der Nutzer waehlen kann. Wenn er gewisse Einschraenkungen in Kauf nimmt (z.B. auf P2P verzichtet) bekommt er dafuer andere Vorteile (z.B. hoehere Bandbreite).
 
@Valfar: Ja klasse.. Ich zahl dann nur noch 10 Euro für meinen Anschluss, darf dann aber nur in das Internet, was mein Provider mir zugesteht. Ganz großes Kino
 
@Slurp: Nein nicht was der Provider einem zugesteht sondern was man selber moechte.
 
@Valfar: Ich hätte da noch ne Frage. Wer bitte schön soll dan beim buchen seines Tarifs noch durchblicken? Außerdem solltest du bedenken das bei derart modularen Tarifen die Kostenersparnis bei der benötigten Hardware dadurch höchstwahrscheinlich durch einen größeren Verwaltungsaufwand aufgefressen würde. Außerdem würden die kosten hierdurch für Diejenigen die das "komplette Internet" benötigen die Kosten explodieren. Das würde bedeuten das das "komplette Internet" nur noch für Diejenigen zur verfügung steht die Geld haben. Es würde eine zwei Klassen Internetgesellschaft geschaffen werden, bei der vermutlich nur der an Informationen kommt der es sich leisten kann. Das Problem ist aber das man Informationen braucht um sich bilden bzw. fortbilden zu können.
Ich kann nur von mir persönlich sagen das ich nie das Wissen hätte, was ich jetzt habe wenn ich nicht einen freien Zugang zu Informationen bekommen hätte.
 
@Fonce: Mir ging es auch weniger um den konkreten Fall den Tyndal als Beispiel nannte als vielmehr darum zu zeigen, dass man durchaus ueber Netzneutralitaet diskutieren kann. [o4] hat es so dargestellt, als gaebe es gar nichts worueber man diskutieren koennte. Aber das ist eben nicht der Fall. Eine Einschraenkung der Netzneutralitaet ist nicht nur schlecht (natuerlich auch nicht nur gut). Es ist sinnvoll, sich darueber Gedanken zu machen bevor man eine eindeutige Position bezieht.
 
@Valfar: Ich habe mir schon Gedanken darüber gemacht, sonst würde ich dazu wohl kaum was schreiben. Ich kann aber nun mal bisher nicht positives daran erkennen falls man die Netzneutralität nicht einführt.
 
@Slurp: Bitte... tu mir einen Gefallen und geh zur Telekom, zu vodafone, zu O2, zu ePlus oder einen der Discounter - und frage nach einem mobilen Internettarif, der a) keine Drosselung ab 5GB / Monat hat, b) keine p2p-Sperre hat, c) VoIP vollständig zulässt und d) Messenger-Dienste nicht sperrt. Wie? So einen Tarif gibt es nicht? Aber... aber... ich dachte wir haben Netzneutralität? Was? In der EU haben wir keine Netzneutralität und du darfst nur das im Internet machen, was dein Provider dir zugesteht? Ganz großes Kino! Warum tut hier jeder so, als wäre eine vorhandene Netzneutralität in Gefahr? Aktuell dürfen die Provider tun und lassen, was sie wollen (und machen das auch) und die EU entscheidet jetzt, ob das so bleibt oder ob eine Netzneutralität Pflicht wird.
 
Das wird wieder eine Lobby Partie erster Sahne werden .
 
@Menschenhasser: Ohne Witz, dein Comment sagt im Prinzip alles aus
 
Ich dachte immer für die Netzneutralität gäbe es schon eine eindeutige Definition. Aber scheinbar habe ich mich getäuscht.
 
@RobCole: Eine eindeutige Definition über ein Internetthema auf Regierungsebene? Guter Witz! Es wurde höchstens ein Versammlungstermin festgelegt um an diesem zu verkünden auf welches Datum ein Einigungsversuch vertagt wird.^^
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