US-Gericht: FCC darf keine Netzneutralität verlangen

Filesharing Ein US-Bundesgericht hat der amerikanischen Kommunikationsaufsicht FCC das Recht abgesprochen, die Internet-Provider zur Gleichbehandlung aller Dienste und Webangebote in ihren Netzen zu verpflichten. Nun scheint die Netzneutralität erneut gefährdet. mehr...

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War der Richter befangen ?
 
@Menschenhasser: Ne, das ist nur wie hier in Deutschland immer mal wieder: keine Ahnung. Sowas darf einfach nicht sein, da das ein Schritt weiter zu Zensur ist.
 
@puffi: Dass eine staatliche Behörde NICHT landesweit über den Umgang mit Datenverkehr bestimmen darf, hälst du für "einen Schritt zu Zensur"?
 
@Colonel Lynch: Alles was für den Bürger gut ist ist ein zu schützendes Gut was verteidigt werden muss .
 
@Menschenhasser: Und was für den Bürger gut ist, das weiss eine Behörde am besten?
 
@Colonel Lynch: In vielen Fällen ist das so, wenn auch nicht in allen. In diesem Fall ist eine Regulierung der Bandbreiten doch sowieso im Interesse der Bürger die sonst für gewisse Dinge vom Unternehmen zur Kasse gebeten würden.
 
@pvenohr: Jemand der 24/7 "Linux Distributionen" zieht, der kann von mir aus gerne dafür zur Kasse gebeten werden. Eine 15 Euro Flat ist für sowas nicht gedacht.
 
@Colonel Lynch: für was is dann eine flat gedacht? wenn der anbieter zu blöd is, durchzukalkulieren, ob er mit 15 euro eine flat anbieten kann oder nicht, ist er selbst schuld!
 
@puffi: Mir fallen da spontan deutsche Mobilfunkunternehmen ein, die bei ihren mobilen Internetflatrates kein Voice-over-IP erlauben und bei Überschreitung eines gewissen Volumens den kompletten Anschluss drosseln (nicht nur den p2p-Teil) - fällt das auch unter "Zensur"?
 
@Tyndal: Also bei O2 darf ioch durchaus VoiP nutzen, habe auch Skype auf dem Handy. Das sind IMHO auch die Einzigen, die das mit dem normalen Internettatrif zulassen. Also bitte differenzieren.
 
@Tyndal: Ja, ist es! Ich find es eine unverschämtheit, dass man z.B. auf dem iPhone in deutschland kein Skype über mobiles Internet nutzen kann unter dem Vorwand, dass das die netze überlastet! Das gleiche gilt auch fürs tethering! Wenn die einem ne 500mb flat anbieten, hat es sie nicht zu ineressieren für was ich diese nutze!!!
 
@Menschenhasser: Nein der Richter hat das gemacht wozu Richter da sind: Die Rechtskonformität einer Handlung zu bestätigen oder nicht. Ein Richter hat keine Gesetze zu machen, sondern nur in dem jeweiligen Fall zu überprüfen ob dieses eingehalten wird. Dies gilt für «blöde» Gesetze genauso wie für «gute». Und wenn die FCC, wie in diesem Fall, keine rechtliche Grundlage hat, diesen Bereich zu regulieren, dann darf sie das auch nicht und genau das hat das Gericht festgestellt. Ob das jetzt die moralisch richtige Entscheidung ist, ist dabei irrelevant.
 
Eine nachvollziehbare Entscheidung. Immerhin geht es hier um eine Behörde, die landesweit allen Providern vorschreibt, wie man Protokolle intern handhabt. Und gerade im Zeitalter von VoIP und Webcam-Chats muss es nicht automatisch schlecht für die Nutzer sein, wenn der Provider derartigen Datenverkehr bevorzugt behandelt. Solange die Maßnahmen der Provider dokumentiert und transparent sind, gibt es keinen wirklichen Grund für den Staat, sich einzumischen.
 
@Colonel Lynch: Sehe ich ähnlich. P2P nutze ich nicht, wenn es in Deutschland einen Anbieter geben würde, der eine DSL-Flat ohne P2P-Nutzung für weniger Geld anbietet - ich würde dahin wechseln.
 
@Tyndal: Genau, und wenn es einen Anbieter gäbe die Tyndals aus dem Internet aussperren wenn sie wieder in Kommentaren nur an sich selbst denken, würde ich dorthin wechseln!
 
@Colonel Lynch: Was aber dort drüben leider nicht der Fall ist .
 
@Menschenhasser: Auf Grundlage des entstehenden Traffics könnte der entsprechende Netzbetreiber auch seine Flatrate-Tarife auf Kostendeckung überprüfen und den Preis entsprechend verdreifachen. Das trifft dann auch die Personen, die hauptsächlich http-Traffic verursachen (also im Vergleich fast keinen Traffic). So wie sich eben die KFZ-Haftpflicht für alle Golf-Fahrer verteuert, wenn im Vorjahr viele VW Golf in Unfälle verwickelt waren. Bestraft die Masse, damit ein paar wenige ein sonniges Leben haben.
 
@Tyndal: Naja Golf Fahrer fahren ja wie die letzten Säue .
 
So Einschränkungen rechnen sich doch nur wenn es alle Provider gleichzeitig machen. "Bei uns wird Bittorrent diskriminiert" ist kein guter Werbeslogan
 
@Zaru: "Unsere Flat ist schneller und billiger" ist aber ein guter Slogan. Und damit man es so billig anbieten kann, muss man halt ggf. Dienste ausbremsen, die zuviel Ressourcen fressen. Da muss jeder Kunde schon selbst entscheiden, was er will.
 
@Colonel Lynch: Diese Entscheidungsfreiheit ist aber oft nicht gegeben. Grade bei Kabelanbietern, die in Monopolregionen aufgeteilt sind, oder auf dem Land per Telefonleitung gibt es oft nur einen Anbieter. Auch darum ist Netzneutralität wichtig. @Zaru: Damit wird ja auch nicht geworben. Im Gegenteil, meißt wird es verheimlicht. In Deutschland war/ist(?) zb 1&1 dafür bekannt zu drosseln. Daneben gab es noch weitere Provider die dies laut Benutzerbeobachtungen ebenfalls tun. Offiziell bestätigt wird das hingegen fast nie. Und oft ist das Problem dass du nicht aus dem Vertrag kommst wenn du es nachweisen kannst, da im Kleingedruckten Klauseln stehen die das ganze legitimieren.
 
@Colonel Lynch: Sag mal, arbeitest du bei der Telekom?! Hört sich so an wie ein Vertriebler im Gespräch mit Kollegen! "Wie können wir noch mehr Geld machen ohne Geld für die Ausbaung unserer Netze zu tun? In unserer Tasche ist das Geld doch viel besser aufgehoben!" Dein Slogen ist augenwischerei, denn P2P Nutzer und VoIP Nutzer wollen auch das angepriesene "schnelle" Netz, bekommen es aber nicht, weil Leute wie du einen Irreführenden Sloagen drauf kleben.
 
@Patti741852963: Interessant, wie du mich missverstehst. Willst du nicht wahr haben, dass die Kunden selber für solche Maßnahmen verantortlich sind, weil sie eine schnelle Flat für 15 Euro oder noch weniger haben wollen?
 
Man soll sich nicht täuschen, das was die FCC gefordert hat, war sowieso keine echte Netzneutralität. ISPs hätten beispielsweise durchaus verordnete Filterungen vollziehen und weiter Rechteinhabern Auskunft geben müssen. Netzneutralität im allumfassenden Sinn, ist aber mehr als den bloßen Verzicht auf das Priorisieren von Datenströmen.
 
@Der_Heimwerkerkönig: Es ist immerhin ein Anfang, wenn auch nicht das Gelbe vom Ei!
 
nimmt mich wunder wie es weitergeht!
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