Microsoft bald ohne Unterstützung für Itanium-CPUs

Microsoft Microsoft wird schon bald den Support für die Itanium-CPUs von Intel einstellen. Der Windows Server 2008 R2 wird das letzte Betriebssystem sein, das die 64Bit-Plattform unterstützen wird, schreibt der verantwortliche Produktmanager Dan Reger. mehr...

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Mich wundert's nicht, erben doch die Xeons (z.B. die 7500er) immer mehr Features von den Itaniums (z.B. RAS und andere) und liegen preislich und leistungstechnisch auf einem teilweise besseren Level als die RISC-CPUs. Dank der Skalierbarkeit von bis zu 512 CPUs sind die 7500er auch in Dimensionen angelangt, die bisher den Itaniums vorbehalten waren. Der Rest steht ja auch oben im Newstext schon drin.
 
@FFX: Damit wäre auch geklärt warum Intel immer noch an den Dingern festhält. $$$
 
@DennisMoore: geld regiert die welt!
 
@DennisMoore: Würde ich auch nicht anderst machen. Als die Dinger raus kamen, waren sie top. Heute sind sie preislich nicht mehr tragbar. Das Klientel welche halt dran festhält muss dafür die Zeche zahlen.
 
@mwr87: als sie rauskamen hatten sie auch schon riesen schwächen (laaaamer x86 mode, zu teuer, weil chipfläche einfach zu riesig)
 
@maxfragg: das hat nicht wirklich direkt etwas mit der chipfläche zu tun.
nehmen wir als beispiel die ASM Programmierung: Ein Itanium ist keine RISC sondern eine VLIW Architektur. Dadurch, das es so viele Instruktionen gibt, muss es eine größere Nummerierung geben. -> Für eine Simple Addition (add, iadd) müssen mehr Daten geschickt werden, nur damit der CPU klar ist, was sie zu tun hat (um es mal simpel auszudrücken)
 
Intel's Itanium war aber auch eine klassische Totgeburt. Im Managementbereich wurde hier m.E aber auch viel Falsch gemacht. Problematisch war von Anfang an die fast x86 inkompatiblität (zu langsam!)und zugleich der Versuch damit nur im Serverbereich Fuß zu fassen. Dort waren aber schon andere viel früher mit 64Bit unterwegs.
 
@Homer34: Totgeburten zeichnen sich hauptsächlich dadurch aus, das sie nicht Nachfolger am laufenden Band bekommen.
 
War abzusehen, da bereits die wichtigsten Enterprise Linux Distris abgesprungen sind, bzw. diese Architektur nie unterstützt haben. Bleibt eigentlich nur noch HP-UX übrig und das auch nur weil HP am Itanium mitentwickelt (oder sind die ebenfalls schon weg?).
 
@Wollknäuel Sockenbar: HP baut nach wie vor auf Itanium, soweit ich weiß. Allerdings lag das Hauptaugenmerk damals auf hoher Skalierbarkeit für Rechenzentren, da hier einige Hundert Prozessoren in einem System zusammengefasst werden konnten. Im Prinzip war dies gepaart mit dem reduzierten Befehlssatz ein Erfolgsgarant für kritische und rechenintensive Einsatzgebiete. Dieser Vorteil wurde durch unzureichende Kompatiblität zwar etwas eingedämmt, doch konnte er sich in diesen Gebieten einige Zeit behaupten. Heutzutage gibt es jedoch mehrkernige x86-CPUs, die zudem auch gut skalierbar sind (sprich: bis zu 512 CPUs a 8 Kerne sind heute schon umsetzbar). Dazu kommt nun ein geringerer Anschaffungspreis und mehr Kompatiblität bei gleichzeitigem Wegfall der 32-Bit-typischen 4GB-RAM-Grenze. Ergo wird der Itanium über kurz oder lang wohl aussterben, wenngleich es ein langsamer Tod werden wird, da man in Rechenzentren mit Sicherheit nicht Hals über Kopf sämtliche Software auf CISC-Prozessoren optimieren wird (auch ein Kostenfaktor).
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