Immer mehr Beschäftigte fast jederzeit erreichbar

Wirtschaft & Firmen Die zunehmende Durchdringung des Lebens mit Telekommunikationswegen nimmt bei immer mehr Beschäftigten auch direkten Einfluss auf das Verhältnis zwischen Arbeit und Freizeit. mehr...

Diese Nachricht vollständig anzeigen.

Jetzt einen Kommentar schreiben
 
...tja, das ist halt die schöne neue Zeit... Keine Vorteile ohne Nachteile....
 
@DavyJones: dafür gibts 2 Handy =) beide gleiche Nummer nur auf dem einen kommen halt noch Firmen Mails drauf... das der scheiss an der Sache, aber bei Servern darf man nicht spaßen
 
Joah. Viele sind schon mächtig stolz auf ihr vom Arbeitgeber zur Verfügung gestelltes Firmenhandy (oder gleich mehrere davon). Und woher dessen uneigennützige Spendierfreude? Weil es meistens eh nur als moderne Hundeleine mißbraucht wird. Ein Arbeitnehmer ist dann eben 24/7 im Bereitschaftsdienst, auch wenn er es nicht wahrnimmt. Das im Artikel zur Voraussetzung gemachte Einverstandensein wird meistens durch Angst um den Job eingeholt. Und schwupps muss ein Arbeitnehmer fortan mit "Notfalleinsätzen" rechnen, die es früher in der Häufigkeit gerade mal bei Polizei/Feuerwehr/Katastrophenschutz/Krankenhäusern gab. Mittlerweile ist ja jeder minimale Systemausfall für einen Arbeitgeber Grund den nationalen Ausnahmezustand auszurufen und die Handys seiner Mitarbeiter klingeln, piepsen oder vibrieren zu lassen. Nachteil sind dann vielleicht die vielen Burn-Out-Syndrome, wenn Mitarbeiter bei 50/60h Wochen + Nachteinsätzen irgendwann nicht mehr können. Aber ok, ist halt der nächste schon stolz auf sein neues Firmenhandy inkl. freier privater Nutzung ;-)
 
@analogkaese: muss dir leider zustimmen. Es scheint so zu sein, dass irgend ein BWLer mal ausgerechnet hat, dass es billiger ist, Beerdigungen zu bezahlen, für kaputt gearbeites Personal, als auf Gewinn zu verzichten. Denn von mehr Gewinn kann man ja schließlich die Beerdigungen bezahlen... etwas ironisch, klar, aber so kommts einem vor.
 
@analogkaese: Hm...kann man so sehen, muss man aber nicht. Wir haben bei uns Blackberry im Einsatz. Wer wollte, konnte einen Duobill-Vertrag abschließen. Das hat den Vorteil, dass man nur noch ein Handy, aber 2 Nummern hat. Ich persönlich haber beide Nummern intern mit einer Rufumleitung verbunden, da meiner Meinung nach eine gewisse Bereitschaft da sein sollte, auch außerhalb der Arbeitszeit ansprechbar zu sein. Wenn es mir allerdings zuviel wird, kann ich diese Rufumleitung auch wieder rausnehmen, da dies keine Vorschrift ist. Dann bin ich eben nur noch in dem Modus erreichbar, in dem ich mich gerade befinde.
 
Das nimmt zeitweise abartige Auswüchse an. Gerade Auszubildende werden von einigen Chefs auch gerne mal während des Unterrichts kontaktiert. In meinem Fall ist zwar die Handynummer wie bei jedem anderen unserer Entwickler auch hinterlegt, da ich erreichbar sein muss, wenn ein Problem mit einem meiner Programm auftritt, aber die wird nur in Ausnahmefällen verwendet und immer mit dem Hintergrundwissen, dass der Angerufene gerade nicht erreichbar ist oder sein will. Und ja, ich liebe lange, verschachtelte und schwer zu verstehende Sätze :o)
 
@zwutz: dementsprechend sieht wahrscheinlich dein code aus.
 
@MarZ: -edit- (bevor ich hier was falsches sage). Welchen Punkt genau meinst du?
 
@zwutz: Lang, verschachtelt und schwer zu verstehen :P
 
@3-R4Z0R: erm *hüstel* verständlich ist er, allerdings haben einige Kollegen ein Problem damit, dass meine logischen Ausdrücke gerne mal etwas länger werden als üblich ^^
 
@3-R4Z0R: aka der gute alte spaghetticode :P
 
@MarZ: Ist doch gut! Damit macht man sich fürs Unternehmen unkündbar!^^ MfG
 
@Mandharb: manchmal ist man gerade wegen unwartbarkeit des codes schneller wieder aus ner firma draußen als einem lieb ist... manche chefs geben das nämlich bei manchen als maßgabe vor, dass ein code einfach wartbar ist - sicherlich hat das immer was mit der komplexität eines projekts zu tun, aber man muss den code ja net noch absichtlich obfuscaten :-)))
 
@zwutz: Is mir jetzt gar nicht aufgefallen, dass deine Sätze hier so verschachtelt und schwer verständlich sind...
 
Das muss man einfach selbst festlegen, ich sehe das an einem Bekannten von mir, der ist Lehrer. Er sagt allen Leuten klipp und klar, dass er Zuhause nicht angerufen werden will, Email ist ein Service von ihm, das sogar am Wochenende. Leute sind Teilweise echt dreißt, wenn sie meinen sie wollen was von anderen Oo
 
Ja das gibt's auch bei uns, wenn am Sonntag Frühnachmittag jemand anruft und eine Frage zu etwas hat was erst in 6 Monaten aktuell ist. Ich habe ja eine Bezeichnung für solche Leute...
 
Also, ich kenne die Nummer von meinem Chef. Und wenn der im "ungünstigen" Moment anruft, dann bin halt nicht erreichbar / habs Handy nicht gehört usw...:)
 
Die digitale Fussfessel .
 
Genau deshalb kann ich jetzt hier diesen Kommentar schreiben :D
 
Den Marcell D'Avis rufe ich auch Tag und Nacht an.
 
@John Dorian: sehr geil :D
 
@John Dorian: hat er schon persönlich deinen dsl anschluss zum laufen gebracht? oder ist der marcel d'avis schon bei dir eingezogen, weil sie es mit dem anschluss net hinkriegen, aber erst wieder abhauen, wenn er läuft, bzw. "das internet geht" (hat das füße oder wie???)
 
@Morc: Nein, ich bin gar nicht bei 1&1 aber er ist auch Koikarpfenzüchter und Hobby-Tierarzt. Ein vielseitiger Mann der immer hilfsbereit ist.
 
@John Dorian: und vorallem - es gibt ihn wirklich - in echt und bunt! :P quasi kein gecasteter werbefuzi -> http://tinyurl.com/ybmp3wx
 
Ich bin mittlerweile radikal. Spätestens 18 Uhr bin ich nicht mehr zu erreichen, irgendwo muss man die Grenze zwischen berufl. und privatem Leben ziehen. Und das haben gefälligst auch die Geschäftpartner zu akzeptieren, selbst wenn diese nur fürs Geschäft leben und kein Privatleben, keine Frau, keine Kinder haben. Die Zeit die ich jetzt mit meinem Sohn verpasse während er die Welt entdeckt und ich ihm erklären kann, usw., krieg ich nie wieder. Ich möchte in 10 Jahren nicht hier sitzen und auf die Frage "Papa, wo warst du als ich klein war" antworten müssen "papa war immer im Büro und hat jeden Abend gesehen wie du in deinem Bettchen friedlich schläfst". Und wenn alle mal nen Gang runterschalten würden, täte es der Gesundheit aller wirklich gut.
 
@Rikibu: Auch wenn ich deine Meinung nachvollziehen kann und sie eigentlich als richtig ansehe, ABER, das kann man sich heute als kleiner Mitarbeiter einfach nicht mehr leisten! Wenn ich nicht verfügbar bin, mein Nachfolger wird es sein! MfG
 
@Mandharb: aber was nützt dir das ganze geld von deinem chef im grabe, nur weil du immer erreichbar warst und dadurch irgendwann an einem herzkasper verreckst?!
 
@Mandharb: pauschal zu sagen, das das nicht mehr geht, ist genauso falsch. Früher gings auch. In wirklich dringenden Fällen bin ich auch erreichbar, das ist nicht die Frage. Wenn ich aber jemandem zum Sonntagmittag ein Angebot machen soll, nur weils dem Herren am anderen Ende grad so in den Kopf kommt, dass er mich damit am Familientag belästigen muss, dann geht das zu weit. Der Kunde ist König heißt es, aber dann soll er sich verdammt noch mal wie einer benehmen. Die Rücksicht der Kunden fehlt stellenweise ganz schön, bzw. wird viel zu häufig von sich auf andere geschlossen. Beispiel: wenn ich keine Frau und Kinder habe und somit Zeit habe 7 Tage die Woche zu ackern, dann hat das bei anderen auch so zu sein. Mit anderen Worten, keine Frau hat es wohl bisher bei so einem Menschen ausgehalten, der nur für den Profit lebt. Lebt man nicht um zu leben, um was zu erleben, was zu erschaffen, sich was zu gönnen? und das ist nicht nur mit finanziellen Mitteln möglich. Genauso gehen mir diese Leute auf den Zeiger, die im Flugzeug sitzen und telefonieren. Sorry, 2 Stunden - da wird schon nicht die Firma ruiniert werden. Das REsultat ist doch am Ende nur das man krank wird von diesem Tempo für die der Mensch einfach nicht gemacht ist. Ich will nicht mit 40 3 Schlaganfälle, 5 mal Burnout und Depressionen haben weil ich für meine Firma alles und für mein Privatleben nichts gegeben habe. Und nur weil ein Konkurrent springt, wenn der dumme Kunde pfeift, heißt es nicht, dass die Qualitäten des Konkurrenten besser sind. Vielleicht sind ja zb. die Leistungen so hochwertig, dass man gar nicht oft außerhalb der ARbeitszeiten ausrücken muss, um Krisenmanagement zu betreiben? Wie gesagt, etwas mehr REspekt vor Ruhezeiten täte der ganzen Wirtschaft gut. Und ein wenig mehr REalismus zur Einschätzung der eigenen Realität.
 
@Rikibu: fullack!
 
@Mandharb: Ich weiß gar nicht, warum alle so einen Bammel haben. gefeuert zu werden. Nur weil man ab einer bestimmten Uhrzeit nicht mehr erreichbar ist, wird einen ein rational denkender Chef nicht feuern, sondern dem Mitarbeiter die Erholungsphase gönnen. Alle anderen sind Ausbeuter und verdienen engagierte Mitarbeiter nicht. Zumal das Gesetz heutzutage generell eher auf Seiten des AN steht und man sich wehren kann. Es ist eigentlich relativ einfach. Was im AV steht, ist bindend und auf der anderen Seite gibt es ein Arbeitsschutzgesetz, welches allzu "mutige" Formulierungen in AVs unwirksam macht. Man sollte sich allerdings mit seinen Rechten ebenso gut auskennen wie mit seinen Pflichten. Wenn man dann noch eine gesunde Bereitschaft zeigt, auch über die geregelten Arbeitszeiten hinaus für die Firma dazusein, dann dürfte das jedem Chef lieber sein, da hier die CI beim Angestellten freiwillig greift und dieser somit seine Zufriedenheit mit dem Job und dem Unternehmen ausdrückt.
 
@tommy1977: Kurzer Hinweis: Ich hab gerade wegen eines Ähnlichen Falls meinen Job verloren. Die Trottel die schlecht arbeiten und den Mund halten, dürfen weiter arbeiten. Tja, so ist das Leben. Ob etwas richtig ist interessiert doch keinen. MfG
 
@tommy1977: Natürlich sollte man seine Rechte und Pflichten kennen, aber was nützt das in der Konsequenz? Nehmen wir an, du bist gekündigt, und das Arbeitsgericht stellt fest, zu Unrecht gekündigt, Kündigung wird rückgängig gemacht und der Arbeitgeber wird verpflichtet, dich wieder einzustellen. Und? Was haste davon? Du bist nicht gern gesehen, du wirst gemobbt, fühlst dich nicht mehr wohl, weil du nicht aus Kompetenzgründen dort bist, sondern wegen richterlicher Weisung. und das kommt nun mal schlecht an, damit macht man sich keine Freunde, also in der Gruppe. Egal ob man Recht hat oder nicht. Ich finde dieses Verhalten von Arbeitgebern auch nicht gut, aber von so einem Rechtszuspruch wurd der Arbeitnehmer auch nicht mehr vom entsprechenden Arbeitgeber akzeptiert... das schädigt nur den Arbeitnehmer und zwar psychisch. Ich kenne sogar einen konkreten Fall, wo ein Arbeitgeber trotz richterlicher Weisung den gekündigten Angestellten der Räumlichkeiten verwiesen hat, Hausfriedensbruch - und das nur weil der Angestellte der Pflicht nachkommt, seinen Job zu tun. So kaputt ist unser Land hier.
 
@Rikibu: Da kenne ich aber ein paar gegenteilige Fälle, die dem AN sogar noch genutzt haben, indem er sich nach der Wiedereinstellung in Ruhe einen neuen Job suchen konnte. Darum geht es doch und nicht, an der ungeliebten alten Stelle weiterzuarbeiten.
 
@Rikibu: absolutes doppelplus und /sign! habe seit nem viertel jahr ab 18 uhr office-telefon und -handy abegschaltet und gut is. teilweise kamen um 21 uhr und später (!) anrufe! eine seuche das ganze und man muss rigoros einen riegel vor schieben.
 
@Rikibu: Wir leben nicht um Freizeit zu haben, sondern um uns in der Evolution als Menschheit gemeinsam etwas zu erarbeiten. Es geht immer um das "Besserwerden", nie stehen zu bleiben. "Wer rastet der rostet" und ich führe das weiter "Wer rostet stirbt, wird aussortiert". Die eigentlichen Schmarotzer sind die, die sich herausnehmen Arbeit und Beruf strikt zu trennen, in einer Zeit, in der das konsequenterweise nicht mehr möglich ist, um wirtschaftlich konkurrenzfähig zu bleiben. Und jedes Unternehmen lebt nun mal von der Konkurrenzfähigkeit, das ist die Existenzberechtigung des Arbeitnehmers - die gleiche Existenzberechtigung, wie wenn er selbstständig oder Freiberufler wäre, und sich selbst um sein täglich Brot Gedanken machen müsste. Das Wort "Beruf" kommt von "Berufung", und heißt nichts anderes als das man wie geboren für einen Job sein sollte um ihn auszuüben. Es sollte sich also jeder erstmal den passenden Job suchen, der ihn erfüllt, für den er lebt und den er leidenschaftlich gern tut, bevor er jammert und sich nach abends von der (ungeliebten) Arbeit zurückziehen will. Es gibt für jeden so einen Job, ich spreche aus Erfahrung. Die Mühe, die sich jeder machen sollte, ist ihn zu finden. Wenn die Arbeit nicht mehr als Muss empfunden wird, ist man auch gerne bereit sich über die vertraglichen Arbeitsstunden hinaus zu engagieren, in Erreichbarkeit, Überstunden und Wochenendarbeit. Das wird honoriert, ganz automatisch, man bekommt berufliche Aufstiegschancen offeriert und wird diese wiederum mit Freude annehmen, und mehr Geld auch verdienen. Was aber heute zu 90% in Deutschland der Fall ist, dass jeden seine Arbeit nervt, man den Feierabend herbeisehnt und sich dann noch beschweren muss, dass der Arbeitgeber ein bißchen mehr Engagement einfordert, um dem Unternehmen die Existenz zu sichern. Arbeitgeber haben wegen unmotivierter Arbeitnehmer wesentlich mehr Sorgen als ihr euch das zurecht malt. Und die Hohe Zahl an Insolvenzen wird nicht von den Arbeitgebern, sondern hauptsächlich von den Arbeitnehmern verschuldet. Debatten um Managergehälter und Finanz-Krisen-Verschuldende wird in der Presse hochgekocht, weil das Arbeitnehmer nun mal gerne lesen und, die Zeitungen dadurch kaufen...

Fazit: Wer sich wegen solcher Dinge beschwert sollte sich erst in die Lage des anderen versetzen, und zwar nicht oberflächlich, sondern tiefergehend. Wenn der eigene Job zu wenig Erfüllung gibt, sollte man eine strikte Umorientierung planen, statt auf der faulen Haut herumliegen und Anrufe vom Chef jammern. Ich appeliere an alle, sich darüber einmal Gedanken zu machen - Wir leben im Jahr 2010 und die Zeiten sind andere als früher, in der vieles langsamer laufen durfte! Passt euch an! Jeder kann effizient in einer schnellen Zeit leben und arbeiten ohne Burn-Out zu bekommen, das erfordert lediglich Selbstreflexion und Disziplin.

Und: Nein, ich bin nicht Arbeitgeber! Nicht mal Führungskraft!
 
@beetles: "Wir leben nicht um Freizeit zu haben, sondern um uns in der Evolution als Menschheit gemeinsam etwas zu erarbeiten." Ich empfinde solch eine Aussage nahezu als pervers. Deine ganze darauffolgende Argumentation ist zwar - von einem gewissen Standpunkt betrachtet - irgendwie schlüssig, aber dennoch vollkommen unrealistisch. Es mag Menschen geben, die ihre Berufung im Beruf gefunden haben, die meisten sind aber schlicht und ergreifend auf das Geld angewiesen und verkaufen deshalb ihre Arbeitskraft. Und auch heute wird man nun einmal dafür bezahlt, eine gewisse Anzahl an Stunden dem Arbeitgeber zur Verfügung zu stellen. Damit enden normalerweise aber auch die Verpflichtungen, und das ist gut so. Wer unbedingt scharf auf Karriere um jeden Preis ist, der wird natürlich nicht auf die Uhr schauen, aber das war schon immer so, und ist sicherlich für denjenigen ebenso in Ordnung. Aber diese "Arbeitsethik" jetzt jedem aufs Auge drücken zu wollen, empfinde ich - wie bereits eingangs erwähnt - als pervers.
 
Na da hat die Wirtschaft doch schon mal ein Ziel erreicht. Nur noch Leben um zu arbeiten. Wer so etwas macht ist ein Arschkriecher und fällt anderen Arbeitnehmern in den Rücken, die sich dagegen wehren und in ihrer Freizeit konsequent von der Arbeit verschont bleiben wollen. Ist wie mit Billiglöhnern: Würde keiner die Arbeit zu Dumpinglöhnen machen, müssten die raffgierigen Arbeitgeber mehr zahlen ... aber es gibt halt immer Oberschleimer, die auch noch Stolz darauf sind !
 
@holom@trix: Würd ich so pauschal nicht sagen. Es gibt Leute, die _können_ gar nicht anders. Die _müssen_ (von sich aus) immer zu arbeiten. Das rächt sich zwar irgendwann, aber muss auch jeder für sich klarmachen :)
 
@pandabaer: grundsätzlich richtig, aber diese workaholics haben ein entscheidendes Problem. Sie denken, auf Grund ihrer eigenen ständigen Arbeitsfähigkeit, besonders produktiv zu sein und das sich deshalb alles um sie und ihre ARbeitsmoral dreht und alles hat sich gefälligst nach ihnen zu richten. Sowas ist nicht nur egoistisch, sondern auch von der Sozialkompetenz her dumm.
 
@holom@trix: Das eigentliche soziologische Problem ist jedoch ein ganz anderes. Im Grundgesetz steht geschrieben, dass Familien einen besonderen Schutz haben. Aber wo is der? Wenn dieser sich in Ladenöffnungszeiten wochentags und am Wochenende bis 22 Uhr im Einzelhandel (Supermarkt zb.) äußert, dann ist sowas alles andere als familienfreundliche Wirtschaftspolitik. Zumal bewiesen ist, dass trotz längerer Öffnungszeiten nicht mehr verkauft wird. Wie auch, die Leute haben doch nicht mehr Geld, aber nun mehr Zeit das Geld auszugeben, also verteilt sich s auf ein größeres Zeitfenster, Betriebskosten für die Öffnung des Ladens sind höher da mehr verbraucht wird usw. usw. Aber worauf ich hinaus will, ist einfach, dass das Verhältnis nicht mehr stimmt. Wenn man heute nur noch rackern geht und somit das eigentliche Leben wegen zu viel Stress nicht mehr wertschätzen kann, weil ja auch an jeder Ecke mit Angst gearbeitet wird, dann frage ich euch, wer traut sich in dieses System ernsthaft Kinder zu setzen? Wenn er genau weiß, er ist eh nur Hampelmann eines raffgierigen, möglicherweise familienfeindlichen, unsozialen Arbeitgebers? Ich selbst musste mir diesen Freiraum innerhalb der Firma die ich mit aufgebaut habe, hart erkämpfen, dass ich trotz Führungsverantwortung nicht bereit bin, darauf zu verzichten, meinen kleinen Racker viel Zeit zu widmen. Es muss einfach was zurückfließen, nicht nur finanziell, damit man motiviert ist. Das Leben besteht nicht nur aus Arbeit, Rendite, Marktanteilen und Zielgruppenanalyse usw. Mir fehlt diese Entspanntheit bei vielen, die natürlich auch wegen zu schlechter Bezahlung nicht eintritt. Ich bin der letzte, der nicht einspringt, wenns eng wird und wirklich Probleme auftreten sollten, aber man sollte das ganze nie überreizen und nur weil das Internet die Läden 24 Stunden am Tag offen hat, kann man nicht 24 Stunden lang Support erwarten. Das würde eine familienlose, kinderlose Welt auf Dauer ranzüchten, und leider sind wir da auf dem besten Wege genau in dieses Dillemma - und dann wieder jammern, dass das Sozialsystem keiner bezahlen kann... es ist ein circle of the devil...
 
@Rikibu: Auch für Kinderbetreuung/-erziehung gibt es Spezialisten oder zumeist einen Lebensabschnittsgefährten, der diese Aufgabe im Sinne der Arbeitsteilung übernehmen kann. Das sollte kein Grund sein, seinen Job nicht voll und ganz erfüllen zu können und den gestiegenen Anforderungen der modernen Arbeitswelt nachzukommen.
 
@beetles: Irgendwie vertrittst du hier - sagen wir mal - "interessante" Ansichten. Stammt sowas von Scientology, oder was steckt dahinter? Doch mit Sicherheit kein einfacher Arbeitnehmer, der einfach nur für sein Geld ackern muss, oder? P.S.: Das interessiert mich wirklich, da ich solcherlei Aussagen bisher nur aus dem Mund von Scientologen/Führungskräften/Geschäfts- und anderen Führern bzw. Sozialdarwinisten gehört habe.
 
@DON666: Die nächste Frechheit. Wegen einer Meinung, die alles andere als "pervers" oder "sozialdarwinistisch" ist, mit "Führern" oder "Scientologen" verglichen zu werden. Ich bin ganz "einfacher" Arbeitnehmer.
 
@holom@trix: Erzähle diesen Käse mal den Kinder eines Arbeitsuchenden,
der nicht genug Geld hat, diese zu ernähren! Ach, uns mach das auch seinem Sacharbeiter von der Arge klar. Immer schön alle über einen Kamm scheren!
 
@holom@trix: Also ich halte es ja etwas differnezierter. Ich synce mein Handy nur mit einem speziellen Outlook-Ordner in den ausschließlich Mails von der Systemüberwachung reinfließen. Alles andere interessiert mich am WE nicht.
 
@holom@trix: Ich finde deine Aussage eine Frechheit! Um meinen Kommentar nicht noch einmal wiederholen zu müssen, verweise ich auf weiter oben: [o9] [re:10]
 
Solange das Spielchen auch in die andere Richtung funktioniert und man auch während der Arbeit für Freunde und Familie erreichbar ist, sollte man sich da nicht zu viele Gedanken machen. Anders sieht es da schon aus, wenn man wegen des Aufladens eines Akkus am Arbeitsplatz entlassen wird.
 
@Specht2000: aber mal ehrlich, wieviele Chefs haben Verständnis dafür, wenn dir während der Arbeit eine Info reinkommt, dass zb. jemand aus m privaten Umfeld deine Hilfe brauch? Oft heißt es, privates hat während der Arbeitszeit privat zu bleiben. Natürlich gibts immer Ausnahmeentscheidungen bei dem ein oder anderen Arbeitgeber, will da keinen in einen Sack stecken. Bei netto zb. wird sogar das rauchen verboten, nicht mal draußen darf man das. Nur ist halt die Frage offen, wenn ich mein Personal so einenge, beschneide, ihnen nicht einen gewissen Raum zur persönlichen Entfaltung gebe und auch ihre Privatleben berücksichtige, wo durchaus mal was dazwischenkommen kann, dann kann ich auch keine Loyalität von denen erwarten. Ich für meinen TEil kann sagen, dass ein respektvoller, persönlicher Umgang trotz hoher Verantwortung durchaus möglich ist. Viele Entscheidungsträger lassen jedoch nur den Larry raushängen - wenn du ncih spurst, schmeiß ich dich raus oder mahn dich ab. Was nüttzt das aber der Firma? Ich brauch Leute die mit freiem Geist bei der Sache sind,nur so ist man kreativ, belastbar und im Team zu etwas fähig. Die Leute müssen ausgeglichen sein, privater Stress darf die Arbeit nicht behindern bzw. dem Kopf während der ARbeitsphase nicht im Weg stehen, daher muss man seinen Angestellten auch Zeit einräumen, eigene Probleme zu klären. Aber bis das bei den ärgsten Dickschädel-Chefs ankommt, dass man durch Druck nur das Gegenteil ereicht und nur Angst und Panik schürt, das wird noch dauern.
 
Also dafür habe ich zwei Handies und trenne ganz klar zwischen Beruf und Freizeit. Wenn ich sowieso erst um 7 vom Büro heimkomme bin ihc danach nur mehr für ausgewählte Personen erreichbar. Der Rest ist mir schlichtweg egal.
 
"Hightech"-Verband... soso ;)
 
Am Wochenende und nach Feierabend, bin ich grundsätzlich beruflich nicht mehr erreichbar. Dem Fluch der permanenten Erreichbarkeit, kann man sich somit häufig durchaus entziehen. Man muss nur wollen. Aber natürlich, es gibt Berufe da ist das nicht so einfach. Nur, welchen Beruf man ausübt, ist auch eine Entscheidung, die man in der Regel selbst trifft.
 
Mein Chef hat meine Handynummer und weiß ganz genau, dass es unnütz ist mich mit betriebsrelevanten Sachen anzurufen wenn ich im Feierabend/Wochenende/Urlaub bin. Er hat die Nummer damit ich im Notfall erreichbar wäre und nicht damit ich auf Abruf bin. Somit nutzt er die Nr. hier und da mal um Hilfe bei nem privaten Rechnerproblem zu bekommen.
 
Also den Artikel hab ich doch erst vor ein paar Wochen irgendwo gelesen.... Das Problem ist das die menschen sich einlullen lassen und keine Eier(stöcke) haben NEIN zu sagen. Ich weiß NEIN ist auf dem Planeten der Affen das verbotene Wort, aber ich sag es immer wieder gerne. Wenn mir jemand mit so sachen wie "Freizeitverzicht/freiwillige mehrarbeit/ erreichbar in der Freizeit" kommt sag ich auch gerne: Die Firma wird mir kein Denkmal bauen und auch keine Goldene Uhr schenken. Sie wird mir noch nicht mal ne vergoldete Uhr schenken. Ich sage auch: Ich habe die Passage in meinem Arbeitsvertrag überlesen in der stand das ich keine Famillie, Freunde, Hobbys oder sonstiges Privatleben haben darf. Ich hatte auch mal ein Vorstellungsgespräch bei dem der Heini meinte das ich mich von Privatleben verabschieden muss wenn ich Kariere machen will. Hätte zwar 20000 Euro mehr im Jahr bekommen, aber das wars mir nicht wert. Nachdem ich seit einiger Zeit etwas mehr mit den öffentlichen fahre bin ich auch schockiert und angewiedert, wieviele leute im Bus und der Bahn am Handy lautstark "Dienstgespräche" führen, damit indirekt sagen: "Ich bin wichtig" und sich so schritt für schritt die freiheit nehmen lassen und sich weiter in die Sklaverei drängen lassen. Es ist auch interessant das zu sehen das man komisch angesehen wird wenn man sagt das man nicht im stress ist oder das man grade Zeit hat. Das wird immer schlimmer, denn wer Zeit hat oder nicht im Stress ist der ist unproduktiv und faul.... und warum lassen Menschen das alles mit sich machen? Weil sie gehirngewaschen sind und eingeschüchtert sind und alles dafür geben damit ein Arsch der Ihren Namen nicht kennt noch reicher wird ohne einen Finger krumm zu machen.... Danke du schöne neue, wunderbare Welt..... Es wird an der Zeit aufzustehen und NEIN zu sagen und sich gegen dieses falsche Sytem zu wehren und es zu stürzen, damit es für ein neues besseres und Menschenfreundlicheres System Platz macht.
 
@umix: Zwar leicht überspitzt... aber du hast vollkommen recht. Besonders damit, dass man sich heute wirklich schämen muss die Aussage "ich habe Zeit" zu machen.
Ich finde es aber auch jedesmal schrecklich, wenn mein Handy klingelt und ich die Nummer des Chefs auf dem Display sehe. Selbst wenn es nur eine Banalität von 30 Sekunden ist (oder besonders dann) ist für mich dann schon der Feierabend damit gelaufen.
Ich plane nicht zuletzt deswegen derzeit meine Auswanderung ;-)
 
@.Omega.: Und du meinst wirklich das die Arbeitgeber im Ausland ja sooo viel besser?
 
@.Omega.: Ich weiß nicht ob auswandern wirklich eine Lösung ist, denn in der Zeit der Globalisierung schaut sich auch die letzte Bananenrepublik die schlechten Angewohnheiten der "Wirtschaftsmächte" ab... Ich drück dir die Daumen dass die Auswanderung dich glücklich macht und du damit deine Frei(h/z)eit findest. Aber bitte mach nicht bei Kabel1 die Auswanderer mit ;)
 
@umix: Naja wie gesagt, es ist einer der wichtigeren Gründe, nicht der Einzige. Ich bin nicht naiv, und weiss, dass ich in Australien ebenso ausgebeutet werden kann, wie ich einen sehr schönen Job haben kann, so wie in Deutschland auch (Auch wenn der Rahmen natürlich ein ganz anderer ist :) )
Ein Risiko ist das natürlich immer, aber das muss man in meinem Fall halt eingehen :-)
Ich werde mich nicht bei "Die Auswanderer" und Konsorten melden ;) zumal ich die sache denke ich sehr viel intelligenter angehe als so manche, die man da zu sehen bekommt :P
 
Auswandern bringt nix, denn die selben Wirtschaftssystemeexistieren auch außerhalb vom Geburtsland. Das Stress mit Produktivität gleichgesetzt wird bei vielen, verstehe ich auch nich. Es ist richtig, dass Arbeitgeber eigentlcih sehr undankbar sein können, wenns darum geht, Anerkennung auszudrücken. Ich will auf jeden Fall, dass sich jeder wohlfühlt in meiner kleinen Firma und ich bin trotz Führungsmitglied ganz unten geblieben denke ich. Ich fühl mich nicht besser, obwohl ich in der Firma mehr Macht habe. Das Problem der ganzen Abhängigkeit ist einfach die Machtgeilheit und -ausnutzung um eigene Ziele zu verfolgen, wohl um sich besser als "das Fußvolk" zu fühlen. Natürlich brauchen wir auch Leute mit Führungsqualitäten, keine Frage, aber brauchen wir wirklich Leute, die karrieregeil sind? Leute, die über Leichen gehen, nur um berufl. voran zu kommen? Ich denke nicht. Ab hier ist dann der Schritt zum miesen Arbeitsklima nicht weit. Mobbing, Missgunst usw. sind Teamkiller, das kann die ganze Firma kaputtmachen. Was die Anerkennung für getane ARbeit angeht, ist es wirklich schwer, und ich meine nicht Monatsgehalt, sondern zwischenmenschliche Anerkennung, die einfach sein muss, damit das zusammenarbeiten funktioniert. Das findet man in vielen Firmen nicht, man soll nur funktionieren, und funktionierst du nicht, wirst du getauscht, warum du nicht funktionierst, fragt keiner. Solche staatlichen Erfindungen wie Minijobs und Zeitarbeit, machen das ganze für Angestellte noch unattraktiver. Da sind die Leute dann noch unmotivierter, weil sie wissen, dass sie weder Anerkennung noch ein positives Gefühl haben, weil sie sich von heute zum nächsten Tag hangeln. Und dann gibts da noch die Quacksalver wie Analysten, Wirtschaftsberater und Totoptimierer, die Angestellte nach Produktivität bewerten... und den Leuten die natürlich produktiv sind, ein mieses Gefühl haben, weil sie denken, andere sind besser als man selbst. Das ist doch alles krankes Gedankengut. Das Problem des immer schneller werdenden Lebens ist aber auch der Klugscheißerei und Pseudowissenschaft zu verdanken. Aus jedem kleinen Mistthema wird heute eine Wissenschaft mit kleinkarierter Analyse gemacht, um dann großmäulig irgendwelche Schlüsse zu ziehen, die zwar unter wirtschaftlichen Aspekten durchaus in Ordnung gehen, aber unter moralischen und sozialen Gesichtspunkten nicht akzeptabel sind. Und all das ist eben die soziale Kälte... und ich kann auch verstehen, dass es Leute gibt, die sich diesem Druck nicht mehr aussetzen wollen, weil sie nicht mehr mitkommen, weil sich niemand an diese Menschen anpasst, weil diese natürlich auch produktiv und kompetent sind, aber keiner nimmt sie wahr. Ich verstehe das die Leute nicht arbeiten wollen, weil man sie nicht lässt. Da heißt es dann "passt nicht ins Team". Super, viel geredet, nix gesagt. Und sowieso ist personaltechnisch gesehen die Wirtschaft ein Heuchler und Kriecherverein, denn als Bewerber erfährst du nie, warums nich klappt. da wird drumherumgeredet, ohne das du als Bewerber weißt, woran du arbeiten musst. es fehlt einfach die Rücksicht und die Fürsorge für die, die bei dieser Hektik nicht mitkommen, ausbrechen usw.
 
@Rikibu: Du sprichst mir aus der Seele.... Ich weiß nicht ob es mir früher nicht aufgefallen ist weil ich zu Jung und naiv war oder ob es früher nicht so schlimm war, aber die Leute an der Spitze werden immer Macht- und Geldgieriger und das wird letzten endes der Untergang des Kapitalismus sein. Durch die Gier, verlust der Sozialen Kompetenzen und diese schlechte Behandlung/Ausbeutung der Menschen schaufeln sie sich Ihr eigenes Grab. Früher haben die Leute sich noch mit der Firma identifiziert in der sie beschäftigt waren. Sie waren stolz dort zu arbeiten weil es ein gutes Klima gab oder gute soziale Leistungen, anerkennung der eigenen Leistungen, aufstiegschancen und persönliche weiterentwicklung möglich war. Das ist heutzutage größtenteils verschwunden. Es mag vielleicht noch vereinzelt Firmen geben in denen das alles noch bis heute so ist, aber ich kenne keine.... Statt dieser "Werte" werden die Leute gegeneinander aufgehetzt indem ihnen ein Konkurenzkampf vor augen geführt wird und der Verlust des Arbeitsplatzes wegen Leistungsmagels usw. eingeredet wird. Man bringt uns dazu uns gegenseitig zu "Zerflesichen" und ebenso zu solchen Seelenlosen Monstern zu werden wie diese die den ganzen Mist ausgeheckt haben. Es führt sogar soweit das Teammitglieder Ihr wissen nicht mit anderen Teilen weil sie angst haben das sie dann ersezbar sind. Versucht einer aus dem ganzen auszubrechen oder stellt die Praktiken oder das System in frage dann wird er gleich wieder in das System gedrängt mit aussagen wie: "So funktioniert Marktwirtschaft oder Kapitalismus oder bla bla bla nun mal. Du kannst da nichts dran ändern." Warum um alles in der Welt kann man da nichts dran ändern? Nur weil manche unterbelichtete Schwachköpfe keine Fantasie haben etwas zu ändern oder weil sie den Gedanken an Veränderung und eventuelle Verbesserung im Keim ersticken wollen? Da könnte ich jedes mal ausflippen wenn ich sowas höre...
 
@umix: Ja das stimmt jedenfalls das kann ich uneingeschränkt unterschreiben. Warum man sich gegen Neuerungen wehrt ist wohl Selbsterhaltungstrieb, damit ja keiner in die Position kommt, am eigenen Stuhl zu sägen. Schließlich kann ja an Macht eingebüßt werden, und das kann durch Betriebsräte oder sonst was geschehen. Für mich ist eine Führungspersönlichkeit nicht automatisch mit Respekt ausgestattet. Respekt muss man sich erarbeiten, auch ein Chef muss sich hocharbeiten, selbst wenn er im Organigramm ganz oben steht. Was nützt das vergoldete Namensschild, wenn keiner aus der Belegschaft dich als Chefentscheider ernst nimmt? Ich habe viele Chefentscheider erlebt, die herablassend auf ihre Angestellten zugegangen sind - ich Chef - du nix.
Und das is der Punkt, wo ich mir als Angestellter sagen würde, wieso soll ich mir den Arsch für deine Bude aufreißen? Dann ist es mit der Identifikation mit der Firma auch vorbei. Wer will sich auch schon mit einem Arschloch identifizieren?
Es reicht wenn man seine Arbeit gut macht und hinter dem steht, was man tut, wenn man das vertreten kann. Wenn ich zb. das Getue in manchen Firmen sehe, wie zb. bei Microsoft alle iPhone User moralisch schlechter gestellt sind, weil sie ein iPhone statt Windows mobile Phone haben... in was für ner kaputten Welt leben wir? Damit kann doch keiner zufrieden sein. Es werden Dinge zum Problem deklariert von denen ich mich frage, ob die sonst nix zu tun haben. Wenn ich dann immer das Gejammer von anderen Chefs sehe, ständig Aufträge und immer nur am jammern. Es ist doch auch illosorisch, ständig mit Zuwächsen zu rechnen? ist es nicht sinnvoller ein Level zu halten? irgendwann gibts nix mehr zu steigern, weder Absatz noch Produktivität, die ja sowieso von vielen Faktoren wie Tagesform, Komplexität der Aufgabe usw. abhängig ist... wie will man das bitte messen? Ist klar das irgendwann ein Kollaps stattfindet und der ist vorallem von jenen gemacht, die den Hals nie voll kriegen.
 
@Rikibu: Es gibt eine Menge Speichellecker die ahnungslose Vorgesetze (oder welche die es sein könnten) unterstützen und "respektieren". Hab das selbst erlebt. Wenn ich durchs Großraumbüro gelaufen bin in Jeans und Shirt dann hat das niemand gejuckt. Wenn ich mal ein Hemd und Stofhose an hatte weil ich nen Termin hatte wo sowas besser ankam, dann wurde ich von jedem gegrüßt und mir wurden Türen aufgehalten. Solche Leute stimmen dann auch bei allem nur zu und sagen Ja und Amen. Das ist auch der Grund warum Manager Firmen in den Ruin treiben, Millionen veruntreuen und dann dicke Abfindungen kassieren können und sofort bei einer anderen Firma in einer noch höheren position einsteigen. Solche Leute werden ab einer bestimmten Position nicht entmachtet sondern einfach weggelobt und hochbefördert. Solche Führungskräfte behandeln die Angestellten auch wie Ressourcen und nicht wie Mitarbeiter und Kollegen (für die die es nicht wissen: Personalwesen heißt heute Human Ressources)... Das sind dann warscheinlich auch die Leute die ständiges Wachstum fordern, was aber nicht sein kann denn ein System das auf Konsum aufgebaut ist erreicht logischerweise irgendwann eine Sättigung, also sollte man ein wirklich neues Produkt rausbringen oder man muss halt Ergebnisskosmetik mit irgendwelchen Tricks betreiben (Entlassungen, Outsorcing, Offshoring usw...) Ich denke viele Firmen sind in dieser Phase. Wirklich neue Produkte trauen sie sich nicht rauszubringen, denn Veränderung ist schlecht. Stattdessen werden Marktanalysen und Zielgruppenbefragungen und so'n Quatsch druchgeführt die zu nichts neuem führen weil den meisten Menschen die Phantasie und weitblick für wirklich neue und innovative Produkte fehlt. Wäre dies schon 1900 die übliche Praktik gewesen, so hätten wir heute noch keine Flugzeuge..... Eine Sache wundert mich aber... keine Gegenstimmen/ andere Meinungen hier?
 
@umix: der Sachverhalt is halt zu komplex schätz ich mal für großes Interesse an ner Diskussion. Lieber wird anderes negativ bewertet (Starbucks) aber hast natürlich recht. Richtig böse wird, wenns intern so marode is, das manche Abteilungen wichtige Informationen nciht weiterleiten, damit anderen Angestellten geschadet wird. Alles schon erlebt und solche Teamkiller sofotr an die Luft gesetzt. Ein weiteres Problem dieses künstlichen Drucks ist meiner Meinung nach auch diese ganze Börsenthematik. Auch die Hedgefonds die nur mit Schulden gemacht sind und dieses ganze Kurs auf und abwärts Gehabe versetzt die Chefetagen in Panik das die Firma für nen Moment nen fuffi weniger wert is. Dann wird fusioniert mit nem Konkurrenten und damit Geld verbrannt, denn die Bänker und jene die die Fusion abwickeln, werden nicht nach Erfolg nach der Fusion bezahlt, sondern pauschal nach dem, was die Firmen zum Zeitpunkt der Fusion wert ist. Dann is die Fusion durch, der Wert sinkt, Firma im Arsch, Aktienkurs unten und die Fusionsverantwortlichen leben gut von dem was sie da kaputtverbunden haben...
 
@umix: "Eine Sache wundert mich aber... keine Gegenstimmen/ andere Meinungen hier?" Also ich für mein Teil habe eure Konversation mit großem Interesse verfolgt und freue mich, solch fundierte - und für mein Empfinden sehr vernünftige, weil soziale - Beiträge hier lesen zu dürfen. (+++)
 
was für jobs habt ihr, dass man auch nach 18 uhr noch erreichbar sein muss. ... bin mediengestalter, aber ab 6 uhr hat mich mein chef seit 8 jahren noch nie angerufen ... also, was arbeitet ihr?
 
@krusty: na da hast du aber 'n netten chef ... gerade in der werbe-/kommunikationsbranche sind (unbezahlte) überstunden eigentlich keine seltenheit ...
 
Ich hab auch ein Firmen BlackBerry und Chef zahlt alles auch Privatgespräche. Ab 17 Uhr ist Emailempfang off bis 09.00 Uhr und nach 17 Uhr geh ich für keinen der Firma ans Telefon.
Wo ist das Problem?
 
ja das wollen sie gerne - aber nicht mit mir :P vorher sterb ich lieber als mich zu beugen!!!
Kommentar abgeben Netiquette beachten!

Video-Empfehlungen

WinFuture Mobil

WinFuture.mbo QR-Code Auch Unterwegs bestens informiert!
Nachrichten und Kommentare auf
dem Smartphone lesen.

Folgt uns auf Twitter

WinFuture bei Twitter

Interessante Artikel & Testberichte

WinFuture wird gehostet von Artfiles