BGH: Händler muss Preissuche zuerst aktualisieren

Recht, Politik & EU Online-Händler, die ihre Produkte über eine Preissuchmaschine bewerben, müssen Preisänderungen zuerst auf dieser bekannt geben. Das hat der Bundesgerichtshof in Karlsruhe entschieden. mehr...

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Danke BGH! Jetzt hat mein Leben endlich wieder einen Sinn.
 
Das soll doch ein Scherz sein >.< Kennen die sich denn gar nicht mit der Technik aus? Der Shop muss also von der Preissuchmaschine ne API kriegen, mit der er den aktuellen Preis checken kann. Dann checkt das System, ob der Preis aktualisiert wurde und aktualisiert dann selber... Das muss dann durcgehend abgefragt werden, sonst gibt es wieder "irreführende" Preisunterschiede oder man macht den Mist manuell. Danke für das Urteil, hat weitergeholfen. Ich bin leider soo dumm, dass Ich nicht kapiere, dass letztendlich gilt, was im Shop angegeben ist...
 
@DasFragezeichen: Also ehrlich gesagt hätte ich erwartet, dass dies bisher so geschieht, also über eine API. Du schickst einen neuen Preis hin und bekommst als Antwort, dass dieser aktualisiert wurdest. Haben alle Suchmaschinen das automatisierte OK gegeben, dann setzt dies der Shop selbst auf den neuen. Normalerweise bei der heutigen Softwaretechnik ne Sache von wenigen Sekunden bzw. Minuten wenn die Shops und die Suchmaschinen gut programmiert wurden. Über nen WebService mache ich sowas ähnliches bereits in nem ERP-System zum Online-Shop. Das dauert dort bei funktionierenden Leitungen ganze 2-3 Sekunden ;-)
 
@The Sidewinder: Nein, Updates erfolgen nicht sofort. Bei geizhals.at/de (NICHT Geizhals.de!) stand es sogar im Forum, dass es ganz normal ist, dass es zwischen 2 und 6 Stunden dauern kann, bis ein Preis upgedated wurde. Ich hab ja gesagt, es müsste in Echtzeit passieren...
 
@DasFragezeichen: Dann wird sich Geizhals.at eben was neues programmieren lassen, um nicht alle deutschen Kunden, also Shops zu verlieren, so einfach ist das in der Marktwirtschaft. 1-2 Tage programmieren, nochmal 1 Tag zum Testen und fertig....dramatisiert doch nicht immer alles. ;-)
 
@The Sidewinder: Wow da kennt sich aber einer aus in der Webentwicklung. Warum hab ich mein Programm nich schon letztes Jahr fertig gemacht? Dauert doch nur paar Tage. ^^
 
@larsh: genau. da kann einer nur administrier-frickeln und hats entwickler-hirn bei lauter klickibun verkümmert
 
@DasFragezeichen: das ist doch absolut kein Problem. Im schlimmsten Fall gibts nen neues Addon bzw ne neue Version zum "Preisaktualisieren" für die Shop Software. Das passiert bei 90% der Shop schon jetzt automatisch, jetzt muss nur das OK der Preissuchmaschine für der aktualisierung des Shoppreises eintreffen was innerhalb von 1-2 Minuten passiert....
 
@DasFragezeichen: Es geht dabei viel mehr um den Vorteil, den falsche Preisangaben den Shopbetreibern verschaffen könnten. Wer boshaft denkt, der sichert sich noch einige Stunden oder gar Tage den ersten Platz in der Liste der günstigsten Anbieter, obwohl der Preis schon länger erhöht wurde. Das gibt ne Menge zusätzliche Besucher und zusätzlichen Umsatz. Und dagegen geht der BGH vor.
 
@renet: Oder gleich ganz böse Denken: Der Shop Betreiber sendet einen niedrigeren Preis an die Suchmaschiene und trägt bei sich gleich nen teureren Preis ein.
Ich hab es aber auch schon anders herum erlebt. Im Shop selber gut 10% billiger als in der Suchmaschine und das passiert bei dem Shop von dem ich rede sehr oft :)
 
Und wie lange soll die Frist für das Einstellen der richtigen Preise im eigenen Shop dann laut BGH sein? Es kann doch nicht möglich sein, dass man wirklich auf die Preissuchmaschine warten muss. Stellt euch einfach mal vor, ihr hättet einen Onlineshop, und müsstet den Preis erhöhen (warum auch immer). Daraufhin sendet ihr allen Preissuchmaschinen auf denen ihr gelistet seid eine Mail. Und jetzt könnte eben genau ein Problem auftauchen: Eine dieser Preissuchmaschinen könnte eventuell schlecht gewartet werden und braucht 2-3 Tage bis der Preis richtig ist... In der Zwischenzeit hat man dann halt laut BGH einfach Pech gehabt...
 
@qa729: Die Details werden noch geklärt werden und entsprechende Richtlinien/Gesetzte werden dann festgelegt. Auch wenn dann bei so einen Fehler die Schuld trifft.
 
@The Sidewinder: Leider ist es aus der News nicht ganz ersichtlich, dass dort noch weiterhin verhandelt/geklärt wird. Wenn es aber so der Fall ist, dann kann man nur hoffen, dass eine vernünftige Lösung gefunden wird.
Eine Frage aber zur Technik: Warum können die Preissuchmaschinen eigentlich nicht Zugriff auf eine gesonderte Datenbank der Händler bekommen? Praktisch also eine Art Schnittstelle zwischen den 2 Parteien, die möglichst bei allen Händlern genau gleich aufgebaut ist.
 
@qa729: Weil das wieder ne Menge Zusatzarbeit ist. Wer standardisiert sowas? Wer bezahlt die Entwicklung bei JEDER Preissuchmaschine und JEDEM Shop, der dran teilhaben möchte?
 
@larsh: Darauf wüsste ich sogar eine Antwort: Niemand bezahlt es! Content Management Systeme gibt es zuhauf als Opensource Projekte von Hobbyprogrammierern, nur ein CMS speziell für Onlineshops gibt es leider noch nicht.
 
@qa729: vor allem da die Preissuchmaschinen zu festgelegten Zeiten aktuallisieren und nicht in Echtzeit...
 
vernüftiges Urteil. Dann fliegen wenigstens die ganzen "schwarzen Schafe" bei den Preissuchmaschinen raus.
 
Eine IT-Frage welche mal nicht in Hamburg behandelt wurde :)
 
@wieselding: ja wundert mich auch, aber an sich sowieso dubios dass man gerichtsmässig da hin gehen kann, wo man will - wo man sich juristisch bedingt die besten Chancen erhofft, mit den abstrusesten Klagen erfolgreich zu sein. Ich wünsche mir das in einem Land - Deutschland - alles gleich ist.
 
Vorweg, mir ist es schon öfter passiert, dass durch Preissuchmaschinen ermittelte Preise, Angebote zum aktuellen Zeitpunkt beim Anbieter nicht mehr aktuell sind. Das ist aber nicht Problem des eigentlichen Shop Inhabers, sondern das Problem des Preissuchmaschinenbetreibers. Dieser scannt in der Regel nämlich nur 1 mal pro Tag die teilnehmenden Anbieter ab und aktuallisiert demnach auch nur zu bestimmten Zeiten die Preise. Warum hier jemand wegen rund 30 euro so ein Fass aufmacht und damit ein sehr hinterfragungswürdiges Urteil bezweckt, verstehe ich nicht. Immerhin dürfte es sich die Waage halten, ob mal was teuerer oder billiger wird, als würde jemand klagen, wenn mal was billiger wird. Solange der Preis unter UVP des Herstellers ist, hat sich gefälligst keiner juristisch zu beklagen, so zumindest meine Meinung und die Erfahrung zeigt, dass vieles unter UVP des Herstellers den Besitzer wechselt.
 
@Rikibu:
Ein Konkurrent klagte...
 
Das ist doch echt unglaublich das der BGH sich mit so einem Quatsch beschäftigen muss. Da frage ich mich echt was so etwas soll. Das ist doch jetzt echt keine Sache die irgend wehen "wirklichen" Schaden zufügt. Der Kunde der auf der Seite des Händlers landet,und sieht das dort der Preis nicht mehr so toll ist, wird ruckzuck den "Zurück Button" drücken. Das ist doch sogar eher noch eine art "Antiwerbung" denn ich würde mich als kunde Verschaukelt vorkommen. Ich muss echt sagen ein Dämlicher Prozess und ein noch dämlicheres Urteil.
 
@Croft: und vor allem ist ja kein schaden entstanden. Egal aus welcher Blickrichtung man das betrachtet. Aus Endkunden Sicht, ist ja auf der Preissuchmaschinenseite ja noch kein Kaufvertrag zustandegekommen, ein günstiges Angebot könnte genausogut ein inhaltlicher Irrtum, sprich Tippfehler sein. Aus Mitbewerbersicht, heißt es ja auch nicht, das nur weil ein Mitbewerber unrechtmässig an erster STelle wegen des Preises positioniert war, das dort die meisten Leute einkaufen, bzw. überhaupt kaufen. Der Sachverhalt hätte quasi auch rückwärts konzipiert sein können um irgend eine Art Vorteil zu ziehen, und sei es nur Mitbewerbern zu schaden. Und ich bin mir dennoch sehr sicher, dass jede Preissuchmaschine in den AGB drin stehen hat, dass es zu Verzögerungen kommen kann bei der Preisaktuallisierung. Grundsätzlich haben also alle MItmacher - also Händler die Preisssuchmaschinen zur Kundengewinnung nutzen - die selben Chancen und Bedingungen. Wo ist also der Grund zu klagen? und müsste man nicht eher den Betreiber der Suchmaschine verklagen, also den Verursacher des Fehlers?
 
@Winfuture: Daran erkennt man Qualitätsjournalismus: Ein BGH Urteil zitieren ohne Aktenzeichen, damit auch ja keiner den Originaltext lesen kann - prima.
 
Wnn die Suchmaschienen mal in echtzeit aktuallisieren würden.....
 
Eigentlich gibts da ne ganz fixe Lösung: die Preis-Angabe/Seite (ein paar numerische Zeichen) in der Suchmaschine/Preisvergleichsportal (S/P) ist ne Subdomain des Händlers, eingebettet in die Website der S/P. Wenn der Händler seine Preise ändert, ändert sich der Preis auch dort. Müssen sich die beiden nur absprechen zwecks Einbettung der Daten. Also nix mit kompliziert API usw.
 
so ein Mist! Der Apple Webshop schaffts ja auch!
 
BGH=fail. Kein Wunder warum Ziel des juristischen Studiums sein soll, besser als BGH Richter urteilen zu können. Bisher hielt ich das für einen Spaß, aber das beweist mal wieder Sachverstand. Und Mangel an Logik: Eine Preissuchmaschine ist im Frunde nichts anderes als Google. Sie sucht Preise. Entweder indem sie diese (ähnlich wie z.B. auch Google Informationen ausliest) selber findet, oder, wie inzwischen meist, indem sie den Preis nachfragt wenn der Shop sagt "hier, schau mal, Preis ist anders". Und der Robot der Preissuchmaschine guckt dann (wenn er seine aktuellen Aufgaben erledigt hat) wieder mal vorbei. So wie man das auch bei z.B. Google machen kann: "Schaut euch mal meine Seite an" - aber deshalb wird nicht innerhalb von 10 Sekunden geguckt.
 
Kommt mir realitätsfremd vor. Wer nimmt denn schon an, dass die Preissuchmaschine den verbindlichen Preis nennt? Nehmen wir mal an, dass urteilsgemäß der Händler seinen Preis erst nach der Preisänderung bei der Suchmaschine aktualisiert, und hierbei wiederum etwas Zeit dazwischenliegt. Dann nennt im beschriebenen Fall die Preissuchmaschine den höheren Preis, und der Händler hat noch den (alten) niedrigeren. Muss der Kunde jetzt den niedrigeren bezahlen, obwohl der Händler diesen doch schon seit geraumer Zeit erhöhen wollte, aber nicht durfte, weil die Preissuchmaschine mit der Aktualisierung trödelte? Und umgekehrt, bei einer Preissenkung - die Preissuchmaschine hat bereits den neuen, niedrigeren Preis, der Händler jedoch noch den alten, hohen, gelistet - welcher Preis gilt dann? Das klingt alles nicht so recht durchdacht für mich...
 
@Rikibu:
Zitat: "Dieser scannt in der Regel nämlich nur 1 mal pro Tag die teilnehmenden Anbieter ab und aktuallisiert demnach auch nur zu bestimmten Zeiten die Preise."

Leider falsch, ein Preisvergleich scannt die Dateien häufiger, viel häufiger. Einfach mal die Änderungsdaten vergleichen. Es dauert aber ein wenig, wenn ein Händler eine 50MByte Datei zur Verfügung stellt in der mehr als 500000 Angebote enthalten sind. Ihr könnt euch ja mal eine solche Datei erstellen und diese per Skript auslesen lassen, die Ergebnisse dann in eine Datenbank schreiben. Zeit stoppen. Dann könnt ihr das ganze nochmal machen und die Änderungen bei dem entsprechenden Angeboten in die Datenbank schreiben, also nicht neu schreiben, sondern ändern. Zeit stoppen. Eventuell fällt der Mehraufwand auf. Jetzt rechnet den Aufwand mal auf 4000000 Angebote von Amazon.
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