Auftakt im Rechtsstreit zwischen Pink Floyd und EMI

Recht, Politik & EU Im vergangenen Jahr reichte die britische Rockband Pink Floyd gegen das Plattenlabel EMI eine Klage ein. Am heutigen Dienstag fand in einem Gericht in London die erste Anhörung in dieser Angelegenheit statt. mehr...

Diese Nachricht vollständig anzeigen.

Jetzt einen Kommentar schreiben
 
Pink Floyd ist der/die Künstler/Band und die haben das zu entscheiden. EMI sollte den Wunsch von Pink Floyd nachgehen.
 
@dlG: Nur leider haben die großen Musiklabel keine Ahnung von (Musik)kunst und denken nur an die Kohle.
 
@Luzifer: genau das...
 
@Luzifer: Label denken :)
 
@Luzifer: Pink Floyd sind genau derselben Meinung und haben das 1975 auf 2 Songs von ihrem "Wish You were here" - Album mit sarkastischen Texten zum Ausdruck gebracht: In "Welcome to the Machine" ("Willkommen in der Maschinerie") geht es darum, eine junge, naive Band auszubeuten. Am Ende des Songs hört man sie aus einem Fahrstuhl im Penthouse aussteigen - sie sind oben angekommen. Im folgenden Song hat die Band (Pink Floyd selbst) dann ein Gespräch mit dem Label. In diesem Song machen sich Pink Floyd darüber lustig, daß die Typen nur gierig sind aber keine Ahnung von der Musik haben, die sie unter Vertrag haben ("...by the way - which one of you is 'Pink'?")
 
@moribund: die letzten Liedzeilen sind aber ein Zitat und keinesfalls eine Äußerung von Pink Floyd selbst, da bist du fehlinformiert...
Zum Thema: Bei Pink Floyd stand hinter den meisten Alben eine Idee, die Songs gehören daher meist zusammen, bzw. sind sogar aufeinander abgestimmt (das letzte führt wieder nahtlos in das erste z.B.). Daher finde ich die Meinung von Pink Floyd hier konsequent und auch richtig. Die Künstler sollten dann schon ihr "Kunstwerk" als ganzes behandelt haben...
 
@detrius: Das meinte ich ja eigentlich, aber offensichtlich hab ich mich mit "...im folgenden Song..." zu ungenau ausgedrückt. (Der Song der damit gemeint ist und aus dem das Zitat stammt ist "Have a Cigar". Von Songfacts.com: "By the way, which one's Pink?" ...is a question many people in the music industry asked the band over the years.)
 
@Luzifer: Ich kapiere dieses ewige Gejammer und gemotze nicht, wenn jemand Geld verdienen will, als ob es hier auch nur einen unter euch geben würde, der nicht den ganzen Tag damit beschäftigt wäre, selbiges zu tun. Greift euch mal an die eigene Nase, wenn es auch den Anschein einer Chance gibt, mehr Lohn zu kassieren, seid ihr (ich) die ersten die "hier" schreien! Zur Kunst sein mal folgendes gesagt, der Künstler entscheidet wie seine Kunst dazubieten ist, versucht mal einen Bildsteifen, oder Ausschnitt eines Bildes von einer Galerie oder einem Künstler zu kaufen, dieses Beispiel läst sich auf alle Bereiche ausweiten..., was natürlich trotz allem nicht von vertraglichen Gegebenheiten befreit.
 
@dlG: naja rein vom gesunden Menschenverstand gesehen, dann gebe ich dir völlig recht, allerdings wenn sie entsprechende Verträge unterzeichnet haben, dann wohl eher nicht. Wie hier besteht anscheinend eine Klausel, die sich nicht auf das Internet bezieht, sondern nur auf physische Datenträger und somit es warscheinlich eine "Grauzone" ist, deswegen wird hier das Gericht entscheiden müssen...
 
@dlG: Das kann man auch anders sehen. Ich finde es nicht gut wenn mir ein Hersteller ausschließlich bundles verkaufen will. Wenn auf meiner Pink Floyd CD durch einen Kratzer ein Lied nicht mehr abspielbar ist dann würde ich mich freuen, wenn ich auch künftig einzelne Titel laden könnte. Der Künstler sollte mir nicht vorschreiben wie ich seine Kunst genieße. Die Bands sind gewinnorientierte Wirtschaftsunternehmen und auch nicht viel besser als die MI. Denen gehts am Ende auch nur ums Geld, nur dass sie dies nicht zugeben wollen und mit dem Deckmantel der Kunst verschleiern.
 
@SkyScraper: Soweit ich gehört habe, ist es recht problemlos möglich die CD einfach einzuschicken, um eine neue zu bekommen.
 
@dlG: Falsch! Verträge regeln und wenn EMI vertraglich dazu das Recht hat, kann auch Pink Floyd nichts dagegen machen. Wer vertraglich in der Sache das Sagen hat, wird nun das Gericht entscheiden. Allerdings würde ich mir als Pink Floyd dann nen neues Label suchen!
 
Gut kann ich irgendwie verstehen, ich denke mal das man durch den verkauf von einzelnen Liedern in den meisten Fällen weniger Geld verdient, da so nur noch die besten Titel von einem Album gekauft werden.. jetzt muss nur geklärt werden wie die besagte Klausel im vertrag auf den Internetverkauf übertragbar ist.. abwarten.. wahrscheinlich mehrere Jahre bis sich geeinigt wurde :D
 
@gigges: so bekommen sie aber auch von den leuten geld, die nich bereit sind für 2 lieder das ganze album zu kaufen
 
@gigges: Vielleicht geht es Ihnen um das Gesamtbild des Albums - Es gibt Bands die stellen Lieder in einem gewissen Kontext zueinander zusammen und wenn man diese dann einzeln anhört geht dies verloren.
 
@Zebrahead: Richtig. Pink Flody Alben sind ein Gesamtkunstwerk, und nur als Album und nicht ein einzelnes Singlelied zu begreifen/verkaufen. Ist wie bei einem Hörspiel wo man nicht nur 1 Kapitel verkaufen kann.
 
@knuprecht: Das ist schon richtig, allerdings stoßen mir bei der Überlegung die zwei offiziellen von der Band lizensierten Best of Alben ("Great dance songs" und "Echoes..the best of") etwas sauer auf.
 
@jigsaw: Das ist zwar der bekannte "Fuß in der Tür" aber man kann dann auch sagen, dass sie auch hier die Songs und die Abfolge überlegt haben. Drehen und wenden kann man das Argument natürlich immer.
 
@Remotiv: Kann mich noch an ein Pink Floyd Interview vor einigen Jahren erinnern (Sorry, habe leider keine Quelle mehr) Da hieß es dass "Dark side of the moon" nur als Gesamtkunstwerk anzusehen ist und es auch nur im Ganzen gespielt werden soll. Ein paar Jahre später kamen dann die Best-ofs raus mit einem bzw. zwei Songs dieser Platte. ("Time" und "Money")
 
@Zebrahead: Zu einem richtig perfektem Woodstock Gesamtbild gehört dann wohl auch Gras, Regen, Matsch und Schlammschlachten? Ach ja und make Love, not War natürlich auch.
 
@Fusselbär: Hauptsächlich "Gras".
 
@Fusselbär: Für die Meisten war Woodstock NUR das von dir erwähnte. Die haben aus unterschiedlichsten Gründen von der Musik garnix mitbekommen :-))
 
@jigsaw: Beim ausgiebigen make Love könnte das schon mal vorgekommen sein. Abgesehen davon ist bei den erweiterten Bewusstseinszuständen, die damals Überlieferungen zufolge modisch gewesen sein sollen, durchaus auch möglich, dass einige den Sound sogar "gesehen" haben könnten.
 
@gigges: Ich sehe das so, sollte in dem Vertrag noch nichts vom Internet drin stehen, so gilt das auch dort so anzubieten! Denn schließlich wird es verkauft, ob auf LP/CD/DVD oder halt im I-Net.
 
Pink Floyd übertreibt hier meiner Meinung nach, denn man liest öfters, dass Plattenlabel eigentlich selber am liebsten nur komplette Alben verkaufen würden, die Käufer aber nicht gewillt sind dabei mitzuspielen. Wer die "kostenlose Konkurrenz mit ihren alternativen Vertriebswegen" im Nacken hat, der hat auch nicht soviel Spielraum um sowas gegenüber seiner Kundschaft durchzudrücken.
 
@noComment: Was solls, als Running Wild Fan betrifft mich die Chose eh nicht.
 
Normalerweise sollte es dem Kunden überlassen sein. Wenn der nur 1 Titel kaufen will, soll er das auch dürfen und nicht gezwungen werden, ein ganzes Album zu kaufen. Klingt für mich ein bisschen nach Geldmacherei. Wenn der Kunde das ganze Album will, steht es ihm ja frei, alles zu holen. Das Gesamtwerkargument finde ich Quatsch, einem auch nur ein Titel gefallen kann und man die anderen nicht schön findet. In ZUkunft soll man vielleicht alle Alben kaufen, da die ja auch in Zusammenhang mit einem Künstler stehen und als "Werk" zu begreifen sind, oder wie? Irgendwo muss die Grenze sein, und da sollte der kleinste gemeinsame Nenner (Einzeltitelwahl) ausschlaggebend sein.
 
@smartin79: Hier in Deutschland darf jeder verkaufen was er möchte, solange er gegen kein Gesetz verstößt. Und auch wie er möchte. Wenn ich meien Cola nur als 10 Liter KAnister, anstatt 10x1 liter kiste, verkaufen will, dann ist das so. Ob das der Kunde will oder nicht. __ Allerdings denkt man drüber nach doch den 10x1 zu verkaufen, wenn Nachfrage da ist....
 
@smartin79: Falsch! Wie er sein Produkt verkaufen möchte sollte demjenigen überlassen sein, der es geschaffen hat, also dem Künstler - und gerade bei einem großen Teil der Pink Floyd-Alben hat es mehr Sinn, sie als ganzes zu verkaufen, da sie zusammenhängend sind.
 
nuja, EMI tut kunst zerstören...zB the wall gehören alle titel der cd zusammen..anders macht es künstlerisch keinen sin...EMI will nur die endkunden abzocken..ebend halt as_pack! wobei man das fast bei der gesamten content idustrie sagen kann, da es ebend nicht um das wesendliche geht, sondern geldabzocken. eigendlich ist die gesamten banche die vorgibt vom uhrheberecht zu leben, nicht vereinbar mit dem was das uhrheberecht schützen will: KUNST! , den jeder der vorgibt künstler zu sein und gleichzeitig an der börse spekuliert wird (zB tv sender, verlage, musik labels etc) kann von den gegebenheiten keine kunst,kultur erstellen, da sein treiben kunst und kultur entgegen wirkt. die kapitalistischen regeln klammer grade menschlichkeit und sozialverhalten aus. und um die geht es in kunst und kultur.
 
Da bei Pink Floyd die Übergänge der Songs fließend sind, was mir sehr gut gefällt, ist es ein Verschandelung der gesamten CD einzelne Stücke herauszutrennen und quasi ohne künstlerischen Anfang noch Ende zu vermarkten.
Das ganze sollte nie einzeln downloadbar sein.
 
@Novalis69: Nur darum geht es der Band, vollkommen richtig. Und ich sehe es nicht so, daß der Künstler die "Darreichungsform" seines Werkes nicht selbst bestimmen können soll. Wenn Pink Floyd nicht möchte, daß einzelne Songs online verkauft werrden, dann gilt das einfach. Die Songs von "Dark Side Of The Moon" (1972) gehören zusammen, da gibt es kaum eine Diskussion. Die Gruppe muß sich dann allerdings im Klaren darüber sein, daß diejenigen potentiellen Käufer, die nur einzelne Songs aus einem Gesamtwerk kaufen möchten, dann wohl eher gar nichts kaufen und der Band Einnahmen entgehen. Aber dessen sind die sich sicherlich bewußt. Picasso hat seine Bilder sicherlich auch nur in einem Stück verkauft, egal, wieviele Themen er in einem einzelnen Bild jeweils verarbeitet hat.
Kommentar abgeben Netiquette beachten!

Video-Empfehlungen

WinFuture Mobil

WinFuture.mbo QR-Code Auch Unterwegs bestens informiert!
Nachrichten und Kommentare auf
dem Smartphone lesen.

Folgt uns auf Twitter

WinFuture bei Twitter

Interessante Artikel & Testberichte

WinFuture wird gehostet von Artfiles