Microsoft will trotz Zensur in China bleiben

Wirtschaft & Firmen Microsoft hat heute angegeben, dass man weiterhin in China aktiv sein wird, egal wie der Streit zwischen Google und der chinesischen Regierung über die Zensur der Suchmaschine ausgeht. Seit dem Bekanntwerden der Hacker-Angriffe auf Google verhielt ... mehr...

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Da scheint aber sehr viel Geld im Spiel zu sein, daß sich MS so unterdrücken läßt. Anders kann ich die Meldung nicht interpretieren ("Man wird die Suche von den chinesischen Behörden zensieren lassen.").
 
@neelam: Wir sind doch auch alle trotz Zensursula im Land geblieben.
 
@neelam: Alle meckern betreffs China immer nur rum, Zensur, Menschenrechte und und und - aber alle gehen hin. Geld verdienen ist nunmal wichtiger.
 
@mcbit: Wie sollte es auch anders sein - Wir sind nunmal abhängig von China und kein Unternehmen kann es sich leisten einen so großen Markt zu ignorieren. In der Marktwirtschaft gilt nunmal immer "Wenn du einen Markt nicht bedienst, dann tut es ein anderer.
 
@web189: Die Abhängigkeit ergibtr sich aber aus dem Drang der Unternehmen, dort Geld zu verdienen. Dierses Abhängigkeit ist hausgemacht, und nicht gottgegeben - kein Naturgesetz.
 
@mcbit: Es ist schon ein bisschen mehr als das. Europa hat sich an billige Produkte gewöhnt, niemand schaut auf die Herkunft eines Produktes. Wir sind nunmal auf Mini-Löhne und Menschenrechtsverletzungen angewiesen, wenn wir unseren Lebenstandard beibehalten wollen. Es ist Tatsache, dass eder durchschnittliche Europäer wesentlich mehr Werte konsumiert als er schafft - klar, dass es anderswo umgekehrt sein muss. Natürlich könnten wir auf China verzichten, unser Lebensstandard würde allerdings darunter leiden.
 
@web189: Nein, wir sind auf keinen Fall auf "billige Produkte" angewiesen. Dieses "Wir können da nix machen"-Mentalität ist genau das, was Chinba dazu bewegt, nichts zu ändern. Und welcher lebensstandard würde drunter leiden? Nur weil ich für den neuen Rechner, dem neuen TV, der neuen Konsole 1 Monate länger sparen muss? Im Gegenteil, für die resourcen des Planeten wäre es sogar mehr als vorteilhaft, wenn die Produkte etwas teurer wären, damit diese Wegwerfmentalität endlöich aufhört
 
@mcbit: Versteh mich nicht falsch - ich bin komplett deiner Meinung. Nur die Masse wird man wohl kaum bewegen können - dafür ist "Geiz ist geil" zu verbreitet.Den meisten Leuten ist es scheißegal, ob für ihre Produkte Leute gestorben sind - hauptsache sie sind günstig. Das Problem würde sich von ganz allein erledigen, wenn Menschen aktiv auf alles moralisch fragwürdige verzichten würden. Dann wäre die Industrie im Zugzwang und müsste für Transparenz sorgen. Leider habe ich mein Vertrauen in dieser Hinsicht schon lange verloren - die Leute schreien nach billig, alles andere wird ignoriert. Bevor ein Umdenken der Industrie erfolgen kann, muss ein Umdenken der Konsumenten geschehen. Die Wirtschaft/Industrie richtet sich nach der Nachfrage und diese geht nunmal vom Konsumenten aus. Das Ganze könnte man auf weitere Bereiche ausdehnen, in der Politik funktioniert es nicht anders. Es wird gemeckert und gemotzt, doch kaum jemand versucht aktiv etwas zu tun. Die Masse lässt sich von populistischem Mist beschwatzen, kaum jemand hinterfragt die Inhalte. Politk ist zur Werbung verkommen - flache Parolen dominieren das Feld. Alles hat seine Ursache in der Masse - würden Politker mit Populismus nicht mehr weiterkommen, dann müsste ein umdenken erfolgen. Momentan bieten sie der Masse genau das, was sie will: Einfache Lösungen auf komplizierte Probleme.
 
@web189: Die Masse wird nicht anders können. Es ist ja der Fehler der Firmen, den Kunden alles immer billiger anbieten zu wollen. Schließlich ist es einfacher, billig woanders zu produzieren, als etwas teurer und zuzüglich mehr Qualität und Service zu bieten. Wenn der Kunde in Europa den Rechner nicht mehr für 399 sondern 449 Euro bekommt, hat er keine andere Wahl. Außerdem sollte auf allen Medien statt "China ist böse" eben laufen, "Firmen kehren nach Europa zurück, weil China böse ist". Dieses "Der Konsument ist schuld"-Denken ist leider falsch, denke ich. Gibst Du bei Deinen Kindern (so vorhanden) auch jedem Quängeln nach?
 
@mcbit: Ich gebe dir in gewisser Weise recht - doch das Ganze ist sehr komplex. Eine solche Umstellung müsste in der Politik erfolgen, die Firmen alleine agieren nur im Rahmen des Marktes ( und den Regeln, die er vorgibt). Jedoch will sich kein Politiker einer solchen Sache annehmen - es wäre gesellschaftlicher Selbstmord. Wenn tatsächlich ein Politker auf die Idee kommen würde, einen solchen Plan durchzusetzen - dann wäre er schneller in der Öffentlichkeit zerfetzt, als er "China" sagen kann. Ich sehe schon die Überschriften vor mir "Politiker: Alles wird teurer" ect. . Niemand wird etwas hinterfragen, diese ganze Gesellschaft ist zerfressen von Oberflächlichkeit und Populismus. Tut mir leid, vielleicht hast du Recht. Ich habe in dieser Hinsicht kein Vertrauen. Wie du bereits erwähnt hast, müssten die Massenmedien an einem Strang ziehen - ausserdem müssten geschlossen alle Firmen mitmachen. Das ist schlichtweg unrealistisch. Die wahrscheinlichste Lösung wäre noch eine politische Entscheidung, die die Regeln des Marktes entsprechend verändert. Doch daran glaube ich aus den genannten Gründen nicht.
 
@web189: Immer wenn es hier um das "Monopol" von MS geht, wird von sozialer Marktwirtschaft gefaselt und das gehandelt werden muss. Wenn es in der sozialen Marktwirtschaft primär darum geht, vorhandene Firmen zu gängeln, statt dafür Sorge zu tragen, Firmen an der Flucht zu hindern, hast Du Recht. Aber richtig, es ist Sache der Politik, die Volkswirtschaft zu gestalten - nur macht es keiner. Bei dem Thema wird komischerweise auf die Gepflogenheiten des "Marktes" verwiesen. Auch die Massenmedien sind lenkbar, das sieht man doch eindeutig immer daran, dass bestimmte Themen fast wortgleich den gleichen Tenor haben. Es wäre nicht unrealsitig, es wäre lediglich schwerer. Ein kleines Beispiel: Seit ich weiß, unter welchen Bedingungen NIKE seine Schuhe in China herstellen lässt, boykottiere ich diese Firma (und einige andere auch).
 
@neelam: Google ist ja auch immer noch unverändert dort
 
@neelam: Microsoft zerstört Konkurrenz, verhindert Fortschritt, will alles vereinnahmen ... Microsoft ist das Nordkorea der IT-Industrie! Die gehen lieber über Leichen, als sich aus China zurückzuziehen ...
 
@NoName!: Und das gilt diesbezüglich nur für MS?
 
@NoName!: Kannst Du auch etwas anderes sagen als die ewige dumme Laier? Vielleicht mal etwas fachliches? Oder reicht es dazu nicht?
 
@mcbit: aber 'survival of the fittest' ist ein naturgesetz.
 
@wekr: Aber das auf die Wirtschaft zu portieren, ist kein Naturgesetz.
 
@mcbit: okay. aber wessen system ist der kapitalismus / wirtschaft(?)
'gottgegeben' auf jeden fall nicht.
 
@wekr: Damit hast Du den Kreis geschlossen - alles selbst verursacht. Wirtschaft ist gestaltbar, aber wenn ich als deutscher Steuerzahler sogar für Vergünstigungen aufkommen muss, die Firmen in Anspruch nehmen, wenn sie Arbeitsplätze verlagern, läuft was falsch. BTW, nimm den blauben Pfeil.
 
Beim letzten Satz hab ich erst verstanden, dass die Suche aus chinesischen Behörden von Microsoft zensiert wird ;)
 
Microsoft macht sich damit sicher keine Freunde. Aber denen sind Ethik und Freiheit eh Fremdwörter. Google ist, wie Microsoft, ein Großkonzern, der Geld verdienen will, nur zeigt Google immernoch mehr Rückrad, wenn es um Themen wie Zensur geht. 1:0 für Google
 
@noneofthem: Sorry, aber auch wenn Google etwas laut ausspricht, täuscht es nicht darüber hinweg, dass auch Google noch dort ist und versucht,. geld zu verdienen. Google macht gerade eine emotionale, heuchlerische PR-Aktion - und ich frage mich ernsthaft, was widerlicher ist.
 
@mcbit: Das bleibt abzuwarten. Google wäre stark genug, um China zu vernachlässigen. Mal schauen, was geschieht. ^^

Gerade du solltest das unterstützen, der sich doch so sehr an der "Wir können da nix machen"-Mentalität stört...
 
@renet: Richtig, ich verfolge das Geschehen um Google recht genau. Aber ich vermisse konsequente Handlungen seitens Google.
 
@noneofthem: Google hat angeblich in China praktisch keinen Gewinn gemacht, da ist es natürlich viel besser aus Menschenrechtsgründen einen Rückzug zu machen, als aus Erfolglosigkeit. Yahoo, Google und Microsoft haben sich 2008 auf gemeinsame (!) Richtlinien zum Schutz auf Menschenrechte geeinigt, basierend auf der Allgemeinen Deklaration der Menschenrechte, dem Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte und dem Internationalen Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte. Entworfen wurde das von Menschenrechtlern. Es wurde auch eine Instanz zur Überwachung der Prinzipien geschaffen. Microsoft war schon sehr früh führend in der Frauenförderung mit zum Teil mehr Frauen im Management als Männer - bei gleicher Bezahlung. Wie hatte Bill Gates zu China gesagt: Die Zensur ist leicht zu umgehen, schlimmer ist wenn man ein Land verlässt und die Leute gar keinen Zugang mehr haben. In jedem Land muss man sich an die dortigen Gesetze halten. Auch in Deutschland sind manche Dinge illegal, die dann hier verfolgt werden, z.B. Hitlers Mein Kampf. Das ist in anderen Ländern legal. Andere Dinge sind illegal in Frankreich, Australien, Usa, ... Gesetze sind nunmal nicht gleich. Aber Pauschal MS keine Ethik und Freiheit vorzuwerfen ist dumm. In Wenn Du jemand etwas vorwirfst, dann bring doch was Konkretes und troll nicht einfach nur rum.
 
@mcbit: richtig, das wirtschaftssystem selbst ist kein naturgesetz. da hast du recht. aber es unterliegt den naturgesetzen bzw. ist 'driven by survival of the fittest'. oder liege ich da falsch?
 
@wekr: Ja Du liegst falsch, meiner meinung nach.
 
@wekr: Bitte in Zukunft den blauen Pfeil zum antworten nutzen. Das dient der Übersichtlichkeit.
 
Wenn Microsoft China mehr als "Front" betrachten würde und nicht als unverzichtbaren Markt, dessen menschenrechts-verachtenden Regeln man sich beugen muss...
 
china ist und wird zwar nie kulturelle weltmacht sein, militärische eventuell auch nicht, aber ich glaube wirtschaftlich sind die bereits die weltmacht wenn sogar schon die größten player der branche sich chinas spielregeln beugen "wollen".
 
@kompjuta_auskenna: Und wie sind sie dahin gekommen? Profitgier des Westens.
 
@mcbit: Stimmt! Westliche Konzerne verlagern nur zu gerne ihre Standorte in Billig-Lohn-Länder, das erhöht den Gewinn (zumindest so lange wie sich die Produkte im Westen teuer verkaufen lassen (Westen i.d.R. höheres Durchschnittseinkommen) oder der Wettbewerb durch Preisdruck pleite geht), aber wem sag ich das?! Das einzige was sehr ungern ;-) in Billig-Lohn-Länder exportiert wird ist Macht. Das behalten die Konzerne lieber in den Zentralen im Westen... China ist es wohl trotzdem gelungen Macht zu importieren (wenn man das mal so ausdrücken darf). Leider wird diese Macht nicht von freiheitlichen Idealen gelenkt (damit meine ich Freiheit im eigentlichen Sinn, nicht bspw. USA-Polit-Rhetorik), da in China eine menschenverachtende Diktatur herrscht, das macht mir Sorgen... Wäre dem nicht so, könnte ich mir die "Schadenfreude" a la "MS tanzt nach Chinas Pfeife" nicht verkneifen... Aber das ist ja nur die Spitze des Eisbergs und daher kann ich MS dafür nicht verurteilen. Wir alle kaufen Produkte die unter dem Regime (und dessen menschenverachtenden Bedingungen) in China produziert werden und ich glaube Zensur ist da dann das kleinste Problem. Ich sag nur Arbeitsbedinungen, Krankenversorgung, etc... Wir nehmen das mit der Zensur übertrieben wahr, da wir uns das Ausmaß der anderen Zustände gar nicht vorstellen können. Die anderen Konzerne die in China unter schlechtesten Bedingungen für die Arbeiter produzieren lassen sind m.E. ein viel grösseres Problem und für die Menschen in China von existenzieller Bedeutung.
 
@mcbit: hauptsächlich persönlicher profitgedanke.. bloß billig, bloß sparen, kannst ja mal in deiner wohnung rumgehen und gucken was du alles made in china gekauft hast, ich hab früher auch so gedacht wie du, aber wenn man mal zuende denkt ist man selber ursache des ganzen problems.
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