CeBIT: Umweltverbände fordern Energie-Kennzeichen

Wirtschaft & Firmen Im Vorfeld der IT-Branchenmesse CeBIT haben Umweltverbände eine strengere Verpflichtung der Industrie zur Steigerung der Energieeffizienz von Computern und anderen IT-Produkten gefordert. mehr...

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Beim erste Satz im letzten Absatz muss ich vollkommen zustimmen. Das sieht man ganz gut bei den Leuten die sich die erste PS3 gekauft haben und dann diesen nur zum Bluray bzw. DVD schauen nutzen.
 
@zivilist: Ist ja auch richtig was du sagst. Nur wenn der Verbraucher den hohen Energieaufwand bewusst in Kauf nimmt, was bringt dann ein Kennzeichnung?
 
@heresy: Die Meisten Leute sind sich gar nicht bewusst, was vereinzelte Geräte kosten, im Jahr. Eine solche Kennzeichnung kann Leute zum nachdenken bringen.
 
@zivilist: ich war mir immer bewusst wieviel die ps3 an strom verbraucht (ca. 120Watt) im dvd betrieb. aber selbst wenn ich alle 2 tage für 2 stunden eine dvd gucke, dann wäre ich bei lausigen 43kw/h. Das sind bei den üblichen 4000-4500kw/h peanuts. man muss auch die kirche im dorf lassen. bei einer ps3 wird ein riesen tamtam gemacht, bei surround receivern , subwoofern etc. interessierts merkwürdigerweise keine sau mehr. die meistne könnten da nicht einmal sagen was sie verbrauchen, aber bei der ps3 wird auf jedes watt geachtet.
 
@zivilist: Also ich persönlich war mir jetzt nicht bewusst, dass die PS3 soviel verbraucht! Aber ich mein die hat ja eine andere Aufgabe als nur DVD/BR abspielen ...
 
@Nelson2k3: das schon, jedoch haben viele die PS3 anfänglich nur dafür benutzt, da diese das erste BluRay fähige Gerät war und in der Anschaffung relativ günstig.
 
@zivilist: Meine Kaffeemaschine braucht mehr Strom als 4 Computer zusammen! Ich werde aber dennoch ganz bestimmt nicht auf Kaffee verzichten. :-)
 
@Fusselbär: du benutzt die Kaffeemaschine jedoch nur wenige Minuten am Tag. Bei Kaffee würde ich mir eher um den Wasserfußabdruck Gedanken machen.
 
@zivilist: Meine alte Kaffeemaschine hatte sich automatisch abgeschaltet, aber der Nachfolger hat dies Feature nun nicht mehr. Zum warmhalten muss die Kaffeemaschine eingeschaltet beiben. Mal kurz überschlagen: Kaffeemaschine 1200 Watt. Computer: EeeBOX B202 ca. 25 Watt, Netbook etwa vergleichbar, Notebook schätze ich mal so auf 60 Watt und der dicke zieht ja nicht immer Vollast, sondern läuft meist nur auf 250 Mhz via powerd automatisch runtergetaktet. Viel mehr Strom verbraucht auch der elektrische Durchlauferhitzer, der Elektroherd, die elektrische Waschmaschine und die Spülmaschine. Beim PC wird sich für das bewusste Energiesparen wohl am stärksten die sinnvolle Wahl der für das gewünschte Anwendungsgebiet passenden Grafiklösung auswirken. Für Desktoparbeiten und Internetz sörfen reicht da locker eine Grafiklösung von Intel, die sind sehr sparsam im Stromverbrauch und stellen obendrein keine zusätzliche Lärmquelle dar. Aber mit irgendwelchen "Kennzeichen" lässt sich das sicherlich nicht anständig differenzieren. Vielmehr nützt es, wenn man sich vorher überlegt, wofür man den PC benutzen will und dafür passend die Kiste entweder fertig kauft oder sich passend zusammenstellt. Diesen Plakettenunsinn, den die Umweltverbände da fordern, das ist doch bloß, weil die sich wichtig machen wollen, das ist vergleichbarer hanebüchener Unsinn, wie dies alberne Glühbirnenverbot, mit dem giftiges Quecksilber in die Haushalte befördert wird, die sich nicht dagegen wehren. Wer aktuellste 3D-Games spielen will, der wird nun mal nicht an einer dicken Maschine vorbeikommen, die dann unter Last auch entsprechend der Leistung Energie verbraucht.
 
Die Ökufuzis sind natürlich mal wieder auf dem neuesten Stand. :D

Wenn man sich aktuelle Systeme anguckt á la Intel Atom usw. und bedenkt was ein LED-TV an Strom verbraucht.
Hinzu kommt noch was alles gerade in Entwicklung steckt (u.a. Sandy Bridge von Intel).

Also in meinen Augen eine Berechtigte Forderung, die frühestens 2 Jahre zu spät kommt.

Wobei der fade Beigeschmack auch hier wieder zu tragen kommt. Denn man Stelle sich mal vor, Informations- und Unterhaltungselektonik verbraucht Strom. :O
Stell dir mal vor das benutzen alle, dann würde das ja für einen Fortschritt in der Technologie stehen...igitt!! *rolleyes
 
Die Hersteller sollte einfach angeben, wie viel Watt das Gerät im "Normalbetrieb" verbraucht - das wäre ein Vergleichswert.
 
@user2015: das wäre mir auch zu ungenau. beispiel Komplettpc. was ist normalbetrieb? der eine zockt damit nur, der andere schreibt texte. ein simples VON-BIS wäre doch am besten.
 
@user2015: Die Hersteller sollten ihren Standby betrieb auf unter 0,5 watt bringen. Es kann nicht sein Das viele Geräte im Standby Zustand noch 10 Watt verbraten. Gerade irgendwelche TV-Receiver sind die schlimmsten.
 
@Spürnase: Ich schalte alle Standbygeräte mit einer Funk-Steckdosenschaltung aus. Keinerlei Komforteinbußen und der Verbrauch geht auf eienn minimalen Wert herunter (die von den Empfängern). Kostentechnisch bin ich dann bei vielleicht 20€. Vorteil ist einfach dass ich meine Produktauswahl nicht auf wenige Geräte beschränke. Natürlich sollte man sich im Zweifelsfall für das sparsame Gerät entscheiden, aber wer stellt sich schon z.b. einen Noname LCD Tv hin der 0,5Watt verbraucht wenn in der gleichen Preisklasse ein Sony steht der 5Watt verbraucht.
 
@Frankenheimer: Deine tolle Funksteckdose verbraucht 6 watt an und ausgeschaltet. Funksteckdosen sind die Stromverschwender schlechthin.
 
@Spürnase: Diese mechanischen Ein-Aus-Schalter, die wie Funksteckdosen zwischen Stecker und Steckdose gesteckt werden, die sind doch tatsächlich inzwischen viel teurer, als Funksteckdosen! Ich habe eine Menge von diesen mechanischen Schaltern, war zwar viel teurer als Funksteckdosen, aber dafür kann ich mir sicher sein, das es auch richtig ausgeschaltet ist und auch Funkstörungen die Geräte weder unerwünscht ein- noch ausschalten können.
 
Das Problem ist, dass man einen Vergleichswert zwischen Leistung und Energieverbrauch benötigt. Wenn z.B. ein Käufer in seinen Saturn/MediaMarkt stellt und sieht, dass ein PC mit Core i7 mehr verbraucht als einer mit einem Core2Duo (Core i3) dann nimmt er den mit Core i3 obwohl er evtl. mit der Leistung dann unzufrieden ist. Bei Autos ist dies zwar auch nicht gegeben (Benzinverbrauch/100km auf die kW berechnet), weil da der Kunde schon für PS und Masse eines Autos sensibilisiert ist. Bei einem PC kann sich der 0815-Nutzer oft nicht vorstellen, ob das nun ein hoher Stromverbrauch für die Leistung ist oder nicht.
 
@patrick_schnell: Wenn ein Homeserver mit 30 Watt Leistungsaufnahme dann eine A-Plakette (ich nehme als Vergleich jetzt einfach mal die Plaketten der Haushaltsgeräte), dann wird jeder "normale" PC mit Energieeffizienzklasse F abgestraft. Halt - Laptops nehmen bei Akkubetrieb ja 0,00 kW/h aus der Steckdose, das ist ja fantastisch für die Energiebilanz des Haushalts!
 
@Tyndal: Das stimmt so nicht. Irgendwann ist der Akku auch mal leer und dann wird aus der Steckdose nicht nur der zum Laptopbetrieb notwendige Strom gezogen sondern auch Zusätzlich der Strom zum laden des Akkus.
 
@Tyndal: genau auch hier liegt dann die zweite krücke. ein homeserver mit 30 watt und A plakette lässt den verbraucher glauben dass er ein sparsames system hat. das ganze ist aber hinfällig wenn der server dann 24/7 läuft und im jahr 300kw/h verpulvert. während der gamer pc der zwar 300watt zieht aber nur täglich 1 stunde an ist einen bruchteil davon verbraucht.
 
@Frankenheimer: ja ein HomeServer bietet aber auch eine weitaus geringere Leistung, also Leistung/Energieverbrauch, wäre mal ein Anhaltspunkt. Genau das ist genau das was ich bemängel, einfach eine "A-Plakette" an energiesparsame Geräte (DVD Player, Set Top Boxen usw.) helfen da nicht weiter. Das ist nicht wie bei Waschmaschinen oder so, die man im direkten Vergleich antreten lassen kann, da sie immer nahezu das selbe bieten. Da braucht man ein standardisiertes "Benchmarking" (welcher Art auch immer), welches man durch den Energieverbrauch während dieses Benchmarks teilt.
 
Grundsätzlich befürworte ich ja eine größere Transparenz bei den Energieverbräuchen der Geräte, seit Jahren schon achte ich bei CPU und Grafikkarte auf die Verlustenergie und bei Netzteilen auf die Effizienz, aber so eine Plakette lädt wieder zu Tricksereien ein. "Gefriertruhe - nur 254 kW/h Energieverbrauch pro Jahr!" - super - aber bei welcher Umgebungstemperatur? 10°C? 18°C? 24°C? Eine Grafikkarte mit "A++"-Plakette sagt mir wenig über meinen Energieverbrauch, wenn dort von 1,5h Nutzung / Tag mit 20% Auslastung im 2D-Betrieb ausgegangen wird. Um so einen Jahresverbrauch der "Computerbild" auf meinen Haushalt umzurechnen, müsste ich wissen, wie lange die einzelnen Komponenten mit welcher Auslastung bei mir in Betrieb sind - und wie hoch die Toleranz in den Schwankungen bei den Herstellern liegt.
 
@Tyndal: dafür sehe ich kaum eine auf dauer brauchbare lösung. du hast aber völlig recht. was nützt es mir wenn der verbrauch bei 18C° gemessen wurde. dann kann sich der käufer immer noch nicht vorstellen wieviel watt das gerät bei 22C° verbraucht. ich bin der meinung der einzig brauchbare weg ist, dem käufer den verbrauch ständig präsent zu machen. ist ja auch eine qualitätssache. z.b. große verbrauchstabellen auf den herstellerseiten. oder aber sowas wie ein onlineportal wo produkte von diversen kunden eingeplegt werden können.
 
@Frankenheimer: Ich lobe mir meine Umwälzpumpe für die Heizung, die auf einem großen Display den aktuellen Stromverbrauch anzeigt. So ein Watt- oder kW/h-Zähler würde auch jedem Haushaltsgerät gut zu Gesicht stehen - stellst du den Kühlschrank 2°C kälter oder steigt die Raumtemperatur bekommst du die Auswirkung gleich angezeigt. Das wäre für Computertechnik sogar klasse umsetzbar - neben der Schnittstelle für Lüftersteuerung noch einen Pin für den aktuellen Stromverbrauch - neben der Temperaturanzeige könnte ich mir eine Verbrauchsanzeige gut vorstellen, nicht nur für Case-Modder.
 
Das schonen des Geldbeutels der Verbraucher ist allerdings nicht zu erwarten. In dem Umfang wie die Verbraucher weniger Energie abrufen werden die Energiekonzerne auch die Energie verteuern. Das die Verbraucher auf Dauer damit Geld sparen ist somit eine üble Verbrauchertäuschung.
 
@brunner.a: das ganze ist zwar jetzt nicht repräsentativ und drastisch, aber so als beispiel. du hast jetzt einen 4 personen haushalt der aufgrund von vielen verbrauchern ca. 5000kw/h verbraucht. du hast aber schon jetzt so eine solaranlage auf dem dach die ihre 3500kw/h macht. staatlichg gefördert klar... jetzt fällt in den nächsten jahren die förderung weg, aber dein verbrauch sinkt aufgrund von intelligenten systemen auf sagen wir 3300kw/h. dir kann es sogesehen dann ziemlich egal sein wieviel der strom kostet, wenn du praktisch nie kaufen musst. selbst wenn die einspeisevergütung wegfällt ist es eher unwahrscheinlich dass du jemals weniger für deinen eingespeisten strom bekommst, als er aus dem netz gesaugt kostet. natürlich hat nicht jeder platz und geld für solche anlagen, aber der weg ist klar. wir müssen weniger verbrauchen..... natürlich wird man den strompreis korrigieren aber unendlich hoch wird er auch nicht gehen. der gebäude und gerätebestand reagiert viel zu träge als dass man den strompreis beliebig hochdrehen kann. schau nur mal wieivle nachtspeicherheizungen es noch gibt.
 
@brunner.a: teilweise. Wenn weniger Energie verbraucht und somit erzeugt werden muss wirkt sich das positiv auf die Umwelt aus. Zweitens können, wenn weniger Energie verbraucht wird immer mehr selbst gedeckt werden (bspw. Photovoltaikanlage). Die Energiekonzerne können auch nicht ins unermessliche den Preis erhöhen, da es sich sonst immer mehr lohnt die benötigte Energie selbst zu erzeugen.
 
Naja... als Zockerin / Boinc Nutzerin ist mir die Stromrechnung ziemlich egal. Ist ja mein einziges Hobby da darfs auch was kosten. ^-^
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