Google nimmt Musik-Blogs ohne Vorwarnung offline

Internet & Webdienste Der Suchmaschinenbetreiber Google hat mindestens sechs populäre Blogs auf seinen Plattformen Blogger und Blogspot geschlossen, weil über sie angeblich ohne Zustimmung der Rechteinhaber Musik zum Download angeboten wurde. mehr...

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Bei Seiten, die wirklich illegal agieren, ist es in Ordnung, da sind die selber schuld. Aber sollte der letzte Absatz wahr sein, dann unterstellt sich Google traurigerweise der Willkür der Musikindustrie. Die Werbegelder scheinen wohl auch nicht zu reichen :D
 
@DasFragezeichen: So wie ich das versteh liegt da das Problem nicht bei Google sondern bei den Anwälten die das quasi "abmahnen" und den Rechteinhabern selbst. Anscheinend war da das ok gegeben für die webseiten betreiber aber die Rechtsabteilung nicht informiert oder hat in ihrem abmahnwahn das einfach nicht beachtet. Die sind ja auch nur wie heuschrecken und fressen alles.
 
@DasFragezeichen: hier mehr informationen vom bloggerteam http://buzz.blogger.com/
 
Immer noch sehr viel besser als verklagen.
 
@1337Sven: Das kann durchaus im Nachhinein noch kommen!
 
@1337Sven: Ich stimme ZappoB zu, das eine schliesst das andere nicht aus!
 
Muss man nicht erst auf das Vergehen hinweisen und bei nochmaliger Missachtung bzw. keinem Handeln darf man erst einschreiten? Obwohl google bestimmt in den AGBs diesbezüglich abgesichert...
 
@T!tr0: Nicht alles was in den AGB (ohne "s") ist auch gesetzlich erlaubt.
 
@HardAttax: Ich glaube nicht, dass Google es drauf ankommen lässt. Habe gestern erst an einer Vorlesung über das AGB Recht teilgenommen und dieses ist sehr streng geregelt. Fast immer zum Nachteil des Betreibers, also zum Nutzen des Verbrauchers. Verstoßt ein Satz einer Klausel gegen die vielen Normen, die im BGB geregelt sind, ist die komplette Klausel unwirksam. Da wird immer alles doppelt und dreifach kontrolliert.
 
@T!tr0: So doof wie es klingt hat Google in diesem Fall Sachbeschädigung am Eigentum vollzogen. Egal ob da selber Inhalte illegal verbreitet wurden und darauf ebenfalls Sachbeschädigung vorliegt. Keine Ahnung was man nun machen könnte. Google verklagen und sich selbst ins Bein schneiden? ich weiß nicht. teufelskreis würde ich meinen :)
 
@Blubb-blubb: Momentan ist es stark umstritten in der Fachwelt, wie man "Sache" auslegt. Die Softwarehersteller und Anbieter wollen das um jeden Fall vermeiden, denn dann würde man die Sachrechte im BGB anwenden können. Da das Momentan nicht als "Sache" ausgelegt wird, kannst du kein Anspruch auf Sachbeschädigung. In diesem Fall ist es eh sehr verstrickt, da Google eine Plattform anbietet, die ihr "Eigentum" ist. Eigentum kann man übrigens nur an einer Sache haben. Für alles andere gibt es andere Begriffe wie Urheberrecht usw. mfG Ex!Li
 
@Ex!Li: Naja, in diesem Fall kann man wohl eher nicht von "Sachbeschädigung" sprechen (obwohl du in gewisser Weise schon recht hast). Ich könnte mir hier den Fall der "Schelchtleistung" eher vorstellen, da die zugesagte Leistung nicht zustande kommt, bzw. nicht gewährleistet ist (Löschung ohne Ankündigung/Abmahnung). PS: Das Thema mit den AGB kenn ich auch zu Genüge, hat mir mein VWL-Lehrer "eingeprügelt"^^
 
@T!tr0: Wenn überhaupt, bietet man Snippets der Tracks an und nicht den selbigen als Ganzes. In diesem Punkt kann man die Majorlabels schon verstehen.
 
solche seiten sind eigentlich dazu da, dass man neue musiker kennen lernt! da die meisten mp3-alben ohnehin eine schlechte sound-qualität haben, ist es wirklich nur zum probehören!! schade eigentlich dass sich die musikbranche so daquer stellt - es gibt so viele gute musiker die kein mensch kennt - fehlende marketinggelder oder sonst was.. als musiker hat man es echt schwer populär zu werden :(
 
@sbiba: Musiker, die sich solche Plattenfirmen aussuchen, haben kein Interesse an Musik. Nur an Geld. Die sind es gar nicht wert kennen zu lernen.
 
@Aurelia: Was für ein Blödsinn. Geh', mach mal Musik und versuche davon zu Leben, wenn du nicht gerade die Garantiesumme des Labels in der Tasche hast. Dann sprechen wir uns gerne noch mal. Immer diese Pauschalisierungen.
 
@fleetforce: Aurelia hat aber nicht ganz unrecht! Wenn Musiker nicht von ihrer Kunst leben können, dann sollten sie mal arbeiten gehen, so wie 90% der Bevölkerung. Es geht eben nicht um Kunst, sondern nur um Kommerz.
 
ach deswegen wurde mein lieblings-blog gelöscht... schade, neben last.fm war der Blog für mich der beste weg, neue bands zu finden.
 
@0xLeon: Ich kann dir www.jamendo.com/de/ nur wärmstens empfehlen. Ok, dort findet man auch viel "Müll", aber dazwischen sind immer mal ein paar Juwelen zu entdecken. Lohnt sich meiner Meinung nach, öfters mal auf der Seite herumzusurfen und hier und da mal probezuhören.
 
Dann halt nicht über google suchen. "Noch" gibt es alternativen.
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