Datenschutz
08.02.2010 11:55AWD: Datenleck offenbar größer als angenommen
Die im vergangenen Jahr aufgedeckte Datenpanne beim Finanzdienstleister AWD hat offenbar größeren Umfang, als bisher angenommen wurde. Das geht aus einem Bericht des Fernsehsenders 'NDR' hervor. mehr...
Diese News hier weiter lesen.
Fusselbär am 08.02.10 12:03 Uhr
Tja auch CD/DVD Fehlbrände können sich wieder lohnen: Finanzminister und Finanzämter kaufen mit hoher krimineller Energie zur Zeit ja alles an dubiosen CDs oder DVDs, wo sie auch nur grob vermuten, es könnte ihnen irgendwie Vorteile beim Abkassieren einbringen. Das ist quasi wie mit Überraschungseiern: Filesharing, Profit und Überraschung, alles in einem:-))
Hellbend am 08.02.10 12:11 Uhr
(-2)
@Fusselbär: Wenn die hohe kriminelle Energie (seh ich zwar nicht) endlich mal dazu verwandt wird, die restlichen Steuerzahler zu entlasten, dann sollen sie Kaufen was das Zeug hält
Fusselbär am 08.02.10 12:15 Uhr
(+3)
@Hellbend: Das glaubst Du doch wohl selbst nicht, dass es für dich auch nur einen Cent billiger wird, oder?
Morc am 08.02.10 12:18 Uhr
@Hellbend: frei nach deiner aussage: lasst den datenhandel beginnen!
Hellbend am 08.02.10 12:21 Uhr
@Fusselbär: Ehrlich gesagt befriedigt es mich zutiefst, das diesen Steuersündern in den Allerwertesten getreten wird. Das würde ich mir glatt noch etwas kosten lassen.
futufab am 08.02.10 12:46 Uhr
(+1)
@Hellbend: manche holen sich mit Erfolg einen Teil der Strafe wieder zurück. http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Bank-zu-MillionenEntschaedigung-an-Steuersuender-verknurrt/story/28727380
futufab am 08.02.10 12:48 Uhr
(+1)
@Hellbend: warum wird die CD eigentlich in Frankreich eingekauft? Wir haben hier doch bestimmt auch dunkle Wälder wo man unbemerkt einen Geldkoffer verstecken könnte, oder?
Hellbend am 08.02.10 12:50 Uhr
(-1)
Völlig ok! Warum sollten die Banken, die einen Großteil der Schuld mittragen, nicht dafür zahlen. Das Hehler-Dasein kann man ihnen wohl kaum absprechen. Sie hätten vorher überlegen sollen, was sie erwarten könnte - ist weise Voraussicht nicht ein Grundbestandteil ihres Daseins!
Fusselbär am 08.02.10 12:51 Uhr
@Hellbend: Freut mich, das Du soviel Spaß an deiner Schadensfreude hast, ich darf mich da auch nicht von freisprechen, dass ich durchaus auch gerne mal dem allzu menschlichem Laster der Schadenfreude fröhnen kann. Es dürfte dich wohl auch interessieren, dass der Zumwinkel sich inzwischen auf seine nette Burg am Gardasee zurückgezogen hat: http://www.immo-luxus.de/2009/02/17/ex-post-chef-zumwinkel-leben-in-einer-burg/ Muss schon sagen, die Immobilie zeugt von Geschmack und Stil! Offensichtlich können solche Mitmenschen, wie beispielsweise der Herr Zumwinkel die Folgen von Datendiebstahl sehr viel besser kompensieren, als jeder Normalbürger. Sollte das dir nicht zu denken geben, dass Datendiebstahl und Schurkenstaat, anstatt Rechtsstaat, immer die Normalbürger viel, sehr viel schlimmer treffen wird, als hier beispielsweise den Zumwinkel?
drhook am 08.02.10 12:53 Uhr
@futufab: Der Typ der die Daten verkaufen will, sitzt wohl in der Nähe von Nizza und steht unter so einer Art von Hausarrest. Ich nehme mal an die deutsch französische Freundschaft ist so gefestigt, dass man für die Übergabe keine dunklen Wälder aufsuchen muss.
Ruderix2007 am 08.02.10 12:54 Uhr
(+1)
@Hellbend: Dieses Thema zeigt doch einmal mehr, dass Gesetze nur relativ sind und Deutschland sie gerne Mal nach ihrem Gutdünken anpasst. Informationen die auf illegalem Weg beschafft wurden dürfen nach geltendem Gesetze nicht für Anklagen genommen werden. Ansonsten müsste man Folltergeständnisse auch zulassen. Aber siehe da, das Bundesverfassungsgericht biegt sich die Sache schön und schon ist etwas offensichtlich Illegales auf einmal zulässig. Obwohl es eindeutig Hehlerei ist. Wenn ein Staat Illegales mit illegalen Mittel rechtfertig, dann ist er nicht besser als den er anklagen will! Es steht ausser Frage, dass Steuerhinterzieher zur Kasse gebeten werden müssen, aber bitte mit moralisch, ethische vertretbaren Mittel und nach der Rechtsauffassung eines souveränen Staates und nicht mit Methoden einer Bananenrepublik. Ein solches Verhalten ist genau der Anfang einer Staatüberwachung mit allen Mitteln. Man muss es den dummen Bürger nur gut verkaufen und schon tolerieren si ein solches Verhalten, bis einen Tages sie selbst ins Kreuzfeuer geraten. Leider merken die meisten erst wie dumm eine Sache ist, wenn es zu spät ist.
Hellbend am 08.02.10 12:55 Uhr
(-2)
@Fusselbär: Tauchen Zumwinkels Geschäfte und Anlagen in der Schweiz auf, die man ihm damals nicht nachweisen konnte, dann geht er endlich in den Knast. Solange überhaupt Ansätze vorhanden sind, dann sollen sie loslegen. Du würdest den Sumpf anscheinend so belassen wie er ist, selbst wenn sich eine limitierte Situation ergibt. Dieses Denken hat den Sumpf erst geschaffen und diese Haltung kostet den Normalbürger noch mehr als du hier anführst. @Ruderix2007 - auf dieses Wort habe ich gewartet um hier auszusteigen: MORAL. Die Mehrheit bekommt max. zu den verlogenen Wahlen mal den Arsch hoch, und rechtfertigt alles unter dem Begriff Moral, merken aber nicht das sie im 21.Jahrhundert leben. Gott ist das arm. Wenn ihr Eure Moral mal auspacken würdet, wo nicht nur drüber geredet wird, sondern wo sie angewandt etwas bewirken würde, dann wäre diese Diskussion unnötig. Die Schweizer Banken haben keine Moral, die Steuersünder haben keine Moral aber unsere Politik soll sie an den Tag legen, wo sie endlich mal, wo sie Beiden mal vor den Latz knallen könnte. Na prima.
Fusselbär am 08.02.10 13:03 Uhr
@Hellbend: Siehe [02, re05] Wir haben hier irgendwie so eine merkwürdige Situation von alternierenden Threads. oO
Ruderix2007 am 08.02.10 13:04 Uhr
(+1)
@Hellbend: Ok schon klar was du für einer bist.... lassen wir es sein. Ich hoffe, dass wir die Geschichte wegen Leuten wie dir, nicht nocheinmal wiederhollen müssen.
Hellbend am 08.02.10 13:09 Uhr
(-2)
@Ruderix2007: Ach was! WAS bin ich denn für Einer? Ich bin sicher nicht Heuchlerisch und überzogener Moralist und mit solchen Sprüchen disqualifizierst du dich max. selbst. Fraglich wer hier wen richtig eingeschätzt hat. Nicht wahr!
drhook am 08.02.10 14:49 Uhr
@Ruderix2007: Lese dir mal folgenden Artikel durch, dann wirst du sehen, dass man sich mit dem Ankauf der Daten nicht automatisch strafbar macht.
http://www.telemedicus.info/article/1640-Kauf-geklauter-Steuerdaten-Straftat-oder-Strafverfolgung.html
Ruderix2007 am 08.02.10 14:53 Uhr
@drhook: Lies nochmal 01 re:10, mehr sage ich dazu nicht mehr!
Rumulus am 08.02.10 15:14 Uhr
@drhook: In der Schweiz ist dies zur Zeit ein grosses Thema. Internationale anerkannte Rechtsexperten sehen den Fall nicht so deutlich wie die deutsche Regierung/Rechtsexperten. Wie auch in deinem Link zu lesen ist, ist der ausschlaggebende Punkt wie der Verkäufer der Daten an die Daten gekommen ist. Sollte er ein Insider sein, oder sich die Daten auf klar illegalem Weg beschaffen haben, dann hinkt dein Link gewaltig. Es versteht sich von selbst, dass die deutsche Regierung kein Interesse hat, nachzufragen, oder aufzuklären wie er an die Daten gekommen ist. Somit kann sie sich auch der Affäre ziehen und die Daten auch kaufen. Es ist aber logisch, auch wenn man es zur Zeit nicht beweisen kann, dass die Daten mit grosser Wahrscheinlichkeit illegal in den Besitz des Verkäufers gelangt sind, somit müsste man auch die Gesetze der Schweiz berücksichtigen und ein Kauf/Verkauf wäre wohl dann illegal. Wir als Laien können den Fall so oder so nicht beurteilen, Was wir können ist nur unsere Meinung dazu sagen und für mich hat die ganze Sache eine sehr üblen Nachgeschmack.
drhook am 08.02.10 18:40 Uhr
@Rumulus: Nur das wir uns richtig verstehen, ich befürworte den Datenkauf nicht. Den Link den ich angegeben habe, stellt nur die Meinung eines Juristen dar. Allerdings besteht die Möglichkeit, dass die deutsche Regierung sich auch von solchen Juristen "beraten" lässt und so zu dem Schluss kommt, dass der Datenkauf wohl keine grossen rechtlichen Probleme aufwirft. Natürlich sollte man nach meiner Meinung nach auch die schweizerischen Gesetze beachten und mit mutmasslichen Straftätern keine Geschäfte machen, aber nicht weil die Schweiz so tolle Gesetze hat, sondern um Datendiebstahl nicht auch noch zu belohnen. Sonst tut sich bald eine neue Zunft von Datenanbietern auf , die versucht alle möglichen Daten zu versilbern.
Rumulus am 08.02.10 21:08 Uhr
@drhook: Da kann ich dir nur voll und ganz zustimmen!
Hellbend am 08.02.10 12:09 Uhr
(-1)
Wahrscheinlich legen sie grad nochmal nach, weil die Summen in der Schweiz auftauchen könnten und dann das "Waaas, soviel! Da muß mehr verkauft worden sein." einsetzt.
Fusselbär am 08.02.10 12:14 Uhr
(+1)
@Hellbend: Was übrigens den kriminellen Datendiebstahl in Lichtenstein betrifft: da müssen nun hohe Entschädigungen an die Opfer des durch Deutschland finanziell geförderten kriminellen Datendiebstahls gezahlt werden.
Hellbend am 08.02.10 12:17 Uhr
(-1)
@Fusselbär: Solange sich das relativiert, völlig ok.
Fusselbär am 08.02.10 12:26 Uhr
(+1)
@Hellbend: Ich sehe das anders: Datendiebstahl darf kein Mittel für Rechtsstaaten sein! Das geht einfach gar nicht! Das war beim Lichtensteinskandal schon so und das hat sich auch jetzt beim Datendiebstahlskandal, der aktuell Schweizer Banken betrifft nicht geändert und auch beim AWD ist Datendiebstahl nicht rechtens. Ganz unabhängig, ob man dem Zumwinkel das nun gönnen mag, oder wem auch immer: wenn ein "Rechtsstaat" sich wie ein Schurkenstaat verhält, dann riecht so was ganz übel aus dem Mund!
Hellbend am 08.02.10 12:42 Uhr
(-1)
@Fusselbär: Weißte, ich versteh das Denken vieler nicht! Die Leute die ihre kriminelle Energie nutzen, ihre Kohle woanders hinzuschleppen, in diesem Falle die Schweiz, die ihrerseits kriminelle Energie an den Tag legt, denn was sie da tun ist ebenfalls nicht ok, verlangen doch allen Ernstes nicht-kriminell behandelt zu werden und den Datenschutz zu wahren. Ich seh es aus der Perspektive: KRIMINELLE DATEN SIND NICHT SCHÜTZENSWERT Punkt Ach, und Heuchler haben wir doch genug oder?!
Fusselbär am 08.02.10 12:57 Uhr
@Hellbend: Der korrekte Weg für einen Rechtsstaat wäre aber zum Beispiel, die Schweiz um die Daten zu bitten.
Ruderix2007 am 08.02.10 13:00 Uhr
@Hellbend: Dann muss man dass auf politischem Weg lösen und die Demokratie auch repsektieren. Nur weil mir etwas nicht passt, kann ich die anderen nicht einfach dazu zwingen meine Meinung anzunehmen und sogar mit illegalen Mitteln mein Recht durchsetzen. Wenn ich das doch mache, ist dies nicht selten der Anfang einer Diktatur und das Ende der Glaubwürdigkeit.
Ruderix2007 am 08.02.10 13:02 Uhr
(+1)
@Fusselbär: Es geht hier nicht um die Schweiz an sich, sondern um die Banken! Dies muss klargestellt werden, die Schweizerregierung kann keine Daten frei geben, nur das Volk dazu überreden, die Grundverfassung zu ändern, oder den Datenschutz neu zu überarbeiten.
pandabaer am 08.02.10 13:22 Uhr
@Hellbend: In dem Fall stimme ich Fusselbär zu. Ich wünsche mir zwar, dass diese Steuerhinterzieher, die uns Steuerzahler, verarsch*n, gewaltig eins auf den Hitnern bekommen. Aber einen solchen Handel halte ich für sehr bedenkenswert. Wo fängt es an? Mit einer gekauften Schwarz-CD. Wo hört es auf? Werden Hacker beauftragt die Konten aller Staatsbürger im In- und Ausland auszuspähen oder gar direkten Zugriff darauf zu erhalten? Alternative (nicht ganz ernst nehmen): In der Schweiz einmarschieren und neben den Bankdaten auch gleich das Reichsgold mitnehmen... die Schweizer Armee ist ohnehin pleite und kann außer Löcher in den Käse schießen nix :)
Der Weise am 08.02.10 13:27 Uhr
@Hellbend: Der kleine Bürger wird bestrafft, wenn er eine Kopie einer CD von seines Kumpel erhält. Aber der Staat darf dies. Der kleine Bürger wird bestrafft, wenn er sich ein Musikstück downloadet. Wo ist hier noch die Gerechtigkeit? Wenn man solche Mittel einsetzt um der Gerechtigkeit Genüge zu tun, dann kann man aber in Zukunft auch nicht gegen andere Staaten vorgehen oder Vorwürfe machen, wenn diese Wirtschafts- und Staatsgeheimnisse anderer Staaten kaufen. Dies ist der Anfang der Legalisierung von Betriebsspionage und Spionage im Allgemeinen. Wie glaubwürdig ist ein solcher Staat noch und wie gerecht sind dann solche Urteile? Die Folgen eines solches Vorgehen, können schnell einen grösseren Preis haben als die kurzfristigen Vorteile die man erhält!
William Thomas am 08.02.10 12:09 Uhr
(+2)
Dieses Unternehmen ist mir eh suspekt. Wenn man im Internet nachforscht, findet man nicht unbedingt viel positives über diese Firma.
pandabaer am 08.02.10 13:25 Uhr
@William Thomas: Das ist richtig. Aber wo findet man schon viel positives? Ich selbst habe zwei Versicherungen über AWD abgeschlossen, da mein Versicherungsvertreter von der einen Versicherung zur anderen gewechselt hat. Gebracht hat mir das, außer dem bereits bestehenden Verhältnis, etwas bessere Versicherungen (also gleiche Leistung aber billiger bzw. mehr Leistung bei gleichem Geld). Dennoch stehe ich dem ganzen skeptisch gegenüber. Aber das sollte man bei allen Versicherungen bzw. dessen Vertretern sein. Ob ich die nächsten Versicherungen auch über AWD abschließe weiß ich allerdings noch nicht.
Antiheld am 08.02.10 13:45 Uhr
(+4)
Wer den AWD mal Zuhause hatte und dann das ganze kritisch hinterfragt hat (mit den nötigen Hintergrundinfos), weiss dass das ganze Geschäftsmodell nicht wirklich kundenorientiert ist. So sind solche Datenlecks den Managern wohl lästig, aber wahrscheinlich ist ihnen das, was die Menschen angeht, E G A L...
pandabaer am 08.02.10 14:48 Uhr
@Antiheld: Da ich bei AWD zwei Versicherungen habe (bzw. über AWD zwei abgeschlossen habe), bitte ich dich mich kurz aufzuklären. Warum nicht kundenorientiert?
Antiheld am 08.02.10 17:59 Uhr
(+1)
@pandabaer: Man bekommt nicht zwingend die günstigste Versicherung angeboten, der AWD funktioniert nicht unwesentlich über Provisionen. Die Mitarbeiter bekommen einen Teil jeder Provision, die von Versicherungen für einen Abschluss aufgezahlt wird. Die Mitarbeiter werden darauf geschult, Wie man Leuten Versicherungen andreht, darauf wird in der Ausbildung mindestens genau so viel Wert gelegt, wie auf Fachwissen. So ein Trick z.B. Hat man einen Vertrag vor sich liegen und kann sich nicht zur Unterschrift entschließen, muss der Veretreter aufs Klo. Danach ist fast immer unterschrieben. Sowas bekommen sie beigebracht.... ohne worte....
Schreiben Sie uns Ihre Meinung, bewerten Sie Kommentare oder diskutieren Sie mit anderen WinFuture.de Lesern!
Melden Sie sich jetzt kostenlos anoder verwenden Sie Ihren bestehenden Zugang.
